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Die Bedeutung des Sieges bei den antiken Olympischen Spielen

Der heilige Ölbaumkranz als Lebensziel

Title: Die Bedeutung des Sieges bei den antiken Olympischen Spielen

Bachelor Thesis , 2010 , 37 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Sierakowski (Author)

Sport - Sport History
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Es ist unbestritten, dass es in der heutigen Zeit für einen Athleten kaum etwas sportlich Bedeutenderes gibt, als den Gewinn einer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. Ein Sieg bei Olympia überstrahlt alles und ist aufgrund des vierjährigen Rhythmus´ (eine Olympiade) wesentlich seltener zu erreichen, als ein Sieg bei vergleichbaren Europa- oder Weltmeisterschaften. Aber gab es diesen einzigartigen Stellenwert eines Sieges auch schon in der antiken Sportwelt? Heutzutage können sich Olympiasieger ihre Leistungen in Form von lukrativen Werbeverträgen 'vergolden' lassen. War dies im übertragenen Sinne in den Anfängen der Olympischen Spiele auch schon möglich?

Das Ziel dieser Arbeit ist zu untersuchen, welche unmittelbaren und langfristigen Folgen ein Olympiasieg für den Athleten in der Antike mit sich brachte.

Was bedeutete es konkret für einen Athleten, einen heiligen Ölbaumkranz in Olympia zu gewinnen, und welche unmittelbaren Ehrungen wurden ihm zuteil? Dieser erste Kernaspekt der Arbeit wird in der Literatur sehr detailliert aufgegriffen. Sowohl die eigentlichen Ehrungen am Festspielort als auch der feierliche Umzug und die Siegesfeier sind Aspekte, die näher analysiert werden. Darüber hinaus gehen verschiedene Autoren auch auf die Ehrungen in der Heimatstadt ein, die weitaus imposanter und folgenreicher waren als die Ehrungen, die einem Sieger in Olympia zuteilwurden. Um dieses Kapitel von dem Folgenden abgrenzen zu können, wird bei der Bedeutung des Sieges für den Athleten primär deskriptiv gearbeitet.

Dementsprechend soll ebenfalls untersucht werden, welche wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Implikationen ein Sieg in Olympia hatte.
Dieser zweite Kernaspekt der Arbeit steht in sehr enger Verbindung zu den Vorteilen für die Polis (Stadt) des erfolgreichen Athleten. „Politik ist das, was die polis, die Stadt oder den Staat als Organisationsform aller Politen, „Bürger“, angeht. Die Polis ist die politische Einheit, auf die bezogen der Polit denkt und handelt“ (Weeber, 2004, S. 42). Durch diese Aussage wird deutlich, dass der Olympiasieg eines Athleten immer auch eine politische Angelegenheit und damit von großer Bedeutung für die jeweilige Stadt ist. Sowohl die langfristigen Folgen für den Athleten als auch die politische Vermarktung eines Olympiasieges sollen in diesem Kapitel bearbeitet werden und zeigen deutlich, welch große wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Bedeutung ein Olympiasieg in der Antike besaß.

...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

3. Die Teilnahme an den antiken Olympischen Spielen

3.1 Die „agonalen Griechen“

3.2 Wer kann Olympiasieger werden?

3.3 Die Siegerlisten als authentisches Erbe für die Nachwelt?

4. Die Bedeutung des Olympischen Sieges für den Athleten

4.1 Die Ehrungen an der heiligen Festspielstätte in Olympia

4.2 Die Ehrungen bei der Rückkehr in die Heimatpolis

4.3 Die Siegerstatuen im heiligen Tempel des Gottes Zeus

5. Wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Implikationen des Olympischen Sieges

5.1 Wirtschaftliche Vermarktung des Olympischen Sieges?

5.2 Politische Nutzung des Olympischen Sieges

5.3 Der Olympiasieg als begehrenswertes Ziel für die Heimatpolis

6. Kritische Stimmen der Antike – Was nützt der Menschheit ein Sieg in Olympia?

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Olympiasieges in der Antike. Dabei wird analysiert, welche unmittelbaren und langfristigen Folgen der Gewinn eines heiligen Ölbaumkranzes für den einzelnen Athleten hatte, wie der Sieg ökonomisch sowie politisch instrumentalisiert wurde und welchen Stellenwert dieser Erfolg für die Heimatpolis des Siegers einnahm.

  • Die ideologische Bedeutung und Vorbereitung auf die antiken Olympischen Spiele.
  • Ehrungsformen der Sieger in Olympia und bei der Rückkehr in die Heimat.
  • Die wirtschaftliche Vermarktung und Instrumentalisierung sportlicher Erfolge.
  • Politische Nutzung des Sieges als Instrument der Selbstdarstellung und Machtdemonstration.
  • Kritische Reflexion antiker Intellektueller zum Fokus auf sportlichen Ruhm.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Ehrungen an der heiligen Festspielstätte in Olympia

Der Sieg bei den Olympischen Spielen galt für einen Athleten als Gipfel des Glücks. Er hat als „Liebling der Götter“ sein Lebensziel erreicht und sowohl sein Name, der seines Vaters und seiner Heimatstadt wurden unmittelbar nach dem Wettkampf ausgerufen. Die vielen Zuschauer feierten ihn mit einem dreifachen Heilruf, der dem heutigen „Hipp-hipp-hurra“ ähnelt (vgl. Diem, 1960, S. 263). Im Anschluss daran wurde die offizielle Siegeshymne des Dichters Archilochos lautstark gesungen. Die Sitte, den Sieger direkt nach dem Wettkampf im Hippodrom mit einem Wollfaden um die Schläfe zu ehren, fällt in eine mythische Ära zurück. Seit der Zeit Alexanders des Großen symbolisierte ein Palmzweig zudem die Dauer der Jugend und wurde dem erfolgreichen Athleten ebenfalls direkt nach dem Wettkampf überreicht (vgl. Diem, 1960, S. 263).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den hohen Stellenwert des Sieges in der griechischen Antike und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Folgen für Athlet und Polis.

2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel nähert sich soziologisch dem Begriff des Sieges und ordnet ihn als zentrales Element im binären Code des Sports ein.

3. Die Teilnahme an den antiken Olympischen Spielen: Es wird die ideologische Einstellung zum Sport sowie die strengen, exklusiven Zulassungskriterien und die historische Bedeutung der Siegerlisten thematisiert.

4. Die Bedeutung des Olympischen Sieges für den Athleten: Hier werden die unmittelbaren Ehrungen am Festspielort, die Rückkehr in die Heimat sowie die symbolträchtige Errichtung von Siegerstatuen untersucht.

5. Wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Implikationen des Olympischen Sieges: Das Kapitel behandelt die Vermarktung von Siegen, deren gezielte politische Instrumentalisierung durch Herrscher und Städte sowie den Prestigecharakter für die Polis.

6. Kritische Stimmen der Antike – Was nützt der Menschheit ein Sieg in Olympia?: Dieser Teil beleuchtet kritische Positionen antiker Autoren wie Euripides, Xenophanes und Platon, die den exzessiven Ruhm der Athleten und die Vernachlässigung geistiger Werte hinterfragten.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die außergewöhnliche Bedeutung des Sieges in der Antike.

Schlüsselwörter

Olympische Spiele, Antike, Olympiasieg, Athletentum, Polis, Sportgeschichte, Siegerstatuen, Politische Instrumentalisierung, Wirtschaftliche Vermarktung, Philotimia, Ehrung, Agon, Gesellschaft, Antiker Sport, Ruhm.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung des Sieges bei den antiken Olympischen Spielen und untersucht, welche soziopolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Triumph sowohl für den Athleten als auch für dessen Heimatstadt hatte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Teilnahmebedingungen, der Ablauf der Ehrungen, die ökonomische Verwertung sportlicher Erfolge sowie die kritische Reflexion des antiken Athletentums durch zeitgenössische Intellektuelle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den ideellen und materiellen Stellenwert eines Olympiasieges in der Antike wissenschaftlich darzulegen und die Instrumentalisierung des Sports als politisches und soziales Mittel aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem deskriptiven und analytischen Ansatz, der auf der Auswertung relevanter Literatur aus der Sportgeschichte und Altertumswissenschaft basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Teilnahmevoraussetzungen, die Analyse der Ehrungen (vor Ort und zu Hause), die wirtschaftliche und politische Vermarktung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem Sieges-Hype.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Olympiasieg, Polis, antike Sportfeste, Siegerlisten, Politische Instrumentalisierung und Professionalisierung im antiken Sport.

Warum war der Olympiasieg eine Angelegenheit der ganzen Polis?

Der Sieg eines Athleten erhöhte das Ansehen der gesamten Heimatstadt. Städte investierten daher massiv in ihre Athleten, da diese als Repräsentanten der Stadt fungierten und der Triumph ein bedeutendes prestigeträchtiges Element darstellte.

Wie reagierten antike Kritiker auf die Sieger?

Autoren wie Euripides oder Xenophanes kritisierten den übermäßigen Fokus auf rein körperliche Leistungen, die Vernachlässigung des Geistes sowie die hohen Belohnungen für Athleten, die sie für das Gemeinwohl als wenig nützlich erachteten.

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Details

Title
Die Bedeutung des Sieges bei den antiken Olympischen Spielen
Subtitle
Der heilige Ölbaumkranz als Lebensziel
College
Ruhr-University of Bochum  (Sportwissenschaft)
Grade
1,3
Author
Christian Sierakowski (Author)
Publication Year
2010
Pages
37
Catalog Number
V170791
ISBN (eBook)
9783640898190
ISBN (Book)
9783640898220
Language
German
Tags
bedeutung sieges olympischen spielen lebensziel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Sierakowski (Author), 2010, Die Bedeutung des Sieges bei den antiken Olympischen Spielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170791
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