Die Medienrelevanz um das Thema Elektromobilität steigt täglich. Aber nicht nur diese neue Antriebsform ist von besonderer Bedeutung, sondern vielmehr das übergreifende Thema Mobilitätsmanagement. Denn, dass Betriebe von innovativen Mobilitätskonzepten profitieren können, zeigt bislang nicht nur die Elektrobranche sondern stellen dies auch international etablierte Unternehmen wie Nokia Siemens Networks oder die Lego GmbH unter Beweis. Wie auch beim Immobilienportfolio, lassen sich mittels Mobilitätsmanagement-Maßnahmen, Einsparungen sowohl monetärer als auch ökologischer Natur erzielen.
Im Rahmen des Masterstudiums Facility- und Immobilienmanagement wurden im Zuge einer integrativen Fallstudie, Mobilitäts- und Dienstreisekonzepte von international tätigen Konzernen untersucht. Mittels Unternehmensbefragungen konnte der Status quo des betrieblichen Mobilitätsmanagements erhoben werden. Daran angelehnt wurden in der Auswertung derzeit vorherrschende Markttrends aufgezeigt und Best-Practice Beispiele abgeleitet. In die Ergebnisaufarbeitung flossen auch Green Mobility Ansätze ein, wobei die Befragung eine Darstellung der derzeit in den Konzernen vorhandenen prozessualen Einbettung des Mobilitätsmanagements ersichtlich macht.
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG
1.1 AUFGABENSTELLUNG UND AUSGANGSLAGE DER FALLSTUDIE
1.2 METHODISCHES VORGEHEN UND ARBEITSSCHRITTE
2 THEORIE DESBETRIEBLICHEN MOBILITÄTSMANAGEMENTS
2.1 DEFINITION DES BETRIEBLICHEN MOBILITÄTSMANAGEMENTS UND ZIEL DES PROJEKTS
2.2 MAßNAHMENBEREICHE
2.3 VORAUSSETZUNGEN FÜR EINE ERFOLGREICHE UMSETZUNG
2.4 UMSETZUNGSANSÄTZE
2.4.1 Maßnahmenorientierter, punktueller Ansatz
2.4.2 Umfassender, systematischer Ansatz
2.5 ORGANISATORISCHE UMSETZUNG
2.6 FAZIT AUS DER THEORIE
3 BETRIEBLICHES MOBILITÄTSMANAGEMENT IN DER PRAXIS
3.1 STAND DER UMSETZUNG IN DEUTSCHLAND
3.2 BETRIEBLICHE AUSGANGSBEDINGUNGEN
3.2.1 Betriebsgröße
3.2.2 Branchen
3.2.3 Lage und Verkehrsanbindung
3.2.4 Handlungsdruck
3.3 UMSETZUNG IN DEN BETRIEBEN
3.3.1 Initiierung
3.3.2 Definition der Ziele und Zielgruppen
3.3.3 Festlegung von Maßnahmen und Vorgehen
3.3.4 Organisatorische Verankerung und Kommunikation
3.3.5 Kosten und Finanzierung
3.4 WIRKUNGEN
3.4.1 Verkehrliche Wirkungen
3.4.2 Städtebauliche Wirkungen
3.4.3 Umweltwirkungen
3.4.4 Ökonomische Wirkungen
3.4.5 Wirkung auf Gesundheit und Fitness
3.4.6 Sonstige Wirkungen
4 UNTERNEHMENSBEFRAGUNG
4.1 AUFBAU UND STRUKTUR DES FRAGEBOGENS
4.2 DIE BEFRAGTEN UNTERNEHMEN
4.3 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER FRAGEBÖGEN
4.3.1 Allgemeine Angaben zum Unternehmen/Standort
4.3.2 Mobilitätsstruktur innerhalb des Standortes
4.3.3 Mobilitätstruktur zwischen den Standorten
4.3.4 Mobilitätskonzept zum/vom Flughafen
4.3.5 Einsatz von Mobilitätsmanagementkonzepten
4.3.6 Strategische und institutionelle Verankerung des MM
4.3.7 Monitoring
4.3.8 Finanzierung und Wirtschaftlichkeit des Mobilitätsmanagements
5 KONKLUSION
5.1 VERGLEICH DER BMM MAßNAHMEN AUS LITERATUR & UMFRAGEERGEBNISSEN
5.1.1 Umsetzung von Maßnahmen-Paketen
5.1.2 Fahrtrainings
5.1.3 Fahrgemeinschaftsvermittlung
5.1.4 CarSharing für Betriebe
5.1.5 Jobtickets
5.1.6 Full- Service-Leasing
5.1.7 Emissionskompensation
5.1.8 Schadstoffarme Fahrzeuge
5.1.9 Umweltaspekte als Inhalt der Reiserichtlinie
5.1.10 Reisevermeidung
5.1.11 Organisatorische Einordnung des BMM
5.2 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
5.2.1 Aufstellung eines Mobilitätsplans
5.2.2 Kommunikation und Informationsmanagement
5.2.3 Konstante Prozessveranschaulichung
5.2.4 Prüfung von Soll- & Istwerten
5.3 TRENDS UND ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN
5.3.1 Eigene Umwelt/Klimaprogramme
5.3.2 Bewegung von Fuhrpark- &Travelmanagement
5.3.3 Bahnangebot & Co.
5.3.4 Kooperationen
5.3.5 Neue (Antriebs-)Techniken
5.3.6 Reiseprävention
5.3.7 Software Angebote für BMM Bausteine
5.3.8 Benchmarking
5.4 ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Status quo betrieblicher Mobilitätskonzepte in international tätigen Konzernen zu erfassen, aktuelle Markttrends zu analysieren und daraus Best-Practice-Beispiele für ein systematisches betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) abzuleiten, um so Einsparungspotenziale und Effizienzsteigerungen für Unternehmen aufzuzeigen.
- Analyse und Systematisierung von BMM-Maßnahmen in Großunternehmen
- Untersuchung der prozessualen Einbettung von Mobilität in Unternehmensstrukturen
- Identifikation von Treibern und Hemmnissen für nachhaltige Mobilitätskonzepte
- Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für ein zukunftsorientiertes Mobilitätsmanagement
- Vergleich von punktuellen gegenüber systematischen Umsetzungsansätzen
Auszug aus dem Buch
2.1 DEFINITION DES BETRIEBLICHEN MOBILITÄTSMANAGEMENTS UND ZIEL DES PROJEKTS
Das betriebliche Mobilitätsmanagement (BMM) ist eine strategische Planungsmethode zur Gestaltung des von einem Betrieb erzeugten Verkehrs. Der Betrieb wird dabei sowohl als Ziel als auch als Quelle des Verkehrs betrachtet. Das BMM zielt auf eine möglichst effiziente, sichere, stadt- und umweltverträgliche Organisation dieser Verkehrsströme ab. Darüber hinaus ist mit betrieblichem Mobilitätsmanagement jede Form von Beratung und Information gemeint, die in diesem Sinne wirkt. Ein wichtiges Ziel des Mobilitätsmanagements ist es, auf das individuelle Verkehrsverhalten der Mitarbeiter eines Unternehmens einzuwirken. Dies soll im Hinblick auf eine stärkere Nutzung alternativer Verkehrsmittel und auf eine bewusste und wirtschaftlichere Nutzung des Autos geschehen.
Das BMM für den Personenverkehr stellt für die Unternehmen als Arbeitgeber ein probates Mittel dar, auf die Mobilität ihrer Beschäftigten für den Weg zur Arbeit, für dienstliche und geschäftliche Wege sowie die Erreichbarkeit ihrer Standorte für Dritte sicherzustellen, zu verbessern sowie effizient und nachhaltig zu organisieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel definiert die Aufgabenstellung der Fallstudie und erläutert das methodische Vorgehen, das in drei Phasen von der Literaturanalyse über die empirische Befragung bis hin zur Ergebnisdarstellung reicht.
2 THEORIE DESBETRIEBLICHEN MOBILITÄTSMANAGEMENTS: Das Kapitel liefert eine grundlegende Definition des BMM sowie eine Übersicht über Maßnahmenbereiche, Erfolgsfaktoren und die Unterscheidung zwischen punktuellen und systematischen Ansätzen.
3 BETRIEBLICHES MOBILITÄTSMANAGEMENT IN DER PRAXIS: Hier werden der aktuelle Umsetzungsstand in Deutschland sowie die betrieblichen Rahmenbedingungen, Umsetzungsformen und die vielfältigen Wirkungsbereiche des Mobilitätsmanagements analysiert.
4 UNTERNEHMENSBEFRAGUNG: Dieses Kapitel widmet sich der Auswertung und Interpretation der empirischen Daten, die durch die Befragung von elf international tätigen Konzernen gewonnen wurden.
5 KONKLUSION: Abschließend werden die Ergebnisse aus Literatur und Umfrage verglichen, konkrete Handlungsempfehlungen formuliert und Trends sowie zukünftige Perspektiven wie Elektromobilität und systemorientiertes Management diskutiert.
Schlüsselwörter
Betriebliches Mobilitätsmanagement, BMM, Mobilitätsplan, Fuhrparkmanagement, Dienstreiseverkehr, Nachhaltigkeit, Kostenreduktion, Umweltbilanz, Verkehrsvermeidung, Green Mobility, Jobticket, Mobilitätskonzept, Unternehmensbefragung, Pendlerverkehr, Prozessoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das betriebliche Mobilitätsmanagement in Großunternehmen, um den Status quo zu erfassen und Möglichkeiten für effizientere sowie nachhaltigere Mobilitätskonzepte aufzuzeigen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die Gestaltung des Berufs- und Dienstreiseverkehrs, die Reduzierung von Emissionen und Kosten sowie die strategische organisatorische Verankerung des Mobilitätsmanagements im Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den aktuellen Stand des Mobilitätsmanagements in international tätigen Konzernen zu ermitteln und Handlungsempfehlungen für die Implementierung eines systematischen, ganzheitlichen Ansatzes zu erarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer dreiphasigen Fallstudie: einer vergleichenden Literaturanalyse, einer quantitativen und qualitativen Unternehmensbefragung sowie einer abschließenden Ableitung von Best-Practice-Beispielen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen als auch die Analyse der praktischen Anwendung in deutschen Unternehmen sowie die detaillierte Auswertung der Unternehmensbefragungen thematisiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM), Mobilitätsplan, Nachhaltigkeit, Fuhrparkmanagement, Verkehrsvermeidung und Kosteneffizienz.
Warum spielt die Größe eines Unternehmens eine Rolle für das Mobilitätsmanagement?
Eine größere Anzahl von Mitarbeitern erzeugt eine notwendige Grundlast und einen entsprechenden Handlungsdruck, der das Management dazu motiviert, systematische Mobilitätsstrukturen einzuführen.
Inwiefern beeinflusst das Controlling den Erfolg des Mobilitätsmanagements?
Die Einbindung des Controllings ist essenziell, um Einsparungspotenziale durch Mobilitätsmaßnahmen quantifizierbar zu machen, da viele Unternehmen derzeit noch Schwierigkeiten haben, die finanziellen Vorteile des BMM genau zu beziffern.
Welche Rolle spielt die Kommunikation für den Erfolg von Mobilitätsplänen?
Eine breite Kommunikation ist entscheidend für die Akzeptanz bei der Belegschaft; ohne Sensibilisierung und Aufklärung über die Ziele des Mobilitätsmanagements bleiben Maßnahmen oft punktuell und ineffektiv.
Warum wird trotz ökologischer Ziele weiterhin der PKW bevorzugt genutzt?
Dies liegt häufig an der wahrgenommenen Bequemlichkeit und Flexibilität des eigenen PKW sowie an fehlenden verbindlichen unternehmensinternen Richtlinien, die den Umstieg auf Alternativen fordern würden.
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- BA A. Daberkow (Author), Dipl.-Ing. K.-H. Geier (Author), RA.MAG. M. Mettler (Author), BA Ch. Löfflad (Author), 2011, Das Mobilitätsmanagement deutscher Konzerne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170804