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Die Rolle Kennedys bei der Beilegung der Kuba-Krise

Titel: Die Rolle Kennedys bei der Beilegung der Kuba-Krise

Seminararbeit , 2011 , 21 Seiten , Note: "-"

Autor:in: Elchan Gassanow (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nachdem Kennedy am 22. Oktober 1962 die amerikanischen Luftstreitkräfte in Kampfbereitschaft versetzte und Chruschtschow die sowjetischen Atomraketen nach Washington richtete, geriet die
Welt in eine Krise, die den Dritten Weltkrieg hätte verursachen könnte. Später wurde sie als „Kubakrise“ bezeichnet. Die 13 Tage (14. bis 28. Oktober), die die ganze Welt bewegten, lösten
eine Diskussion in Expertenkreisen aus. Fast 50 Jahre zurückliegende Krise ist Gegenstand unzähliger Untersuchungen, Zeitungsartikel und
sogar zahlreicher sowjetischen und amerikanischen Spielfilmen. Mit der Fernsehansprache ,,von höchster nationaler Dringlichkeit“(1) des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy am 22.
Oktober 1962 publik gewordene Krise, wurde durch das Briefwechsel zwischen Kennedy und Chruschtschow beigelegt. Die Briefe, die als Hauptquellen herangezogen wurden, bringen die Individualität der Hauptakteure in der Krise zum Ausdruck, wodurch die Krise beigelegt wurde. Durch die Interpretation Kennedys Briefen und Entscheidungen während der Krise versucht die Arbeit darzulegen, welche Rolle der Präsident Kennedy bei der Beilegung der Krise gespielt hat.
Um die Fragestellung transparent zu machen, stehen die Fragen – wie konnte es zu dieser Krise kommen, welche Faktoren waren dafür verantwortlich, welche sicherheitspolitische Interessen
verfolgten die Sowjetunion und die USA – die damals die Experten beschäftigten, auch im Fokus dieser Arbeit. Des Weiteren soll auf die politischen Hintergründe der Kubakrise und auf das
Krisenmanagement während dieser Zeit eingegangen werden. Abschliessend wird ein Versuch unternommen, die Folgen des möglichen atomaren Krieges sowie die Folgen der Krise selbst zu erörtern und festzustellen, welche Wirkungen hinterliess Kennedy mit seiner Rolle in der Weltpolitik.
[...]
______
(1) Ankündigung Salingers zu Kennedys Fernsehansprache vom 22.10.1962.
Aus: http://edition.cnn.com/SPECIALS/cold.war/episodes/10/documents/kennedy.speech/

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Grundlagen der Krise

2. 1. Sieg der Revolution in Kuba und Operation Mongoose

2. 2. Kennedys Befürchtungen

3. Der Beschluss über die Stationierung der Raketen

3. 1. Sowjetisch-kubanische Verhandlungen

3. 2. Operation Anadyr

4. Kennedys erste Reaktion

4. 1. Kennedy und Doktrin Monroe

5. Briefwechsel zwischen Kennedy und Chruschtschow

5. 1. Raketentausch-Variante

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die entscheidende Rolle von Präsident John F. Kennedy bei der friedlichen Beilegung der Kuba-Krise von 1962. Im Zentrum steht die Analyse des diplomatischen Krisenmanagements und der individuellen Entscheidungsfindung Kennedys sowie des Austauschs mit Chruschtschow, um zu eruieren, wie durch Kompromisse eine Eskalation zum atomaren Konflikt vermieden werden konnte.

  • Ursachen und politischer Hintergrund der Kuba-Krise im Kalten Krieg
  • Krisenmanagement und Entscheidungsfindung im Weißen Haus
  • Rolle der diplomatischen Korrespondenz zwischen Kennedy und Chruschtschow
  • Strategische Bedeutung des Raketentauschs als friedliche Lösung
  • Auswirkungen auf die internationale Sicherheitspolitik

Auszug aus dem Buch

4. Kennedys erste Reaktion

Am 16. Oktober informierte der Berater für nationale Sicherheitsfragen, McGeorge Bundy, Präsident Kennedy, dass die Existenz der sowjetischen Raketen auf Kuba festgestellt wurde. Kennedys erste Reaktion auf diese Information fand auf der ganzen Welt Gehör: „Das konnte er (Chruschtschow – E. G.) mir nicht antun.“ Sofort berief Kennedy eine Sitzung ein, an der Vizepräsident Lyndon B. Johnson, Verteidigungsminister Robert McNamara, Aussenminister Dean Rusk und Justizminister Robert Kennedy teilnahmen. Während der Sitzung haben die Amerikaner beschlossen, die Lage täglich zwei bis drei Mal zu besprechen und die Stationierung der Raketen erst nach den Vorbereitungen zu veröffentlichen. Später nannte sich diese Gruppe Exekutivkomitee des Nationalen Sicherheitsrats.

Das Gremium unter Präsident Kennedy besprach die Motive des sowjetischen Vorgehens und die Reaktion der USA. Für das sowjetische Vorgehen sah das Gremium fünf Gründe:

1. Die Sowjetunion versucht, den „Kalten Krieg“ weiter eskalieren zu lassen, mit dem Ziel, dem Image der USA in der ganzen Welt zu schaden. Nach der Meinung des Gremiums hoffte Chruschtschow, dass die Amerikaner aufgeben werden;

2. Eine Aktion, die die USA zur Invasion auf Kuba provozieren soll. Die Invasion schwächt gleichzeitig die Position der USA bei der Berlin-Frage;

3. Die Sowjetunion versucht Kuba als Verbündeter vor einer Invasion der USA zu schützen;

4. Nach der Stationierung der Raketen wird Chruschtschow verhandeln. Das Ziel der Sowjetunion bestand darin, dass die Amerikaner für die Zurückziehung der Raketen auf die Berlin-Frage verzichten werden;

5. Die Sowjetunion versucht, die amerikanische Überlegenheit des Nuklearpotenzials zu liquidieren und bereitete sich sogar auf einen Nuklearschlag im Fall der Eskalation der Beziehungen vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Kontext der 13 Tage der Kuba-Krise und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle Kennedys und sein Krisenmanagement zu untersuchen.

2. Die Grundlagen der Krise: Dieses Kapitel erläutert den Sturz Batistas, den Aufstieg Castros zum Verbündeten der Sowjetunion sowie die daraus resultierenden Spannungen und Kennedys sicherheitspolitische Bedenken.

3. Der Beschluss über die Stationierung der Raketen: Hier wird der Prozess der sowjetischen Entscheidungsfindung zur Stationierung von Nuklearraketen auf Kuba unter dem Decknamen „Anadyr“ detailliert beschrieben.

4. Kennedys erste Reaktion: Dieses Kapitel analysiert das Krisenmanagement der amerikanischen Führung nach der Entdeckung der Raketen und die Berufung des Exekutivkomitees des Nationalen Sicherheitsrats.

5. Briefwechsel zwischen Kennedy und Chruschtschow: Im Zentrum steht die diplomatische Kommunikation zwischen den Staatschefs, die schließlich in der Raketentausch-Variante als Lösung mündete.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Krise als Wendepunkt für ein rationales Krisenmanagement unter atomarer Bedrohung und der Bedeutung politischer statt militärischer Lösungen.

Schlüsselwörter

Kuba-Krise, John F. Kennedy, Nikita Chruschtschow, Kalter Krieg, Operation Anadyr, Raketentausch, Krisenmanagement, Atomkrieg, Außenpolitik, Exekutivkomitee, Monroe-Doktrin, Diplomatie, nukleare Abschreckung, Sicherheitspolitik, Kuba

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Kuba-Krise von 1962 und fokussiert dabei spezifisch auf das politische Handeln und die Rolle des US-Präsidenten John F. Kennedy bei der Konfliktlösung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen der Krise, der sowjetischen Militärstrategie, dem amerikanischen Krisenmanagement und der Bedeutung diplomatischer Kommunikation in hochriskanten Situationen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es darzulegen, wie Kennedy durch gezielte politische Entscheidungen und Kompromissbereitschaft eine militärische Eskalation der Krise verhindern konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Untersuchung verwendet?

Die Untersuchung stützt sich auf die Interpretation politischer und militärischer Dokumente, die Auswertung von Briefwechseln zwischen den Regierungen sowie die Analyse des Krisenmanagements im historischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil befasst sich mit den Hintergründen der Krise, dem geheimen sowjetischen Militärprogramm „Anadyr“, der Identifizierung der Raketen durch die USA und dem entscheidenden diplomatischen Briefwechsel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Kuba-Krise, Kennedy, Chruschtschow, Raketentausch, Krisenmanagement und Deeskalation.

Warum war die „Operation Anadyr“ für die US-Regierung so beunruhigend?

Die geheime Stationierung sowjetischer Nuklearraketen auf Kuba stellte eine direkte Bedrohung für das US-Festland dar und erschütterte das strategische Machtgleichgewicht der Supermächte.

Welche Bedeutung hatte der Briefwechsel zwischen Kennedy und Chruschtschow?

Der Briefwechsel ermöglichte einen direkten Kontakt auf höchster politischer Ebene, der half, die Situation zu deeskalieren und einen beidseitig akzeptierten Kompromiss, den Raketentausch, herbeizuführen.

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Details

Titel
Die Rolle Kennedys bei der Beilegung der Kuba-Krise
Hochschule
Universität Zürich
Note
"-"
Autor
Elchan Gassanow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
21
Katalognummer
V170843
ISBN (eBook)
9783640899791
ISBN (Buch)
9783640900084
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rolle kennedys beilegung kuba-krise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elchan Gassanow (Autor:in), 2011, Die Rolle Kennedys bei der Beilegung der Kuba-Krise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170843
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Leseprobe aus  21  Seiten
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