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Situationsanalysen und Ethnografien. Hybride Identitätsformationen in postmigrantischen Lebenswelten

Title: Situationsanalysen und Ethnografien. Hybride Identitätsformationen in postmigrantischen Lebenswelten

Essay , 2015 , 5 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Nach Wolf-Dietrich Bukow nehmen die Mobilität der Bevölkerung und die Diversität der Alltagswelt massiv zu. Die meisten Stadtgesellschaften haben sich dabei zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Bokow kritisiert in seinem Artikel die negative Sicht
von Mobilität und Diversität und zeigt, dass Mobilität und Diversität für die Stadtgesellschaft eine zentrale und substantielle Bedeutung besitzen und konstruktiv sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Überblick

2. Hauptteil

2.1 Mobilität und Diversität sind konstruktiv und nicht problematisch

2.2 Mobilität und Diversität besitzen eine substanzielle Bedeutung

3. Notwendige neue Strategien

1. Definition von Postmigration und die betrachteten Dimensionen

2. Hauptteil

2.1 Neue Wege bzw. Umwege und Lebensstrategien

2.2 Der Umgang mit Migrationserfahrungen und der Widerstand der Betroffenen

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Konzepten von Mobilität, Diversität und postmigrantischen Perspektiven in der modernen Stadtgesellschaft auseinander und untersucht, wie diese als konstruktive Antriebspotenziale gewinnbringend genutzt werden können.

  • Analyse der konstruktiven Rolle von Mobilität und Diversität in urbanen Räumen.
  • Kritische Beleuchtung der Stigmatisierung und Sündenbockstrategien gegenüber Zuwanderern.
  • Erforschung postmigrantischer Perspektiven und der Neuerzählung von Migrationsgeschichten.
  • Untersuchung von Lebensstrategien und Widerstandsformen nachfolgender Generationen gegen Dominanzverhältnisse.
  • Diskussion notwendiger urbaner Strategien zur Förderung von Chancengleichheit und Vielfalt.

Auszug aus dem Buch

2.2 Der Umgang mit Migrationserfahrungen und der Widerstand der Betroffenen

Zwar haben sich Begriffe und Benennungen gewandelt, doch historisch liegt eine gewisse Kontinuität im Umgang mit Migrationsfragen vor. Die hegemoniale Benennungspraxis erfordert eine permanente Auseinandersetzung der Nachkommen von Migranten. Betreffende werden ständig aufgefordert, sich zu definieren. Dabei erscheinen die Einheimischen als selbsternannte Experten in Herkunftsdingen. In Alltagsgesprächen wird also nicht mit Individuen kommuniziert, sondern mit Klischees. Offen bleibt, weshalb es ihnen nicht gelingt, sich von Klischees zu befreien. Menschen werden als Repräsentanten ihrer angeblichen Herkunftskultur angesehen. Implizit wird dem Gegenüber mitgeteilt, dass er oder sie eigentlich woanders hingehöre. Widerstand wird durch Spott, Ironie und Parodie geleistet, mit dem Ziel einer subversiven Wirkung. Die zweite und dritte Generation in Deutschland setzt sich kreativ mit dem vorherrschenden Wissen der Dominanzgesellschaft auseinander, um dieses zu dekonstruieren. Nach Yildiz sind Brüche, Diskontinuitäten und Umwege eher die Regel als die Ausnahme. Ebenso sind sie konstitutiv für biographische Konstruktionen. Er verwendet den Begriff „postmigrantische Generation“, um dies zu demonstrieren.

Die Jugendlichen und Erwachsenen der 2. und 3. Generation begehren gegen Dominanzverhältnisse auf und schaffen Gegenbilder, um sich mit der Lebenswirklichkeit auseinander zu setzen und ihr einen positiven Sinn abzugewinnen. Das Postmigrantische ist implizit herrschaftskritisch, da zugeschriebene Negativmerkmale umgedeutet werden. Offen bleibt die Reaktion der Einheimischen auf den Widerstand der Nachkommen der Nachfolgegenerationen, ebenso ob diese eine Veränderung bewirken konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Überblick: Einführung in die Thematik der zunehmenden Mobilität und Diversität, wobei die konstruktive Bedeutung dieser Phänomene für die Stadtgesellschaft betont wird.

2. Hauptteil: Detaillierte Untersuchung, warum Mobilität und Diversität gesellschaftlich konstruktiv sind und welche substanzielle Bedeutung sie für den Zusammenhalt haben.

3. Notwendige neue Strategien: Plädoyer für proaktive kommunale Mobilitäts- und Diversitätsstrategien zur Sicherung von Fairness und Diskriminierungsschutz.

1. Definition von Postmigration und die betrachteten Dimensionen: Erläuterung des postmigrantischen Ansatzes, der Migrationsgeschichte neu zu denken und marginalisierte Wissensarten einzubeziehen.

2. Hauptteil: Erörterung der Lebensstrategien von Migranten sowie der Widerstandsformen der 2. und 3. Generation gegenüber gesellschaftlichen Dominanzverhältnissen.

3. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Entstehung urbaner Räume und Transtopien durch die subversive Umdeutung negativer Zuschreibungen.

Schlüsselwörter

Stadtgesellschaft, Mobilität, Diversität, Postmigration, Migration, Identitätsformation, Diskriminierung, Segregation, Widerstand, Lebensstrategien, Dominanzgesellschaft, Partizipation, Urbanität, Inklusion, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche Bedeutung von Mobilität und Diversität in heutigen Städten und untersucht postmigrantische Perspektiven sowie deren Auswirkung auf das urbane Zusammenleben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die konstruktive Rolle von Migration in der Stadt, der Umgang mit Vorurteilen durch die Dominanzgesellschaft und die Identitätsentwicklung von Nachfolgegenerationen.

Was ist die primäre Zielsetzung?

Das Ziel ist es, Mobilität und Diversität nicht als Problem, sondern als Antriebspotenzial für eine moderne und faire Stadtgesellschaft aufzuzeigen und herrschaftskritische postmigrantische Ansätze zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Analyse basierend auf fachwissenschaftlichen Artikeln und soziologischen Konzepten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Dekonstruktion von Migrationsklischees, Lebenswegen durch transnationale Umwege und dem Widerstand gegen hegemoniale Benennungspraktiken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Postmigration, Antriebspotenziale, Dominanzverhältnisse, urbane Räume und gesellschaftliche Teilhabe.

Was versteht der Autor unter einer "Sündenbockstrategie"?

Damit beschreibt er die Tendenz, bestimmte Gruppen in der Stadt als Ursache für soziale Probleme zu identifizieren, ohne dabei die tatsächlichen Ursachen oder die konstruktiven Beiträge dieser Gruppen anzuerkennen.

Warum spielt der Begriff "Postmigration" eine so wichtige Rolle?

Der Begriff ist zentral, da er dazu auffordert, bisherige Migrationserzählungen radikal neu zu denken und die Perspektive derjenigen einzunehmen, die Migrationsprozesse selbst erlebt haben.

Wie leisten die Nachkommen von Migranten Widerstand?

Sie leisten Widerstand durch kreative Mittel wie Spott, Ironie und Parodie, indem sie zugeschriebene Negativmerkmale aktiv umdeuten und eigene, positive Sinngebungen schaffen.

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Details

Title
Situationsanalysen und Ethnografien. Hybride Identitätsformationen in postmigrantischen Lebenswelten
College
LMU Munich  (Soziologie)
Course
Master Seminar
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
5
Catalog Number
V1708888
ISBN (PDF)
9783389184172
Language
German
Tags
Soziologie Situationsanalyse Ethnografie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Situationsanalysen und Ethnografien. Hybride Identitätsformationen in postmigrantischen Lebenswelten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1708888
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