Der Bahnhof Ennepetal (Gevelsberg) - Vom Nutzobjekt zum Denkmal mit neuem Nutzungskonzept


Hausarbeit, 2011

17 Seiten


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Vorstellung des Bahnhofes „Ennepetal (Gevelsberg)“

3. Einordnung des Bahnhofes in die Zeichensprache zur Zeit der Erbauung sowie der Erweiterungsbauten

4. Aufnahme des Bahnhofsgebäudes in den Denkmalschutz (1986) und die damit verbundene Änderung der Zeichensprache sowie die veränderte Funktion des Bahnhofes

5. Der Bahnhof heute: Chance oder Altlast?

6. Ausblick

1. Einleitung

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Bahnhof Ennepetal (Gevelsberg). In Punkt 1 der Arbeit wird der Bahnhof und seine Geschichte vorgestellt. In Punkt 2 wird weiter auf die Erbauung des Bahnhofes und auf seine geschichtliche Bedeutung für den Eisenbahnbau eingegangen. In Punkt 3 wird der Baustils des Bahnhofes näher betrachtet. Außerdem wird die Bedeutung Eisenbahn in Deutschland beleuchtet. In Punkt 4 wird erläutert, wie sich die Zeichensprache der Zeit immer weiter ändert. Am Anfang ist noch von einem Nutzobjekt die Rede, nachdem der Bahnhof unter Denkmalschutz gestellt wird, ergibt sich neben dem Nutzwert auch noch ein kultureller Wert. In Punkt 5 wird erläutert, wie das neue Nutzungskonzept des Bahnhofgebäudes aussieht. In Punkt 6 wird ein kurzer Ausblick auf die Zukunft des Gebäudes gegeben.

2. Vorstellung des Bahnhofes Ennepetal

Der Ursprungsbau des Bahnhofsgebäude Ennepetal stammt aus den Jahren 1846/1847, die Einmessung in das Kataster erfolgte 1851/1852. Bei dem Ursprungsbau handelt es sich, um ein rechtwinkliges Fachwerkgebäude mit Holzverkleidung. In den Jahren 1887/1888 erfolgte ein Anbau an das Ursprungsgebäude. Der Erweiterungsbau bestand aus einem zwei stockigem Gebäude. Im Obergeschoss war eine Wohnung für den Stationsvorsteher, im Erdgeschoss befand sich ein weiterer Wartesaal für die dritte und vierte Klasse sowie ein Küche. Im Jahr 1898 wurde der Ursprungsbau erweitert. Der Ausbau bestand aus einer teilweise Aufstockung des Gebäudes sowie einen Vorbau zur Straße hin. Kurz nach 1900 wird das Ursprungsgebäude in Form eines eingeschossigen Anbaus erweitert. In dem eingeschossigen Anbau war eine Schalterhalle mit Flur untergebracht. Bis 1908 erfährt der Bahnhof die letzten wesentlichen Veränderungen. Es wird die Vorderwand begradigt und der Küchenausbau wird erweitert. Nach diesem Umbau werden nur noch kleinere Umbauarbeiten durchgeführt. Hier ist z. B. der Einbau einer Toilettenanlage zu nennen. Sämtliche bis heute erhaltenen Gebäudeteile sind im Fachwerk gebaut und haben eine einheitliche Holzverkleidung sowie eine Verkleidung der Giebel. Die Gebäude aus der Anfangszeit der Eisenbahnära wurden häufig in mehreren Bauabschnitten gebaut. Außerdem zeigt die Häufigkeit der Erweiterungsbauten, dass eine große Menschenmenge an der Eisenbahn interessiert war. Ebenso wie die Baugeschichte ist die Namensgebung des Bahnhofsgebäudes von der Geschichte geprägt. Bis 1954 trug der Bahnhof den Namen Milspe. Nach der Zusammenschließung der Orte Milspe und Voerde trug der Bahnhof den Namen Ennepetal-Milspe. Im Jahr 1963 hatte die Nachbarstadt Gevelsberg ihren eigenen Bahnhof abgerissen. Seit dem trägt der Bahnhof den Namen Ennepetal (Gevelsberg). In der Arbeit wird nur vom Bahnhof Ennepetal gesprochen (Rumpler, 2010; Stadt Ennepetal, 2011)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1. Bahnhof Milspe um 1894 (Stadtarchiv Ennepetal, Abbildung nach Rumpler, 2010)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2. Bahnhof Ennepetal nicht genau datiert (Stadtarchiv Ennepetal, Abbildung nach Rumpler, 2010)

3. Einordnung des Bahnhofes in die Zeichensprache zur Zeit der Erbauung sowie der Erweiterungsbauten

Der Gedanke eines flächendeckenden Ausbaus eines Eisenbahnnetzes entstand um den Anfang des 19. Jahrhunderts. Bis dahin wurden Güter Hauptsächlich auf dem Wasserweg transportiert. Diese Methode des Transportes hatte den Nachteil, dass nur Orte die an schiffbaren Flüssen lagen an der Industrialisierung teilhaben konnten. Der Transport über den Wasserweg war zu der Zeit die preiswerteste Möglichkeit Güter z.B. Kohle zu transportieren. Die Eisenbahn bot die Möglichkeit Waren auch preiswert in Städte zu transportieren, die nicht an einem schiffbaren Fluss lagen. Somit hat der Eisenbahnbau nicht nur eine neue Möglichkeit des Transportes geschaffen, sondern auch die Möglichkeit Städte, die bisher von der Industrialisierung ausgeschlossen waren, zu erschließen und damit neue Produktionskapazitäten zu schaffen.

a) Geschichte des Bahnhofs

Der Bahnhof folgte beim Bau einem bestimmten Muster, das im Folgenden näher erläutert wird. Am Anfang bestand der Bahnhof aus einem einstöckigen Gebäude, dass als Wartesaal und Büro für den Bahnhofsvorsteher genutzt wurde. Schon 18 Jahre nach dem Bau des einstöckigen Gebäudes war das Gebäude zu klein und es wurde ein zwei stockiger Anbau rechts neben den Ursprungsbau gesetzt. Der zweistöckige Anbau diente im Erdgeschoss als weiterer Warteraum. Das Obergeschoss wurde als Wohnung für den Stationsvorsteher genutzt. Nach 1900 wird das Bahnhofsgebäude zuerst um einen weiteren Anbau für eine Schalterhalle mit Flur erweitert. Eine weitere Umbau Maßnahme dauert bis zum Jahr 1908 an. Es handelt sich um den Ausbau der Küche des Ursprungsbaus zu einer Gaststätte.

Nach 1908 gab es nur noch kleinere Umbauten, z.B. der Einbau der Toilettenanlagen. Wann der Außenbereich der Gleisanlagen überdacht wurde lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren, 1908 war die Überdachung schon vorhanden.

Bei kleinen Bahnhöfen lässt sich ein bestimmtes Baumuster beobachten.

„Zu Schalterhalle und Wartesälen war im Obergeschoss oft auch die Wohnung des Bahnhofsvorstehers untergebracht. Baulich verbunden mit den Einrichtungen für den Personenverkehr befand sich zugleich ein Güterschuppen. Viele kleine Bahnhöfe haben daher eine ähnliche Grundstruktur. Es gibt einen erhöht ausgebildeten, giebelständigen Mitteltrakt für die Schalterhalle als zentralem Funktionsteil und traufständige Seitenflügel für Wartesäle und Güterschuppen“ (Buschmann, 2001, S. 21).

Wie in dem Zitat beschrieben, folgt auch der Kleinstadtbahnhof Ennepetal diesem Baumuster. Der Bau wird nicht auf einmal ausgeführt, sondern erfolgt in mehreren kleinen Schritten.

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Details

Titel
Der Bahnhof Ennepetal (Gevelsberg) - Vom Nutzobjekt zum Denkmal mit neuem Nutzungskonzept
Hochschule
FernUniversität Hagen
Autor
Jahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V170924
ISBN (eBook)
9783640902194
ISBN (Buch)
9783640902071
Dateigröße
623 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bahnhof, ennepetal, nutzobjekt, denkmal, nutzungskonzept
Arbeit zitieren
Anton Mause (Autor), 2011, Der Bahnhof Ennepetal (Gevelsberg) - Vom Nutzobjekt zum Denkmal mit neuem Nutzungskonzept, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170924

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