Die Forschungen von Pierre-Nicolas Bonamy (1694-1770)

Kontext und Bewertung der Erkenntnisse in der Geschichte der Sprachwissenschaft


Hausarbeit (Hauptseminar), 1997

32 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhalt

0. Einleitung
0.1. Kontext der Arbeit
0.2. Thema und Anlage der Arbeit

1. Sprachveränderungen der Romania als wissenschaftliches Thema
1.1. Isidor von Sevilla
1.2. Mittelalter
1.3. Renaissance
1.3.1. Das 15. Jahrhundert
1.3.2. Das 16. Jahrhundert - Allgemeine Tendenzen
1.3.3. Das 16. Jahrhundert - Frankreich
1.4. Das 17. Jahrhundert - Frankreich

2. Pierre-Nicolas Bonamy - Linguist vor der Zeit?
2.1. Französische Sprachforschung im 18. Jahrhundert
2.2. Pierre-Nicolas Bonamy - Ein "Gelehrter" des 18. Jahrhunderts
2.3. Das Phänomen der Debatte um die Herkunft des Französischen
2.4. Die "Mémoires" zur sprachlichen Herkunftsfrage (1750/51)
2.4.1. Die Wiederaufnahme der These der "Langue Latine Vulgaire"
2.4.2. Methoden und Prinzipien
2.5. Die Akademien als institutionalisierte Räume wissenschaftlichen Diskurses
2.5.1. Die Bedeutung der Lehrmeinungen der Akademie
2.5.2. Überlieferung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch die Akademie

3. Pierre-Nicolas Bonamy - Linguist der "zweiten Reihe"?1

4. Schlußwort

5. Literaturverzeichnis

0. Einleitung

0.1. Kontext der Arbeit

Bei der Beschäftigung mit der Sprachkontaktforschung innerhalb der Romania im Rahmen des Hauptseminars "Adstrat, Substrat, Superstrat" stellte sich auch die Frage nach Geschichte und Hintergrund der zahlreichen Theorien zum Sachverhalt der Sprachkontakte, insbesondere hinsichtlich der Untersuchung der Ausgliederung der romanischen Sprachen.

Daß gerade Sprachkontakttheorien (im weitesten Sinne) in ihrer Theoriebildung von der jeweiligen Einzelsprache, dem Stadium der sich vollziehenden Ausgliederung und nicht zuletzt auch von der entsprechenden Epoche abhängen, zeigt schon ein Blick auf die verschiedenen Anlagen der Ansätze, wie zum Beispiel von Leonardo Bruni in der italienischen Renaissance oder von Pierre-Alexandre Lévesque de la Ravalière im Frankreich des 18. Jahrhunderts.

0.2. Thema und Anlage der Arbeit

Am Beispiel Pierre-Nicolas Bonamy s, jenem französischen Sprachwissenschaftler avant la lettre2, soll zunächst die Geschichte der theoretisch-wissenschaftlichen Beschäftigung mit den Phänomenen der Sprachveränderung, ausgehend vom Latein der romanischen Eroberer und ihre "Korruption" durch das Idiom anderer Völker innerhalb der Romania nachgezeichnet werden (1). Im Folgenden soll die notwendige Berücksichtigung historischer Umstände sowie die Einbindung derartiger sprachhistorischer Thesen in allgemein-wissenschaftstheoretische Kontexte und Strukturen erläutert werden (2), um schließlich die Debatte um die Möglichkeit sprachwissenschaftlichen Wissens vor der anerkannten methodischen Fixierung der Disziplin überhaupt aufzugreifen (3).

Anders gesagt soll der Forderung Wulf Oesterreichers Rechnung getragen werden, nach welcher "letztlich ein Eingehen auf den Einzelfall, für den eine konkrete historische Konstellation der gültigen Gewichtung der Elemente des Abforderungsrahmens, der Kennzeichen des institutionnellen Forschungsrahmens sowie die Eigendynamik der Wissenschaftsproduktion"3 unerläßlich ist. Die Ergebnisse des sprachwissenschaftlichen

Einzelfalles werden so erst aus dem kritischen Nachvollzug des "Forschungsprozesses"4 in der ganzen Tragweite ihrer Bedeutung verstehbar.

1. Sprachveränderung in der Romania als wissenschaftliches Thema

1.1. Isidor von Sevilla

Der Bischof und Kirchenlehrer Isidor von Sevilla soll mit seiner 20-bändigen, um 600 n.Chr. entstandenen "Etymologie" oder "Origines" am Anfang dieses kurzen chronologischen Abrisses der sprachwissenschaftlichen Untersuchungen stehen5. Bei ihm findet sich eine erste Bemerkung zur Differenzierung des Lateinischen, in welcher er die Entwicklung des Latein in vier Etappen gliedert, wobei die zeitlich letzte Periode das Ende, also aus seiner Sicht den "Verfall" der lateinischen Sprache beschreibt. Begründet sieht er diesen Verfall nicht in einer, der Sprache als solcher eigenen, immanenten Entwicklung, sondern in ihrer Korruption durch andere Sprachen, die sie aus seiner Sicht negativ beeinflussen6.

Damit liefert Isidor nicht nur eine erste Beurteilung der sprachlichen Veränderungen der Weltsprache Latein, sondern er steht auch am Anfang all derer, die die auf das Latein folgende Sprachen als Mischsprachen ansehen7.

Der Einfluß Isidors, der als erster die These von der Korruption der Sprache durch fremde Völker8 bzw. das sogenannte ethnisches Erklärungsprinzip vertrat und auf die Entstehung von Mischsprachen hinwies, spiegelt sich nicht nur in den zahlreichen Wiederaufnahmen dieses Gedankengutes in den historisch-sprachwissenschaftlichen Theorien verschiedener Epochen wieder, sondern auch in der Titelgebung einzelner Betrachtungen, die sich an Isidors "Origines" orientieren9.

1.2. Das Mittelalter

Während des gesamten mittelalterlichen Zeitraums läßt sich ein eher geringes Interesse an den noch jungen "Vulgär"-Sprachen feststellen10. Im Vordergrund der Beschäftigung mit Sprache und Sprachen allgemein steht die Frage nach der logischen Erklärung des Zusammenhangs von Sprechen und Denken. Jedoch tritt neben die bereits genannte Erklärungmöglichkeit der Herausbildung von Vulgärsprachen mit Hilfe der Korruptionsthese, die sogenannte evolutionistische Sprachauffassung, nach welcher die Natur des Menschen und die daraus resultierende Veränderlichkeit menschlichen Schaffens generell die Differenzierung der Sprachen in Raum und Zeit bedingt. Dieser Auffassung gemäß, als deren bedeutendster Vertreter Dante zu nennen ist11, treten die für die Korruptionsthese entscheidenden externen Faktoren der Ausdifferenzierung der Vulgärsprachen in den Hintergrund. Die Veränderung liegt in den Benutzern der Sprache(n) selbst begründet. Sie findet stetig und unaufhaltsam mit der voranschreitenden Zeit statt.

Die Bedeutung dieser evolutionistischen Sprachauffassung mag ein Zitat Meiers verdeutlichen:

"Dieses Erklärungsprinzip ist bis heute das verbreitetste, man darf sagen, das von allen Forschern in geringerem oder weiterem Umfang anerkannte geblieben."12

1.3. Die Renaissance

Aus der Vielzahl der sprachwissenschaftlichen Betrachtungen der Renaissance soll - im Hinblick auf Pierre-Nicolas Bonamy - für das 15. Jahrhundert der Streit zwischen Leonardo Bruni und Flavio Biondo in Italien exemplarisch herausgegriffen werden, während sich für das 16. Jahrhundert eine kurze Beschreibung der Hintergründe national gebundener sprachgeschichtlicher Forschung anschließt.

1.3.1. Das 15. Jahrhundert

Neben einem breiten Konsens bezüglich der Korruptionsthese, läßt sich im Italien der Renaissance eine Verschiebung der Ausgangsfragestellung, was die Erklärungsprinzipien des Sprachwandels angeht, feststellen. So wird mit der verstärkten Wiederaufnahme klassisch-lateinischer Texte nach Petrarca die Diskrepanz zwischen eben jenen klassischen Texten und einer sogenannten lateinischen Vulgärsprache

(Volgare) problematisiert. Die Frage nach dem Ausmaß dieser Diskrepanz avanciert damit zum vorrangigen Ausgangspunkt der Forschung.

Hatte man bisher zur Begründung der Ausdifferenzierung des Lateinischen entweder ethnisch (Isidor) oder evolutionistisch (Dante) argumentiert, so fragt man nun nach der tatsächlichen sprachlichen Situation im antiken Rom.

Die beiden Positionen, die sich während dieser Diskussion gegenüberstehen, lassen sich an zwei Vertretern der jeweils anderen Seite erläutern.

Flavio Biondo vertritt in diesem Streit 1435- in deutlichem Rückbezug auf das Gedankengut Isidors (wenngleich in abgemilderter Form)13 und von der allgemeinen Lehrmeinung jener Zeit unterstützt - die These, daß eine einheitliche lateinische Sprache im antiken Rom vorherrschte. Dabei gesteht er kleine Einschränkungen wie zum Beispiel den allgemein verändernden natürlichen Lauf der Zeit zu. Auch er spricht von einer Mischsprache, deren Erklärung vor allem in der Völkerwanderungszeit mit ihren korrumpierenden Konsequenzen zu suchen ist. Ebenso stellt in seinen Augen auch "der Einbruch fremder Völker [...] die eigentliche Bedrohung für die Apenninenhalbinsel"14 dar.

Leonardo Bruni wendet gegen diese allgemein vorherrschende Position ein, daß sich das hochentwickelte Rom in verschiedene Bevölkerungsschichten (Sklaven, Lehrer, Soldaten, etc.) gliederte. Aus einem Vergleich mit der sprachlichen Situation seiner Zeit schließt er, daß es auch im antiken Rom mindestens Unterschiede zwischen der Schriftsprache, der gepflegten Sprache der gebildeten Oberschicht und der Alltagssprache der Bediensteten gegeben haben muß.

Indem Leonardo Bruni die Fortentwicklung der Sprache anhand des sozialen Erklärungsprinzip zu erklären sucht, verlegt er "den Unterschied zwischen Latein und Vulgare schon in altrömische Zeit und sieht [...] in der sprachlichen Distanz zwischen Gebildeten und Volk den Ursprung der sprachlichen Verschiedenheit."15

Festhalten läßt sich am Ende des 15. Jahrhunderts, daß die drei aufgeführten Erklärungsprinzipien zur Sprachveränderung des Lateins und zur Ausgliederung verschiedener romanischer Idiome mehr oder weniger ausschließlich verfolgt werden. Der Korruptionstheorie kommt vor dem Hintergrund der Völkerwanderungszeit im allgemeinen die größte Bedeutung zu. Der evolutionistische Effekt der Zeit wird ergänzend anerkannt16. Die Ansicht, daß sich die entstandenen Vulgärsprachen aus der Lateinischen Muttersprache ableiten, setzt sich durch.

Bereits im antiken Rom jedoch mit Leonardo Bruni zwei gewissermaßen "nebeneinander" existierende Sprachen anzunehmen, wagen nur wenige. Doch wird dieser These im Laufe der Wissenschaftsgeschichte noch weitreichende Bedeutung zuteil. Ihre gleichfalls umstrittene, von der romanischen Sprachwissenschaft in ihrer Tragweite lange verkannte Wiederaufnahme durch Pierre-Nicolas Bonamy bei der Diskussion um die Herkunft des Französischen im 18. Jahrhundert wird dies veranschaulichen. Abschließend läßt sich zur sprachlichen Theoriebildung in der Renaissance Folgendes sagen:

"Les philologues de la Renaissance admettent, en général, l'idée que les langues romanes sont issues d'une corruption du latin par les langues des envahisseurs barbares. [...] Ce n'est qu'au XVIIIe siècle que cette conception d'un latin corrompu par les barbares perd du terrrain devant l'idée que les langues romanes sont issues du latin vulgairs, c'est-à -dire du latin parlé des masses populaires."17

1.3.2. Das 16. Jahrhundert - Allgemeine Tendenzen

Mit der Herausbildung der einzelnen Nationalstaaten in der Romania und der gleichzeitig fortschreitenden Zentralisation der Staaten18 stellen sich auch neue Aufgaben an die einzelnen Volkssprachen. Ist die gesprochene "Vulgärsprache" noch vor dem 16. Jahrhundert außer in Italien kaum ein bestimmendes Thema, so entwickelt sich in den romanischen Einzelsprachräumen ein vermehrtes Interesse auf kaum gekannter Diskussionsbreite:

"Une philologie nationale s'est développée dans différents pays;19 [...] on pouvait observer à cette époque de gros efforts pour développer une conscience nationale sur les plans socials, culturels et scientifiques."20

Dies erklärt sich zum einen aus der Notwendigkeit einer einheitlichen sprachlichen Regelung innerhalb einer Nation, wie zum Beispiel der Normierung und der grammatikalischen Fixierung, zum anderen aus einer nationalsprachlich wichtigen Abgrenzung zum Latein mit dem Ziel einer literarsprachlichen Gleichstellung:

"En même temps on s'appliquait à établir les normes fixes d'une langues nationale. On aspirait à créer une littérature nationale qui pût égaler, voire srupasser celle des Grecs et des Romains.[...] Il s'agissait de la codification d'une norme unique valable pour tous les plans de la langue dite "vulgaire", qui s'était hissée au alors rang de la langue nationale."21

Eine wesentliche Aufwertung erfahren die Nationalsprachen, insbesondere das Italienische durch Dante, der die notwendige Entwicklung der "Vulgar-Sprache" hin zu festgelegten sprachlichen Fixierungen voraussetzt:

"La langue vulgaire se caracterise selon Dante par l'absence de règles grammaticales, alors que le latin [...] possède des règles fixes..."22

Die Abgrenzung zur italienischen Sprache bzw. zum "Kulturprimat Italien"23, das als Nachfolger der lateinischen Sprache angesehen wird, erhält vorrangige Bedeutung in den Staaten der anderen romanischen Idiome, wie das bekannte französische Beispiel der "Deffence et illustration de la langue française" von Joachim Du Bellay zeigen. Die Notwendigkeit das stärker "barbarisch beeinflußte Idiom" gegen den vermeintlich direkten Nachfahren der lateinischen Sprache zu verteidigen, ist von nationaler Wichtigkeit.

Die epochengebundene Vorherrschaft der Korruptionsthese fördert diese eifrig geführten Abgrenzungsbemühungen, denn sie liefert den Beleg dafür, daß die romanische Folgesprache Italiens weniger korrumpiert wurde , da der Einfluß der einfallenden und angrenzenden Barbaren zwar ausgemacht wurde, jedoch in geringerem Maße24.

Die sogenannte Katastrophentheorie, unter welcher insbesondere die große Bewegung der Völkerwanderungszeit verstanden wird, ist von genereller Bedeutung für das Geschichtsverständnis der Renaissance:

"Im Allgemeinen wird der geschichtliche Prozeß in der Geschichtsauffassung der Renaissance als Kreislauf, als ein Werden und Vergehen betrachtet. [...] An Stelle des stoischen Weltenbrandes setzte man in der Renaissance für die nationale Geschichte den Gedanken der Katastrophe. Eine solche Katastrophe sahen die

Vulgärhumanisten im Zeitalter der Völkerwanderung, wo Barbaren dem römischen Imperium den Todesstoß versetzten."25

Von Wartburg vertritt eine ähnliche Theorie, wenn er die Germanen als das entscheidende Moment für die Aufteilung der ehemals relativ einheitlichen Romania in mehrere Sprachlandschaften26 annimmt.

1.3.3. Das 16. Jahrhundert - Frankreich

Wie das Beispiel Du Bellays verdeutlichen mag, war man insbesondere auch in Frankreich, dessen Lateinisches Derivat gemeinhin als das korrumpierteste galt, um einen Nachweis der möglichst nahen Verwandtschaft mit dem Latein bemüht. Dabei finden sich bei allen Theoretikern die zitierten Ansätze oder auch Kombinationen der einzelnen Thesen, d.h. der Korruptionsthese, der evolutionistisch-temporären Erklärung und der Sozial- bzw. Vulgärlateinthese in mehr oder minder starkem Maße. Gröber charakterisiert die Antworten als "denkbar verschieden"27, während Bahner von einer "variété de la pensée linguistique au XVIe siècle" spricht28.

Thesen über eine Verwandtschaft des Galloromanischen bzw. Französischen mit dem Griechischen, Hebräischen und vor allem auch Keltischen als den würdigen "languesmères"29 führt Frankreichs Sprachtheoretiker immer wieder auf "Abwege"30. Für Frankreich wird die oben beschriebene Idee der Kombination einzelner Erklärungsansätze besonders wichtig, da der starke Einfluß anderer Sprachen wie zum Beispiel des Germanischen als erwiesen gelten, die These der Einfuhr des "Latin vulgaire" jedoch nicht von der Hand zu weisen ist.

[...]


1 ALBRECHT, J.: Pierre-Nicolas Bonamy (1694-1779): Ein Romanist ante litteram. In: NIEDEREHE, J.H./SCHLIEBEN-LANGE, B. (Hg.): In memoriam Friedrich Diez. Amsterdam, 1976. S. 119.

2 ALBRECHT, J.: Pierre-Nicolas Bonamy (1694-1770): Ein Romanist ante litteram. In: NIEDEREHE, H.J./HAARMANN, H. (Hg.): In memoriam Friedrich Diez. Amsterdam, 1976. S. 105-124.

3 OESTERREICHER, W.: Ideologie und Ideologen-Rezeption um 1800. In: SCHLIEBEN-LANGE, B./u.a. (Hg.): Europäische Sprachwissenschaft um 1800. Münster, 1994. Bd. 4, S. 296/297.

4 Vergl. OESTERREICHER, W: ebd., S. 296.

5 Dabei wird keine Vollständigkeit, sondern ein Eindruck der Entstehung einzelner Thesen bezogen auf die jeweilige Epoche angestrebt.

6 Zur Erläuterung des Verständnisses und der Tradition des Korruptionsgedanken seit ISIDOR von Sevilla: SCHLEMMER, G.: Die Rolle des germanischen Superstrats in der Geschichte der romanischen Sprachwissenschaft. Hamburg, 1983. S. 19/20.

7 Vergl. SCHUCHARDT, H.: Der Vokalismus des Vulgärlateins. Leipzig, 1866-68. Bd. 1, S. 84. Zit. in: SCHLEMMER, G.: ebd., S. 19.

8 Zur Erläuterung der "barbarismos" vergl. SCHLEMMER, G.: ebd., S. 20.

9 Als Beispiel sei herausgegriffen MÉNAGE, G.: Dictionnaire étymologique ou Les Origines de la Langue Françoise. Paris, 1650.

10 Vergl. die Ausführungen von Gaston PARIS: "Le latin seul, [...], était une véritable langue; ils professaient en général, pour les idiomes vulgaires le mépris des lettrés de nos jours pour les patois; ils ne songeaient pas à les étudier; à plus forte raison n'en recherchaient-ils pas l'origine." PARIS, G.: Les études sur la langue française. In: Revue de France, 1871. S. 395f. Zit. in SCHLEMMER, G.: ebd, S. 21.11 Vergl. zu Dante GRÖBER, G.: ebd., S. 6f.

12 MEIER, H.: Die Entstehung der romanischen Sprachen und Nationen. Frankfurt/Main, 1941. S. 8.

13 Vergl. die Erläuterungen im Gesamtzusammenhang der Korruptionsthese bei SCHLEMMER, G.: ebd., S. 25-27.

14 CLAVUOT, O.: Biondos "Italia Illustrata" - Summa oder Neuschöpfung? Tübingen, 1990. S. 12/13. 15 MEIER, H.: ebd., S. 9.

16 Z.B. die Anmerkung Werner BAHNERs: "Cependant on soutenait aussi, surtout vers la fin du XVIe siècle, la thèse d'une évolution naturelle des langues: la langue se corrompt et change avec le temps." BAHNER, W.: La philologie Romane et les problèmes linguistiques de la Renaissance. In: Beiträge zur Romanischen Philologie XIII, 1975. S. 216.

17 BAHNER, W.: ebd., S. 216.

18 hierzu z..B. Werner BAHNER: "...cette époque qui fut caractérisée par la formation d'états nationaux...". BAHNER, W.: ebd., S. 212.

19 BAHNER, W.: ebd., S. 212. 20 BAHNER, W.: ebd., S.214.

21 BAHNER, W.: ebd., S. 214.

22 SCHMITT, C.: La grammaire française des XVIe et XVIIe siècles et les langues régionales. S. 216.

23 Vergl. zur Problematik der Stellung Italiens z.B. Ottavio CLAVUOT: "Die Vorstellung von Niedergang und Aufstieg Italiens hatte sich aus der Erfahrung politischer Selbstbehauptung, wirtschaftlichen Erfolgs und eines seit Dante und Petrarca gepflegten Gefühls sprachlicher Zusammengehörigkeit und kultureller Überlegenheit [...] entwickelt." CLAVUOT, O.: ebd., S. 12.

24 Vergl. zur Wiederaufnahme bzw. zur unterschiedlichen Weiterentwicklung der Korruptionsthese im romanischen Sprachraum SCHLEMMER, G.: ebd., S. 32/33.

25 BAHNER, W.: Beitrag zum Sprachbewußtsein in der spanischen Literatur des 16. und 17. Jahrhunderts. Berlin, 1956. S. 48.

26 Vergl. WARTBURG, W. von: Die Ausgliederung der romanischen Sprachräume. ZRPh 56, 1936. S. 1- 48.

27 GÖBER, G.: ebd., S. 24.

28 BAHNER, W.: ebd., S. 216.

29 Zum Begriff der "langues-mères" vergl. SCHLIEBEN-LANGE, B.: Die Sprachenvielfalt als Thema der Sprachwissenschaft auf der Pyrenäenhalbinsel im 16. Jahrhundert. In: STROSETZKI, C./TIETZ, M. (Hg.): Einheit und Vielfalt der Iberoromania. Hamburg, 1989. S. 17.

30 Vergl. GRÖBER, G.: ebd., S. 23.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Die Forschungen von Pierre-Nicolas Bonamy (1694-1770)
Untertitel
Kontext und Bewertung der Erkenntnisse in der Geschichte der Sprachwissenschaft
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
1,5
Autor
Jahr
1997
Seiten
32
Katalognummer
V170943
ISBN (eBook)
9783668082991
ISBN (Buch)
9783668083004
Dateigröße
691 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachgeschichte, Académie, Geschichte der Sprachwissenschaft, Disziplingeschichte, Bonamy, Historische Sprachwissenschaft, Frankreich
Arbeit zitieren
Gerdi Ziegler (Autor), 1997, Die Forschungen von Pierre-Nicolas Bonamy (1694-1770), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170943

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