Thomas Paine: „Common Sense“ ‒ eine Analyse


Referat / Aufsatz (Schule), 2009
3 Seiten

Leseprobe

Thomas Paine

„Common Sense“

Analyse von

Tim Blume

Beim Textauszug aus der Schrift „Common Sense“ von Thomas Paine handelt es sich um eine zeitgenössische Primärquelle. Der Verfasser nennt in diesem Text Gründe für eine Unabhängigkeit und ruft gleichzeitig zur Unabhängigkeit auf. Der Text wurde 1776 in Nordamerika veröffentlicht, ein Jahr vorher begann der amerikanische Unabhängigkeitskrieg und noch im selben Jahr wird die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet. Der Textauszug soll die breite Masse ansprechen, vor allem auch die, die gegen eine Unabhängigkeit vom Mutterland Großbritannien sind. Der Text erschien vermutlich überregional, um in allen 13 Kolonien Verbreitung zu finden.

Nach Aussage des Verfassers ist eine neue Zeitrechnung angebrochen, da die Pläne, die vor dem 19. April 1775 (Beginn des Unabhängigkeitskrieges) entstanden sind nutzlos seien, da es in der Zwischenzeit zum Unabhängigkeitskrieg gekommen ist. Paine bezeichnet Amerika als „Neue Welt“, diese „Neue Welt“ solle ein Zufluchtsland für verfolgte Freunde der religiösen und bürgerlichen Freiheit sein. Er ist deshalb der Meinung, dass eine eigene Regierung das natürliche Recht dieser „Neuen Welt“ sei.

Er beschuldigt Großbritannien nur zu dessen Vorteil gehandelt zu haben und dass es die Indianer und „Neger“ zur Vernichtung der Siedler aufgereizt habe. Weiter schreibt er, dass es bald keine Freiheit mehr im Mutterland gebe. Seiner Meinung nach soll Amerika zur Zufluchtsstätte für die Menschheit werden. Weiter verlangt er, dass die beiden Parteien Whig und Tory nicht mehr über Amerika bestimmen können sollen, vielmehr sollten die Bürger die Rechte der Menschheit und Amerikas schützen.

Der Verfasser des Textes möchte die Personen, die sich noch gegen eine Unabhängigkeit Amerikas von Großbritannien aussprechen, überzeugen, dass eine Unabhängigkeit nötig ist und ihnen aufzeigen, wie schlecht das Mutterland sei: So gibt er an, dass Großbritannien sich selbst vor seinen Feinden schütze, nicht aber die Siedler vor ihren Feinden. Auch unterstellt er Großbritannien, die Indianer und „Neger“ aufgereizt zu haben, damit sie die Siedler vernichten.

Laut seiner ussage ist Unabhängigkeit eine „gerade, einfache Richtlinie“, über die die Siedler Macht hätten, die in der Hand der Siedler liege. Versöhnung sei eine verwickelte Sache, in die sich auch ein verräterischer und launenhafter britischer Hof einmischen müsse.

Die, die für eine Unabhängigkeit sind, will er weiter stärken, so fordert er die auf, die der Tyrannei trotzen, weiter stand zu halten. Auch er selbst spricht sich für eine Unabhängigkeit aus, für ihn ist die das einzige Band, dass die Siedler Amerikas verknüpfen und zusammenhalten könne.

Der Text weist deutlich anti-britische Tendenzen auf, so bezeichnet Paine Großbritanni- en beispielsweise als „barbarische“ und „höllische“ Macht. Auffällig ist auch, dass er mögliche Leser oder Zuhörer direkt anspricht, auch ein dreimal wiederholtes „Ihr“ for- dert die Siedler auf, sich für eine Unabhängigkeit einzusetzen. Paine versucht mit dem Gebrauch von „wir“ und „ihr“ eine möglichst breite Masse anzusprechen. Es sollen sich nicht nur einige wenige angesprochen fühlen, vielmehr soll sich ganz Amerika aufgeru- fen fühlen, etwas zu verändern.

Da Paines Text zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges erschienen ist und zur Unabhängigkeit auffordert, kann er als richtungsweisend bezeichnet werden. Er treibt die Bewohner der „Neuen Welt“ an, gegen ihr Mutterland zu protestieren, sich nichts gefallen zu lassen und sich zur Wehr zu setzen. Mit seinem Text ist es ihm wahrscheinlich auch gelungen, die, die gegen eine Unabhängigkeit waren, umzustimmen.

Auf Grund des Krieges, dem Verlangen nach Repräsentation („No taxation without representation“), den hohen Steuern ist ein Wunsch nach Unabhängigkeit verständlich. Die Siedler machten auch vorher schon deutlich, dass sie es damit ernst meinen und nicht weiter von Großbritannien ausgenutzt werden wollen (es sei hierzu auch auf die Boston Tea Party verwiesen).

Mit seinem Text fordert Thomas Paine zum Widerstand auf; dies ist ihm meiner Meinung nach auch gelungen, da sein Text ausdrucksstark ist und den Leser oder Zuhörer zum Nachdenken anregen kann. Er weist die Bewohner darauf hin, dass sie blindlings mit dem Schutz durch Großbritannien geprahlt haben ohne an dessen Beweggründe zu denken. Ich bin mir sicher, Paine gelang es, den Siedlern durch seinen Text die Augen zu öffnen und die Unabhängigkeit näher rücken zu lassen.

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Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
Thomas Paine: „Common Sense“ ‒ eine Analyse
Autor
Jahr
2009
Seiten
3
Katalognummer
V170955
ISBN (eBook)
9783640899753
Dateigröße
839 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
thomas, paine, sense“, analyse
Arbeit zitieren
Tim Blume (Autor), 2009, Thomas Paine: „Common Sense“ ‒ eine Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170955

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