Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulpädagogik

Bildungsungleichheiten in Deutschland

Ein Ländervergleich

Titel: Bildungsungleichheiten in Deutschland

Hausarbeit , 2009 , 22 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Sabine Wübben (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit behandelt das Thema „Bildungsungleichheiten in Deutschland – Ein Ländervergleich“. Sie befasst sich mit dem deutschen und dem schwedischen Bildungssystem und behandelt die Tatsache, dass Deutschland in der PISA-Studie 2006 in Bezug auf die Bildungsgleichheit bzw. Bildungschancen auf einem der letzten Plätze landete, wohingegen Schweden Platz 4 belegte.
Um dieser Tatsache auf den Grund zu gehen, werde ich im ersten Teil meiner Hausarbeit auf das deutsche Bildungssystem, - die Geschichte sowie die heutige Situation in Deutschland - das durch ein 3-gliedriges Schulsystem gekennzeichnet ist, eingehen. Ich werde die heutige Problematik des deutschen Bildungssystems näher beleuchten und mich hierbei auf die PISA-Studien von 2000 bis 2006 berufen.
Im zweiten Teil setzt sich meine Hausarbeit mit dem schwedischen Schulsystem auseinander, das von einer Einheitsschule gekennzeichnet ist. Anhand des schwedischen Schulwesens möchte ich zeigen, wie durch ein entsprechendes Schulsystem, Probleme, wie sie im deutschen Bildungswesen auftauchen, vermieden oder gemindert werden können.
In einem abschließenden Teil möchte ich auf alternative Schulformen – im Speziellen die Waldorfschule – in Deutschland eingehen, die zum Teil sehr viel bessere Lern- und Leistungserfolge erzielen und Ähnlichkeiten zu dem schwedischen Schulsystem aufweisen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildungsungleichheiten in der Bundesrepublik Deutschland

3. Chancengleichheit in Schweden

4. Deutschlands Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen Ursachen von Bildungsungleichheiten in Deutschland im direkten Vergleich mit dem schwedischen Bildungssystem. Ziel ist es, die Auswirkungen des deutschen gegliederten Schulsystems auf die Bildungschancen zu analysieren und alternative Konzepte sowie Reformansätze zu diskutieren.

  • Analyse der historischen Entwicklung des deutschen Schulsystems
  • Evaluation der Chancengleichheit unter Berücksichtigung von PISA-Ergebnissen
  • Strukturelle Besonderheiten der schwedischen Einheitsschule
  • Vergleich der Bildungsausgaben und der sozialen Selektionsmechanismen
  • Waldorfpädagogik als alternatives Schulmodell in Deutschland

Auszug aus dem Buch

3. Chancengleichheit in Schweden

In Schweden herrschte Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein ähnliches Schulsystem wie in Deutschland damals wie noch heute. Auch etwa zur gleichen Zeit wurden Grundschulen in beiden Ländern eingeführt, – 1920 in Deutschland, 1927/28 in Schweden. Wie in Deutschland, fanden auch in Schweden zu dieser Zeit Diskussionen zur Einführung einer Einheitsschule statt. In Schweden wurde jedoch dank der sozialdemokratischen Partei, die 1932 an die Macht kam, dieser Gedanke weitergedacht, wobei Deutschland sich in diesen Jahren im Ausnahmezustand befand:

„1946 erarbeitete eine Kommission aus Parlamentariern einen Entwurf für eine einheitliche neunjährige ‚grundskola‘ mit daran anschließendem dreijährigen ‚gymnasium‘. Mit einem Regierungsbeschluss am 26. Mai 1950 begann eine auf zehn Jahre angelegte Versuchsphase mit der neunjährigen ‚enhetsskola‘ (Einheitsschule). Nachdem diese erfolgreich abgeschlossen war, wurde im Schulgesetz 1962 die landesweite Einführung einer einheitlichen, neunjährigen ‚grundskola‘ beschlossen, welche bis 1972/73 durchgeführt wurde. ... 1970/71 wurde schließlich auch das ‚gymnasium‘ umstrukturiert. Fach- und Berufsschulen wurden mit dem Ziel einer erhöhten Chancengleichheit und sozialen Mobilität in das ‚gymnasium‘ integriert.“ (Möhler, S. 14/15)

Das öffentliche Bildungswesen in Schweden befindet sich im Zuständigkeitsbereich der Regierung und des Reichstags, die die Ziele und Richtlinien vorgeben, die die Gemeinden erfüllen müssen. Dies ist in etwa vergleichbar mit den deutschen Grundrechten, die besagen, dass das gesamte Schulwesen unter der Aufsicht des Staates steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, welche die Bildungsungleichheiten in Deutschland vor dem Hintergrund internationaler Studien untersucht und einen Vergleich mit dem schwedischen System ankündigt.

2. Bildungsungleichheiten in der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung des deutschen Schulwesens vom Kaiserreich bis zur Gegenwart und thematisiert die Abhängigkeit des Schulerfolgs von der sozialen Herkunft.

3. Chancengleichheit in Schweden: Das Kapitel erläutert die Struktur der schwedischen Einheitsschule, das Prinzip der Inklusion und die Bemühungen des Staates, ein durchlässiges und kostenloses Bildungswesen zu etablieren.

4. Deutschlands Zukunft: Hier werden alternative Schulkonzepte wie die Waldorfschule vorgestellt und ein Fazit zur notwendigen Reformdebatte im deutschen Bildungswesen gezogen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Chancengleichheit, Deutschland, Schweden, Einheitsschule, PISA-Studie, soziale Herkunft, Waldorfpädagogik, Bildungsexpansion, Schulsystem, Selektion, Humankapital, Bildungsreform, Grundskola, Gymnasialschule

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den bestehenden Bildungsungleichheiten im deutschen Schulsystem und stellt diese dem schwedischen Modell gegenüber, um Chancen und strukturelle Unterschiede aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Schulstrukturen, der Einfluss der sozialen Schichtzugehörigkeit auf den Bildungserfolg und die Analyse alternativer pädagogischer Modelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, warum das deutsche System trotz Reformen weiterhin erhebliche Selektionseffekte aufweist und inwiefern das schwedische System Ansätze zur Verbesserung bieten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturgestützte Analyse, vergleicht statistische Daten aus internationalen Schulleistungsstudien (PISA/IGLU) und kontrastiert die jeweiligen Bildungssysteme deskriptiv.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des deutschen gegliederten Systems, eine detaillierte Betrachtung des schwedischen Einheitsschulmodells sowie eine Diskussion über Reformpotenziale am Beispiel der Waldorfschulen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bildungsungleichheit, soziale Selektion, Einheitsschule, Humankapital und Bildungsexpansion.

Warum wird Schweden als Vergleichsobjekt herangezogen?

Schweden dient als Referenzmodell, da das dortige Schulsystem eine hohe soziale Homogenität durch eine integrierte Einheitsschule anstrebt, im Gegensatz zum früh selektierenden deutschen System.

Welche Rolle spielt die soziale Herkunft laut der Autorin?

Die Autorin verdeutlicht, dass die soziale Herkunft in Deutschland nach wie vor ein entscheidender Prädiktor für den Bildungserfolg ist, was durch die Daten der PISA-Studien gestützt wird.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Waldorfschule?

Waldorfschulen werden als eine funktionierende, alternative Schulform hervorgehoben, die durch ihre pädagogische Ausrichtung und den Verzicht auf frühe Selektion Bildungserfolge erzielt, die über denen öffentlicher Schulen liegen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildungsungleichheiten in Deutschland
Untertitel
Ein Ländervergleich
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
2,7
Autor
Sabine Wübben (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V171016
ISBN (eBook)
9783640901364
ISBN (Buch)
9783640901685
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Bildungsungleichheiten Schule Schulsystem Deutschland Ungleichheiten Schweden Ländervergleich Schulsysteme Vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Wübben (Autor:in), 2009, Bildungsungleichheiten in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171016
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  22  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum