Dietrich von Bern - Die historische Dietrichepik bearbeitet für junge Leser


Hausarbeit (Hauptseminar), 2011

18 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Die literarische Gestalt Dietrich von Bern in modernen Bearbeitungen

2 Auguste Lechner: Dietrich von Bern

3 Gestaltung des Handlungsverlaufs

4 Gestaltung der Figuren

5 Eignung von Dietrich von Bern für den Deutschunterricht

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

1 Die literarische Gestalt Dietrich von Bern in modernen Bearbeitungen

Längst ist es keine große Neuigkeit mehr, dass sich im sogenannten World Wide Web Informationen zu jeglichen Themengebieten finden lassen. Gibt ein Internetnutzer[1] in der Suchmaschine Google beispielsweise die Wortfolge ‚Dietrichs Flucht’ ein, erhält er binnen 0,05 Sekunden circa 225.000 Treffer, von denen sich die meisten tatsächlich auf das mittelhochdeutsche Heldenepos beziehen. Eine solche Internetrecherche macht schnell deutlich, welch großer Aktualität sich die literarische Gestalt Dietrich von Bern erfreut. So ist in einer kürzlich veröffentlichten Rezension auf der Internetplattform DnD-Gate, die vor allem von jugendlichen Comic- und Computerspielfans belebt wird, folgende Aussage zu lesen: „Kein Held des Mittelalters ist in der germanisch-deutschen Heldensage so beliebt wie Dietrich von Bern.“[2] Den Gegenstand der Besprechung bildet allerdings kein mittelhochdeutscher Text, sondern der erste Band der dreiteiligen Comicserie Dietrich von Bern, welche eine relativ freie Bearbeitung des Dietrichstoffes als Bildgeschichte darstellt.[3]

Der Comic Dietrich von Bern ist nur ein Beispiel für die zahlreichen modernen Adaptionen der mittelhochdeutschen Dietrichdichtung, wobei das Spektrum von Bilderbüchern für Vorschulkinder über Nacherzählungen in Heldensagenbänden für Kinder und Jugendliche bis hin zu Romanen für erwachsene Leser reicht. Neben der Verwendung als Freizeitlektüre ist der Einsatz von modernen Adaptionen des Dietrichstoffes zudem im schulischen Kontext denkbar, da Heldensagen in vielen deutschen Bundesländern einen obligatorischen Bestandteil der Lehrpläne für das Fach Deutsch darstellen. Im Sächsischen Gymnasiallehrplan ist die Behandlung von Sagen der deutschen und europäischen Literatur beispielsweise für die sechste Klassenstufe vorgesehen, wobei explizit auf das Lesen von „Heldensagen“[4] verwiesen wird. Auch in den Lehrplänen für die Grund- und Mittelschule[5] finden sich entsprechende Anknüpfungspunkte.

In der Schulpraxis bleibt dieses Stoffgebiet allerdings meist auf die Thematisierung des Nibelungenliedes beschränkt, da dieses heute einen ungleich höheren Bekanntheitsgrad als die Dietrichepik aufweist und längst zu einer traditionellen Schullektüre und Bestandteil des sogenannten ‚heimlichen Kanons’ geworden ist. In Hinblick auf die Lesesozialisation von Kindern und Jugendlichen erscheint die ausschließliche Orientierung der Textauswahl am ‚heimlichen Kanon’ jedoch problematisch, weil „wiederholt und verbreitet dieselben Bücher gelesen“[6] werden. So bleibt das Nibelungenlied häufig leider der einzige Kontakt von Schülerinnen und Schülern mit der Literatur des Mittelalters. Zudem ist es aufgrund seiner Rezeptionsgeschichte als ‚deutsches Nationalepos’ ideologisch vorbelastet, wobei vor allem durch „Neuauflagen von älteren Nibelungenbearbeitungen […] nach wie vor rechtsradikale Ideologeme tradiert“[7] werden.

Eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zur Vermittlung des Nibelungenliedes im Unterricht könnten literarische Adaptionen des Dietrichstoffes darstellen, welche bisher kaum Beachtung in der Fachdidaktik gefunden haben. Allerdings ist im Vorfeld sorgfältig zu prüfen, inwieweit die modernen Bearbeitungen inhaltlich von der zugrundeliegenden mittelhochdeutschen Dietrichepik abweichen und für den Einsatz im Unterricht geeignet sind. In diesem Zusammenhang ist besonders zu berücksichtigen, dass in der Vergangenheit nicht nur das Nibelungenlied, sondern „auch Dietrich von Bern […] im Dienste fragwürdiger Wertevermittlung instrumentalisiert und funktionalisiert worden“[8] ist. Daher soll im Rahmen der vorliegenden Arbeit eine moderne Adaption für Jugendliche, deren Einsatz beispielsweise in einer sechsten Gymnasial- bzw. Mittelschulklasse denkbar wäre, exemplarisch analysiert werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Veränderungen im Handlungsverlauf und in der Figurengestaltung in Bezug auf die historische Dietrichepik.

2 Auguste Lechner: Dietrich von Bern

Die österreichische Autorin Auguste Lechner (1905 – 2000) ist durch die Bearbeitung von antiken und mittelalterlichen literarischen Stoffen für jugendliche Leser[9] bekannt geworden. Dabei lagen der Schriftstellerin nach eigenen Angaben vor allem die unverfälschte Weitergabe kultureller Werte an die nächste Generation und deren ethisch-moralische Erziehung am Herzen.[10] Für ihr Schaffen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Österreichischen Staatspreis für Literatur und den Europäischen Jugendbuchpreis. Am bekanntesten und beliebtesten ist sicher ihr in zahlreichen Auflagen[11] erschienener Text Die Nibelungen, der seit Jahrzehnten im Deutschunterricht als Ganzschrift bzw. in Auszügen gelesen wird und auf dessen Grundlage entsprechende Lehrerhandreichungen entwickelt worden sind.[12] Allerdings ist Lechners Nibelungen -Adaption mehrfach aufgrund der Vermittlung eines autoritären Gesellschaftsbildes sowie einer abwertenden, teilweise rassistischen Darstellung des Hunnenvolkes kritisiert worden. In diesem Zusammenhang wird von der Weiterführung nationalistischer Rezeptionsmuster nach 1945 gesprochen.[13] Vor diesem Hintergrund soll im Zuge der folgenden Analyse auch kritisch geprüft werden, ob Lechners Nacherzählung Dietrich von Bern[14] möglicherweise ideologisch verzerrt ist.

Lechners Dietrich von Bern erzählt in zehn Kapiteln auf insgesamt 273 Seiten die Geschichte des „große[n] König[s] der Goten“ (3). Dabei liegt der Schwerpunkt auf Elementen der märchen- bzw. aventuirehaften Dietrichepik: So finden sich lange, ausgeschmückte Textpassagen, die inhaltlich auf den Dichtungen um Virginal, Laurin und dem Eckenlied basieren. Dies ist verknüpft mit der ausführlichen Beschreibung von Dietrichs Heldentaten, die vorwiegend als abenteuerliche Jugenderlebnisse dargestellt werden. In diesem Zusammenhang wird Dietrich zu Beginn als „ein blonder Knabe“ (8), welcher „noch sehr jung“ (7) ist, beschrieben, was die Attraktivität der Geschichte für die Zielgruppe erhöhen und die Identifikation mit dem Helden erleichtern soll. Dagegen ist der historischen Dietrichepik lediglich das letzte Kapitel gewidmet, wobei die drei Heldenepen Dietrichs Flucht, Alpharts Tod sowie Rabenschlacht zu einem zusammenhängenden Prosatext verflochten worden sind. Diese inhaltliche Komprimierung geht einher mit zahlreichen Raffungen bzw. Auslassungen von Geschehnissen, die in Bezug auf die Zielgruppe offenbar als irrelevant eingestuft worden sind. Andere Textpassagen werden durch Ergänzungen ausgeschmückt, um sie interessant und spannend zu gestalten. Diese Abweichungen im Handlungsverlauf, die sich teilweise gravierend auf die Interpretation des Textes auswirken können, sollen im Folgenden exemplarisch anhand einiger aussagekräftiger Textstellen aufgezeigt werden.

3 Gestaltung des Handlungsverlaufs

Die Darstellung von Dietrichs Ahnengeschichte, die etwa ein Viertel von Dietrichs Flucht ausmacht, wird in Lechners Adaption fast vollkommen ausgespart; lediglich auf den Tod des Vaters wird rückblickend hingewiesen: „[U]nter diesem Hügel hatten die Gotenritter ihren König Dietmar begraben, der in der Hunnenschlacht gefallen war. König Dietmar aber war sein Vater gewesen.“ (6) Im Gegensatz dazu nennt der mittelhochdeutsche Text keine Todesursache, wohl aber das biblische Lebensalter des Vaters von 340 Jahren: „in den êren lebte Dietmâr / vierzic und driu hundert jâr.“[15] Das hohe Lebensalter des Vaters bleibt bei Lechner womöglich unerwähnt, da dies für die heutigen Leser unauthentisch erscheint, wobei hier allerdings auch die historischen Entstehungs- und Rezeptionsbedingungen des Werkes ausgeblendet werden. In diesem Kontext ist zu erwähnen, dass Lechner durch inhaltliche Aussparungen, Ergänzungen und Fußnoten wiederholt versucht, ihren Lesern historische Authentizität zu vermitteln; beispielsweise indem Dietrich zu Anfang mit dem historischen Theoderich gleichgesetzt wird: „Die Geschichte nannte ihn später Theoderich den Großen.“ (8) Die sprachliche Gestaltung des Textes wirkt hierbei unterstützend, da mit Hilfe von gezielt eingeflochtenen Begriffen wie „Recke“, „Gewand“ oder „Harnisch“ sowie teilweise ‚altmodisch’ anmutenden Satzstrukturen ein „archaisierender Duktus als historisierender Erzählstil“[16] erreicht wird.

Zu Anfang des letzten Kapitels herrscht eine unheimliche, beinahe furchterregende Atmosphäre, die bereits auf das kommende „große entsetzliche Abenteuer“ (237) hindeutet. Der auf der historischen Dietrichepik fußende Teil des Textes beginnt mit der Ankunft des Ritters Ekkehard[17] in Bern; dieser berichtet von dem Mord an den beiden Harlungen: „Ermanerich hatte einen Haufen Söldner in aller Heimlichkeit an den Rhein geschickt, sie hatten die unbewehrte Burg zu Breisach überfallen […] und die beiden Brüder getötet.“ (237) In diesem Zusammenhang wird auch erwähnt, dass „Ermanerichs eigene Söhne“ (238) bereits tot seien, wobei im mittelhochdeutschen Text lediglich von einem einzigen Sohn Friedrich die Rede ist.[18] Nachdem der Ratgeber Sibich Kaiser Ermanerich[19] geraten hat, sich auch Dietrichs Besitz einzuverleiben, muss Heime widerwillig eine ‚Kriegserklärung’ in Bern überbringen, wo er von den Recken Dietrichs „voll Verachtung und Feindseligkeit“ (243) empfangen wird. Hier weicht Lechner stark von der mittelhochdeutschen Version ab, da sie nicht nur Randolt durch Heime ersetzt, sondern außerdem weder Ermanerichs Vorwand, eine Kreuzfahrt unternehmen zu wollen, noch Randolts Warnung erwähnt. Diese Vereinfachung dient wahrscheinlich dazu, die Handlung für die jugendlichen Leser weniger komplex und damit verständlicher zu gestalten.

Eine weitere Simplifizierung betrifft die in der historischen Dietrichepik ausführlich geschilderten Kampfhandlungen. Dabei werden die oft als „Aufschwellungsdopplungen“[20] bezeichneten beiden Rückeroberungsversuche in Dietrichs Flucht ausgespart; es ist lediglich am Rande von weiteren Auseinandersetzungen die Rede: „Bald da, bald dort wurde eine Schlacht geschlagen.“ (243) Diese Vorgehensweise entspricht der Intention Lechners, bei der Bearbeitung mittelalterlicher Stoffe für Jugendliche „Kampf und Gewalt nahezu aus[zu]schließen.“[21] Zudem sind zahlreiche den Krieg verurteilende Erzählerkommentare eingeschoben. Die erste große Schlacht, die explizit erwähnt wird, findet vor „Meilan“ (244) statt und schließt den Tod Alpharts ein. An dieser Stelle wird eine Textpassage eingeschoben, die inhaltlich auf Alpharts Tod beruht. Alphart unternimmt allein einen Erkundungsritt, begegnet den Rittern Heime und Wittich und weigert sich, seinen Namen preiszugeben. Anschließend beginnt ein unfairer Kampf, in dessen Verlauf er seinen Tod findet: „Als sie Alphart einzeln nicht zu besiegen vermochten, griffen sie ihn beide gleichzeitig an.“ (245) In Anlehnung an Alpharts Tod ist die Figur Wittich im Gegensatz zu Heime durch weniger Schuldbewusstsein charakterisiert, wobei die Situation überspitzt dargestellt wird. Es wird sogar angedeutet, dass Wittich Heime in einem ersten Impuls hinterrücks erschlagen wolle, um seine Tat zu vertuschen: „Plötzlich bewegte sich seine Hand langsam auf den Schwertgriff zu.“ (245)

Entsprechend der mittelhochdeutschen Vorlage gerät der siegreiche Dietrich nach Ermanerichs Flucht in Geldnot. Das Angebot von Berchtram von Pole, ihm Gold zur Verfügung zu stellen, nimmt er dankend an. Die folgende Textpassage entspricht weitgehend dem Inhalt von Dietrichs Flucht; allerdings finden sich Ergänzungen sowie Kürzungen, die zur Attraktivitätssteigerung für die jugendlichen Rezipienten beitragen sollen. In Dietrichs Flucht wird nur relativ knapp erwähnt, dass Ermanerich von dem Botengang erfährt: „dô die boten hôchgemuote / strichen nâch dem guote, / daz wart gesagt Ermrîche.“[22] Bei Lechner wird aus diesem Satz hingegen eine spannungsgeladene Episode, in deren Verlauf ein junger „schlauer Bursche“ (247) Dietrichs Männer von einem Baum aus beobachtet, Ermanerich das Gesehene berichtet und dafür einen großen Lohn erhält. Zusätzliche Spannung wird erzeugt, indem die Dringlichkeit des Unterfangens betont wird: „Er hetzte zwei Pferde zuschanden, stand endlich halbtot in Raben.“ (247) In der Folge werden Dietrichs Boten überfallen und alle, außer Dietleib von Steier, gefangengenommen. Allerdings werden die Auseinandersetzungen stark verkürzt und aus der Sicht Dietleibs, welcher nur wahrnimmt, dass „die Berner und ihre Pferde in der Flut von Bewaffneten verschwunden“ (248) waren, dargestellt. Diese Passage wird in Dietrichs Flucht weitaus dramatischer beschrieben.[23] Der Versuch, einen Gefangenenaustausch zu arrangieren[24], misslingt und Dietrich muss mit einem kleinen Gefolge ins Exil gehen. Die Wahl des Etzelhofes als Zufluchtsort wird bei Lechner interessanterweise damit begründet, dass Dietrich „[s]chon einmal, vor Jahren, […] lange als Gast in der Etzelburg gelebt“ (252) hatte.

[...]


[1] Im Folgenden wird das generische Maskulinum verwendet.

[2] Deutesfeld, Jörg: Dietrich von Bern 1. Ruhm. Rezension. 2010.

[3] In den drei Bänden Ruhm (1), Verrat (2) und Rache (3) werden sowohl Elemente der aventuire- bzw. märchenhaften als auch der historischen Dietrichdichtung verarbeitet, wobei der Schwerpunkt auf den Schilderungen kämpferischer Auseinandersetzungen liegt. Vgl. Wiechmann, Peter/Méndez, Rafael: 2010a, 2010b und 2011.

[4] Sächsisches Staatsministerium für Kultus (Hg.): Lehrplan Gymnasium. Deutsch. Dresden: 2004/09: 16.

[5] Vgl. Sächsisches Staatsministerium für Kultus (Hg.): Lehrplan Mittelschule. Deutsch: 2004/09: 18 und Lehrplan Grundschule. Deutsch: 2004/09: 12.

[6] Fritsche, Joachim: Formelle Sozialisationsinstanz Schule. In: Groeben, Norbert/Hurrelmann, Bettina (Hrsg.): Lesesozialisation in der Mediengesellschaft. Ein Forschungsüberlick. Weinheim/München: Juventa 2004. S. 225.

[7] Martin, Bernhard: Die Nibelungen im Spiegelkabinett des deutschen Nationalbewusstseins. München: Iudicium 2004. S. 226.

[8] Wunderlich, Werner/Härter, Andreas: Nibelungenhelden? Zur Vorbildwirkung von Heldensagen auf jugendliche Leser. In: Wunderlich, Werner/Müller, Ulrich (Hrsg.): „Waz sider da geschach“. American-German Studies on the Nibelungenlied. Göppingen: Kümmerle 1992. S. 235.

[9] Neben dem Nibelungenlied und Dietrich von Bern hat sie u. a. den Parzival, die Wolfdietrichsage, die Kudrun und die Rolandssage nacherzählt. Ihre Bücher sind laut Verlagsangabe für Leser ab zwölf Jahren intendiert.

[10] Vgl. Mumelter, Renate: Das Nibelungenlied für die Jugend bearbeitet. Innsbruck: Univ. Diss. 1983. S. 199.

[11] Die erste Ausgabe erschien 1951; seitdem sind zahlreiche Neuauflagen publiziert worden.

[12] Vgl. Rolfes, Britta: Helden(bilder) im Wandel: Die Nibelungenhelden in neueren Adaptionen der Kinder- und Jugendliteratur. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2005. S. 14.

[13] Vgl. Rolfes 2005. S. 107; Martin 2004. S.122 und 221; Schmidt, Siegrid: Die Nibelungen in der Jugend- und Unterhaltungsliteratur zwischen 1945 und 1980. In: Wapnewski, Peter (Hg.): Mittelalter-Rezeption. Ein Symposium. Stuttgart: Metzler 1986. S. 333.

[14] Als Grundlage für die Untersuchung dient die sechste Auflage von Dietrich von Bern (1995). Die erste Adaption des Dietrichstoffes von Auguste Lechner erschien bereits 1953 unter dem Titel Herr Dietrich reitet.

[15] Martin, Ernst (Hg.): Alpharts Tod, Dietrichs Flucht, Rabenschlacht. Deutsches Heldenbuch. Bd. 2. Berlin: Weidmann 1866. S. 95, V. 2507-2508.

[16] Wunderlich/Härter 1992. S. 234.

[17] In der vorliegenden Arbeit entspricht die Schreibweise sämtlicher Namen den Vorgaben Auguste Lechners.

[18] Im Vers 3518 in Dietrichs Flucht wird Ermanerichs Sohn („sînen sun Friderichen“) als einer der Gefangenen Dietrichs genannt. Später wird er zum Gefangenenaustausch angeboten (vgl. V. 3907-3911). Lechner greift an dieser Stelle evtl. auf die Thidrekssaga zurück, in der Ermanerich mehrere Söhne zugeschrieben werden.

[19] Ermanerich wird bei Lechner fortlaufend als ‚Kaiser’, Dietrich als ‚König’ bezeichnet, was bereits auf einen unterschiedlichen Status hinweist. Ermanerich ist aber dennoch der Oheim von Dietrich.

[20] Wisniewski, Roswitha: Mittelalterliche Dietrichdichtung. Stuttgart: Metzler 1986. S. 137.

[21] Rolfes 2005. S. 57.

[22] Martin 1866. S. 113, V. 3653-3655.

[23] Vgl. Martin 1866. S. 115, V. 3772-3776.

[24] Da Ermanerichs Söhne in Lechners Bearbeitung bereits tot sind, findet der Sohn Friedrich an dieser Stelle keine Erwähnung. Dieses Vorgehen soll das Maß an Grausamkeit mindern, dem die jugendlichen Leser ausgesetzt sind.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Dietrich von Bern - Die historische Dietrichepik bearbeitet für junge Leser
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Philologie)
Veranstaltung
Historiographie und Heldendichtung im Mittelalter
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V171166
ISBN (eBook)
9783640904044
ISBN (Buch)
9783640904358
Dateigröße
418 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dietrich, Bern, Lechner, Auguste Lechner, Dietrich von Bern, Historiographie, Mittelalter, Mittelhochdeutsch, Heldendichtung, Theoderich der Große, Theoderich, Goten, Gotenkönig, Jugendliteratur, Heldensagen, Sage, Legende, Heldenlegende
Arbeit zitieren
Maria Melanie Meyer (Autor:in), 2011, Dietrich von Bern - Die historische Dietrichepik bearbeitet für junge Leser, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171166

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