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Aspekte des Islamic Banking

Eine institutionenökonomische Betrachtung

Title: Aspekte des Islamic Banking

Seminar Paper , 2009 , 28 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Summary Excerpt Details

Seit seinen Anfängen in den späten 1970er Jahren hat sich das moderne Islamic Banking
von einer Nische zu einem breiten Markt entwickelt. Die rasche Verbreitung hat dazu ge-
führt, dass in den Medien das Thema Islamic Banking in der jüngeren Vergangenheit vers-
tärkt in den Blickpunkt rückte. Der zentrale Unterschied zwischen dem Islamic Banking
und konventionellen Bankgeschäften besteht im Zinsverbot. Im Mittelpunkt der Arbeit
steht die These, dass das Islamic Banking der Prinzipal-Agent-Problematik ausgeliefert ist.
Daher folgt nach einer historischen Einordnung und der Darlegung elementarer Mecha-
nismen des islamischen Finanzbereiches eine problemorientierte Betrachtung. Hierbei wird
das Islamic Banking anhand der Elemente der Agenturtheorie charakterisiert. Auf dieser
Grundlage wird die These mittels eines ausgewählten Finanzvertrages schließlich belegt.
Zum Abschluss der Problemlösungen werden Lösungsansätze zur Überwindung der Prin-
zipal-Agent-Problemen skizziert. Schon im Alten Testament wird ein Zinsverbot ausge-
sprochen. Daher wird dieses im letzten Teil der Arbeit in Abgrenzung zum Islam in einem
Exkurs dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das islamische Wirtschaftssystem

1.1 Historie

1.2 Grundlagen des Islamic Banking

1.3 Instrumente des Islamic Banking

1.3.1 Kreditgeschäfte

1.3.2 Murabaha - der islamische Finanzierungskauf

1.3.3 Musharaka - das islamische Joint Venture

1.3.4 Mudarabah - die islamische Partnerschaft

1.3.5 Ijarah, Salam und Sukuk

2. Prinzipal-Agent-Theorie

2.1 Drei Problembereiche

2.1.1 Asymmetrische Informationen

2.1.2 Moralische Wagnisse

2.1.3 Adverse Selektion

2.2 Fokus: islamische Partnerschaft

2.2.1 Prinzipal-Agent-Problematik im Mudarabah-Vertrag

3. Das Zinsverbot der katholischen Kirche

3.1 Einleitung

3.2 Quellen des Zinsverbotes

3.3 Begründungen des Wucherverbotes

3.4 Vergleich des islamischen und christlichen Standpunktes

3.4.1 Gemeinsamkeiten

3.4.2 Unterschiede

4. Konklusion

4.1 Zukunft des Islamic Banking

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es zu überprüfen, inwiefern sich die Theorie der Prinzipal-Agent-Problematik des konventionellen Wirtschaftssystems auch im Islamic Banking bestätigt. Dabei wird das islamische Finanzsystem mikroökonomisch betrachtet, um durch eine problemorientierte Analyse und den Vergleich mit dem historischen Zinsverbot der katholischen Kirche die institutionenökonomischen Aspekte und Herausforderungen des Islamic Banking darzulegen.

  • Grundlagen des islamischen Wirtschaftssystems und historische Entwicklung.
  • Darstellung wesentlicher islamischer Finanzinstrumente (Murabaha, Musharaka, Mudarabah).
  • Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie auf islamische Profit-Sharing-Verträge.
  • Analyse von Informationsasymmetrien, moralischen Wagnissen und adverser Selektion.
  • Vergleichende Untersuchung des Zinsverbots in Islam und Christentum.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Asymmetrische Informationen

Informationen stehen im Mittelpunkt aller Finanztransaktionen und -verträge. Drei Probleme treten dabei auf: Nicht alle Beteiligten haben die gleichen Informationen, keiner hat perfekte Informationen und einige der Beteiligten haben mehr Informationen - meist über sich selbst, vor allem ihre Absichten und Fähigkeiten, - die den anderen vorenthalten werden.

Entscheidungen, die ex ante getroffen werden, basieren folglich auf asymmetrisch verteilten Informationen. Darin liegt das Potential zur Ausbeutung. Das Problem tritt auf, da Informationen nicht für jeden in gleicher Form frei zugänglich sind und der Erwerb mit Kosten verbunden ist. Informationsasymmetrien sind somit ein zentraler Bestandteil finanzieller Transaktionen und spielen auch im islamischen Bankwesen eine große Rolle. Da das Islamic Banking hauptsächlich auf Eigenfinanzierung aufbaut, tragen Informationsasymmetrien hohe Risiken in sich. Bei fremdfinanzierten Projekten erhält eine herkömmliche Bank eine Rückzahlung zuzüglich Zins unabhängig vom Gewinn des Projektes, während im Islamic Banking Gewinn und Verlust geteilt werden. Somit gefährdet die Nachlässigkeit einer Partei das gesamte Projekt hochgradig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das islamische Wirtschaftssystem: Historischer Abriss des islamischen Bankwesens und Einführung in die normativen Grundlagen sowie die zentralen Finanzinstrumente wie Murabaha, Musharaka und Mudarabah.

2. Prinzipal-Agent-Theorie: Theoretische Untersuchung der Agenturproblematik durch asymmetrische Informationsverteilung und Anwendung auf islamische Vertragskonstruktionen.

3. Das Zinsverbot der katholischen Kirche: Ein Exkurs, der das historische Zinsverbot des Christentums den islamischen Prinzipien gegenüberstellt und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in Autorität und Begründung analysiert.

4. Konklusion: Zusammenfassung der Kernergebnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des Islamic Banking.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, Zinsverbot, Riba, Scharia, Prinzipal-Agent-Theorie, Asymmetrische Informationen, Mudarabah, Murabaha, Moralische Wagnisse, Adverse Selektion, Institutionenökonomik, Finanzinstrumente, Profit-Sharing, Risiko, Wettbewerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das moderne Islamic Banking unter dem Aspekt der Institutionenökonomik, insbesondere im Hinblick auf die Prinzipal-Agent-Problematik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das islamische Wirtschaftssystem, spezifische Finanzinstrumente, die Agenturtheorie sowie der historische Vergleich des Zinsverbots mit dem Christentum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass auch das Islamic Banking, trotz ethisch-religiöser Normen, den Herausforderungen asymmetrischer Informationslagen und daraus resultierender Anreizprobleme unterworfen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine institutionenökonomische Analyse vorgenommen, bei der die Prinzipal-Agent-Theorie als Modell zur Erklärung von Vertragskonflikten genutzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Finanzinstrumente, die theoretische Herleitung der Agenturproblematik und eine detaillierte Untersuchung des Mudarabah-Vertrages sowie den historischen Exkurs zum Zinsverbot.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Islamic Banking, Riba-Verbot, Mudarabah, Asymmetrische Informationen und Prinzipal-Agent-Theorie.

Warum spielt die Scharia im islamischen Bankwesen eine so zentrale Rolle?

Die Scharia bildet die rechtliche und ethische Grundlage, die unter anderem das Zinsverbot (Riba) und das Verbot spekulativer Geschäfte (Gharar) definiert, was das Handeln islamischer Banken maßgeblich bestimmt.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Stabilität des Finanzsystems?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass für eine langfristige Stabilisierung des Systems institutionelle Verbesserungen, wie die Einrichtung von Ratingagenturen und einheitliche Bilanzierungsrichtlinien, essenziell sind.

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Details

Title
Aspekte des Islamic Banking
Subtitle
Eine institutionenökonomische Betrachtung
College
University of Bayreuth  (Philosophy & Economics)
Course
Fundamente der Wirtschaftsethik
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2009
Pages
28
Catalog Number
V171192
ISBN (eBook)
9783640904709
ISBN (Book)
9783640904501
Language
German
Tags
Islamic Banking Islamic Finance katholische Wucherlehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2009, Aspekte des Islamic Banking, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171192
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