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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – eine Belastung für die Gesundheit von Frauen

Title: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – eine Belastung für die Gesundheit von Frauen

Term Paper , 2009 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Eveline Otte im Kampe (Author)

Health - Miscellaneous
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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist keine Ausnahmeerscheinung sondern eine stark verbreitete und verdeckte Form von sexueller Gewalt und geschlechtsspezifischer Diskriminierung. Sie existiert, seitdem Frauen erwerbstätig sind. Bereits 1896 forderte das „Centralblatt für Sozialpolitik“ den Schutz der Arbeiterinnen vor den unsittlichen Anträgen ihrer Kollegen (Tebart, 1998). Zunehmende Berücksichtigung bekommt das Problem seit Studien in den 80er Jahren, nachdem es jahrzehntelang tabuisiert worden ist. Trotzdem findet sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz immer noch tagtäglich in verschiedenen Formen statt (Hugo, 2007).
Ich habe dieses Thema gewählt, weil mich interessiert, welche Folgen durch sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz für die Gesundheit und Lebensqualität der Frauen entstehen können und welche Maßnahmen es gibt, um den Betroffenen zu helfen. Dazu soll die vorliegende Arbeit einen Einblick geben.
Es wird auf das Ausmaß und verschiedene Formen von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz eingegangen und es werden Ursachen und Funktionen erläutert. Das Kapitel „Folgen von sexueller Belästigung“ soll zeigen, welche Auswirkungen es u.a. auf die Gesundheit der Frauen haben kann. Außerdem werden die wichtigsten rechtlichen Regelungen zum Tatbestand der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz genannt und es werden Handlungsmöglichkeiten für die Betroffenen und den Betrieb vorgeschlagen.
Täter und Opfer von sexueller Belästigung können Männer und Frauen sein. Da Männer selten Opfer und Frauen selten Täter sind (Müller und Schröttle, 2004), habe ich entschieden, mich in der vorliegenden Arbeit auf Frauen als Opfer und Männer als Täter zu konzentrieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 AUSMAß UND FORMEN VON SEXUELLER BELÄSTIGUNG

3 URSACHEN UND FUNKTIONEN VON SEXUELLER BELÄSTIGUNG

4 SEXUELLE BELÄSTIGUNG – EIN GESUNDHEITSRISIKO

5 RECHTSLAGE

6 GEGENWEHR DER BETROFFENEN UND UNTERSTÜTZUNG IM BETRIEB

6.1 REAKTIONEN UND HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN DER BETROFFENEN

6.2 REAKTIONEN UND HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN IM BETRIEB

7 FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die gesundheitlichen Folgen und Auswirkungen von sexueller Belästigung auf Frauen am Arbeitsplatz, analysiert die Ursachen innerhalb geschlechtshierarchischer Strukturen und beleuchtet sowohl die rechtliche Lage als auch die Möglichkeiten der betrieblichen Gegenwehr.

  • Analyse der Formen und Ausmaße sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
  • Untersuchung der psychischen und physischen Gesundheitsfolgen für betroffene Frauen
  • Diskussion der soziologischen Ursachen und Funktionen sexueller Belästigung
  • Bewertung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren Anwendung in der Praxis
  • Erörterung von Bewältigungsstrategien und der Rolle betrieblicher Unterstützung

Auszug aus dem Buch

3 Ursachen und Funktionen von sexueller Belästigung

Eine Ursache für sexuelle Belästigung sind Geschlechtstereotype, d.h. „ ... stark vereinfachende, eingewurzelte Vorstellungen über angeblich charakteristische Merkmale von Frauen und Männern“ (Wobbe und Nunner-Winkler, 2007, S. 311). Durch Geschlechtsstereotype werden Frauen dafür verantwortlich gemacht, wenn sie belästigt werden. Aufreizend gekleidete Frauen hätten selbst Schuld, weil sie die männliche Erregung aktivieren, die Männer nicht kontrollieren könnten. Hinzu kommt die Vorstellung, dass sexuelle Belästigung durch Männer Ausdruck ihres gesunden Trieblebens und sexueller Freiheit sei. Sie stärken dadurch ihr Männlichkeitsgefühl und gewinnen in den Augen ihrer männlichen Kollegen an Status (Schnock, 1999).

Außerdem werden Männern und Frauen bestimmte Rollen von der Gesellschaft zugeschrieben. Geschlechtsrollen sind „ ... unterschiedliche Aufgaben, die die Gesellschaft jedem der beiden Geschlechter zuschreibt und als männlich oder weiblich charakterisiert“ (Wobbe und Nunner-Winkler, 2007, S. 311). Frauen sollen für den Haushalt und die Kinderbetreuung zuständig sein und von Männern wird erwartet, ihre Funktion als „Ernährer“ der Familie zu erfüllen, indem sie einem Beruf nachgehen.

Wenn Frauen sich trotz der traditionellen Vorstellungen entschließen zu arbeiten, werden sie im Beruf weniger nach Leistung sondern mehr nach stereotypen Weiblichkeitsbildern beurteilt. Dies führt dazu, dass Männer eher befördert werden und mehr in Führungspositionen zu finden sind. Diese ungleiche Verteilung der hierarchischen Positionen nennt man vertikale Segregation des Arbeitsmarktes (Wobbe und Nunner-Winkler, 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema, Darlegung der Relevanz von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz und Definition des Fokus auf Frauen als Opfer.

2 AUSMAß UND FORMEN VON SEXUELLER BELÄSTIGUNG: Darstellung der Häufigkeit und unterschiedlicher Erscheinungsformen sexueller Belästigung basierend auf repräsentativen Studien.

3 URSACHEN UND FUNKTIONEN VON SEXUELLER BELÄSTIGUNG: Analyse soziologischer Hintergründe wie Geschlechtsstereotypen und hierarchischer Strukturen, die als Auslöser oder Verstärker fungieren.

4 SEXUELLE BELÄSTIGUNG – EIN GESUNDHEITSRISIKO: Aufzeigen der schwerwiegenden physischen und psychischen Langzeitfolgen, die sexuelle Belästigung für betroffene Frauen nach sich ziehen kann.

5 RECHTSLAGE: Erläuterung der gesetzlichen Bestimmungen und der Wirksamkeit sowie Lücken bisheriger Schutzgesetze in Deutschland.

6 GEGENWEHR DER BETROFFENEN UND UNTERSTÜTZUNG IM BETRIEB: Untersuchung individueller Reaktionsweisen der Betroffenen und der Verantwortung sowie mangelhaften Unterstützung durch den Betrieb.

7 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Thematik mit dem Appell an strukturelle Veränderungen und eine stärkere Sensibilisierung im betrieblichen Umfeld.

Schlüsselwörter

Sexuelle Belästigung, Arbeitsplatz, Frauengesundheit, Geschlechtsstereotype, vertikale Segregation, Gesundheitsrisiko, Prävention, Beschwerderecht, Beschäftigtenschutzgesetz, Betriebsklima, psychische Folgen, Körperliche Beschwerden, Machtverhältnisse, Gleichstellung, Arbeitswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert das Problem der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz und deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Frauen sowie die betrieblichen Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Belästigung, die soziologischen Ursachen, gesundheitliche Auswirkungen, die rechtliche Situation und Strategien zur Gegenwehr.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sexuelle Belästigung die Gesundheit und Lebensqualität von Frauen beeinträchtigt und welche präventiven Maßnahmen in Betrieben notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse bestehender Studien und fachwissenschaftlicher Publikationen zu den Themen Soziologie, Psychologie und Recht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Ausmaßes, der Ursachen und Folgen, eine rechtliche Einordnung sowie die Untersuchung von Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Betriebe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind sexuelle Belästigung, Frauengesundheit, Arbeitsplatz, Geschlechtsstereotype und betriebliche Prävention.

Warum spielt die vertikale Segregation des Arbeitsmarktes eine Rolle?

Sie erklärt, warum Männer häufiger in Führungspositionen sind, was zu einem Machtgefälle führt, das sexuelle Belästigung als Mittel zur Sicherung der Vormachtstellung begünstigt.

Welches spezifische Problem wird im Hinblick auf das Beschäftigtenschutzgesetz genannt?

Es wird kritisiert, dass das Gesetz in der Praxis oft an der Beweislast des Opfers scheitert und in Betrieben häufig nicht ausreichend bekannt oder umgesetzt ist.

Warum fühlen sich betroffene Frauen oft in einer "Doppelopferrolle"?

Da Frauen häufig mit dem Vorwurf der Mitschuld konfrontiert werden oder im Betrieb keine Unterstützung finden, erleben sie eine zusätzliche psychische Belastung, wenn sie sich gegen die Belästigung wehren.

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Details

Title
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – eine Belastung für die Gesundheit von Frauen
College
Hamburg University of Applied Sciences
Course
Soziologie
Grade
1,0
Author
Eveline Otte im Kampe (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V171217
ISBN (eBook)
9783640904167
ISBN (Book)
9783640904365
Language
German
Tags
sexuelle belästigung arbeitsplatz belastung gesundheit frauen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eveline Otte im Kampe (Author), 2009, Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – eine Belastung für die Gesundheit von Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171217
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