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Dienstmädchenverein zu Leipzig

Quelleninterpretation: Erste Sitzung des Dienstmädchenvereins zu Leipzig

Titel: Dienstmädchenverein zu Leipzig

Quellenexegese , 2011 , 9 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anne Biernath (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Quelle ist eine Lithographie mit dem Titel ,,Erste Sitzung des
Dienstmädchenvereins zu Leipzig Vortrag des Präsidenten Gustchen". Veröffentlicht wurde sie
von dem C.W.B. Naumburg Verlag 1848 in Leipzig, wobei der Künstler nicht bekannt ist. Das
Original ist heute im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg ausgestellt.
Eine Lithographie wird mittels des Flachdruckverfahrens hergestellt und gehörte im 19. Jahrhundert
zu den am meisten angewendeten Drucktechniken für farbige Drucksachen. Durch diese Technik
konnten mehrere gleiche Lithographien hergestellt werden, was dafür spricht, dass die vorliegende
Quelle weit verbreitet war.
Auf Grund der verschiedenen Veröffentlichungen des C.W.B. Naumburg Verlag kann man davon
ausgehen, dass dieser eine revolutionär-nationaler Verlag war. Dem entsprechend ist die
Lithographie nicht als Karikatur, wie es in anderen Fällen über den Dienstmädchenverein zu
Leipzig der Fall ist, erschienen, sondern als rationale Abbildung. Das lässt darauf schließen, dass
der Verlag mit den Bestrebungen und Forderungen der Dienstmädchen konform ging. Dadurch, dass
die Lithographie in einem Verlag veröffentlicht wurde, ist es eine Traditionsquelle. Sie wurde
demnach mit der Absicht gedruckt um für die Nachwelt erhalten zu bleiben und weite Verbreitung
zu finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Quelleninterpretation – Erste Sitzung des Dienstmädchenvereins

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit interpretiert eine zeitgenössische Lithographie aus dem Jahr 1848, welche die erste Sitzung des Dienstmädchenvereins zu Leipzig darstellt. Ziel ist es, die historische Bedeutung dieses Ereignisses im Kontext der Revolution von 1848/49 zu analysieren, die damaligen sozialen Bedingungen für Dienstmädchen zu beleuchten und den Widerstand gegen gesellschaftliche Normen durch diesen frühen Zusammenschluss zu untersuchen.

  • Historische Einordnung der Lithographie als Traditionsquelle
  • Analyse der soziopolitischen Rolle von Dienstmädchen im 19. Jahrhundert
  • Darstellung der Forderungen und Emanzipationsbestrebungen der Dienstboten
  • Untersuchung der Reaktionen von Presse und bürgerlicher Gesellschaft
  • Bedeutung von Vereinen als Vorform politischer Organisation

Auszug aus dem Buch

Quelleninterpretation – Erste Sitzung des Dienstmädchenvereins

Die vorliegende Quelle ist eine Lithographie mit dem Titel „Erste Sitzung des Dienstmädchenvereins zu Leipzig – Vortrag des Präsidenten Gustchen“. Veröffentlicht wurde sie von dem C.W.B. Naumburg Verlag 1848 in Leipzig, wobei der Künstler nicht bekannt ist. Das Original ist heute im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg ausgestellt.

Eine Lithographie wird mittels des Flachdruckverfahrens hergestellt und gehörte im 19. Jahrhundert zu den am meisten angewendeten Drucktechniken für farbige Drucksachen. Durch diese Technik konnten mehrere gleiche Lithographien hergestellt werden, was dafür spricht, dass die vorliegende Quelle weit verbreitet war.

Auf Grund der verschiedenen Veröffentlichungen des C.W.B. Naumburg Verlag kann man davon ausgehen, dass dieser ein revolutionär-nationaler Verlag war. Dem entsprechend ist die Lithographie nicht als Karikatur, wie es in anderen Fällen über den Dienstmädchenverein zu Leipzig der Fall ist, erschienen, sondern als rationale Abbildung. Das lässt darauf schließen, dass der Verlag mit den Bestrebungen und Forderungen der Dienstmädchen konform ging. Dadurch, dass die Lithographie in einem Verlag veröffentlicht wurde, ist es eine Traditionsquelle. Sie wurde demnach mit der Absicht gedruckt um für die Nachwelt erhalten zu bleiben und weite Verbreitung zu finden. Es ist daher möglich, dass der Sachverhalt der Lithographie verändert wurde um künstlerische Aspekte aufnehmen zu können. Darauf soll jedoch im späteren Verlauf nochmals genauer eingegangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Quelleninterpretation – Erste Sitzung des Dienstmädchenvereins: Dieses Kapitel analysiert das Quellendokument hinsichtlich seiner Entstehungsgeschichte, Drucktechnik und Intention sowie die im Bild dargestellten sozialen Verhältnisse und Geschlechterrollen im Kontext der Revolution 1848/49.

Schlüsselwörter

Revolution 1848/49, Dienstmädchenverein, Leipzig, Lithographie, Frauenrechte, Emanzipation, Gesindeordnung, Dienstboten, Vormärz, bürgerliche Gesellschaft, soziale Schichten, Auguste Schrödter, Traditionsquelle, politische Vereine, Arbeitsbedingungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der quellenkritischen Analyse einer historischen Lithographie, die die erste Sitzung des Leipziger Dienstmädchenvereins während der Revolution 1848 zeigt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Dienstmädchen, die gesellschaftliche Stellung der Frau im 19. Jahrhundert sowie die Anfänge von Selbstorganisation und politischem Protest in der Revolution.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Dienstmädchen durch ihre Vereinsgründung gegen die herrschenden Gesellschaftsnormen aufbegehrten und welche Bedeutung dies für die damalige Emanzipationsbewegung hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der historischen Quelleninterpretation, wobei das visuelle Medium der Lithographie in seinen historischen, technischen und soziopolitischen Kontext eingeordnet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bildelemente der Lithographie, vergleicht diese mit den historischen Gegebenheiten der Dienstboten-Laufbahn und bewertet die zeitgenössischen Reaktionen von Presse und Gesellschaft auf den Dienstmädchenprotest.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Dienstmädchenverein, Revolution 1848/49, Gesindeordnung, Emanzipation und bürgerliche Rollenerwartungen.

Wer war Auguste Schrödter?

Auguste Schrödter war eine der zentralen Akteurinnen und Rednerinnen des Dienstmädchenvereins, die in der zeitgenössischen Presse – vermutlich aufgrund ihres kämpferischen Auftretens – als Präsidentin bezeichnet wurde.

Warum galt die Versammlung der Dienstmädchen als Skandal?

Das öffentliche Auftreten und die politische Artikulation von Frauen aus den untersten sozialen Schichten stellten einen direkten Verstoß gegen die damaligen traditionellen Rollenbilder und die bestehende Gesellschaftsordnung dar.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Dienstmädchenverein zu Leipzig
Untertitel
Quelleninterpretation: Erste Sitzung des Dienstmädchenvereins zu Leipzig
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Die Revolution 1848/49
Note
2,0
Autor
Anne Biernath (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
9
Katalognummer
V171279
ISBN (eBook)
9783640905638
ISBN (Buch)
9783640905492
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leipzig Revolution 1848 1849 Dienstmädchen Dienstboten Verein Vormärz Frauenbewegung Frauen Emanzipation Quelle Bedeutung Bewertung Urteil Frau Dienstbotin Quelleninterpretation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Biernath (Autor:in), 2011, Dienstmädchenverein zu Leipzig, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171279
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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