Welche Wirkung hatte die „Weiße Rose“ auf die nationalsozialistische Politik?


Facharbeit (Schule), 2010
12 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die „Weiße Rose“
2.1. Wer ist die „Weiße Rose“?
2.2. Das erste Flugblatt
2.3. Mitglieder
2.4. Einsatz an der Front
2.5. Die nächsten Flugblätter folgten
2.6. Verhaftungen und Prozesse
2.7. Ziele und Aktionen

3. Zusammenfassung mit Beantwortung der Fragestellung

4. Literaturverzeichnis

5. Quellen- und Bildnachweis

1. Vorwort

In den meisten Geschichtsunterrichtsstunden redet man oft über das Thema „Der zweite Weltkrieg“, behandelt werden Hitler und das Naziregime bzw. das NS-Regime. Was aber nicht so oft Thema des Unterrichtes ist, sind Widerstandsgruppen bzw. Widerstandskämpfer, die sich gegen das NS-Regime richteten, wie z.B. die „Weiße Rose“. Die meisten Anhänger dieser Gruppe mussten den Widerstand mit dem Leben bezahlen. Innere Gegnerschaft gegen das NS-Regime hatten viele im Kopf und in ihrer Überzeugung. „Die Degradierung des Individuums, der Antisemitismus und besonders der Vernichtungskrieg im Osten sind starke Motive der Gegnerschaft.“1 Sie probierten mit allen Mitteln, ihre Ansichten publik zu machen und zu verbreiten, was in der damaligen Zeit äußerst schwierig und gefährlich war - mit insgesamt 6 Flugblättern und „regimefeindliche Parolen an öffentliche Plätzen“2, in denen sie zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufriefen. Sie verteilten die Flugblätter am Anfang in der Universität, später auch durch andere Mitglieder in anderen Teilen Deutschlands, z. B. in Hamburg.

Aber warum haben sie sich so dagegen gestellt? Welche Wirkung hatten sie damit auf die nationalsozialistische Politik in dieser Zeit?

2. Die weiße Rose

2.1. Wer ist die „Weiße Rose“?

Die „Weiße Rose“ ist der Name einer Widerstandsgruppe, die in München in der Zeit des Nationalsozialismus gegründet wurde. In der Zeit von Juni 1942 bis Februar 1943 bestand diese Widerstandsgruppe. Der Auslöser für den Widerstand waren die Predigten des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen. Der Bischof hatte offen über die Verfolgungen durch die Gestapo (Geheime Staatspolizei, die gegen politische Gegner vorging, in der Zeit von 1933 bis 1995) berichtet und „die Ermordung Geisteskranker als „Mordbefehl" bezeichnet“3. Er blieb aber nur unbestraft, weil das Regime nicht im zweiten Weltkrieg die Anhänger der katholischen Bevölkerung auf sich hetzen wollte. Dadurch wurden die Münchener Studenten ermutigt, eigene Flugblätter zu verfassen bzw. zu schreiben. Die Studenten verbindete besonderes die Liebe an Philosophie und Literatur.

2.2. Das erste Flugblatt

Im Juni 1942 haben Alexander Schmorell und Hans Scholl als erste Gruppe gehandelt. Ihnen reichte es nicht, nur darüber zu lesen und zu diskutieren. Sie waren empört über die Verfolgung und Behandlung von Juden als auch über die Deportation von Regimegegnern. Ihr erstes Flugblatt entstand nach einem Luftangriff in Köln. Unter dem Namen „Die Weiße Rose“ hatten Hans Scholl und Alexander Schmorell vor ihrer Abkommandierung an die Ostfront vier Flugblätter verfasst, in denen sie aus sittlich-religiösen Gründen zum „passiven Widerstand“ gegen die Diktatur von Hitler aufriefen, alle waren anonym mit der Post verschickt worden. „Die Weiße Rose zielte ab Sommer 1942 vor allem darauf ab, "auf die breite Volksmasse" einzuwirken, wie Sophie Scholl es sagte.“4. Die Flugblätter waren christlich angesiedelt wie auch die meisten Mitglieder christlich motiviert waren. Es waren öffentliche Proteste, denn sie wollten nicht schweigen wie viele andere Deutsche. „Insofern war Handeln für sie eine Verpflichtung, die sie selbst unter hohem persönlichem Risiko eingingen.“5 „ Dieses Ziel wird dadurch deutlich, dass das Flugblatt in einer klar verständlichen Sprache verfasst ist.“6

2.3. Mitglieder

Weitere Mitglieder folgten, Sophie Scholl, die Schwester von Hans Scholl, Willi Graf und Christoph Probst. Außerdem noch der Architekt Manfred Eickemeyer, in dessen Atelier sich die „Weiße Rose“ getroffen und alles vorbereitet haben, der Kunstmaler Wilhelm Geyer, er miete das Atelier von Manfred Eickemeyer und er war es auch, der Hans Scholl den Schlüssel zu dem Atelier übergab sowie der Buchhändler Josef Söhngen, dessen Keller als Versteck für die Flugblätter diente.

Abb.1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4. Einsatz an die Front

Sie erfuhren von den Vorgängen im besetzen Polen durch Freunde, die in der Verwaltung des Generalgouvernements arbeiteten und den Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion hautnah miterlebt haben. Ihre Vorstellungen vom Massenmord erlangten Scholl, Schmorell und Graf bei ihrer Reise an die Front vom 23. Juli bis 30. Oktober 1942. Sie waren in Warschau und sahen, wie SS-Einheiten jeden Tag Tausende Juden aus dem Ghetto in die Deportationszüge nach Treblinka trieben.

Abb.3

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Den Krieg der Wehrmacht in der Sowjetunion erlebten sie als Schock. Über Alexander Schmorell, der in Russland geboren und Russisch sprach, konnten sie Kontakt zu der Bevölkerung aufnehmen. Diese Erlebnisse prägten alle sehr und stärkten zusätzlich die Widerstandsbewegung. Danach war ihnen klar, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden kann. Es hieß: „Hitler kann den Krieg nicht gewinnen, nur noch verlängern."7

[...]


1 In: shoa, Widerstand, Resistenz und Dissens - Die Weiße Rose URL: http://www.shoa.de/drittes-reich/widerstand-resistenz-und-dissens/115.html (aufgerufen: 30. Dezember 2010)

2 In: Relilex.de, Weiße Rose URL: http://www.relilex.de/artikel.php?id=9482 (abgerufen: 27. Dezember 2010)

3 In: shoa, Widerstand, Resistenz und Dissens - Die Weiße Rose URL: http://www.shoa.de/drittes-reich/widerstand-resistenz-und-dissens/115.html (abgerufen: 30.Dezember 2010)

4 In: Wikipedia.de, Weiße Rose – die freie Enzyklopädie URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_Rose (abgerufen: 02.Januar 2011)

5 In: Bundeszentrale für politische Bildung(bph), Geschichte- Die Weiße Rose URL: http://www.bpb.de/themen/HKQ6B3,0,0,Sophie_Scholl_und_die_Wei%DFe_Rose.html (abgerufen: 02.Januar 2011)

6 In: Wikipedia, Weiße Rose- Die frei Enzyklopädie URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_Rose (abgerufen: 02. Januar 2011)

7 In: Die Weiße Rose(Erw. Neuausg.1982) - Inge Scholl (Seite 96-121)

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Details

Titel
Welche Wirkung hatte die „Weiße Rose“ auf die nationalsozialistische Politik?
Autor
Jahr
2010
Seiten
12
Katalognummer
V171330
ISBN (eBook)
9783640906376
Dateigröße
511 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Scholl
Arbeit zitieren
Louisa-Sophie Grebenstein (Autor), 2010, Welche Wirkung hatte die „Weiße Rose“ auf die nationalsozialistische Politik?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171330

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