Ausgewählte Konjunkturtheorien von der Klassik bis zum Postkeynesianismus


Studienarbeit, 2011

44 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Konjunkturtheorien – Erklärungsversuche wirtschaftlicher Entwicklungen

2. Kurzer (zeitlicher) Überblick über Konjunkturtheorien
2.1. Klassische und ältere Betrachtungen
2.2. Neuere Konjunkturtheorien

3. Das Konjunkturphänomen
3.1. Definition Konjunktur
3.2. Konjunkturzyklen
3.2.1. Definition und Unterscheidungskriterien
3.2.2. Indikation
3.2.3. Das Vier-Phasen-Schema
3.2.3.1. Schematisierung, Darstellung und Phasenabgrenzung
3.2.3.2. Charakteristika der Konjunkturphasen

4. Exogene (schockabhängige) Modelle
4.1. Das Multiplikator-Akzelerator-Modell
4.1.1. Das Samuelson-Modell
4.1.1.1. Grundlagenbetrachtung
4.1.1.2. Verknüpfung
4.1.2. Das veränderte Modell nach Hicks
4.2. Real Business Cycles
4.2.1. Revolutionäre Ansätze und Grundgedanken
4.2.2. Schockinitiation und Propagation
4.2.3. Ein beispielhafter (Wachstums-)Prozess

5. Endogene Modelle
5.1. Konjunkturen durch Nichtlinearität – Das Kaldor-Modell
5.1.1. Einführung in Kaldors unterschiedliche Modelle
5.1.1.1. Ein kurzer Überblick
5.1.1.2. Kaldors Funktion technischen Fortschritts
5.1.2. Kaldors Konjunkturerklärung aus
5.2. Das Räuber-Beute-Modell nach Goodwin
5.2.1. Basisannahmen
5.2.2. Das (mathematische) Modell
5.2.3. Der Konjunkturzyklus als Kreislauf

6. Kritische Einzelbetrachtungen
6.1. Multiplikator-Akzelerator-Modelle
6.2. Real Business Cycles
6.3. Das Kaldor-Modell aus
6.4. Goodwins Verteilungskampf

7. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Schematischer Konjunkturverlauf

Abbildung 2: Idealtypischer Konjunkturzyklus

Abbildung 3: Technische-Fortschritt-Funktion

Abbildung 4: Gleichgewichte im Kaldor-Modell

Abbildung 5: Goodwin-Zyklus

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Konjunkturtheorien – Erklärungsversuche wirtschaftlicher Entwicklungen

In Medienberichterstattungen, ob es nun Fernsehsendungen, Radioprogramme oder Zeitungsartikel sind, wird die konjunkturelle Entwicklung alltäglich thematisiert. Die allgemeine konjunkturelle Lage, Konjunkturprognosen aber auch Lösungsansätze für Krisenerscheinungen bilden einen wesentlichen Teil der Wirtschaftsjournalistik.

Unterjährig und jährlich erscheinende Berichte über multivariate Einflussgrößen stellen für Institutionen und Branchen, wie z.B. den Bankensektor, zusätzliche Entscheidungsgrundlagen im Bereich der Investitionen und der Finanzsteuerung dar. Auch Rückschlüsse oder Bewertungen auf bzw. über amtierende Regierungen können auf der vorherrschenden Konjunktur basieren – schließlich sollen sich Konjunkturprogramme in der Wirtschaftstätigkeit niederschlagen und positiven Einfluss auf die Wohlfahrt in einer Volkswirtschaft üben.

Auf Konjunkturtheorien ruht hingegen selten dieser öffentliche Fokus.

Sie sind als Erklärungsversuche für die zyklische Entwicklung der Wirtschaftstätigkeit (vgl. Kapitel 3.) definiert und beschreiben in unterschiedlicher Art das Konjunkturphänomen auf makroökonomischer Ebene[1]. Während heuristische Modelle auf grundlegende Komponenten beschränkt sind, ergibt sich aus ihnen ferner der Grundstein für die Ökonometrischen. Letztere versuchen auf empirischer Basis reale Erscheinungen darzustellen[2].

Obgleich die einzelnen Theorien wie konjunkturpolitische Ausrichtungen in keynesianische und (neo-)klassische Ansätze unterteilt werden können2, werden im Folgenden ausgewählte Modelle in Abhängigkeit von Schocks (exogene) bzw. schockunabhängige (endogene) Ansätze vorgestellt und erläutert. Dadurch werden vor allem die unterschiedlichen Betrachtungen des Konjunkturphänomens, zum einen als zufällige Störung, zum anderen als eigenständige Erscheinung, berücksichtigt2.

Diese Arbeit soll somit einen ersten Überblick über die bisherige Ursachenforschung darstellen und gewisse Kritikpunkte und Problemstellungen erörtern.

2. Kurzer (zeitlicher) Überblick über Konjunkturtheorien

2.1. Klassische und ältere Betrachtungen

Die Geburtsstunde des wissenschaftlichen Gebietes der Konjunkturtheorie wird regelmäßig mit der Feststellung des Konjunkturzykluses durch den französischen Konjunkturforscher Clémont Juglar, sowie mit der Veröffentlichung des Werkes „The General Theory of Employment, Interest and Money“ des britischen Ökonomens John Maynard Keynes im Jahr 1936 verbunden[3].

Die Ansätze vor den Ergebnissen Juglars und Keynes’ zählen zu der klassischen Theorie3. Sie basieren auf der allgemeinen Gleichgewichtsthese nach Léon Walras sowie auf dem Theorem des französischen Ökonomen Jean-Baptiste Say3.

Ihnen gemein ist die grundsätzliche Annahme funktionierender Märkte, so dass die Größen Angebot und Nachfrage stets über den Marktprozess aufeinander abgestimmt werden. Durch die Grundannahme dieses stabilen Systems wird eine generelle Überproduktion ausgeschlossen[4]. Zwar wird ein Angebotsüberschuss auf einzelnen Märkten nicht bestritten, den Ansätzen folgend jedoch durch Nachfrageüberhänge auf anderen Märkten in kurzer Zeit ausgeglichen[5]. Aufgrund dieses Stabilitätsgrundsatzes ist die Wirtschaftstätigkeit also in sich „konjunkturlos“[6]. Etwaige Störungen werden auf äußere Einflüsse (Schocks) zurückgeführt[7].

Während Juglar und Say Geld als reines Tauschmittel betrachteten und es somit keine Instabilitäten auslösen kann, entwickelten Ökonomen wie Ralph Hawtrey später rein-monetäre Konjunkturtheorien[8]. Zyklische Konjunkturentwicklungen führt Hawtrey dabei auf Änderungen des Zinsniveaus zurück8. Sinkende Zinsen begünstigen demnach einen Lageraufbau und steigende einen Abbau. Weitere Impulse liefere das produktionsabhängige Einkommen, das die Konsumrate beeinflusst[9].

Im Rahmen der folgenden monetären und nicht-monetären Überinvestitionstheorien resultiert ein Konjunkturzyklus aus Diskrepanzen zwischen Produktion und Investitions-/Konsumgütern[10] sowie aus schwankenden Investitionstätigkeiten[11]. Steigende Investitionen oder Gewinnumverteilungen führen demnach in eine Expansionsphase, später entstehende Überkapazitäten hingegen in einen Abschwung.

Der österreichische Ökonom Joseph Alois Schumpeter verband 1911 in seiner Publikation „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ diese Investitionstheorien mit technischem Fortschritt. Er leitete somit das Konjunkturphänomen von der Einführung verbesserter Produkte, Produktionsverfahren und der Senkung der Herstellungskosten ab. Seine Theorie erklärt hingegen nicht wiederkehrende Konjunkturzyklen, sondern vielmehr ein langfristiges Wirtschaftswachstum durch Innovationsschübe[12].

Abschließend sei die Unterkonsumtionstheorie, die konjunkturelle Entwicklungen an die Konsumnachfrage koppelt, angeführt. Es handelt sich dabei jedoch nicht um einen eigenständigen Erklärungsansatz, sondern vielmehr um eine Vielzahl von Argumenten. Der Schluss, mangelnde Konsumnachfrage bedinge Unterbeschäftigungssituationen, wird in verschiedenen Modellen aufgegriffen[13].

2.2. Neuere Konjunkturtheorien

Keynes Publikation in 1936 eröffnete, wie bereits eingangs angedeutet, eine neue Betrachtung der Entwicklung der Wirtschaftstätigkeit.

Anstatt eines originär stabilen Systems wurden nunmehr Ungleichgewichte, insbesondere in Form von Unterbeschäftigung, unterstellt[14]. Darauf beruhend zeigte Paul Samuelson bereits drei Jahre später, dass zyklische Entwicklungen der Nachfrage durch das Zusammenwirken des Investitionsmultiplikators (dieser Effekt beschreibt eine Zunahme des Inlandsproduktes bei steigender gesamtwirtschaftlicher Nachfrage[15] ) und des Akzelerators (beschleunigende, verstärkende Größe) entstehen können15.

Unter Einbeziehung der Ausführungen John Hicks’ aus dem Jahr 1950 entstand das sogenannte Multiplikator-Akzelerator-Modell15, das Gegenstand des Kapitels 4.1. ist.

Auf mathematischer Basis14 und weiterhin mit wesentlichem Bezug auf Gütermärkte erschienen die Modelle Kaldors (Kapitel 5.1.) und Goodwins (Kapitel 5.2.)[16].

Die Einbeziehung weiterer Märkte erfolgte z.B. durch den englischen Statistiker Alban Phillipps (Geldmarkt). Er erforschte inversive Zusammenhänge zwischen Nominallohn bzw. Inflationsrate und Arbeitslosenquote und schuf auf empirischer Basis die Phillipskurve16. Bergstrom führte später Konjunkturschwankungen auf den Arbeitsmarkt i.V.m. Produktionskosten und -bedingungen zurück[17].

In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts lebten die Stabilitätsannahmen des Sayschen Theorems erneut auf16. Monetaristen wie Milton Friedman veröffentlichten auf neoklassischer Basis Modelle, die konjunkturelle Schwankungen mit monetären Schocks verbinden[18]. Friedmans Modell von 1970 beruht auf schwankenden Nominaleinkommen unter Berufung auf die (Neo-)Quantitätstheorie18. David Laidlers Ausführungen in 1976 modifizierten dies und gingen ebenfalls auf Geldmengenänderungen zurück[19].

Als eine Art Meilenstein der Neoklassik wird schließlich die „Real-Business-Cycles-Theorie“ (RBC-Theorie) angesehen. Hiernach werden Konjunkturzyklen durch exogene reale Schocks herbeigeführt (siehe Kapitel 4.2.)[20].

Das Gegenstück der neuen keynesianischen Makroökonomie stellen hingegen die Rationierungsansätze dar[21]. Sie beruhen auf der Annahme wenig flexibler Preise bei Mengendifferenzen auf Märkten und gehen maßgeblich auf Malinvaud zurück, der diese Arbeits- und Mengenrationierungen thematisierte21. Daneben wurden schließlich z.B. irreguläre Wachstumsschwankungen in nicht-linearen Modellen von Richard Day und Realzinsveränderungen von Jean-Michel Grandmont analysiert[22].

In der neuen politischen Ökonomie hingegen bedingen Wahlzyklen Konjunkturerscheinungen[23]. Diese Erklärung konnte jedoch aufgrund ihres nur geringen empirischen Gehalts nicht ausreichend überzeugen[24].

Psychologische Komponenten fanden u.a. in der Sunspot-Theorie Beachtung. Die Auswirkungen der Erwartungsbildung der Wirtschaftssubjekte wurden in ihr untersucht[25].

Es seien ferner als ‚jüngste’ Erklärungsansätze der neuen keynesianischen Makroökonomie die Effizienzlohn- und Insider-Outsider-Theorie angeführt, während auch die Einflüsse des Bankensektors in der Theorie der Kreditrationierung inzwischen erneut untersucht werden22.

3. Das Konjunkturphänomen

3.1. Definition Konjunktur

Wie nunmehr detaillierter erläutert, stellen die bislang genannten Theorien Erklärungsversuche des gleichen Phänomens dar – der Konjunktur.

Der Begriff Konjunktur wird heute synonym für eine bestimmte gesamtwirtschaftliche Lage in einer Volkswirtschaft verwendet[26]. Gleichsam werden Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität mit ihm bezeichnet (Konjunkturschwankungen), die ggf. um einen Wachstumstrend regelmäßig nachgewiesen werden können[27].

Diese Schwankungen bezeichnen insofern zyklische Entwicklungen volkswirtschaftlicher Größen[28], deren Impulse sich auf die Verhältnisse zwischen den Aggregaten Angebot und Nachfrage, also auf Wirtschaftssektoren auswirken[29].

3.2. Konjunkturzyklen

3.2.1. Definition und Unterscheidungskriterien

Als Konjunkturzyklus wird eine stetige Abfolge spezifischer Expansions- und Kontraktionsphasen wirtschaftlicher Aktivität in wiederkehrenden Mustern bezeichnet[30]. Charakterisierende Merkmale solcher Zyklen sind neben ihren Auswirkungen auf volkswirtschaftliche Größen ein sinuskurvenähnlicher Verlauf ihrer Graphen, die Länge der Zyklen und ihre Amplitude, d.h. die Ausschlagshöhe der Wellen zu der jeweiligen Bezugsgröße[31].

Ebenso dient die Frequenz des Zykluses der Unterscheidung – sie gibt die Anzahl der Schwingungen in einer vorgegebenen Zeitspanne an[32].

Anhand ihrer Länge unterscheidet man folgende bekannte Zyklen:

- Der Kitchin-Zyklus umfasst eine Spanne von zwei bis vier Jahren und ist somit auch der kürzeste bekannte Zyklus[33].
- Clémont Juglar entdeckte Intervalle von sieben bis zwölf Jahren, die er auf Investitionstätigkeiten zurückführte. Der Juglar-Zyklus konnte in den Jahren 1787 bis 1932 zwar mehrfach, allerdings nur mit mangelnder Kontinuität nachgewiesen werden[34].
- Kuznets-Zyklen (auch wenn von Wardwell früher erforscht[35] ) weisen eine Zeitspanne von 15 bis 25 Jahren auf und wurden in den USA aufgrund plötzlich stark steigender Nachfrage und eines erhöhten Arbeitskräftepotenzials im 19. Jahrhundert beobachtet[36].
- Der längste bekannte Zyklus geht mit 40 bis 60 Jahren auf Kondratieff zurück und wird mit langen (Konjunktur-)Wellen umschrieben[37]. Der Kondratieff-Zyklus entsteht durch außergewöhnliche technologische Errungenschaften, ist jedoch umstritten. Die Nachweisbarkeit ist bislang beschränkt, obgleich Übereinstimmungen mit realen Entwicklungen bestehen[38].

Ferner ist bei den Zyklen der Verlauf der Bezugsgröße zu differenzieren, so dass sich klassische bzw. traditionelle Konjunkturzyklen um ein konstantes Niveau und Wachstumszyklen um einen Wachstumstrend unterscheiden lassen[39]. Die klassischen Zyklen führen zu absoluten Änderungen der Bezugsgröße, i.d.R. der Wirtschaftstätigkeit, während sich bei Wachstumszyklen die Schwankungen in der Wachstumsrate, z.B. der Produktionskapazitäten, niederschlagen39.

Dennoch dürfen Wachstum und Konjunktur nicht miteinander verwechselt werden. Wachstum bezeichnet den grundsätzlichen Anstieg von Produktionskapazitäten bzw. den Ausbau des Produktionspotenzials, d.h. der Wertschöpfungsmöglichkeiten[40].

3.2.2. Indikation

Unter der Indikation oder auch Konjunkturdiagnose werden Verfahren zur Ermittlung der konjunkturellen Lage verstanden, aus deren Ergebnissen u.a. Prognosen über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung abgeleitet werden können[41]. Zur genaueren Untersuchung werden insoweit verschiedene ökonomische Größen betrachtet. Diese Größen lassen sich zunächst in Einzel- und Gesamtindikatoren unterteilen[42].

Einzelindikatoren sind Zeitreihen einer ökonomischen Größe, die aufgrund spezifischer Merkmale stellvertretend für die Konjunkturlage gemessen werden können42. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird regelmäßig als ein solcher Einzelindikator betrachtet.

Es ist als Wert sämtlicher in einer Volkswirtschaft während einer Periode produzierten Güter und Dienstleistungen ohne Vorleistungen definiert[43]. Das BIP stellt somit eine weitreichende Größe dar, anhand derer Zu- oder Abnahmen sich entsprechende konjunkturelle Entwicklungen messen lassen[44]. Da klassische Zyklen in Form absoluter Wertänderungen jedoch anhand des BIP aufgrund saisonaler Schwankungen nur bedingt nachweisbar sind, ist eine vorherige Trendbereinigung oder die Betrachtung der Wachstumsraten (Wachstumszyklen) notwendig[45].

Wird die Konjunkturlage anhand der Wachstumsraten des BIP erfasst, ergeben sich etwaige Phasen aus einem beschleunigten oder verlangsamten Anstieg44.

Im Rahmen der Trendbereinigung werden vor der genaueren Untersuchung hingegen bestimmte Einflüsse gefiltert[46]. Dazu wird ein Komponentenmodell genutzt, dass sowohl den Trend der Zeitreihe, mehrjährige Zyklen, auf die Jahreszeit zurückzuführende Schwankungen wie auch sonstige Faktoren, die konjunkturelle Einflüsse entfalten können, berücksichtigt. Das Ergebnis ist von nicht „konjunkturellen Elementen“[47] bereinigt46.

Unter Bezugnahme auf diese Einzelindikatoren lassen sich Früh-, Präsenz- und Spätindikatoren unterscheiden[48]. Während Frühindikatoren auf nahende Fehlentwicklungen hindeuten, zeigen Präsenzindikatoren einen konjunkturpolitischen Handlungsbedarf an. Der damit verbundene bzw. darauf folgende Mitteleinsatz kann anhand der Spätindikatoren auf Erfolg geprüft werden[49].

Typischer Frühindikator ist die Anzahl der Auftragseingänge in einer Volkswirtschaft, während u.a. der Auslastungsgrad der Produktionskapazitäten als Präsenz- und die Arbeitslosenquote als Spätindikator genutzt werden49.

Unter Gesamtindikatoren werden Aggregate von Einzelindikatoren verstanden, die einer Bündelung der Informationsvielfalt dienen[50]. Einen Versuch stellt der Gesamtindikator des Sachverständigenrates der Bundesrepublik Deutschland dar:

In den Siebzigern wurde ein Indikator aus zwölf Größen gebildet. Zu diesen gehörten unter anderem die Anzahl der Auftragseingänge, die industrielle Nettoproduktionen sowie das vorhandene Geldvolumen[51]. Neben einem Normwert wurde die Entwicklung anhand von zwei Toleranz- und zwei Gefahrenbereichen beobachtet. Fehlentwicklungen sollten bei dem Eintritt in die Gefahrenzone kurzfristig angezeigt werden51.

Das amerikanische Pendant des National Bureau of Economic Research basiert hingegen auf zwei Größen – auf einer Referenzreihe und einem Diffusionsindex[52].

Der Referenzzyklus repräsentiert die allgemeine Entwicklung, bzw. soll den wellenförmigen Konjunkturverlauf möglichst exakt abbilden (Wendepunktbestimmung). Er wird dazu aus einer Vielzahl von Einzelreihen, insgesamt ca. 600-700 Stück, generiert[53]. Anhand dieses Zykluses werden relevante Zeitreihen als vor-, gleich- und nachlaufend typisiert, sowie ihr trendmäßiger Verlauf anhand von Mittelwerten der festgestellten Zyklen dargestellt53. Dadurch wird eine Normierung erzielt, die der jeweiligen Einzelreihe charakteristische Tendenzen während gesamtkonjunktureller Entwicklungen verleiht[54]. Die voraus-, gleich- und nachlaufenden Reihen entsprechen im Übrigen den zuvor genannten Früh-, Präsenz- und Spätindikatoren54.

Der Diffusionsindex ist hingegen selbst eine vorauslaufende Reihe54 und gibt den prozentualen Anteil der steigenden Zeitreihen wieder[55]. Er zeigt somit tendenziell die Konjunkturentwicklung an und kann Hinweise zur Amplitudenstärke geben[56].

3.2.3. Das Vier-Phasen-Schema

3.2.3.1. Schematisierung, Darstellung und Phasenabgrenzung

Wie bereits angeführt, wird auf Basis der Indikation versucht, die wirtschaftliche Lage in einer Volkswirtschaft zu ermitteln. D.h. anhand der Indikation wird der Konjunkturverlauf auf die jeweils vorherrschende Konjunkturphase geprüft.

Die Einteilung des Zykluses in Phasen kann anhand verschiedener Schemata erfolgen. Üblich sind ein zwei- und ein vierphasiges Schema[57].

Das Zwei-Phasen-Schema ist auf einen Auf- und einen Abschwung begrenzt, während das Vierphasige ferner die Hochkonjunktur und die Rezession (Krise) unterscheidet[58].

Die Einteilung kann nach verschiedenen Kriterien erfolgen. Möglich ist eine Betrachtung des Konjunkturzykluses anhand der Extremwerte der jeweiligen Kurve, sowie anhand ihrer Überschneidungen mit einem Trend[59].

Abbildung 1 zeigt einen Wachstumszyklus aus zwei Perspektiven: In dem oberen Teilabschnitt wird die Entwicklung des BIP in absoluten Werten anhand linearer logarithmischer Trendgeraden sowie in dem unteren Abschnitt in Bezug auf Wachstumsraten dargestellt59. Die Trendgeraden zeigen den Entwicklungspfad des BIP in einer Vollbeschäftigungssituation bzw. der vollständigen Auslastung der Produktionsfaktoren[60].

In Bezug auf die Extremwerte erstreckt sich die Hochkonjunkturphase über die Abschnitte 2 bis 4, während auf Basis der Wachstumsrate (w) die Abschnitte 1 bis 3 zu beachten sind[61].

Auf vierphasiger Basis lässt sich gleichzeitig der untere Zyklus kleinteiliger abgrenzen, so dass die Hochkonjunktur zwischen den Punkten 1 und 2, der Abschwung zwischen den Punkten 2 und 3, die Rezession zwischen den Punkten 3 und 4 sowie der Aufschwung in dem Bereich von 4 bis 5 liegen[62].

Die vierphasige Einteilung ist in idealisierter Form nochmals Abbildung 2 zu entnehmen. Sie zeigt einen idealisierten Konjunkturzyklus anhand der Änderungen der Produktionskapazitäten um eine Trendgerade[63].

In dem Abschwung und der Krise wird eine deutliche negative Abweichung der tatsächlichen Produktion (output) von dem (mittleren) Trend ersichtlich. Diese Bereiche werden als Produktions-/Outputlücke bezeichnet und messen die Differenz zwischen tatsächlicher Ausbringungsmenge und des Vollbeschäftigungsoutputs[64].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Schematischer Konjunkturverlauf,

Quelle: Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 3.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Idealtypischer Konjunkturzyklus,

Quelle: Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 468.

In Abbildung 2 entspricht Bereich I der (beginnenden) Hochkonjunktur, II dem Abschwung, III der Rezession und IV dem Aufschwung[65].

3.2.3.2. Charakteristika der Konjunkturphasen

Trotz abweichender Abgrenzung können die vorgenannten Phasen anhand spezifischer Merkmale näher beschrieben und bestimmt werden:

Die Hochkonjunktur (alternativ: Boom) ist durch steigende Produktionsengpässe gekennzeichnet[66]. Diese Engpässe äußern sich in einem hohen Beschäftigungsstand der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital wie auch in starker bis massiver Inflation (Preissteigerung), bis die Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes stagniert66. Gegen Ende des Booms lösen verzögert einsetzende Lohnerhöhungen bei bereits sinkender Produktivität und Liquiditätsengpässe den Abschwung aus[67].

In der Abschwung-Phase (auch: Kontraktion) weist das BIP zunehmend ein negatives Wachstum auf. Die Aggregate Angebot und Nachfrage entwickeln sich rückläufig, wodurch die Investitionstätigkeit abnimmt und die Arbeitslosenquote zu steigen beginnt66. Dieser Prozess wird durch Deflationstendenzen und erste Unternehmenszusammenbrüche allmählich verstärkt67.

Die Kontraktion endet schließlich in der Rezession. Diese Phase ist durch eine hohe Arbeitslosenquote und einen Tiefstand der Produktionstätigkeit gekennzeichnet66. Gleichsam weisen niedrige Lagerbestände und eine hohe Bankenliquidität auf diesen Zustand hin67.

Der ebenso geläufige Begriff Depression trifft indes nicht mehr zu, da der (hier) unterstellte Wachstumszyklus ein dennoch höheres Produktionsniveau als in dem vorherigen Zyklus bedingt[68] (vgl. dazu auch Abbildung 1).

Mit dem Ende des Krisenzustands beginnt schließlich der Aufschwung bzw. die Expansion: Bei zunächst steigender Auslastung der gegebenen Produktionskapazitäten beginnt die Arbeitslosenquote zu fallen und das BIP zunächst in geringem Maße zu steigen66. Bei positiven Wachstumsraten mündet diese Phase schließlich erneut in einer Boom-Situation.

Jeder Konjunkturzyklus umfasst die Zeitspanne, bis alle vier Stadien einmal durchlaufen sind[69]. Die möglichen Wirkungszusammenhänge sollen nachfolgend anhand vier verschiedener Theoriemodelle skizziert werden.

[...]


[1] Vgl. Naggl, W., Konjunktur (1999), S. 73; Assenmacher, W., Konjunkturtheorie (1998), S. 4.

[2] Siehe Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1998), S.28f..

[3] Siehe Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 25ff.; Assenmacher, W., Konjunkturtheorie (1998), S. 55ff.; Blümle, G. und Patzig, W., Grundzüge der Makroökonomie (1993), S. 502f..

[4] Vgl. Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S.469; Klatt, S., Einführung in die Makroökonomie (1995), S. 15.

[5] Nach Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 26; Klatt, S., Einführung in die Makroökonomie (1995). S. 15.

[6] Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 3.

[7] Vgl. Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 3.

[8] Siehe Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 28; Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1994), S. 4; Blümle, G. und Patzig, W., Grundzüge der Makroökonomie (1993), S. 505f.

[9] Siehe Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 4; Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 471.

[10] Vgl. Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 28f..

[11] Siehe Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 470f..

[12] Vgl. Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 6.; Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 472f.; Blümle, G. und Patzig, W., Grundzüge der Makroökonomie (1993), S. 508.

[13] Vgl. Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 7; Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 30.

[14] Siehe Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 32.

[15] Siehe Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 473; Blümle, G. und Patzig, W., Grundzüge der Makroökonomie (1993), S. 471f..

[16] Vgl. Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 33; Klatt, S., Einführung in die Makroökonomie (1995), S. 20.

[17] Vgl. Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 17f..

[18] Siehe Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 20f.; Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 84.

[19] Vgl. Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 21.

[20] Siehe Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 36f.,Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 23f..

[21] Siehe Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 25ff..

[22] Siehe Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 36f.

[23] Vgl. Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S.

[24] Vgl. Blümle, G. und Patzig, W., Grundzüge der Makroökonomie (1993), S. 509.

[25] Nach Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 98f..

[26] Vgl. Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 1; Blümle, G. und Patzig, W., Grundzüge der Makroökonomie (1993), S. 488.

[27] Siehe Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 464 sowie Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 1.

[28] Siehe Naggl, W., Konjunktur (1999), S. 49; Klatt, S., Einführung in die Makroökonomie (1995), S. 259.

[29] Vgl. Glastetter, W., Konjunkturpolitik (1987), S. 29.

[30] Siehe Naggl, W., Konjunktur (1999), S. 49f. und Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 2f.; Dornbusch, R. u.a., Makroökonomik (2003). S. 17.

[31] Nach Assenmacher, W., Konjunkturtheorie (1998), S. 12ff.; Naggl, W., Konjunktur (1999), S. 50f., Engelkamp, P. und Sell, F., Einführung in die Volkswirtschaftslehre (2005), S. 222.

[32] Vgl. Assenmacher, W., Konjunkturtheorie (1998), S. 15.

[33] Vgl. Naggl, W., Konjunktur (1999), S. 50; Assenmacher, W., Konjunkturtheorie (1998), S. 18; Blümle, G., Patzig, W., Grundzüge der Makroökonomie (1993), S. 491.

[34] Siehe Assenmacher, W., Konjunkturtheorie, S. 18.

[35] Siehe Metz, R., Trend, Zyklus und Zufall (2002), S. 49.

[36] Vgl. Naggl, W., Konjunktur (1999), S. 52.

[37] Siehe Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 468f; Metz, R., Trend, Zyklus und Zufall (2002), S.39.

[38] Vgl. Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 4; Naggl, W., Konjunktur (1999), S. 52f.; Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 468; Metz, R., Trend, Zyklus und Zufall (2002), S. 39f..

[39] Nach Tichy, G., Konjunktur (1994), S. 62; Naggl, W., Konjunktur (1999), S. 55.

[40] Vgl. Glastetter, W., Konjunktur- und Wachstumspolitik (1993), S. 11.

[41] Vgl. Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 1ff. und Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 78f..

[42] Siehe Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 1ff..

[43] Siehe Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 260.

[44] Vgl. Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 2.

[45] Vgl. Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 6ff. und Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 2.

[46] Siehe Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 6ff..

[47] Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 7.

[48] Vgl. Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 465.

[49] Siehe Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 78f..

[50] Vgl. Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 8.

[51] Siehe Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 8ff. und Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 11, sowie Teichmann, U., Grundriß der Konjunkturpolitik (1997), S. 88; Blümle, G. und Patzig, W., Grundzüge der Makroökonomie (1993), S. 496.

[52] Siehe Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 11.

[53] Vgl. Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 11ff. und Assenmacher, W., Konjunkturtheorie (1998), S. 20ff.; Tichy, G., Konjunktur (1994), S. 13f.; Blümle, G. und Patzig, W., Grundzüge der Makroökonomie (1993), S. 495f..

[54] Vgl. Assenmacher, W., Konjunkturtheorie (1998), S. 22f..

[55] Nach Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 14.

[56] Vgl. Tichy, G., Konjunktur (1994), S. 13.

[57] Vgl. Assenmacher, W., Konjunkturtheorie (1998), S. 10.

[58] Vgl. Assenmacher, W., Konjunkturtheorie (1998), S. 10; Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 468; Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 2f..

[59] Siehe Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 2.

[60] Nach Dornbusch, R., Fischer, S. und Startz, R., Makroökonomik (2003), S. 17.

[61] Vgl. Heubes, J., Konjunktur und Wachstum (1991), S. 2f..

[62] Vgl. Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 468f.; Kromphardt, J., Wachstum und Konjunktur (1993), S. 12.

[63] Siehe Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 468.

[64] Nach Dornbusch, R., Fischer, S. und Startz, r., Makroökonomik (2003), S. 18f..

[65] Siehe Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 468.

[66] Siehe Engelkamp, P. und Sell, F., Einführung in die Volkswirtschaftslehre (2005), S. 222f.; Assenmacher, W., Konjunkturtheorie (1998), 10f..

[67] Siehe Blümle, G. und Patzig, W., Grundzüge der Makroökonomie (1993), S. 498.

[68] Vgl. Cezanne, W., Allgemeine Volkswirtschaftslehre (2005), S. 468.

[69] Siehe Maußner, A., Konjunkturtheorie (1994), S. 3.

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten

Details

Titel
Ausgewählte Konjunkturtheorien von der Klassik bis zum Postkeynesianismus
Hochschule
Leibniz Akademie Hannover - Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hannover
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
44
Katalognummer
V171402
ISBN (eBook)
9783640907861
ISBN (Buch)
9783640907762
Dateigröße
946 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konjunktur, Konjunkturtheorie, Konjunkturverlauf, Klassik, Neoklassik, Keynesianismus, Postkeynesianismus, Räuber-Beute-Modelle, Verteilungskampfmodelle, Real-Business-Cycles, Multiplikator-Akzelerator-Modell, Kaldor, Samuelson, Hicks, Goodwin
Arbeit zitieren
Stefan Rodemann (Autor), 2011, Ausgewählte Konjunkturtheorien von der Klassik bis zum Postkeynesianismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171402

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