Diese Examensarbeit/Facharbeit wurde als zweitbeste Arbeit des Jahrgangs gewertet. Sie beschreibt ausführlich den Hermeneutischen Zirkel und dessen Bedeutung für die praktische Arbeit in der Heilpädagogik.
Nach der Einleitung wird der Suchprozess zu einer passgenauen Hilfe grob und prozessorientiert beschrieben. Dazu wird der „Hermeneutische Zirkel“ erklärt, um die heilpädagogische Diagnostik damit aufzuzeigen. Dann folgt eine kurze Vorstellung der Rahmenbedingungen sowie eine ausführlichere Vorstellung der Klienten. Diese Vorstellung ist eine reine Beschreibung der Gegebenheiten, eine Datensammlung zur zehnten Einheit, also zu dem Zeitpunkt in der Gruppenhilfe, an dem mit der Arbeit zur Selbstkonzeptentwicklung begonnen wurde. Danach werden einige Theorien zum Selbstkonzept aufgezeigt sowie Entwicklung, Einflüsse, Aufbau, Aufgaben und Elemente des Selbstkonzepts bis zur mittleren Kindheit dargelegt. In den darauffolgenden Punkten wird dann in einer integrierten Verarbeitung dargestellt, durch welche bestimmten Verhaltensweisen oder Selbstaussagen der Gruppenteilnehmer Rückschlüsse auf deren Selbstkonzept gezogen werden konnten. Anschließend werden der hypothetische Bedarf und die Ziele vorgestellt. Hiernach wird erläutert, welche Methoden angewandt wurden. Dabei werden innerhalb der wichtigsten Methoden prozessorientiert die heilpädagogischen Interventionen zum Selbstkonzept der Kinder aufgezeigt. Hier hilft erneut der „Hermeneutische Zirkel“, denn dieser kann ebenso auf die einzelnen kleinen Elemente in den Gruppenhilfestunden oder auch für den Reflexionsprozess von Stunde zu Stunde angewandt werden, nicht nur auf den Gesamtprozess.
Schließlich werden in der Schlussbetrachtung ausgewählte Aspekte der Gruppenhilfe reflektiert, der Erkenntnisgewinn dargestellt und ein Resümee zur heilpädagogischen Gruppenhilfe gezogen.
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- Annette Wittrock (Author), 2013, Wer bin ich? Was kann ich? Wie fühle ich?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1714460