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Globalisierung der Wirtschaft

Title: Globalisierung der Wirtschaft

Seminar Paper , 2002 , 31 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jasmin Eglinski (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

Globalisierung ist in der heutigen Zeit ein Themenbereich, der in aller Munde und in jeder Tageszeitung präsent ist. Die öffentliche Diskussion wird dabei oftmals beherrscht von den Sorgen und Ängsten der Menschen, weil viele befürchten, dass aufgrund des verschärften Wettbewerbs unweigerlich mehr Arbeitsplätze verloren gehen, als neue entstehen würden, die Einkommensungleichheiten innerhalb der Bevölkerung zunähmen, und die sozialen Sicherheitssysteme erodierten.

Gleichzeitig betonen viele Politiker, der Staat könne durch eine Abschottung nach außen den Anpassungsdruck mildern oder ganz beseitigen. Die Nachteile, die durch eine solche protektionistische Politik entstehen könnten, werden oftmals nicht betrachtet oder verschwiegen.

Unter Globalisierung versteht man, dass die Länder in der Welt wirtschaftlich zusammenarbeiten, die Verflechtung der Märkte enger wird und die Mobilität der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital über nationale Grenzen hinweg zunimmt. Der Begriff der Globalisierung ist ein Modebegriff unserer Zeit, dessen Kerngedanke jedoch nicht neu ist. Globalisierung gab es schon, bevor der Begriff überhaupt erfunden wurde. Die Globalisierung wurde über die Jahrhunderte vollzogen, denn ein Blick in die Historie zeigt, dass Außenhandel auch schon in der Vergangenheit betrieben wurde.

Im vergangenen Jahrhundert, als der heutige Weltkonzern Siemens gegründet wurde, entstanden auch sofort Niederlassungen in Rußland, England und Österreich. Noch waren dies keine Produktionsstandorte, aber sie dienten bereits dem besseren Austausch der Waren. Unternehmen haben immer schon Rohstoffquellen und neue Märkte außerhalb ihres heimischen Standorts erschlossen. Wenn die Unterschiede der Lohnkosten hoch genug waren und die Transportkosten sanken, hat dies auch früher schon zu einer Verlagerung von Industrieproduktion in die Länder der Dritten Welt geführt.

Folglich könnte die Globalisierung als zunehmende weltweite Vernetzung ökonomischer Aktivitäten bezeichnet werden, deren Wurzeln und Anfänge schon in der Zeit liegen, als das Phänomen „Globalisierung“ noch gar nicht als solches bezeichnet und definiert wurde. Neu an der Globalisierung ist aber, dass das Ausmaß in den letzten Jahren und zur Zeit drastisch erhöht wurde und der Wettbewerb auf der internationalen Ebene verschärft wurde, wozu die Handelsabkommen und damit verbunden die Öffnung der Grenzen enorm beigetragen haben.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. URSACHEN DER GLOBALISIERUNG

3. FOLGEN UND WIRKUNGEN DER GLOBALISIERUNG

3.1. Allgemeine Folgen für die Weltwirtschaft

3.2. Wirkungen der Globalisierung

4. DIE VORTEILHAFTIGKEIT DES AUßENHANDELS

5.1. Die Entwicklung des internationalen Wettbewerbs

5.2. Die Entwicklung der globalen Kapitalströme

5.3. Die Entwicklung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung und die Entstehung eines globalen Arbeitsmarktes

5.4. Die Folgen für das Individuum

6. RISIKEN DER GLOBALISIERUNG

6.1. Der Sozialabbau und die Steigung der Arbeitslosigkeit

6.2. Der Steuerwettlauf

6.3. Der Demokratieverlust

6.4. Der Raubbau an der Umwelt: "Ökodumping"

6.5. Zunahme der organisierten Kriminalität

7. CHANCEN DER GLOBALISIERUNG

7.1. Allgemeine Chancen

7.2. Die Disziplinierung der politischen Seite

7.3. Die Globalisierung als Chance für den deutschen Arbeitsmarkt

7.3.1 Anforderungen an den Arbeitsmarkt im globalisierten Zeitalter

7.3.2. Überprüfung der deutschen Arbeitsmarktordnung

7.3.3. Konsequenzen für den deutschen Arbeitsmarkt

8. ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert das vielschichtige Phänomen der Globalisierung und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie insbesondere auf den deutschen Arbeitsmarkt. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie sich durch internationalen Wettbewerb, Kapitalmobilität und technologischen Fortschritt die Rahmenbedingungen für Wirtschaftsstandorte verändern und welche Reformbedarfe sich daraus für die nationale Arbeitsmarktordnung ergeben.

  • Ursachen und historische Einordnung der Globalisierung
  • Ökonomische Folgen und Risiken, wie z.B. Sozialabbau und Demokratieverlust
  • Theoretische Begründung der Vorteilhaftigkeit des Außenhandels (Ricardo)
  • Notwendigkeit von Strukturreformen und Flexibilisierung im deutschen Arbeitsmarkt
  • Die Rolle multinationaler Konzerne und globaler Kapitalströme

Auszug aus dem Buch

3.2. Wirkungen der Globalisierung

Die Öffnung der Märkte sorgt für die Entstehung von global operierenden Unternehmen, welche Außenhandel betreiben. Die Wirkungen dieses freien Außenhandels seien an einem Beispiel erklärt: In diesem Beispiel wird der Käsemarkt in Deutschland und Holland vor der Globalisierung beschrieben. Die Güter stehen in direkter Konkurrenz zueinander, da der Käse die gleiche Qualität besitzt, in Holland aber preiswerter ist, kaufen Deutsche ihn in Holland ein. Demnach steigt der Preis in Holland an und sinkt in Deutschland, woraus ein Angebotsüberhang in Holland und ein Nachfrageüberhang in Deutschland resultieren. Dadurch werden in Deutschland die Kapazitäten nicht voll ausgelastet, worauf die Deutschen demonstrieren und Zölle einführen. Dadurch wird die Einfuhr von Käse nach Deutschland teurer und der Preis steigt wieder etwas an.

Im Zuge der Globalisierung werden jedoch jegliche Zölle abgebaut, d. h. der Preis in Deutschland sinkt wieder auf den Preis, der vor der Zolleinführung existierte.

Daraus resultiert ein Importüberschuss. Um diesen kompensieren zu können, müssen die Deutschen auch Exportprodukte haben. Gleichzeitig werden die Deutschen versuchen, die Qualität ihres Käses zu verbessern. Aus dem nun herrschendem Freihandel werden die Deutschen profitieren, wenn sie die freiwerdenden Arbeitskräfte in anderen Branchen einsetzen können. Gelingt ihnen das nicht, führt dies zwangsläufig zu höherer Arbeitslosigkeit. Der Freihandel verstärkt den Handel in Westeuropa. Da nur geringe Transportkosten entstehen, werden Export und Import mit den Nachbarländern angekurbelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Definiert die Globalisierung als fortschreitende weltweite Vernetzung und beleuchtet die öffentliche Ambivalenz zwischen Ängsten vor Arbeitsplatzverlusten und dem historischen Streben nach neuen Märkten.

2. URSACHEN DER GLOBALISIERUNG: Identifiziert technische Aspekte, den Abbau von Handelshemmnissen durch Institutionen wie GATT/WTO sowie den Fortschritt in der Informations- und Kommunikationstechnologie als zentrale Treiber.

3. FOLGEN UND WIRKUNGEN DER GLOBALISIERUNG: Beschreibt die Transformation der Weltwirtschaft in eine Phase, in der Unternehmen ihre Standorte nach Kosteneffizienz wählen, und illustriert die Wirkmechanismen des freien Handels anhand des Beispiels internationaler Märkte.

4. DIE VORTEILHAFTIGKEIT DES AUßENHANDELS: Erläutert mithilfe des Ricardo-Modells den komparativen Kostenvorteil und die ökonomische Logik, warum internationaler Handel trotz Strukturwandel langfristig vorteilhaft ist.

5. DIE ENTWICKLUNG DES INTERNATIONALEN WETTBEWERBS UND GLOBALEN KAPITALSTRÖME: Analysiert den Einfluss transnationaler Konzerne als Systemführer, die globale Geldökonomie und die Entstehung eines globalen Arbeitsmarktes.

6. RISIKEN DER GLOBALISIERUNG: Diskutiert negative Begleiterscheinungen wie Sozialabbau, Steuerwettbewerb, Demokratieverlust, ökologische Belastungen durch Ökodumping sowie die Zunahme grenzüberschreitender Kriminalität.

7. CHANCEN DER GLOBALISIERUNG: Plädiert für die aktive Nutzung der Globalisierungschancen durch Deutschland, insbesondere durch eine radikale Flexibilisierung und Reform der bestehenden Arbeitsmarktordnung.

8. ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG: Betont die Unaufhaltbarkeit des Globalisierungsprozesses und fordert eine Abkehr von protektionistischen Defensivstrategien hin zu einer wettbewerbsfähigen Ausrichtung.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Weltwirtschaft, Außenhandel, Standortwettbewerb, Kapitalströme, Arbeitsmarkt, Sozialabbau, Freihandel, Arbeitsmarktordnung, Rationalisierung, Deregulierung, Strukturwandel, Wettbewerbsfähigkeit, Multinationale Konzerne, Beschäftigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Globalisierung und analysiert, wie der internationale Wettbewerb, Kapitalbewegungen und die Marktverflechtung die Weltwirtschaft und insbesondere die deutsche Arbeitsmarktpolitik prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen der globalen wirtschaftlichen Vernetzung, den damit verbundenen Risiken für Sozial- und Umweltstandards sowie der theoretischen Rechtfertigung des Freihandels.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Globalisierung unaufhaltbar ist und Deutschland durch eine Anpassung und Reform der Arbeitsmarktordnung die Chancen des globalen Wettbewerbs nutzen sollte, anstatt sich protektionistisch abzuschotten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse, unterfüttert mit ökonomischen Modellen (z. B. Ricardo) sowie statistischen Vergleichen und Fallbeispielen zur aktuellen Entwicklung der Weltwirtschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse, eine detaillierte Erörterung der globalen Wirkungsmechanismen, eine Analyse der Chancen und Risiken sowie eine spezifische Prüfung der deutschen Arbeitsmarktordnung hinsichtlich ihrer Konkurrenzfähigkeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Globalisierung, Standortwettbewerb, Arbeitsmarktordnung, komparative Kostenvorteile, Rationalisierung und Strukturwandel.

Wie beeinflussen transnationale Konzerne den Wettbewerb laut der Arbeit?

Sie fungieren als "Systemführer", die Produktion und Kapital weltweit dorthin verlagern, wo geringste Kosten und höchste Effizienz herrschen, wodurch sie den Wettbewerbsdruck auf Nationalstaaten massiv erhöhen.

Warum sieht die Autorin die deutsche Arbeitsmarktordnung als reformbedürftig an?

Sie argumentiert, dass starre institutionelle Vorgaben, hoher Kündigungsschutz und zentralisierte Lohnverhandlungen die Flexibilität hemmen und in einer dynamischen Weltwirtschaft zu negativen Beschäftigungseffekten führen.

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Details

Title
Globalisierung der Wirtschaft
College
Bochum University of Applied Sciences  (BWL)
Course
Struktur- und Entwicklungspolitik
Grade
2,3
Author
Jasmin Eglinski (Author)
Publication Year
2002
Pages
31
Catalog Number
V17147
ISBN (eBook)
9783638217866
ISBN (Book)
9783638684057
Language
German
Tags
Globalisierung Wirtschaft Struktur- Entwicklungspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Eglinski (Author), 2002, Globalisierung der Wirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17147
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