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Das Wunderbare in Tiecks "Der Blonde Eckbert"

Title: Das Wunderbare in Tiecks "Der Blonde Eckbert"

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katrin Bogner (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Im Rahmen dieser Hausarbeit soll die Frage geklärt werden, inwieweit Tieck die wunderbaren Elemente Shakespeares in seinem Märchen „Der Blonde Eckbert“ übernommen hat. Es wird eine synchrone Betrachtungsweise des Begriffes sowie seiner Ausgestaltung anhand des Shakespeare-Aufsatzes angestrebt.

Der Schriftsteller Ludwig Tieck verfasste im Jahre 1796 sein Werk „Der Blonde Eckbert“, in welchem Tieck „alle Märchenmotive, die im Verlaufe der Phantasuserzählungen ihre Auswertung und Aufwertung erfahren, vordeutend vorwegnimmt“, eröffnet den Beginn seiner novellistischen Märchenproduktion.

Das Werk hat von allen Phantasus-Märchen den größten Rezeptionserfolg und unterliegt einer Vielzahl von Deutungsversuchen, welche aufgrund der Unstimmigkeiten motivischer, gattungstechnischer und literarmoralischer Art dieses Phantasusmärchens sowie seiner „dargestellten, katastrophalen Verschränkung von Traum und Bewußtsein, Bericht und Märchen“ ihren sinngebenden Charakter einbüßen müssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff des Wunderbaren

2.1 Der Begriff des Wunderbaren in Tiecks Aufsatz „Über Shakespeares Behandlung des Wunderbaren“

3. Wunderbare Elemente in „Der Blonde Eckbert“

3.1 Wunderbare Elemente bei Bertha

3.2 Wunderbare Elemente beim Eckbert

4. Der Transfer wunderbarer Elemente Shakespeares in den „Blonden Eckbert“

4.1 Wunderbare Elemente der Komödie

4.2 Wunderbare Elemente der Tragödie

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Adaption wunderbarer Elemente aus William Shakespeares Werk in Ludwig Tiecks Märchen „Der Blonde Eckbert“. Ziel ist es, mittels einer synchronen Betrachtungsweise des Shakespeare-Aufsatzes von Tieck aufzuzeigen, wie dieser die Konzepte des Wunderbaren – insbesondere die Unterscheidung zwischen komödiantischen und tragischen Elementen – in seiner eigenen novellistischen Märchenproduktion verarbeitet und weiterentwickelt.

  • Analyse des Begriffs des Wunderbaren bei Ludwig Tieck
  • Untersuchung wunderbarer Motive bei den Protagonisten Bertha und Eckbert
  • Transfer der Shakespeare'schen Kategorien des Wunderbaren auf Tiecks Märchen
  • Gegenüberstellung von komödiantischen und tragischen Wunder-Elementen

Auszug aus dem Buch

3.2 Wunderbare Elemente beim Eckbert

Ebenso wie bei Bertha die Träumereien trägt auch Eckbert Züge an sich, die ihn von der Gesellschaft entfremden und in besonderer Weise empfänglich für das Wunderbare machen: „wenn er allein war bemerkte man an ihm eine gewisse Verschlossenheit, eine stille zurückhaltende Melancholie.“32

An dem Punkt, als Berthas Begegnung mit dem Wunderbaren durch ihren Tod endet, beginnt Eckberts Eintritt in die wunderbare Welt. Allerdings ist ihm hierbei keine Handlungsfreiheit gegeben. Eckbert hatte - im Gegensatz zu Bertha – niemals die Wahl zwischen wunderbarer und wirklicher Welt. Das Wunderbare suchte ihn aufgrund der Vergangenheit und der unüberlegten Handlungen seiner Frau Bertha heim.

Die erste Berührung mit dem Wunderbaren erfährt er durch Walther, der als guter Freund in sein Leben tritt. Dass es sich bei dieser Figur bereits um die Alte handelt und Eckbert damit mit dem Wunderbaren konfrontiert wird, erfährt der Rezipient erst später. Diesen ermordet er aus Misstrauen und lässt somit das Ende des Wunderbaren erachten. Der Leser mutmaßt hierbei das Ende der Geschichte. Eckbert zieht sich zurück und „lebte nun eine lange Zeit in der größten Einsamkeit [...]. Um sich zu zerstreuen, begab er sich zuweilen nach der nächsten größeren Stadt, wo er Gesellschaften und Feste besuchte.“33

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Märchen „Der Blonde Eckbert“ in seinen historischen Kontext und umreißt die Fragestellung nach dem Einfluss von Shakespeares Behandlung des Wunderbaren auf Tiecks Werk.

2. Der Begriff des Wunderbaren: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund des Wunderbaren bei Tieck und analysiert dessen zentrale Bedeutung im Aufsatz über Shakespeare.

3. Wunderbare Elemente in „Der Blonde Eckbert“: Hier werden die spezifischen Ausprägungen des Wunderbaren in den Lebensgeschichten von Bertha und Eckbert detailliert untersucht.

4. Der Transfer wunderbarer Elemente Shakespeares in den „Blonden Eckbert“: Das Kapitel vergleicht die im Shakespeare-Aufsatz definierten komödiantischen und tragischen Elemente mit ihrer konkreten Anwendung im Märchen.

5. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und konstatiert eine deutliche Tendenz zur tragischen Variante des Wunderbaren in Tiecks Erzählung.

Schlüsselwörter

Ludwig Tieck, Der Blonde Eckbert, Wunderbares, Shakespeare, Märchen, Phantasus, Romantik, Komödie, Tragödie, Literaturanalyse, Dichtung, Erzähltheorie, Schauerroman, literarische Adaption, Geisterwelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die literarischen Einflüsse von William Shakespeare auf das Märchen „Der Blonde Eckbert“ von Ludwig Tieck, wobei ein besonderer Fokus auf dem theoretischen Konzept des „Wunderbaren“ liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Definition des Wunderbaren, die Analyse der fantastischen Elemente bei den Protagonisten Bertha und Eckbert sowie der Transfer von Shakespeares Gattungskonzepten in die deutsche Romantik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, inwieweit Tieck die wunderbaren Elemente Shakespeares in seinem Märchen „Der Blonde Eckbert“ übernommen und in eine eigene, erzählerische Form integriert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine synchrone Betrachtungsweise des Shakespeare-Aufsatzes von Tieck und wendet diese theoretischen Erkenntnisse auf das Textverständnis des „Blonden Eckbert“ an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung des Begriffs, die Analyse der wunderbaren Erfahrungen Berthas und Eckberts sowie den direkten Vergleich mit den Mustern von Komödie und Tragödie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie „Wunderbares“, „Romantik“, „Shakespeare-Rezeption“ und „literarische Adaption“ charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst das Inzestmotiv das Ende der Geschichte?

Das Inzestmotiv verstärkt laut der Analyse die dramatische Wirkung des Märchens und dient als dramatischer Wendepunkt, der den finalen Zusammenbruch von Eckberts Bewusstsein einleitet.

Warum wird das Wunderbare im „Blonden Eckbert“ als tragisch eingestuft?

Aufgrund der im Vergleich zur Komödie fehlenden Milderung der Affekte und der dämonischen Negativität, die sich im Werk entfaltet, ordnet der Autor das Wunderbare in Tiecks Märchen eher der Tragödie zu.

Welche Rolle spielt die Natur bei der Einleitung des Wunderbaren?

Die Natur dient als Vorbereitung auf das Übernatürliche; besonders durch die Beschreibung des Gebirges als „Angstlandschaft“ wird der Leser auf die Begegnungen mit dem Wunderbaren eingestimmt.

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Details

Title
Das Wunderbare in Tiecks "Der Blonde Eckbert"
College
University of Regensburg
Grade
1,3
Author
Katrin Bogner (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V171491
ISBN (eBook)
9783668171190
ISBN (Book)
9783668171206
Language
German
Tags
wunderbare tiecks blonde eckbert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Bogner (Author), 2008, Das Wunderbare in Tiecks "Der Blonde Eckbert", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171491
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