Bilder allein haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nicht nur Meinungen beeinflusst, Weltbilder geprägt und die Kultur geformt, sondern auch eine nicht unerhebliche Bedeutung in der medialen Kommunikation politischer Akteure und Parteien entwickelt. Diese mediale Kommunikation spielt sich gerade in Zeiten der Digitalisierung mehr und mehr in sozialen Medien ab, weshalb diese Arbeit sich mit eben jenen beschäftigt. Exemplarisch wird sich mit der Instrumentalisierung der Geschichte in Form historischer Bezüge auf Instagram beschäftigt. Neben dem Untersuchungsraum der Social-Media-Plattform wird auch die zu untersuchende Gruppe deutlicher eingegrenzt und auf rechte (Partei-)Politik beschränkt. Mit Blick auf die umfassenden und polarisierenden gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart wird sich diese Arbeit gezielt mit dem Online-Auftritt der Alternative für Deutschland (AfD) als relevanteste rechte Partei in der gegenwärtigen politischen Landschaft Deutschlands befassen.
Zusätzlich zu den Landesverbänden sowie dem Bundesverband werden bei dieser Untersuchung einige prominente Einzelpersonen einbezogen, die auch innerhalb der Partei nicht immer unumstritten sind, bei denen jedoch aufgrund ihrer Position in der Partei davon ausgegangen werden kann, dass sie die Parteilinie ausreichend gut repräsentieren, um als Teil des „Kommunikationsraumes AfD“ untersucht zu werden. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeit wird die Instrumentalisierung bestimmter historischer Epochen zur Selbstdarstellung der AfD sein, wobei der Fokus stärker auf dem liegt, was als historischer Referenzrahmen genutzt wird, als auf den tatsächlichen Auswirkungen.
- Arbeit zitieren
- Anna Reißberg (Autor:in), 2025, Geschichte als Instrument politischer Parteien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1716121