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Die Grenzen der Schubhaft im Lichte der höchstgerichtlichen Rechtsprechung in Österreich

Hausarbeit für das Seminar "Flüchtlings- und Asylrecht"

Titel: Die Grenzen der Schubhaft im Lichte der höchstgerichtlichen Rechtsprechung in Österreich

Hausarbeit , 2009 , 17 Seiten , Note: 2

Autor:in: Anton Mortier (Autor:in)

Jura - Öffentliches Recht / Staatsrecht / Grundrechte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der Arbeit ist es, die Möglichkeiten der Schubhaftverhängung in Österreich darzustellen und dabei die von der Rechtsprechung gesetzten Grenzen aufzuzeigen. Gerade auf den asylrechtlichen Bereich soll dabei ein besonderes Augenmerk gerichtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und gesetzliche Grundlagen

2.1 Definition

2.2 verfassungsgesetzlicher Rahmen

3 Anwendungsbereiche

3.1 § 76 Abs 1 FPG

3.2 § 76 Abs 2 FPG

3.3 Voraussetzung

3.4 Unzulässige Anwendung

3.5 Gelinderes Mittel

4 Vollzug und Dauer

4.1 Vollzug

4.2 Dauer

4.3 Aufhebung

5 Rechtsschutz

6 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen der Schubhaftverhängung in Österreich unter besonderer Berücksichtigung asylrechtlicher Fragestellungen. Ziel ist es, die Tatbestände für die Schubhaft, deren verfassungsrechtliche Grenzen sowie die Rolle der Rechtsprechung bei der Wahrung rechtsstaatlicher Standards zu analysieren.

  • Verfassungsrechtliche Grundlagen und Grenzen der Schubhaft
  • Spezifische Anwendungsbereiche des Fremdenpolizeigesetzes (FPG) für Asylwerber
  • Die Bedeutung und Anwendung gelinderer Mittel im Einzelfall
  • Rechtsschutzmöglichkeiten gegen Schubhaftbescheide und deren gerichtliche Überprüfung

Auszug aus dem Buch

3.4 Unzulässige Anwendung

Die Schubhaft nach § 76 FPG darf gemäß eines Erkenntnisses des UVS Burgenland allerdings nicht zur Sicherung eines Rückkehrverbots herangezogen werden. Dieses kann nämlich „in seinen Rechtswirkungen nicht mit jenen einer durchsetzbaren Ausweisung oder eines durchsetzbaren Aufenthaltsverbotes gleichgesetzt werden“. Eine analoge Anwendbarkeit des § 46 Abs 1 FPG wird in diesem Zusammenhang somit verneint.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Zweck der Arbeit, die Möglichkeiten der Schubhaftverhängung unter Berücksichtigung der asylrechtlichen Besonderheiten und der angewandten Auslegungsmethoden zu beleuchten.

2 Definition und gesetzliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Schubhaft, ihre gesetzliche Regelung in den §§ 76-81 FPG sowie deren verfassungsrechtliche Einbettung durch EMRK und PersFrSchG.

3 Anwendungsbereiche: Hier werden die spezifischen gesetzlichen Tatbestände des FPG für die Verhängung der Schubhaft analysiert, wobei ein Schwerpunkt auf den Regelungen für Asylwerber und der Prüfung von Verhältnismäßigkeit liegt.

4 Vollzug und Dauer: Dieses Kapitel behandelt die praktischen Aspekte der Haftumsetzung, inklusive medizinischer Versorgung, sowie die gesetzlichen Höchstfristen und die Bedingungen für eine vorzeitige Haftaufhebung.

5 Rechtsschutz: Der Abschnitt fokussiert auf die Beschwerdemöglichkeiten gegen Schubhaftbescheide an den Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) und die Anforderungen an die gerichtliche Überprüfung.

6 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert insbesondere die präventiven Haftmöglichkeiten bei Asylwerbern als teilweise problematisch hinsichtlich ihrer Verfassungskonformität.

Schlüsselwörter

Schubhaft, Fremdenpolizeigesetz, Asylwerber, Freiheitsentziehung, Verhältnismäßigkeit, Ausweisungsverfahren, Sicherungszweck, gelinderes Mittel, Rechtsschutz, Unabhängiger Verwaltungssenat, Verfassungsrecht, EMRK, Mandatsbescheid, Abschiebung, Grundrechtsschutz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die rechtlichen Voraussetzungen, Verfahrensweisen und Grenzen der staatlichen Schubhaftverhängung in Österreich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die gesetzliche Verankerung der Schubhaft, der Schutz der persönlichen Freiheit, die spezifischen Regeln für Asylwerber und die gerichtliche Kontrolle dieser Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der Möglichkeiten der Schubhaftverhängung und die Aufzeigung der durch die Rechtsprechung gesetzten verfassungsrechtlichen Grenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden die klassischen juristischen Auslegungsmethoden – wörtlich, systematisch-logisch, historisch und objektiv-teleologisch – unter Einbeziehung der Judikatur angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition, die Anwendungsbereiche unter Berücksichtigung von Sonderbestimmungen für Asylwerber, den Haftvollzug, die zeitliche Dauer sowie den Rechtsschutz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schubhaft, FPG, Asylwerber, Verhältnismäßigkeit, Rechtsschutz und Grundrechtsschutz sind die maßgeblichen Begriffe.

Inwieweit sind die Haftgründe für Asylwerber kritisch zu sehen?

Kritisch betrachtet werden vor allem präventive Haftmöglichkeiten wie § 76 Abs 2 Z 4 FPG und ein als pauschal empfundenes Misstrauen gegenüber Asylwerbern.

Welche Rolle spielt die Verhältnismäßigkeit bei gelinderen Mitteln?

Die Behörde ist verpflichtet, in jedem Einzelfall zu prüfen, ob der Sicherungszweck nicht auch durch weniger einschneidende Maßnahmen (gelindere Mittel) erreicht werden kann.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Grenzen der Schubhaft im Lichte der höchstgerichtlichen Rechtsprechung in Österreich
Untertitel
Hausarbeit für das Seminar "Flüchtlings- und Asylrecht"
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz
Note
2
Autor
Anton Mortier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V171735
ISBN (eBook)
9783640913527
ISBN (Buch)
9783640912193
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grenzen schubhaft lichte rechtsprechung hausarbeit seminar flüchtlings- asylrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anton Mortier (Autor:in), 2009, Die Grenzen der Schubhaft im Lichte der höchstgerichtlichen Rechtsprechung in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171735
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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