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Hume und der Gesellschaftsvertrag

Título: Hume und der Gesellschaftsvertrag

Trabajo de Seminario , 2010 , 14 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Maria Krummenacher (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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Die Theorie des Gesellschaftsvertrags besagt, dass einzig Zustimmung seitens der Regierten einer Regierung rechtmässige Autorität verleihen kann. Die Legitimität einer jeden Herrschaft muss sich somit auf einen Vertrag stützen können, in dem alle Bürger gemeinsam der Einsetzung einer Obrigkeit zugestimmt und diese mit den entsprechenden Kompetenzen ausgestattet haben.
David Hume, ein englischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, hat in seinen Essays und im Traktat über die menschliche Natur die Vertragstheorie kritisiert. Er versucht aufzuzeigen, dass die Vertragstheoretiker einigen schwerwiegenden Trugschlüssen erliegen und dass sie von Überlegungen ausgehen, die in modernen Gesellschaften keine Gültigkeit haben. In Auseinandersetzung mit Humes Schriften soll in dieser Arbeit der Frage nachgegangen werden, ob es Hume gelingt die Vertragstheorie zu widerlegen.
Angesichts der gebotenen Kürze einer Seminararbeit kann nicht auf alle Einzelheiten von Humes Philosophie eingegangen werden, zudem muss die Schilderung der Vertragstheorie in ihren Grundzügen genügen. Stellvertretend für die Vertragstheoretiker wird mit John Locke und seinen Zwei Abhandlungen über die Regierung, von denen besonders die zweite von Interesse ist, argumentiert. In einem ersten Schritt wird ein kurzer Überblick über Humes Ideen zur Gemeinschaft gegeben, um danach die Argumentationen von Locke und Hume einander gegenüberzustellen. Anschliessend folgt Humes alternative Konzeption zu der Frage, wie rechtmässige Autorität zustande kommt und zum Schluss wird versucht, die oben formulierte Fragestellung zu beantworten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursprung der Gemeinschaft

3. Humes Kritik am Gesellschaftsvertrag

4. Rechtmässige Autorität durch Gewalt, Gesetz und Gewohnheit

5. Schlusswort

6. Literatur- und Quellenverzeichnis

6.1 Primärliteratur

6.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Humes Kritik an der klassischen Gesellschaftsvertragstheorie, insbesondere im Vergleich zu John Lockes Konzeption, und hinterfragt, ob es Hume gelingt, die Legitimität staatlicher Herrschaft jenseits eines expliziten Vertrags zu widerlegen oder neu zu begründen.

  • Die theoretischen Grundlagen von Humes Verständnis der menschlichen Gemeinschaft
  • Die Konfrontation von Humes Argumentation mit den Thesen John Lockes
  • Die Bedeutung von Gewohnheit, Gewalt und Gesetz für die Entstehung von Autorität
  • Die Unterscheidung zwischen Input-Legitimität und Output-Legitimität als analytisches Instrument

Auszug aus dem Buch

3. Humes Kritik am Gesellschaftsvertrag

Hume geht davon aus, dass die frühsten Formen der Unterwerfung unter einen Herrscher auf Kriegszeiten zurückgehen. In solchen Momenten der Unsicherheit und Gefahr wählten die Menschen einen Führer, der sie vor der drohenden Vernichtung durch einen Feind schützen sollte. Sie statteten ihn mit den nötigen Kompetenzen aus und gehorchten seinem Befehl. Erledigt der so ernannte Führer seine Aufgaben zur Zufriedenheit der Bevölkerung und zeichnet er sich zudem durch weitere Tugenden aus, so wird ihm auch in Friedenszeiten eine gewisse Autorität, zum Beispiel als Richter über Streitigkeiten, zugestanden. Dies gewöhnt die Menschen in primitiven Gesellschaften an Herrschaft und Unterordnung und der Anführer kann „schrittweise und durch eine Mischung aus Zwang und Gehorsam seine Autorität etablieren.“ Damit widerspricht Hume deutlich Vertragstheoretikern wie Locke, für die der Vertrag und die explizite Zustimmung die einzig rechtmässige Form der Unterwerfung unter Herrschaft ist.

Theodor Lipps hat hier eingewandt, dass es bei Hume unklar bleibt, ob nun die Sicherung des Eigentums oder Kriege zur Einsetzung einer Herrschaft führen. Doch scheint es, dass die beiden Elemente einander ergänzen und ein ganzheitliches Bild der Entstehung von Herrschaft zeichnen. Die Sicherung des Eigentums ist der Ursprung der Rechtsordnung und des Gehorsams, während Kriege erklären, wie das Gefühl des Gehorsams auf eine Person projiziert werden kann. Beide haben ihren Ursprung wiederum im Interesse an der Erhaltung der Gemeinschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die zentrale Problemstellung ein, die Kritik David Humes an der Vertragstheorie darzulegen und deren Tragfähigkeit zu prüfen.

2. Ursprung der Gemeinschaft: Dieses Kapitel erläutert Humes Ansicht, dass der Mensch von Natur aus ein Gemeinschaftswesen ist, dessen soziales Gefüge auf natürlichen Trieben und dem Schutz des Eigentums basiert.

3. Humes Kritik am Gesellschaftsvertrag: Hier werden Humes Argumente gegen die Vertragstheorie dargelegt, insbesondere sein Einwand gegen die Annahme, Herrschaft beruhe auf einer historischen oder expliziten Zustimmung.

4. Rechtmässige Autorität durch Gewalt, Gesetz und Gewohnheit: Dieses Kapitel beschreibt Humes alternative Theorie, in der Herrschaft durch soziale Gewohnheiten und staatliche Institutionen statt durch einen hypothetischen Vertrag legitimiert wird.

5. Schlusswort: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Debatte anhand der Konzepte von Input- und Output-Legitimität.

6. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

6.1 Primärliteratur: Auflistung der Werke von David Hume und John Locke.

6.2 Sekundärliteratur: Verzeichnis der weiterführenden wissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Gesellschaftsvertrag, David Hume, John Locke, Politische Philosophie, Legitimität, Autorität, Naturrecht, Rechtsordnung, Gehorsam, Input-Legitimität, Output-Legitimität, Menschliche Natur, Staatsgewalt, Gemeinschaft, Herrschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der philosophischen Auseinandersetzung David Humes mit der klassischen Theorie des Gesellschaftsvertrags, wie sie etwa von John Locke vertreten wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Herrschaft, der Ursprung rechtmäßiger Autorität, die Rolle der menschlichen Natur bei der Bildung von Rechtsordnungen sowie der Unterschied zwischen Vertragsdenken und gewohnheitsbasiertem Gehorsam.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob David Hume mit seiner Kritik die Vertragstheorie erfolgreich widerlegen kann und wie er die Entstehung staatlicher Autorität stattdessen erklärt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philosophischen Textanalyse und dem Vergleich von Positionen (Hume vs. Locke), ergänzt durch aktuelle politikwissenschaftliche Konzepte wie die Input- und Output-Legitimität nach Fritz Scharpf.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische und natürliche Entstehung von Gemeinschaft bei Hume, die Kritik an der Zustimmungslogik der Vertragstheoretiker und die Bedeutung von Gewohnheit und Gewalt für die Stabilisierung moderner Gesellschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gesellschaftsvertrag, Legitimität, Autorität, Naturrecht, Gehorsam, Input-Legitimität und Output-Legitimität.

Wie unterscheidet Hume zwischen der Entstehung und der Rechtmäßigkeit von Herrschaft?

Hume trennt die ursprüngliche Entstehung aus Notwendigkeit und Kriegszeiten von der fortwährenden Anerkennung durch die Bürger, welche sich nach Hume primär aus Gewohnheit und dem Bedürfnis nach Ordnung speist, nicht aus einem bewussten Vertragsschluss.

Warum hält Hume das Konzept des Gesellschaftsvertrags für historisch und praktisch unhaltbar?

Hume argumentiert, dass es keine empirischen Belege für solche Gründungsverträge gibt und dass Bürger in modernen Staaten faktisch keine reale Wahlmöglichkeit (Exit-Option) haben, um der Herrschaft zu entfliehen, was die Annahme einer freien Zustimmung ad absurdum führt.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Hume und der Gesellschaftsvertrag
Universidad
University of Zurich  (Institut für Politikwissenschaft)
Calificación
1,7
Autor
Maria Krummenacher (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
14
No. de catálogo
V171762
ISBN (Ebook)
9783640913732
ISBN (Libro)
9783640912476
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gesellschaftsvertrag Hume Locke
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maria Krummenacher (Autor), 2010, Hume und der Gesellschaftsvertrag, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171762
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