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Erasmus von Rotterdam und seine Staatstheorie im Bezug zum jülich-klevischen Hof

Titel: Erasmus von Rotterdam und seine Staatstheorie im Bezug zum jülich-klevischen Hof

Hausarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Natascha Thery (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Erasmus von Rotterdam gilt als einer der bedeutendsten Humanisten seiner Zeit. Für ihn war die Verbreitung der Bildungsbewegung des Humanismus das größte Anliegen.
In meiner Hausarbeit werde ich mich mit der Staatstheorie des Erasmus von Rotterdam befassen. Diese möchte ich im Hinblick auf deren Einfluss auf die Reformen am jülich-klevischen Hof im 16. Jahrhundert untersuchen. Das Territorium Jülich-Kleve-Berg wurde seit 1521 in Personalunion regiert und gehörte zu den größten weltlichen Herrschaften der Zeit. In diesem Jahrhundert gab es zwischen 1520 und 1560 zwei Reformwellen in Jülich-Kleve-Berg, die in Bezug zum Humanismus gesetzt werden können. Im hier behandelten Zeitraum befanden sich sowohl das theologische als auch philosophische Denken im Umbruch und kündigten mit neuen Gedanken den Beginn eines neuen Zeitalters an, welche nach Aufklärung und moralischen Reformen strebten. Die Humanisten zu Lebzeiten des Erasmus von Rotterdam sehnten sich nach "Einfachheit, Aufrichtigkeit, Wahrheit und Natürlichkeit" , welche sich in Erasmus Schriften wiederspiegelten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erasmus von Rotterdams Staatstheorie

2.1 Fürstenlehre

2.2 Staatsdenken (respublica christiana)

3. Reformen und Umsetzung der Gedanken Erasmus am jülich-klevischen Hof

3.1 Reformen am jülich-klevischen Hof

3.2 Beziehungsgeflecht der Erasmusjünger am Niederrhein und zu Erasmus von Rotterdam

3.3 Erziehung Herzog Wilhelms des V. im erasmischen Sinne durch Konrad Heeresbach

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Staatstheorie des Humanisten Erasmus von Rotterdam und analysiert deren praktischen Einfluss auf die Reformbestrebungen am jülich-klevischen Hof im 16. Jahrhundert. Dabei steht insbesondere die Frage im Vordergrund, inwiefern die theoretischen Ansätze zur christlichen Fürstenerziehung und Staatsführung von den Entscheidungsträgern vor Ort implementiert wurden.

  • Theoretische Grundlagen des erasmischen Staatsdenkens und der Fürstenerziehung.
  • Die Rolle der "respublica christiana" als Leitbild.
  • Die Reformwellen im Territorium Jülich-Kleve-Berg im 16. Jahrhundert.
  • Die Bedeutung persönlicher Netzwerke zwischen Erasmus und den niederrheinischen Humanisten.
  • Konrad Heeresbach als prägende Figur in der Erziehung Herzog Wilhelms V.

Auszug aus dem Buch

2. Erasmus von Rotterdams Staatstheorie

Bei der Untersuchung der Staatstheorie des Erasmus von Rotterdam muss immer im Blick behalten werden, dass Erasmus kein Staattheoretiker war, sondern Humanist und Philosoph. Trotzdem hat er zu seiner Zeit eine eigene Staatstheorie entwickelt, wenn er auch keine klare Staatsdefinition hinterlassen hat. Er übertrug mehr seine religiös/pädagogischen Ideen auf politische Strukturen. Erasmus betrieb umfangreiche philosophisch/theologische Studien und befasste sich als Humanist viel mit antiken Autoren und deren Literatur. Seine Staatsideen fußen zum einen stark auf antiken Autoren wie zum Beispiel Aristoteles, Platon, Cicero, Plutarch und Seneca, zum anderen auf der Bibel, vor allem des Neuen Testaments. Diese antiken/heidnischen Ideen und Philosophien und die biblisch/christlichen Leitbilder, führte Erasmus in seinen Ausarbeitungen zusammen und stützte sich auf diese.

Des Weiteren führte er auch die mittelalterliche Staatsphilosophie mit antiken Philosophien, Bibellehren und humanistischem Gedankengut zusammen, um seine Staatstheorie zu entwickeln. Erasmus Staatsbegriff liegt in der 'respublica christiana' begründet, mit der er eine europäische Einheit der Christenheit propagiert. Innerhalb dieser sich die europäischen Völker von ihrer Zerstrittenheit lösen und dem Christlichen zuwenden sollten, um eine christliche Einheit bilden zu können. Diese Einheit sollte sich auf Basis der christlichen Freiheit und vor allem des christlichen Handelns aufgrund des freien Willens entwickeln. Der freie Fürst sollte als Mensch und Christ über Menschen und Christen regieren. Erasmus Ideal war ein Staat, der über den Konfessionen steht und Toleranz gegenüber allen walten lässt. Dies wäre aber bei der herrschenden Einheit von Staat und Kirche im 16. Jahrhundert nur durch eine Trennung dieser beiden Institutionen zu verwirklichen gewesen. Aufbauen sollte ein solcher christlicher Staat auf sozialer Ethik und Gemeinwohlgesinnung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Humanismus ein und legt das Ziel der Arbeit fest, den Einfluss der Staatstheorie von Erasmus von Rotterdam auf die Reformen am jülich-klevischen Hof zu untersuchen.

2. Erasmus von Rotterdams Staatstheorie: Das Kapitel erläutert die philosophischen Grundlagen von Erasmus' Staatsdenken, insbesondere seine Ideen zu einer christlich geprägten respublica christiana.

2.1 Fürstenlehre: Hier wird Erasmus' Konzept der christlichen Fürstenerziehung analysiert, das den Herrscher zu einem moralischen Vorbild und "guten Hirten" seines Volkes formen soll.

2.2 Staatsdenken (respublica christiana): Der Abschnitt vertieft die Diskussion um die ideale Regierungsform und betont die Bedeutung von Toleranz, sozialer Ethik und der Abkehr von der Tyrannei.

3. Reformen und Umsetzung der Gedanken Erasmus am jülich-klevischen Hof: Dieser Teil betrachtet die praktische Anwendung humanistischer Ideale in der Politik der Herzöge von Jülich-Kleve-Berg im 16. Jahrhundert.

3.1 Reformen am jülich-klevischen Hof: Das Kapitel beschreibt die zwei Reformwellen und die Bemühungen zur rechtlichen und kirchlichen Vereinheitlichung des Territoriums unter erasmischem Einfluss.

3.2 Beziehungsgeflecht der Erasmusjünger am Niederrhein und zu Erasmus von Rotterdam: Hier werden die engen persönlichen Verbindungen und Netzwerke der humanistischen Räte beleuchtet, die eine gemeinsame Politik ermöglichten.

3.3 Erziehung Herzog Wilhelms des V. im erasmischen Sinne durch Konrad Heeresbach: Die Darstellung konzentriert sich auf die prägende Rolle von Konrad Heeresbach als Erzieher des Herzogs und die direkte Anwendung erasmischer Erziehungsideale.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Staatstheorie von Erasmus zwar moralisch wegweisend war, ihre direkte Umsetzung in der Realität des 16. Jahrhunderts jedoch an den konfessionellen Spannungen scheiterte.

Schlüsselwörter

Humanismus, Erasmus von Rotterdam, Staatstheorie, respublica christiana, Fürstenerziehung, Konrad Heeresbach, Jülich-Kleve-Berg, Reformation, Reformen, Toleranz, Christliche Ethik, Politische Praxis, Herzog Wilhelm V., Frühneuzeit, Bildungsbewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Staatstheorie von Erasmus von Rotterdam und deren praktische Auswirkungen auf die Politik und Erziehung am jülich-klevischen Hof im 16. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die erasmische Fürstenerziehung, das Konzept der respublica christiana sowie die Umsetzung humanistischer Reformen in den Herzogtümern Jülich-Kleve-Berg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Zusammenspiel zwischen den theoretischen Ideen des Erasmus von Rotterdam und deren tatsächlicher praktischer Umsetzung an einem deutschen Fürstenhof aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse zeitgenössischer Schriften, insbesondere der "Institutio Principis Christiani", sowie auf der Auswertung relevanter Dissertationen und wissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung der Staatstheorie von Erasmus und die Untersuchung der konkreten Reformen sowie der prägenden Erziehung Herzog Wilhelms V. am jülich-klevischen Hof.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Humanismus, Staatstheorie, Toleranz, Fürstenerziehung, Konrad Heeresbach und respublica christiana.

Wie groß war der Einfluss von Konrad Heeresbach auf den jungen Herzog Wilhelm V.?

Konrad Heeresbach prägte als Erzieher und späterer Berater das politische und religiöse Denken von Wilhelm V. maßgeblich im Sinne des Erasmianismus und des Humanismus.

Warum lehnte Erasmus das Angebot ab, als Berater am Hof zu dienen?

Erasmus wollte seine geistige Unabhängigkeit und seine Freiheit zur Meinungsäußerung bewahren, weshalb er eine feste Bindung an einen Hof immer ablehnte.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erasmus von Rotterdam und seine Staatstheorie im Bezug zum jülich-klevischen Hof
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Institut für Geschichtswissenschaft)
Veranstaltung
Renaissance - Humanismus - Reformation. Das Rheinland zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit
Note
1,3
Autor
Natascha Thery (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V171803
ISBN (eBook)
9783640914005
ISBN (Buch)
9783640912834
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erasmus rotterdam staatstheorie bezug
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natascha Thery (Autor:in), 2011, Erasmus von Rotterdam und seine Staatstheorie im Bezug zum jülich-klevischen Hof, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171803
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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