Der fortschreitende Klimawandel zwingt den Schwerlastverkehr zunehmend, auf emissionsfreie Antriebssysteme umzusteigen, da er etwa 28 % der gesamten CO₂-Emissionen des Straßenverkehrs in der EU verursacht (Statistisches Bundesamt 2024). Diese Arbeit untersucht die ökonomischen, infrastrukturellen und politischen Bedingungen, unter denen wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Lkw in Deutschland zu einer tragfähigen Marktoption werden könnten.
Frühere Studien behandeln vor allem Teilaspekte, etwa die Marktentwicklung (NOW GmbH 2024), Herstellerperspektiven, Technologievergleiche (Schrank et al. 2021) oder Betriebsstrategien (Breuer, 2024). Breiter angelegte, auf die EU fokussierte Analysen liegen vor (Bayerlein 2025); eine prägnante wirtschaftliche Bewertung, die die Total Cost of Ownership (TCO) mit nationalen Politik- und Infrastrukturfaktoren für Deutschland verknüpft, ist jedoch bislang nur begrenzt verfügbar. Diese Arbeit leistet hierzu einen Beitrag.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche zu institutionellen Berichten, amtlichen Statistiken und Herstellerdaten durchgeführt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Brennstoffzellen-Lkw eine tragfähige Option für die Zukunft in Deutschland sind, insbesondere als Bestandteil eines komplementären Mixes emissionsfreier Technologien. Die Marktdiffusion wird jedoch ohne den Ausbau der Infrastruktur, niedrigere Wasserstoffpreise und eine höhere Fahrzeugeffizienz begrenzt bleiben. Diese Herausforderungen erfordern gezielte Maßnahmen von Politik und Industrie.
Aufgrund der gewählten Methodik sind die Ergebnisse als indikativ und nicht als abschließend zu verstehen. Zukünftige Forschung sollte Realdaten aus dem Betrieb und Längsschnittstudien einbeziehen, um die Validität zu erhöhen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2025, Wasserstoff im Schwerlastverkehr. Wirtschaftliche Potenziale und Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1718560