Kurzfassung
Der Wettbewerbskapitalismus, als idealtypisches Wirtschaftssystem gehört seit Beginn des 20. Jahrhundert unwiederbringlich der Vergangenheit an. Der Wettbewerb der großen Volkswirtschaften wird von relativ wenigen, marktmächtigen Großunternehmen geprägt. In diesem Stadium der Konzentration und Zentralisation der Unternehmensmacht folgt die Bestimmung von Preisen und Mengen nicht mehr den Gesetzmäßigkeiten, die in einer Situation vollkommener Konkurrenz herrscht. Um daher ein realistisches Bild des Wettbewerbs zu erhalten, widmet sich die vorliegende Studienarbeit, dem Modell der unvollständigen Konkurrenz.
Abstract
The competition-capitalism as a characteristic ideal economic system belongs since the beginning of the 20th century to the past. Ever since the competition of the biggest economies is affected by relatively few and market powerfully companies. In this new position state of concentration and centralisation the determination of prices and quantity doesn’t match the regularities of the perfect competition. Therefore target of this paper is, to create a realistic picture of the imperfect competition.
Inhaltsverzeichnis
1 Grundlagen
1.1 Hinleitung zur Thematik
1.2 Wesen und Formen von Märkten
1.3 Konzentration
1.4 Vollkommene Konkurrenz
1.5 Unvollkommene Konkurrenz
2 Marktmacht und Marktversagen
2.1 Externalitäten
2.2 Öffentliche Güter
3 Monopol
3.1 Marktform im Monopol
3.2 Ursachen von Monopolen
3.3 Preisabsatzfunktion im Monopol
3.4 Wohlfahrtsverlust im Monopol
3.5 Preisdifferenzierung und Effizienz im Monopol
4 Oligopol
4.1 Marktform im Oligopol
4.2 Oligopolistischer Mengenwettbewerb
4.3 Oligopolistischer Preiswettbewerb
4.4 Einflussfaktoren im Oligopol
5 Monopolistische Konkurrenz
5.1 Marktform der monopolistischen Konkurrenz
5.2 Monopolistische Konkurrenz nach Hotelling
5.3 Monopolisitische Konkurrenz nach Chamberlin
6 Interventionsstrategie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, ein realistisches Bild des modernen Wettbewerbs abseits des Ideals der vollkommenen Konkurrenz zu zeichnen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie sich die Konzentration von Marktmacht in den Händen weniger Großunternehmen auf die Preissetzung und Mengenbestimmung auswirkt und welche wirtschaftspolitischen Interventionsstrategien zur Sicherung der Markteffizienz angewendet werden können.
- Analyse verschiedener Marktformen (Monopol, Oligopol, monopolistische Konkurrenz)
- Untersuchung von Marktversagen durch Externalitäten und öffentliche Güter
- Diskussion der Auswirkungen von Marktmacht auf Wohlfahrt und Kosteneffizienz
- Erklärung von Preisbildungsstrategien in unvollkommenen Märkten
- Bewertung staatlicher Interventionsmöglichkeiten zur Wettbewerbssicherung
Auszug aus dem Buch
1.2 Wesen und Formen von Märkten
Das Verhalten von Unternehmen hängt nicht nur von seinen Zielen, sondern auch von der Struktur der Märkte ab, auf denen es sich bewegt. Zur Erklärung des Preisbildungsprozesses unterscheidet man daher zwischen verschiedenen Marktformen die in Verbindung mit bestimmten Strukturmerkmalen gebracht werden. Das wichtigste Merkmal betrifft die Anzahl und Größe der Marktteilnehmer auf beiden Marktseiten. Stackelberg (1905 – 1946) hat auf dieser Unterscheidung aufbauend erstmals ein Marktformenschema entworfen. Nach der Besetzung der beiden Marktseiten, Angebots- und Nachfrageseite, können somit Neun grundlegende Marktformen unterschieden werden.
Bei dem dargestellten Marktformenschema wird angenommen, dass die Marktteilnehmer auf derselben Marktseite annähernd gleich groß (Marktanteil) sind. Somit ergibt sich die Symmetrieannahme: einer – groß, wenige – mittel, viele – klein. Diese Annahme muss jedoch nicht zwangsläufig gelten. So können neben einem großen Anbieter mehrere kleine Teilnehmer existieren (Teilmonopol) oder neben einem mittleren Anbieter mehrere kleine Anbieter (Teiloligopol). Analog können auch auf der Nachfragerseite Mischformen entstehen, man spricht dann vom Teilmonopson oder Teiloligopson. Wird eine solche Asymmetrie der Größenverteilung unterstellt, so entsteht ein Marktformenschema von 5 x 5 = 25 Marktformen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Grundlagen: Einführung in die historische Entwicklung der Wettbewerbstheorie und Definition der verschiedenen Marktformen sowie Konzentrationsmaße.
2 Marktmacht und Marktversagen: Erläuterung der Ursachen für das Scheitern von Märkten, insbesondere durch externe Effekte und die Problematik öffentlicher Güter.
3 Monopol: Analyse der Entstehungsursachen, der Gewinnmaximierung sowie der wohlfahrtstheoretischen Auswirkungen von Monopolen.
4 Oligopol: Untersuchung der interdependenten Verhaltensweisen von Unternehmen in Märkten mit wenigen Anbietern und verschiedener Wettbewerbsmodelle.
5 Monopolistische Konkurrenz: Erklärung von Märkten, in denen Produktdifferenzierung eine zentrale Rolle für den Wettbewerb spielt.
6 Interventionsstrategie: Darstellung staatlicher Maßnahmen zur Korrektur von Marktunvollkommenheiten und zur Förderung des Wettbewerbs.
Schlüsselwörter
Mikroökonomie, Unvollkommene Konkurrenz, Marktmacht, Monopol, Oligopol, Monopolistische Konkurrenz, Marktversagen, Externalitäten, Wettbewerbspolitik, Preisbildung, Preisdifferenzierung, Wohlfahrtsverlust, Kartellverbot, Konzentration, Produktdifferenzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die mikroökonomische Analyse von Marktstrukturen, die vom theoretischen Ideal der vollkommenen Konkurrenz abweichen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Im Fokus stehen die Entstehung von Marktmacht, das Verhalten von Unternehmen in Oligopolen und Monopolen sowie staatliche Eingriffsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Funktionsweise unvollkommener Märkte zu erklären und aufzuzeigen, warum diese für heutige Volkswirtschaften relevanter sind als das klassische Konkurrenzmodell.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse ökonomischer Modelle, unterstützt durch grafische Darstellungen von Marktstrukturen und Gleichgewichtszuständen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Marktformen Monopol, Oligopol und monopolistischer Konkurrenz sowie die Diskussion über Marktversagen und staatliche Strategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Marktmacht, Wohlfahrtsverlust, Wettbewerbsbeschränkung und Interventionsstrategien geprägt.
Warum ist das Modell der vollkommenen Konkurrenz in der Praxis kaum vorzufinden?
Da reale Märkte durch Eintrittsbarrieren, heterogene Güter und unvollständige Markttransparenz gekennzeichnet sind, erfüllt die Praxis selten die strikten Bedingungen dieses theoretischen Grenzfalls.
Was versteht man unter der "schöpferischen Zerstörung" nach Schumpeter?
Es beschreibt den Prozess, bei dem Innovationen alte Produkte verdrängen, was Monopolstellungen als Innovationsanreiz kurzzeitig rechtfertigt.
Was unterscheidet die Preisdifferenzierung 1. Grades von anderen Formen?
Bei der Preisdifferenzierung 1. Grades schöpft der Monopolist die gesamte Konsumentenrente ab, indem er von jedem Käufer dessen individuelle maximale Zahlungsbereitschaft verlangt.
Welche Rolle spielt die Antitrustpolitik für den Wettbewerb?
Sie dient als Instrument des Staates, um missbräuchliches Verhalten marktbeherrschender Unternehmen durch Verbote und Aufsicht zu verhindern.
- Quote paper
- Phillip Mayer (Author), 2008, Mikroökonomie - Die Analyse der unvollkommenen Konkurrenz , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171861