Auf Grund der zunehmenden Anforderungen der Menschheit steigt die Bedeutung der Produktion. Die sich ständig schneller ändernden Erwartungen führen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit in der Produktion. Um sowohl dauerhaft Marktanteile zu gewinnen oder auszubauen, als auch den steigenden Kundenanforderungen erfolgreich begegnen zu können, entwickeln die Unternehmen viele Methoden und Strategien.
Die vorliegende Diplomarbeit versucht die strategischen Verhaltensmöglichkeiten in der Produktion und deren Bedeutung für den Wettbewerb zu erklären. Sie setzt sich aus drei Teilen zusammen, wobei der erste Teil mit der Definition der Strategie und mit deren Mission beginnt. Weiters wird auf die Bedeutung der Strategie für die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen eingegangen.
Im darauffolgenden Teil werden die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Operationsstrategie und ihre Bedeutung behandelt.
Im letzten Teil werden die Produktion und die Produktionsstrategien detalliert erläutert. Am Ende des Abschnitts werden die Entwicklung und Implementierung der Produktionsstrategien in Dänmark im Hinblick auf IMSS (International Manufacturing Strategy Survey) analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. WAS BEDEUTET STRATEGIE?
2.1 Allgemeines
2.2 Strategiedefinitionen
2.2.1 Strategie nach Mintzberg
2.2.2 Strategie nach Hinterhuber
2.2.3 Strategie nach Pümpin
2.2.4 Strategie nach Porter
2.2 Der Auftrag der Strategie
2.2.1 Die wesentliche Rolle der Strategie
2.3 Teilbereiche der Strategie
2.4 Die strategische Herausforderung
2.5 Strategien zur Schaffung von Wettbewerb
2.5.1 Entwicklung einer Wettbewerbsstrategie
2.5.2 Wettbewerbsprioritäten und Fähigkeiten
2.5.3 Eroberung von blauen Ozeanen
3. OPERATIONSSTRATEGIE
3.1 Entwicklung des Operationsmanagements – Betrachtung der Gegenwart und Zukunft
3.1.1 Der gegenwärtige Zeitraum und seine Wirkung auf das Bedürfnis nach Flexibilität und Wendigkeit
3.2 Was ist Operationsstrategie?
3.3 Die Wichtigkeit der Operationsstrategie
3.4 Gestaltung der Operationsstrategie
4. PRODUKTIONSSTRATEGIE
4.1.Die Bedeutung der Produktion für die Strategie
4.2 Strategische Ziele der Produktion
4.3 Untersuchung der Produktionsstrategie
4.3.1 Die Rolle der Produktionsstrategie
4.3.2 Die Produktionsstrategie als Teil der Unternehmensstrategie
4.4 Erforschung der Produktionsstrategien
4.4.1 Historische Entwicklung
4.4.2 Heutiger Stand der Forschung
4.4.3 Globale Produktionsstrategie – Forschung
4.5 Der globale Kontext von Produktionsstrategien
4.6 Das Festsetzen der Produktionspraxis und Leistung
4.6.1 Das Verstehen der Triebkräfte in der Produktionsänderung
4.6.2 Der strategische Kontext
4.6.3 Der wirtschaftliche Zusammenhang
4.6.4 Der Einfluß kultureller Komponenten
4.7 Phase der Entwicklung und Implementierung einer Produktionsstrategie
4.7.1 Schritte zur Entwicklung von Produktionsstrategien
4.8 Produktionsstrategie in Dänemark : Entwicklung und Implementierung
4.8.1 Gesamtwirschaftlicher Hintergrund
4.8.2 Die Dänische IMSS Studie
4.8.2 Portrait eines dänischen Industrieunternehmens
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht die strategischen Verhaltensmöglichkeiten in der Produktion und deren entscheidende Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Dabei wird beleuchtet, wie Produktionsstrategien in den übergeordneten Unternehmenskontext integriert werden können, um dauerhafte Wettbewerbsvorteile zu sichern.
- Grundlagen der Strategiedefinition und strategischer Unternehmensführung
- Die Rolle der Operations- und Produktionsstrategie im Wettbewerb
- Methoden zur Entwicklung und Implementierung von Produktionsstrategien
- Analyse der Bedeutung von Wettbewerbsprioritäten und Fähigkeiten
- Empirische Fallbeispiele zur Produktionsstrategie in Dänemark (IMSS-Studie)
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Strategie nach Mintzberg
„Wenn wir uns vorstellen, wie jemand eine Strategie plant, dann denken wir wahrscheinlich an Topmanager, die in ihrem Büro sitzen und Massnahmen ausarbeiten, die jemand anderer ausführen soll. Der Leitgedanke dabei ist Rationalität – planmässiges Vorgehen, systematisches Studium der Wettbewerber und Märkte, der Unternehmensstärken und -schwächen, die Verknüpfung all dieser Analysen zu klaren, ausformulierten, vollentwickelten Strategien. Meiner Ansicht nach entspricht dieses Bild nicht der Wirklichkeit. Gute Strategien entstehen ganz anders – nicht allein durch Planen und Denken, sondern eher so, wie ein Handwerker seine Arbeit tut. Mit „Handwerk“ assoziieren wir traditionsreiches Können, Hingabe und Perfektion durch Beherrschen aller Details, innige, aus langer Erfahrung entstandene Vertrautheit mit Werkzueg und Arbeitsmaterial. Planen und Ausführen vermengen sich in einem unaufhörlichen, zum grossen Teil unbewussten Lernprozess.“ (Lenz 1999, S.17).
Wenn wir jemanden fragen was Strategie ist, dann bekommen wir als Antwort, dass sie eine bestimmte Art von Plan und Anweisung für zukünftiges Verhalten ist. Strategie ist ein Begriff, den die Leute anders erklären als sie ihn verwenden, ohne den Unterschied zu merken. Eine Strategie ist nur sinnvoll, wenn sie realisiert wird. Mit realisierter Strategie kann aus der Reaktion auf ein verändertes Umfeld ausgegangen werden. Alle Strategien haben zwei Quellen: Planung und spontanes Reagieren. Eine von ihnen macht allein kein Sinn.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die steigende Bedeutung der Produktion und Zielsetzung der Arbeit zur Erläuterung strategischer Verhaltensmöglichkeiten.
2. WAS BEDEUTET STRATEGIE?: Theoretische Herleitung des Strategiebegriffs mit Definitionen verschiedener Autoren und der Erörterung von Wettbewerbsvorteilen.
3. OPERATIONSSTRATEGIE: Behandlung der Entwicklung und Bedeutung des Operationsmanagements sowie dessen notwendige Integration in die Gesamtstrategie.
4. PRODUKTIONSSTRATEGIE: Detaillierte Analyse der Produktionsstrategie, ihrer Ziele, der Entwicklungsphasen und eine Fallstudie zu dänischen Industrieunternehmen.
Schlüsselwörter
Produktionsstrategie, Operationsstrategie, Wettbewerbsfähigkeit, Wettbewerbsvorteil, Strategische Planung, Nutzeninnovation, Roter Ozean, Blauer Ozean, Lean Production, Wettbewerbsprioritäten, Fertigungsmanagement, Prozessorientierung, Strategische Resonanz, Marktanforderungen, Unternehmensstrategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die strategische Relevanz der Produktion in modernen Industrieunternehmen und untersucht, wie Produktionsentscheidungen als Wettbewerbsvorteil genutzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Anwendung von Unternehmens-, Operations- und Produktionsstrategien sowie die Analyse von Marktanforderungen und Wettbewerbsprioritäten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die strategischen Möglichkeiten innerhalb der Produktion zu erklären und aufzuzeigen, wie diese mit der allgemeinen Unternehmensstrategie verknüpft werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Managementtheorien sowie eine empirische Auswertung von Daten der International Manufacturing Strategy Survey (IMSS).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Strategie, die Spezifika der Operations- und Produktionsstrategie sowie praktische Entwicklungs- und Implementierungsschritte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Produktionsstrategie, Wettbewerbsvorteil, Nutzeninnovation, Lean Production und strategische Resonanz.
Was versteht man unter "Strategischer Resonanz"?
Strategische Resonanz beschreibt den ganzheitlichen Einklang zwischen den Fähigkeiten der Produktion und den Anforderungen des Marktes, unterstützt durch eine klare Geschäftsstrategie.
Wie unterscheidet sich die Strategie im "roten" vom "blauen" Ozean?
Im roten Ozean kämpfen Firmen im bestehenden Wettbewerb um Marktanteile, während im blauen Ozean durch Nutzeninnovationen neue, bisher unbesetzte Märkte erschlossen werden.
Welche Rolle spielt die dänische IMSS-Studie?
Sie dient als konkretes Fallbeispiel, um die Anwendung theoretischer Produktionsstrategien in realen Industriebetrieben und deren Leistungskennzahlen zu validieren.
- Quote paper
- Melike EROL (Author), 2008, Produktionsstrategien als Wettbewerbsfaktor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171919