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Wissen und Umgang von Lehrkräften im Primarbereich mit Schüler*innen mit Stottersymptomatik

Eine Online-Umfrage zum Status quo mit Implikationen für Forschung und Praxis

Titel: Wissen und Umgang von Lehrkräften im Primarbereich mit Schüler*innen mit Stottersymptomatik

Bachelorarbeit , 2025 , 55 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Stottern gehört zu den häufigsten Redeflussstörungen im Kindesalter und kann den schulischen Alltag sowie die soziale Teilhabe von Schüler*innen erheblich beeinflussen. Lehrkräfte nehmen dabei eine zentrale Rolle ein, da sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch kommunikative Rahmenbedingungen im Unterricht gestalten. Dennoch wird das Thema in der Lehrkräftebildung bislang nur am Rande behandelt.

Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Bachelorarbeit, über welches Wissen und welche Handlungskompetenzen Lehrkräfte im Primarbereich im Umgang mit Stottersymptomatik verfügen und wie sich dies im Unterricht widerspiegelt. Im Fokus stehen dabei sowohl fachliche Kenntnisse zu Ursachen, Symptomen und Verlauf als auch konkrete pädagogische Strategien sowie subjektive Einschätzungen der eigenen Handlungssicherheit.

Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Online-Befragung von Lehrkräften mit Berufserfahrung im Primarbereich. Durch die systematische Erhebung und Auswertung der Daten wird ein aktueller Einblick in den schulischen Umgang mit Stottern ermöglicht.

Ziel der Untersuchung ist es, den Status quo sichtbar zu machen und daraus Impulse für die Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung sowie für die schulische Praxis abzuleiten. Die Ergebnisse leisten damit einen Beitrag zur Frage, wie Schüler*innen mit Stottersymptomatik im Unterricht besser unterstützt und in ihrer Teilhabe gestärkt werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Begriffsdefinition und Erscheinungsformen von Stottern

2.2 Prävalenz und Häufigkeit von Stottern im Kindes- und Grundschulalter

2.3 Ursachen, Symptome und Verlauf von Stottern

2.4 Auswirkungen von Stottern auf schulische Teilhabe und psychosoziale Entwicklung

2.5 Rolle von Lehrkräften im Umgang mit Schüler:innen mit Stottersymptomatik

2.6 Fördermöglichkeiten im schulischen Kontext

2.7 Ziele der vorliegenden Arbeit

3. Methodik

3.1 Forschungsdesign

3.2 Stichprobe

3.3 Erhebungsinstrumente

3.4 Durchführung und Analyse der Online-Umfrage

4. Ergebnisse

4.1 Einschätzung von Kompetenzen im Umgang mit Stottern

4.2 Wahrnehmung und Bedeutung des Stotterns im Unterrichtsalltag

4.3 Wissensstand der Lehrkräfte über Stottern im Kindesalter

4.4 Strategien im Umgang mit betroffenen Schüler:innen im Unterricht

4.5 Wahrgenommener Weiterbildungsbedarf

5. Diskussion

5.1 Interpretation der Ergebnisse im Kontext bestehender Forschung

5.2 Implikationen für die Lehrkräftebildung und schulische Praxis

5.3 Limitationen der Studie

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Wissensstand sowie die Handlungsfähigkeiten von Lehrkräften im Primarbereich beim Umgang mit Schüler:innen, die Stottersymptome zeigen, um Defizite in der pädagogischen Praxis zu identifizieren und Empfehlungen für eine bessere Unterstützung abzuleiten.

  • Grundlagen des Stotterns im Kindesalter und dessen Auswirkungen auf die schulische Teilhabe.
  • Analyse der Selbsteinschätzung von Lehrkräften hinsichtlich ihrer fachlichen Kompetenzen.
  • Ermittlung des tatsächlichen Wissensstandes zu Ursachen und Symptomatik.
  • Untersuchung der im Unterricht eingesetzten Strategien und Fördermaßnahmen.
  • Ableitung von Handlungsbedarfen für die Lehrerbildung und schulische Fortbildung.

Auszug aus dem Buch

2.5 Rolle von Lehrkräften im Umgang mit Schüler:innen mit Stottersymptomatik

Lehrkräften kommt im Unterricht eine Schlüsselrolle zu, da sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Rahmenbedingungen für Kommunikation und soziale Interaktion gestalten. Ihr Verhalten ist ein wesentlicher Faktor dafür, ob Schule für Kinder mit Stottersymptomatik als unterstützend oder belastend erlebt wird (Sandrieser, 2023; Neumann et al., 2016).

In der universitären Lehramtsausbildung spielt das Thema Stottern bislang kaum eine Rolle. Inhalte zu Redeflussstörungen werden in den meisten Curricula nicht systematisch behandelt, sodass Lehrkräfte in der Regel ohne spezifisches Wissen in den Beruf starten (Sandrieser, 2023). Der erste Kontakt mit der Symptomatik erfolgt meist erst dann, wenn ein betroffenes Kind in der eigenen Klasse unterrichtet wird. In dieser Situation sehen sich Lehrkräfte mit der Herausforderung konfrontiert, das erforderliche Wissen eigenständig zu erwerben, was häufig zu Unsicherheiten und Fehlinterpretationen führt (Sandrieser, 2023; Thum, 2024). Unflüssigkeiten werden in diesem Zusammenhang etwa als Unkonzentriertheit, Überforderung oder mangelnde Vorbereitung gedeutet, während Vermeidungsverhalten fälschlich als Desinteresse oder Provokation interpretiert wird (Sandrieser, 2023). Für Lehrkräfte ist essenziell, diese Muster zu erkennen und korrekt einzuordnen, um Benachteiligungen zu verhindern und die aktive Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen (Brügge und Mohrs, 2006; Sandrieser, 2023).

Neben der Erfassung der Symptomatik ist das konkrete Verhalten im Unterricht von zentraler Bedeutung. Ungeduld, vorschnelle Hilfestellungen, Bagatellisierungen oder das demonstrative Abwenden des Blicks verstärken Gefühle von Scham und fördern Rückzug (Sandrieser, 2023). Da Lehrkräfte als Vorbilder fungieren, wirkt sich ihre Reaktion ebenso auf das Verhalten der Mitschüler:innen aus. Ein respektvoller und unterstützender Umgang ist demnach ein wesentlicher Faktor, um Hänseleien vorzubeugen und ein positives Klassenklima zu fördern (Sandrieser, 2023; Akmese, 2024).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas im schulischen Kontext und definiert das Ziel, den Wissensstand von Lehrkräften zu Stottersymptomen systematisch zu erfassen.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Fundierung zu Stottern, einschließlich Symptomatik, Ursachen, Auswirkungen auf die soziale Teilhabe sowie der spezifischen Rolle von Lehrkräften.

3. Methodik: Hier wird das quantitative Forschungsdesign der Online-Umfrage, die Stichprobenzusammensetzung von 63 Lehrkräften sowie die Struktur der eingesetzten Erhebungsinstrumente detailliert beschrieben.

4. Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die Daten der Befragung hinsichtlich der Selbsteinschätzung, des Fachwissens, der angewandten Unterrichtsstrategien sowie des Bedarfs an weiteren Fortbildungen.

5. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch in den Kontext aktueller Forschung eingeordnet, um Implikationen für die pädagogische Praxis und Lehrkräftebildung zu identifizieren sowie die Limitationen der Studie aufzuzeigen.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und schließt mit Empfehlungen für die bildungspolitische Gestaltung und zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Stottern, Lehrkräfte, Primarbereich, Grundschule, Redeflussstörung, Inklusion, Handlungsfähigkeit, Fortbildungsbedarf, Unterrichtsalltag, schulische Teilhabe, pädagogische Kompetenz, Symptomatik, Stigmatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von stotternden Kindern in Grundschulen und analysiert, wie gut Lehrkräfte auf den Umgang mit dieser speziellen Symptomatik vorbereitet sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen das fachliche Wissen über Stottern, die psychologischen Auswirkungen auf die betroffenen Kinder sowie die pädagogischen Strategien im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Hauptziel ist die Erfassung des Status quo bei Lehrkräften, um zu verstehen, welche Wissenslücken bestehen und welche Handlungsansätze in der Lehrerbildung zukünftig forciert werden sollten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine quantitative deskriptive Online-Befragung von 63 Lehrkräften, die im Primarbereich tätig sind.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Part, der den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu Stottern zusammenfasst, und einen empirischen Part, der die Umfrageergebnisse detailliert darlegt.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Stottern, Lehrkräfte, Inklusion, pädagogische Kompetenz und schulische Teilhabe.

Welche Fehlannahmen korrigiert die Studie bezüglich des Stotterns?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Stottern keine psychische Störung ist, die durch Stress ausgelöst wird, sondern eine komplexe Redeflussstörung mit neurobiologischen Grundlagen, die nicht automatisch in der Pubertät verschwindet.

Was ist die zentrale Empfehlung für den Unterricht?

Lehrkräfte sollten keine diagnostische oder therapeutische Rolle einnehmen, sondern ein unterstützendes Lernumfeld schaffen, in dem Stottern enttabuisiert und durch klare Kommunikationsregeln der Druck von den Kindern genommen wird.

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Details

Titel
Wissen und Umgang von Lehrkräften im Primarbereich mit Schüler*innen mit Stottersymptomatik
Untertitel
Eine Online-Umfrage zum Status quo mit Implikationen für Forschung und Praxis
Hochschule
Universität zu Köln  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
55
Katalognummer
V1719210
ISBN (PDF)
9783389189290
ISBN (Buch)
9783389189306
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stottern Stottersymptomatik Redeflussstörung Primarbereich Grundschule Lehrkräfte Lehrerkompetenz Handlungskompetenz Wissen von Lehrkräften Unterrichtspraxis Sprachförderung Schüler:innen Sprachstörungen Kommunikationsstörung schulische Teilhabe Inklusion Sonderpädagogik Förderschwerpunkt Sprache Unterrichtsstrategien pädagogischer Umgang Lehrerbildung Fortbildungsbedarf Online-Umfrage quantitative Studie empirische Forschung Bildungsforschung Ursachen von Stottern Symptome von Stottern Verlauf von Stottern neurobiologische Grundlagen psychosoziale Auswirkungen Unterrichtsalltag Klassenklima Nachteilsausgleich Differenzialdiagnostik Sprachentwicklung schulische Förderung Lehrer-Schüler-Interaktion evidenzbasierte Praxis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2025, Wissen und Umgang von Lehrkräften im Primarbereich mit Schüler*innen mit Stottersymptomatik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1719210
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Leseprobe aus  55  Seiten
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