Interpretation des Kartenblattes L7934 München


Wissenschaftliche Studie, 2005
18 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. stichwortartige Einordnung des Kartenblattes

2. Gliederungsskizze

3. Physischgeographische Interpretation
3.1 GemeindePuchheim
3.2 Stadtgebiet München
3.3 Naherholungsgebiet Forstenrieder Park
3.4 Klima und Vegetation

4. Anthropogeographische Interpretation
4.1 Siedlungsgenese
4.2 Ortsnamen
4.3 städtischer Grundriss
4.4 Infrastruktur

Quellennachweis

1. stichwortartige Einordnung des Kartenblattes

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Gliederungsskizze

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3. Phvsischgeographische Interpretation

3.1 Gemeinde Puchheim Morphologie

Der Raum I ist nur punktuell besiedelt, beispiels­weise im Raum Gröbenzell und Germering, an­sonsten ist viel Freifläche erkennbar, welche wei­testgehend ungenutzt anmutet. Reliefunterschiede sind kaum zu erkennen. Das Gebiet liegt zwischen 500 und 550m ü. M., übersteigt diese Höhejedoch mit 563m lediglich an der Stelle Lindbühel Schan­ze. Hier ist ein steil ansteigendes Relief erkenn­bar, welches sich durch dichter werdende Isohyp­sen manifestiert.

Waldfläche ist ebenfalls wenig zu finden, nur die Aubinger Lohe. Ansonsten domi­niert Wiese- und Weidefläche. Das Gebiet gehört zur so genannten Münchener Schotterebene, die glazial respektive periglazial geprägt ist.

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Das untersuchte Gebiet 1 verfügt über keine größere Fließgewässer, aller­dings über einige kleinere Seen re­spektive Bäche, welche hauptsächlich nach Nordosten hin entwässern. Auffal­lend ist, dass trotz geringer Abfluss­möglichkeiten für den Niederschlag, in dem Gebiet keine Moorflächen zu fin­den sind. Dies ist auf die Wasserdurch­lässigkeit des Untergrundes der Mün­chener Schotterebene zurückzuführen.

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Im Bereich der Lindbühel Schanze - der höchsten Stelle in Raum I (44,50/53,33) - sind vier Wasserbehälter und ein Pumpwerk festzuhalten. Das Grundwasser wird an dieser Stelle an die Oberfläche befördert und weitergeleitet.

Geologie

Geologisch dominiert der Schotter den Bereich 1. Gleichwohl finden sich im Bereich Gröbenzell anmoorige Böden. Dies lässt auf eine künstliche Veränderung des Gebie­tes schließen, wie sie es vor allem im Bereich der Bahntrassen der Fall gewesen sein könnte (Vgl. dazu: LIEDTKE/MARCINEK (2001), S. 131 ff.).

Boden

Die Torfflächen der Moore im Raum I waren einst mächtig, sind aber größtenteils ausgebeutet und kultiviert. Die stark durch das Grundwasser beeinflussten Boden­einheiten, Gleye und Niedermoorböden, sind nur beschränkt ackerfähig. Vorausset­zung für die ackerbauliche Nutzung dieser Standorte ist deren Entwässerung. Dar­aus folgt ein Absinken des Grundwasserspiegels, welches Folgen für die natürliche Vegetation haben kann.

3.2 Stadtgebiet München Morphologie

Nahezu das gesamte Gebiet 2 ist besiedelt. Aus diesem Grunde lassen sich natürli­che Begebenheiten kaum noch auskundschaften. Das Stadtgebiet ist sehr stark ver­dichtet und weist nur wenigen Grünflächen oder Parkanlagen auf. Einschneidend in das Relief ist die Isar, welche das Gebiet auf 140m ü NN einschneidet. Ansonsten liegen die Höhenangaben mit ca. 500 bis 550m ü NN auf einem ähnlichen Niveau wie das gesamte Umland.

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Hydrologie

Auffallend sind die Flüs­se Isar und Würm, da das Gebiet ansonsten sehr arm an Oberflä­chengewässern ist. Le­diglich künstlich angeleg­te Gewässer, wie diejeni­gen um das Olympiasta­dion oder beim Schloss Nymphenburg sind er­kennbar.

Das Gebiet scheint über große Grundwasservorkommen zu verfügen, wie aus dem Vorhandensein einiger Pumpwerke, beispielsweise (44,62/53,39) oder Wasserbe­hälter, bei (44,73/53,39), sowie anhand zahlreicher Schichtquellen an den Teilfel­dern der Niederterrasse ergeht. Der Flussverlauf der Isar verändert sich im Stadtge­biet. Dies deutet auf eine künstliche Flussausrichtung hin.

Geologie

Bei dem Gebiet 2 handelt es sich um die Schotterebene von München, die durch die Schmelzwässer der Eiszeiten, insbesondere der Würmeiszeit, ins Leben gerufen worden ist. Die in der Eiszeit entstandenen Gletscherbäche transportieren nach und während den Eiszeiten große Mengen an Schottermaterial von den Moränen ab. Da­durch entstandene Schotterfelder, welche aus runden Steinen und aus Sanden be­stehen, weisen eine hohe Wasserdurchlässigkeit auf. Die Folge ist die große Spei­cherwirkung des Untergrundes (Vgl. dazu: LIEDTKE/MARCINEK (2001), S. 472 ff.).

An den Eiszeittälern der Würm und der Isar lassen sich die Niederterassenflächen erkennen (Isohypsen, die parallel zum Fluss verlaufen), es gibt ein Dreiterrassensys­tem, wobei die Flußauen das vierte System bilden.

Das Klima in der späteren Würmkalt- respektive Würmeiszeit war äußerst wechsel­haft, so dass sich der Gletscher unregelmäßig zurückziehen musste. Die Würm wurde durch stärkeren Schmelzwasserfluss eingetieft. Blieb der Gletscher stehen, so la­gerte der schwächere Fluss den Schotter ab. Daraus ergab sich ein Wechsel von Aufschüttung und Eintiefung, weshalb sich die Würm zu einem Trompetentälchen entwickelte. Ein solches Tal entsteht dadurch, dass ältere Sander durch jüngere zer­schnitten werden; deren Aufschüttungsfläche ist zunächst schmal und verbreitet sich dann in Fließrichtung trompetenförmig.

Boden

Die abnehmende Mächtigkeit der Schotterschicht bedingt das Abklingen der Entwick­lungstiefe der Böden. Bedingt durch die sehr hohe Durchlässigkeit und das geringe Filtervermögen sind die Parabraunerden respektive Ackerparabraunerden im südli­chen Bereich, aus landwirtschaftlicher Sicht nur von mediokrer Ertragsfähigkeit.

3.3 Naherholungsgebiet Forstenried

Morphologie

Raum 3 ist von Waldflächen geprägt. Das Gebiet fällt nach Norden ab. Nur wenig Besiedlung, entlang der Würm respektive Isar. Es können 2 Landschaftsräume unter­schieden werden: in den Süden mit leicht kuppigem Altmoränenrelief und in den Nordteil mit der reliefarmen Schotterebene. Es kann vermutet werden, dass das Ge­biet zur Naherholung für die Stadtbewohner dient. In Buchendorf lassen sich altgla­ziale Landschaftsformen entdecken, dort sieht man flachwellig Wechsel der Höhenli­nien und ein wenig ausgeprägtes Trockental.

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Dieses Gebiet wurde bei der letzten Eiszeit, nicht mehr vom Gletscher eingenom­men, daher wurde es durch ausgewehte Deckschichten ausgeglichen. Der Raum um Leutstetten sticht heraus, da er über ein sehr bewegtes Relief mit zahlreichen Kup­pen verfügt. Ebenfalls anhand der Höhenlinien erkennbar ist der Aufstieg des Zun­genbeckens des Starnbergersees auf die Endmoräne

Hydrologie

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Kartenausschnitt aus: BAYERISCHES LANDE S VE RMESSUNG SAMT: Top50_V3_BYS"

Auffallend sind die Flüsse Isar und Würm, ansonsten ist das Gebiet Oberflä­chengewässerarm. Das einzige Oberflä­chenwasser entspringt nordöstlich von Deisenhofen, der Hachinger Bach (44,71/53,22). Im Südwesten, vor der Endmoräne bei Leutstetten sieht man ein versumpftes Gebiet, ein glaziales Be­cken. Durch die Senkung des Wasser­spiegels dieses Zungenbeckens ist eine Moorlandschaft entstanden. Auch hier sind Pumpwerke und Wasserbehälter vorhanden, z.B. bei Königswiesen (44,53/53,24), bei Buchenhain/ Baier­brunn (44,61/53,20) und bei Deisenho­fen/ Oberhaching (44,68/53,21).

Geologie

Bei dem Gebiet handelt es sich um die Schotterebene von München, die durch die Schmelzwässer der Eiszeiten (insbesondere durch die der Würmeiszeit) entstanden ist. Die in der Eiszeit entstandenen Gletscherbäche transportieren nach und während den Eiszeiten große Mengen an Schottermaterial von den Moränen ab (Vgl. dazu: LIEDTKE/MARCINEK (2001), S. 470 ff.).

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Details

Titel
Interpretation des Kartenblattes L7934 München
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V171932
ISBN (eBook)
9783640944071
ISBN (Buch)
9783640944378
Dateigröße
4129 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interpretation, kartenblattes, l7934, münchen
Arbeit zitieren
Daniele Lupardi (Autor), 2005, Interpretation des Kartenblattes L7934 München, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171932

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