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Die „SPIEGEL-Affäre“ und ihre Folgen

Zur Vorgeschichte, zum Verlauf und zu den langfristigen Folgen des größten Verstoßes gegen die Pressefreiheit in der Bundesrepublik Deutschland

Titel: Die „SPIEGEL-Affäre“ und ihre Folgen

Wissenschaftliche Studie , 2005 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniele Lupardi (Autor:in)

Weltgeschichte - Moderne Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Jahre 1962 kam es während der Regierungszeit des deutschen Bundeskanzlers Konrad ADENAUER zu einem für die Geschichte der Presse im Deutschland der Nachkriegszeit bis auf dem heutigen Tage einmaligen Ereignis, welches die Gemüter aller Bevölkerungsschichten auf das Äußerste reizte und welche die Frage nach der im § 5 des Grundgesetzes (GG) für die Bundesrepublik Deutschland garantierte „Meinungs-, Informations-, Pressefreiheit“ aufwarf. Was war geschehen? Um den Auslöser des Skandals in seiner ganzen Dimension zu durchleuchten, ist es vonnöten, zunächst einmal einen Blick auf die politische Konstellation des Jahres 1962 zu werfen und sich dann, aus dieser heraus, dem Sachverhalte zu nähern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Die SPIEGEL-Affäre

I.1 Hintergründe

I.2. Sachverhalt

I.3. Die Verarbeitung des Sachverhaltes

I.3.1. Die soziale Ebene

I.3.2. Die politische Ebene

I.3.3. Die rechtliche Ebene

II Bewertung und Folgen

II.1. Die öffentliche Ebene

II.1.1. Reaktionen in der Bevölkerung

II.1.2. Ansätze der Außerparlamentarischen Opposition

II.1.3. Die Presse

II.2. Die politische Ebene

II.2.1. Die Aufwertung des Parlaments

II.2.2. Der Rücktritt Konrad Adenauers

II.2.3. Die Person Franz Josef Strauß

II.3. Die rechtliche Ebene

II.3.1. Die Landesverratsparagraphen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die SPIEGEL-Affäre von 1962, um deren Vorgeschichte, den eskalierenden Verlauf und die weitreichenden politischen sowie rechtlichen Konsequenzen für die junge Bundesrepublik Deutschland zu analysieren.

  • Politische Rahmenbedingungen und das Klima der "Umarmungspolitik" in den 1960er Jahren
  • Der Hergang der Affäre: Von der NATO-Manöverkritik bis zur Verhaftungswelle
  • Die Rolle der öffentlichen Meinung und das Aufkommen eines neuen Bürgerbewusstseins
  • Auswirkungen auf die parlamentarische Kultur und den Rücktritt Adenauers
  • Langfristige rechtliche Folgen im Kontext der Pressefreiheit und Landesverratsparagraphen

Auszug aus dem Buch

I.1 Hintergründe

Im Jahre 1962 kam es während der Regierungszeit des deutschen Bundeskanzlers Konrad ADENAUER zu einem für die Geschichte der Presse im Deutschland der Nachkriegszeit bis auf dem heutigen Tage einmaligen Ereignis, welches die Gemüter aller Bevölkerungsschichten auf das Äußerste reizte und welche die Frage nach der im § 5 des Grundgesetzes (GG) für die Bundesrepublik Deutschland garantierte „Meinungs-, Informations-, Pressefreiheit“ aufwarf. Was war geschehen? Um den Auslöser des Skandals in seiner ganzen Dimension zu durchleuchten, ist es vonnöten, zunächst einmal einen Blick auf die politische Konstellation des Jahres 1962 zu werfen und sich dann, aus dieser heraus, dem Sachverhalte zu nähern.

1962 stellte eine Koalition aus CDU/CSU und FDP die Regierung, deren einzige, nicht jedoch ernst zu nehmende Opposition die SPD bildete. Mit dem Ziele, in einer Großen Koalition an der Regierung beteiligt zu sein, näherte sich die SPD so weit als möglich an die Politik der CDU/CSU. Herbert WEHNER prägte daher den zutreffenden Ausdruck der „Umarmungspolitik“.

Das Magazin DER SPIEGEL wurde zu dieser Zeit als besonders regierungskritisch eingestuft und fungierte gleichsam, in Ermangelung einer echten Opposition, als eine Ersatzopposition. Besonders die Militärpolitik, aber auch die Person des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef STRAUß bot den Redakteuren des SPIEGELs immer wieder die Okkasion harscher Kritik. STRAUß, der das militärische Konzept der „Massive Response“ auch dann noch verfolgte, als der amerikanische Präsident John Fitzgerald KENNEDY längst zur „Flexible Response“ übergegangen war, erntete selbst unter der Elite der Bundeswehr Kritik.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die SPIEGEL-Affäre: Dieses Kapitel erläutert die politische Ausgangslage des Jahres 1962, den konkreten Sachverhalt rund um den SPIEGEL-Artikel "Bedingt abwehrbereit" und die ersten Reaktionen auf das staatliche Vorgehen.

II Bewertung und Folgen: Hier werden die Auswirkungen der Affäre auf die öffentliche Meinung, die politische Landschaft der Bundesrepublik sowie die langfristigen rechtlichen Anpassungen der Landesverratsparagraphen detailliert analysiert.

Schlüsselwörter

SPIEGEL-Affäre, Pressefreiheit, Konrad Adenauer, Franz Josef Strauß, Landesverrat, NATO, Bundeswehr, Außerparlamentarische Opposition, Grundgesetz, Demokratie, Rechtsstaat, Umarmungspolitik, Militärpolitik, Journalismus, Regierungsverantwortung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die SPIEGEL-Affäre von 1962 als einen prägenden Moment der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte, der die Pressefreiheit und das Demokratieverständnis auf die Probe stellte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die politische Konstellation der 1960er Jahre, der Verlauf der staatlichen Repressionen gegen den SPIEGEL sowie die gesellschaftlichen und politischen Folgen, wie der Rücktritt Adenauers.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist die systematische Aufarbeitung des Verlaufs der Affäre sowie die Einordnung der Ereignisse hinsichtlich ihrer langfristigen Bedeutung für die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in der Bundesrepublik.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur sowie zeitgenössischen Dokumenten und Berichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Hintergründe und den Sachverhalt sowie eine detaillierte Bewertung der Folgen auf der sozialen, politischen und rechtlichen Ebene.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Wichtige Schlagworte sind Pressefreiheit, Landesverrat, politische Krise, Opposition und Demokratieentwicklung.

Welche Rolle spielte Franz Josef Strauß in der Affäre?

Er fungierte als Verteidigungsminister und war eine zentrale Figur der Affäre, dessen direktes Eingreifen und anschließender Rücktritt maßgeblich den Verlauf der Krise bestimmten.

Wie veränderte die Affäre das Verhältnis der Bürger zum Staat?

Die Affäre löste eine bisher ungekannte Indignation in der Bevölkerung aus, die zu verstärktem politischen Engagement und der Entstehung eines kritischen Bürgerbewusstseins führte.

Was änderte sich an der rechtlichen Bewertung von Landesverrat?

Als Konsequenz aus der Affäre wurden die unscharfen Definitionen des Landesverrats später eingeengt, um eine klare Differenzierung zwischen Spionage und journalistischer Tätigkeit zu ermöglichen.

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Details

Titel
Die „SPIEGEL-Affäre“ und ihre Folgen
Untertitel
Zur Vorgeschichte, zum Verlauf und zu den langfristigen Folgen des größten Verstoßes gegen die Pressefreiheit in der Bundesrepublik Deutschland
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Veranstaltung
Die BRD von den Anfängen bis zur Wiedervereinigung
Note
1,0
Autor
Daniele Lupardi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V171954
ISBN (eBook)
9783640915712
ISBN (Buch)
9783640916108
Sprache
Deutsch
Schlagworte
folgen vorgeschichte verlauf folgen verstoßes pressefreiheit bundesrepublik deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniele Lupardi (Autor:in), 2005, Die „SPIEGEL-Affäre“ und ihre Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171954
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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