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Transkulturelles Schreiben in Deutschland am Beispiel der türkischen Migrantinnen Aysel Özakın und Emine Sevgi Özdamar

Titel: Transkulturelles Schreiben in Deutschland am Beispiel der türkischen Migrantinnen Aysel Özakın und Emine Sevgi Özdamar

Examensarbeit , 2009 , 81 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Laura Freyer (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ausgehend von Wolfgang Welschs transkulturellem Kulturkonzept, welches sich in den ausgewählten Romanen von Aysel Özakın und Emine Sevgi Özdamar darstellt, steht der Auseinandersetzung mit dem literarischen Werk dieser Autorinnen eine theoretische Beschäftigung mit Kultur- und Identitätsbegriffen voran. Die Analyse der literarischen Werke der Autorinnen soll daher auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, sondern sich neben der Identitätsthematik, auf transkulturelle Aspekte beziehen, die sich je nach Schriftstellerin auf unterschiedliche Art und Weise in ihren Publikationen manifestieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Frauen in der Türkei – Schreibende Türkinnen in Deutschland

1.1. Frauen in der türkischen Gesellschaft

1.2. Türkische Frauen in Deutschland

1.3. Literarische Themen

2. Transkulturalität in der postmodernen Gesellschaft – eine kulturelle Begriffsreform

2.1. Der traditionelle Kulturbegriff

2.2. Transkulturalität

2.2.1. Monadisierung

2.2.2. Lebensformen

2.2.3. Cross-Culture

2.3. Zwischenfazit

2.4. Die Verbindung von Literatur, Transkulturalität und Weiblichkeit

3. Die Konstruktion von Identität und Rolle

3.1. Rolle, Rollenhandeln und Rollendistanz

3.2. Relevanz des theoretischen Identitätskonzepts für die Interpretation der MigrantInnenliteratur

4. Aysel Özakın: Kultur und Weiblichkeit überschreiten Grenzen

4.1. Migrationserfahrungen

4.2. Geschlechterrolle und Weiblichkeit

4.3. Zwischenfazit

5. Emine Sevgi Özdamar: „Grenzgängerin und Sprachwechslerin“

5.1. Der Roman ‚Karawanserei’ als türkische Frauengeschichte

5.2. Die Bedeutung und Funktion von Sprache

5.3. Zwischenfazit

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das literarische Schaffen der türkisch-deutschen Autorinnen Aysel Özakın und Emine Sevgi Özdamar vor dem Hintergrund transkultureller Identitätskonzepte. Ziel ist es, die oft einseitige Wahrnehmung dieser Literatur als bloße „Gastarbeiterliteratur“ zu hinterfragen und den transkulturellen Wert ihrer Werke als soziale Dokumente herauszuarbeiten.

  • Wolfgang Welschs Konzept der Transkulturalität als theoretischer Rahmen
  • Konstruktion von Identität und Rolle in der MigrantInnenliteratur
  • Die Rolle der Weiblichkeit im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne
  • Literarische Strategien zur Überwindung kultureller Stereotype
  • Die Bedeutung von Sprache als Medium der Identitätsfindung und Grenzüberschreitung

Auszug aus dem Buch

2.1. Der traditionelle Kulturbegriff

Der Naturrechtsphilosoph Samuel Pufendorf (1632–1694) prägte Ende des 17. Jahrhunderts Kultur als autonomen Begriff, als Kollektivsingular, der nun vereinheitlichend alle Tätigkeiten und Äußerungen eines Volkes, einer Gesellschaft oder Nation unter sich zusammenfassen sollte. Seine verbindliche und bis heute gültige Form erhielt der Begriff aber erst rund hundert Jahre später durch Johann Gottfried Herder (1744 – 1803, deutscher Dichter und Denker). Herder nannte drei dem Kulturbegriff zugehörige Charakteristika: Erstens Abgrenzung nach außen: Jede Kultur hat genau definierte und scharf gezogene Grenzen und damit auch mindestens einen spezifischen Unterschied zu anderen Kulturen. Den definitorischen Kern bildet das zweite Charakteristikum, das Volk selbst, denn jede Kultur ist fest an ein Volk geknüpft, das sowohl den Träger, als auch den Produzenten bildet und dafür sorgt, dass das spezifische Wesen der Kultur entfaltet wird. Die Vereinheitlichungsfunktion bildet das dritte Charakteristikum. Sie beinhaltet die Forderung, dass die Kultur sowohl das Leben des Einzelnen, als auch das aller Mitglieder der Gesellschaft prägen soll, so dass jede Handlung und jedes Objekt zu einem eindeutig erkennbaren Bestandteil genau dieser Kultur wird.

Welsch stellt fest, dass ein solch veralteter Kulturbegriff – falls er jemals mehr als ein rein theoretisches Konstrukt war – auf gegenwärtige Gesellschaften nicht mehr anwendbar ist. Die Lebensläufe ein und desselben Volks verlaufen heute hochgradig verschieden und die verschiedenen Milieus haben keinen gemeinsamen Nenner mehr: Welsch ist davon überzeugt: „so uniform lebt man in der Moderne nicht mehr“.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Auseinandersetzung mit deutsch-türkischer Literatur aus einer pädagogischen und kulturwissenschaftlichen Perspektive heraus.

1. Frauen in der Türkei – Schreibende Türkinnen in Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Hintergrund türkischer Frauen und kritisiert den Klischee-geprägten Türkeidiskurs in Deutschland.

2. Transkulturalität in der postmodernen Gesellschaft – eine kulturelle Begriffsreform: Hier wird Welschs Konzept der Transkulturalität eingeführt, um traditionelle, als überholt geltende Kulturbegriffe kritisch zu hinterfragen.

3. Die Konstruktion von Identität und Rolle: Es wird diskutiert, wie Identität und Rollenhandeln in einer komplexen Migrationsgesellschaft als dynamische Prozesse verstanden werden müssen.

4. Aysel Özakın: Kultur und Weiblichkeit überschreiten Grenzen: Die Analyse von Aysel Özakıns Werk fokussiert auf Migrationserfahrungen und das Aufbrechen traditioneller Geschlechterrollen.

5. Emine Sevgi Özdamar: „Grenzgängerin und Sprachwechslerin“: Dieses Kapitel widmet sich Özdamars Sprachstil und der Darstellung von Identität durch die Verbindung von türkischen und deutschen Sprachmustern.

6. Fazit: Das Fazit reflektiert die Erkenntnisse und betont die Notwendigkeit, Literatur unabhängig von ethnischen Zuschreibungen als ästhetische und soziale Produkte zu betrachten.

Schlüsselwörter

Transkulturalität, MigrantInnenliteratur, Identität, Aysel Özakın, Emine Sevgi Özdamar, Weiblichkeit, Kulturkonzept, Migration, Rollenhandeln, Gastarbeiterliteratur, Postmoderne, Interkulturelles Lernen, Geschlechterrolle, Literaturwissenschaft, Grenzüberschreitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische Schaffen von türkisch-deutschen Autorinnen und analysiert, wie diese ihre transkulturelle Identität und die damit verbundenen Herausforderungen thematisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Transkulturalität, die Konstruktion weiblicher Identität, die Kritik an traditionellen Kulturbegriffen und die Bedeutung der Sprache in der Migrationsliteratur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Literatur von Aysel Özakın und Emine Sevgi Özdamar nicht als „Migrantenliteratur“ zu stigmatisieren, sondern ihren Wert als hochqualitative, transkulturelle Literatur zu würdigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die durch soziologische und kulturwissenschaftliche Ansätze (insbesondere Wolfgang Welschs Konzept der Transkulturalität) ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Transkulturalität und Identität sowie in die spezifische Werk-Analyse der Autorinnen Özakın und Özdamar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Transkulturalität, Identitätsbalance, MigrantInnenliteratur und die Analyse der weiblichen Rolle in der Gesellschaft charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von herkömmlichen Interpretationen?

Anstatt die Autorinnen auf eine „Opferrolle“ oder reine Migrationserfahrungen zu reduzieren, betrachtet die Arbeit ihre Texte als bewusste, individuelle künstlerische Leistungen.

Warum spielt die „Sprache“ eine solch zentrale Rolle bei Emine Sevgi Özdamar?

Özdamar nutzt das Spiel mit Metaphern und die Vermischung von türkischen und deutschen Sprachstrukturen, um Fremdheit und Identität als fließende, nicht greifbare Konzepte darzustellen.

Ende der Leseprobe aus 81 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Transkulturelles Schreiben in Deutschland am Beispiel der türkischen Migrantinnen Aysel Özakın und Emine Sevgi Özdamar
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Deutsche Sprache und Literatur II)
Note
1,7
Autor
Laura Freyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
81
Katalognummer
V171968
ISBN (eBook)
9783640915781
ISBN (Buch)
9783640915385
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migrantenliteratur Gender Transkulturalität Türkei Identität Frauen in der Türkei Aysel Özakın Emine Sevgi Özdamar Schreiben in Deutschland Die blaue Maske Das Leben ist eine Karawanserei
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Freyer (Autor:in), 2009, Transkulturelles Schreiben in Deutschland am Beispiel der türkischen Migrantinnen Aysel Özakın und Emine Sevgi Özdamar, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171968
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Leseprobe aus  81  Seiten
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