Die vorliegende Studie befasst sich mit Akteuren und Handlungsräumen auf dem Gebiet der bildenden Kunst in der Euroregion Neiße. Als konkretes Forschungsfeld diente dabei das Projekt „Künstler der Euroregion Neiße“. Die Untersuchung setzte zu einem Zeitpunkt an, als sich die Organisatoren um eine Optimierung des Projektes bemühten.
Die Euroregion Neiße, die im weiteren Sinne Gegenstand der Untersuchung ist, ist nicht etwas in der Realität Gegebenes, sondern im Wesentlichen noch immer ein Postulat. Bestenfalls ist diese Region im Entstehen. Um dem Prozess der europäischen Einigung Gehalt und Dynamik zu geben, wurde der Begriff der Euroregion Neiße als politisches Instrument für koordinierte Strukturmaßnahmen aus der Taufe gehoben. Gemeint ist damit das Dreiländereck, in dem sich die Oberlausitz, die ehemals niederschlesische Region in Polen und das tschechische Gebiet um Liberec (Reichenberg) und Turnov (Turnau) treffen. Der Grenzfluss Neiße liefert die regionale und übergreifende Symbolik. Die vorherige Außengrenze der Europäischen Union (EU) gab dieser trinationalen Region eine zusätzliche Teilung.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Die Euroregion Neiße
- 2.1. Kurze historische Streiflichter
- 2.2. Wo der Westen auf den Osten trifft
- 3. Bildende Künstler in der Region - ein Leben ohne lautes Kunstgeschrei
- 3.1. Gesellschaftliche Wahrnehmung und regionale Künstler
- 3.2. Bildende Künstler im deutschen Teil der Euroregion
- 3.3. Künstler im Riesengebirge
- 3.4. Nordböhmische Künstler
- 3.5. Vermittelnde Instanzen in der Region
- 4. Das Projekt „Künstler der Euroregion Neiße“ - Versuch einer Annäherung
- 5. Zu den Barrieren
- 5.1. Dialog, Distinktionen, Wahrnehmungen
- 5.2. Von kunstgeschichtlichen Unterschieden und dem Beliebigkeitsspiel postmoderner Kunstausweitung
- 5.3. Kunstrezeption im Konflikt zwischen Künstler und Publikum
- 5.4. Barrieren aus der Sicht der Kunstvermittler
- 6. Zu den Möglichkeiten
- 6.1. Möglichkeiten von Künstlern und deren kreatives Potential
- 6.2. Möglichkeiten aus der Kunstvermittlung heraus
- 6.3. Die Sprache der Kunst und die daraus erwachsenen Möglichkeiten
- 7. Schlussbemerkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Studie befasst sich mit Akteuren und Handlungsräumen auf dem Gebiet der bildenden Kunst in der Euroregion Neiße. Als konkretes Forschungsfeld diente dabei das Projekt „Künstler der Euroregion Neiße“. Die Untersuchung setzte zu einem Zeitpunkt an, als sich die Organisatoren um eine Optimierung des Projektes bemühten.
- Das Projekt „Künstler der Euroregion Neiße“ als Beispiel für die Zusammenarbeit von Künstlern aus drei Ländern
- Die Rolle von Kunstvermittlern bei der Förderung von grenzüberschreitenden künstlerischen Austausch
- Die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der kulturellen Vielfalt der Euroregion Neiße ergeben
- Die Bedeutung von Kunst als Mittel zur Überwindung von Barrieren und zur Förderung des Verständnisses zwischen Kulturen
- Der Einfluss von historischen und politischen Faktoren auf die künstlerische Entwicklung in der Region
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung Das erste Kapitel führt in das Thema der Studie ein und stellt den Forschungskontext sowie die Relevanz des Projektes „Künstler der Euroregion Neiße“ dar.
- Kapitel 2: Die Euroregion Neiße Dieses Kapitel beleuchtet die historische und politische Entwicklung der Euroregion Neiße. Es werden die geografischen und kulturellen Besonderheiten des Dreiländerecks zwischen Deutschland, Polen und Tschechien beleuchtet.
- Kapitel 3: Bildende Künstler in der Region - ein Leben ohne lautes Kunstgeschrei Dieses Kapitel untersucht die Situation der bildenden Künstler in der Region, ihre gesellschaftliche Wahrnehmung und ihre Arbeitsbedingungen. Es werden die künstlerischen Szenen in Deutschland, Polen und Tschechien im Vergleich betrachtet.
- Kapitel 4: Das Projekt „Künstler der Euroregion Neiße“ - Versuch einer Annäherung Dieses Kapitel analysiert das Projekt „Künstler der Euroregion Neiße“ im Detail. Es werden die Ziele und die Organisation des Projektes sowie die Erfahrungen der beteiligten Künstler und Kunstvermittler beleuchtet.
- Kapitel 5: Zu den Barrieren Dieses Kapitel befasst sich mit den Herausforderungen, die sich bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Künstlern in der Euroregion Neiße stellen. Es werden die Themen Dialog, Distinktionen, Wahrnehmungen, künstlerische Unterschiede und die Rezeption von Kunst im Konflikt zwischen Künstler und Publikum behandelt.
- Kapitel 6: Zu den Möglichkeiten Dieses Kapitel analysiert die Chancen und Potenziale, die sich aus der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Künstlern in der Euroregion Neiße ergeben. Es werden die Möglichkeiten der Künstler selbst, die Rolle der Kunstvermittlung und die Bedeutung der künstlerischen Sprache für den interkulturellen Austausch beleuchtet.
Schlüsselwörter
Euroregion Neiße, bildende Kunst, Künstler, Kunstvermittlung, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, kulturelle Vielfalt, interkultureller Austausch, historische Entwicklung, politische Rahmenbedingungen, Herausforderungen, Chancen, Projekt „Künstler der Euroregion Neiße“
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Euroregion Neiße?
Es handelt sich um ein Dreiländereck zwischen Deutschland (Oberlausitz), Polen (Niederschlesien) und Tschechien (Liberec/Turnov), das als politisches Instrument für grenzüberschreitende Zusammenarbeit dient.
Was war das Ziel des Projektes „Künstler der Euroregion Neiße“?
Das Projekt zielte darauf ab, die Zusammenarbeit von bildenden Künstlern aus den drei beteiligten Ländern zu fördern und den kulturellen Austausch zu optimieren.
Welche Barrieren gibt es bei der grenzüberschreitenden Kunstzusammenarbeit?
Die Studie nennt unter anderem sprachliche Hürden, unterschiedliche kunstgeschichtliche Traditionen sowie Konflikte in der Wahrnehmung zwischen Künstlern und Publikum.
Welche Rolle spielen Kunstvermittler in dieser Region?
Kunstvermittler fungieren als wichtige Instanzen, die den Dialog fördern, Ausstellungen organisieren und helfen, kulturelle Unterschiede zu überbrücken.
Kann Kunst zur europäischen Einigung beitragen?
Ja, die Arbeit betont das kreative Potenzial von Künstlern und die "Sprache der Kunst" als Mittel zur Überwindung von Grenzen und zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses.
- Quote paper
- Ramona Faltin (Author), 2005, Bildende Künstler zwischen Breslau, Prag und Dresden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172004