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Diamanten in Namibia: Herkunft - Entstehung - Gewinnung

Titel: Diamanten in Namibia: Herkunft - Entstehung - Gewinnung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die erste Erwähnung und Beschreibung von Kristallen und mit hoher Wahrscheinlichkeit von Diamanten soll in einem Sanskrit-Text aus Indien entstammen (vermutlich zwischen320-296 v. Chr. verfasst). Die klassischen Länder, in denen Diamantvorkommen erstmals entdeckt wurden, waren also Indien und Indonesien (Borneo). In Indien wurden die Diamanten damals nicht bearbeitet, erst im 14. Jahrhundert begannen europäische Schleifwerkstätten, die Flächen der Diamanten zu polieren. Der Diamantenpolierer VanBerquem hat die Erzeugung symmetrisch geordneter Facetten mittels einer Mischung aus Öl und Diamanten im 15. Jahrhundert erfunden. Diese Verarbeitung verlieh dem Schmuckstein mehr Brillanz (Feuer). Die indischen alluvialen Lagerstätten deckten lange Zeit den Nachfragebedarf ab, bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts auch in Brasilienergiebige Diamantvorkommen entdeckt wurden, welche für etwa 150 Jahre die vor allem auf dem europäischen Markt weiter steigende Nachfrage sicherten. Diese neuen und ertragreichen Diamantfelder wurden um 1721 in Brasilien entdeckt. Ende des 19.Jahrhunderts waren die brasilianischen und indischen Vorkommen erschöpft. Im selben Zeitraum kam in Afrika das Diamantfieber auf. In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts entdeckte man dort zunächst sekundäre alluviale Diamantvorkommen in Südafrika.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Diamanten Produktionsländer

2. Größen/Klassifizierung

2.1. Diamantenverwendung

2.2. Eigenschaften und Verwendung

3. Entstehung von Diamanten

3.1. Primäre und sekundäre Lagerstätten

3.2. Entstehung in der Natur

3.2.1 Kimberlit

3.2.2 Lamproit

3.2.3. Meteorit

3.2.4. Kontinent-Kontinent Kollision

3.3. Künstliche Herstellung

4. Diamantgewinnung in Namibia

4.1. Historische Entwicklung

4.2. Entstehung des Sperrgebietes

4.3. Entwicklung nach der Kolonialzeit

4.4. Geisterstadt Kolmanskuppe

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die geologischen und historischen Hintergründe der Diamantvorkommen in Namibia. Dabei steht die Untersuchung der Entstehungsprozesse von Diamanten in der Natur im Zentrum sowie die Analyse der wirtschaftlichen und historischen Entwicklung der Diamantgewinnung in Namibia seit ihrer Entdeckung im Jahr 1908.

  • Physikalische Eigenschaften und Klassifizierung von Diamanten
  • Geologische Entstehungsbedingungen (primäre und sekundäre Lagerstätten)
  • Methoden der künstlichen Diamantherstellung
  • Historische Entwicklung des Diamantenabbaus in Namibia
  • Das "Sperrgebiet" und der Aufstieg der Geisterstadt Kolmanskuppe

Auszug aus dem Buch

3.2. Entstehung in der Natur

Für die Bildung von Diamanten in der Natur werden Mindestdrücke von 45.000 – 55.000bar und eine Temperatur von 1000-1500°C benötigt. Folglich müssen primäre Lagerstätten, also Muttergesteine, in denen Diamanten auftreten, aus einer entsprechenden Erdentiefe stammen (140-170km). Muttergesteine, in denen Diamanten in der Natur als akzessorischer Gemengeanteil in Erscheinung treten, sind Kimberlite und Lamproite. Diese sogenannten Kimberlitschlote treten in Diatreme in Erscheinung. Das sind röhrenartige, beinah senkrechte Förderkanäle eines Vulkans. Diatreme fördern heißes Material aus großer Tiefe explosiv (teilweise mit Überschallgeschwindigkeit) nach oben und daher erfährt das mitführende Gestein eine schnelle Abkühlungsgeschwindigkeit, so dass der Kohlenstoff nicht als Graphit sondern durch die schnellere Erstarrungstemperatur als modifizierter Diamant kristallisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Diamanten Produktionsländer: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die weltweiten Diamantvorkommen, von frühen Funden in Indien bis zur Entdeckung der Lagerstätten in Afrika im 19. Jahrhundert.

2. Größen/Klassifizierung: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen zur Einteilung von Diamanten anhand der vier "c" (clarity, colour, carat, cut) sowie ihre physikalischen Eigenschaften und industriellen Verwendungsmöglichkeiten erläutert.

3. Entstehung von Diamanten: Dieses Kapitel behandelt die geologischen Ursprünge von Diamanten, differenziert zwischen Primär- und Sekundärlagerstätten und erläutert sowohl die natürliche Entstehung in der Erdtiefe als auch künstliche Syntheseverfahren.

4. Diamantgewinnung in Namibia: Der Hauptteil widmet sich der namibischen Diamantgeschichte, von den ersten Funden 1908, der administrativen Entstehung des Sperrgebietes bis hin zum Aufstieg und Niedergang der Geisterstadt Kolmanskuppe.

Schlüsselwörter

Namibia, Diamanten, Lagerstätten, Kimberlit, Sperrgebiet, Kolmanskuppe, Kohlenstoff, Schmuckstein, Industriediamanten, Geologie, Bergbau, Alluviale Ablagerungen, Synthetische Diamanten, De Beers, August Stauch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herkunft, der geologischen Entstehung und der historischen sowie modernen Gewinnung von Diamanten mit speziellem Fokus auf Namibia.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Klassifizierung von Diamanten, ihre Entstehungsprozesse, die verschiedenen Lagertypen sowie die Geschichte der Diamantförderung im namibischen Sperrgebiet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die geologische Entstehung von Diamanten zu geben und die spezifische wirtschaftsgeschichtliche Entwicklung der namibischen Diamantenindustrie aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer fundierten Auswertung geologischer, mineralogischer und historischer Fachpublikationen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Diamanten in der Natur (Kimberlite, Lamproite), künstliche Herstellungsmethoden sowie die historische Entwicklung des Abbaus in den namibischen Küstenregionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Diamanten, Namibia, Sperrgebiet, Kimberlit, Lagerstätten und die Geschichte der Ausbeutung dieses wertvollen Rohstoffs.

Was unterscheidet das Sperrgebiet von anderen Abbaugebieten?

Das Sperrgebiet wurde historisch durch die Deutsche Kolonialverwaltung definiert, um den unkontrollierten Diamantenabbau zu regulieren und die Gewinne zu sichern, was zur Ansiedlung ganzer Orte wie Kolmanskuppe führte.

Welche Rolle spielte August Stauch bei den Funden in Namibia?

August Stauch war maßgeblich an der Erschließung der Diamantenfelder beteiligt, nachdem sein Arbeiter Zacharias Lewala 1908 den ersten Diamantstein bei Lüderitz entdeckt hatte.

Wie werden Diamanten heute in Namibia gewonnen?

Heute erfolgt die Förderung primär durch das Unternehmen Namdeb, wobei neben dem Tagebau auch großtechnische marine Methoden wie spezielle Seeschiffe zum Einsatz kommen.

Warum wurde Kolmanskuppe zur Geisterstadt?

Die Stadt verlor ihre Lebensgrundlage, als sich die Abbauaktivitäten nach 1928 weiter in den Süden nach Oranjemund verlagerten, was zur Aufgabe der Siedlung und schließlich zur Übernahme durch die Wüste führte.

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Details

Titel
Diamanten in Namibia: Herkunft - Entstehung - Gewinnung
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Geographie)
Veranstaltung
Physische Geographie (Namibia)
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V172056
ISBN (eBook)
9783640917877
ISBN (Buch)
9783640917785
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diamant Diamantenabbau Lagerstätten Namibia Kimberlit Lamproit Meteroit Kolmanskuppe Lüderitz Diamanteigenschaften Diamantennormung Cut Clarity Colour Karat Diamantenverwendung Diamantenvorkommen Diamanthandel Off/Onshore Diamantenfund Diamantenhändler
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2010, Diamanten in Namibia: Herkunft - Entstehung - Gewinnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172056
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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