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„Sozialpsychologische Aspekte der Abhängigkeit von Designerdrogen und Möglichkeiten sozialpädagogischer Intervention“

Title: „Sozialpsychologische Aspekte der Abhängigkeit von Designerdrogen und Möglichkeiten sozialpädagogischer Intervention“

Bachelor Thesis , 2010 , 51 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Romy Diezel (Author)

Psychology - Social Psychology
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Summary Excerpt Details

Meine Beweggründe für die Bearbeitung und Auseinandersetzung mit dem oben genannten Thema beruhen auf persönlichen Erfahrungen. Da ich in der Technoszene meine Jugend verbracht habe und diese Szene auch jetzt noch einen großen Bestandteil meines Lebens darstellt, habe ich viele Freunde gehabt, die in eine Abhängigkeit von synthetischen Drogen geraten sind. Für die meisten stellte der Drogenkonsum von Designerdrogen nur eine Phase dar, die sie dann mit Aufnahme einer Ausbildung, Arbeit oder Studium wieder beendeten. Jedoch habe ich Bekannte, die selbst nach zehn Jahren noch keinen Schlussstrich ziehen konnten. Erst vor kurzem bekam ich die erschütternde Nachricht, dass ein guter Bekannter aufgrund der Folgen seiner Abhängigkeit Selbstmord begangen hat, welcher auch der Grund und die Motivation, dieses Thema zu bearbeiten, war.
Dabei stand die wesentliche Frage im Vordergrund, warum ein Jugendlicher überhaupt in eine Abhängigkeit gerät? Warum es gerade in dieser Entwicklungsphase zu einem gesteigerten Risiko kommt? Und welche Hilfen hierzu in Deutschland angeboten werden?

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt vor allem auf entwicklungspsychologischen Aufgaben im Jugendalter, unter Einbezug des gesellschaftlichen Wandels und Ursachenmodellen, wie es zu einer Abhängigkeit kommen kann. Leider ist es an dieser Stelle sehr schwierig, den sozialpsychologischen Blickwinkel beizubehalten und kann nur bedingt berücksichtigt werden.

Vorab möchte ich darauf hinweisen, dass sich diese Arbeit nur auf Jugendliche im Alter von 12- 25 Jahren, beider Geschlechter und allen Sozialschichten bezieht. Zudem werde ich die Jugendkultur Technoszene um ein Vielfaches mit in diese Arbeit integrieren. Da ich aus persönlichen Erfahrungen erlebt habe, dass der Drogenmissbrauch zwar in eine Abhängigkeit führen kann und als beunruhigend erachtet, jedoch nicht zwingend als höchstproblematisch eingeschätzt werden muss, beruht diese Arbeit ausschließlich auf dem Begriff der Abhängigkeit. Des Weiteren werde ich mich nur auf synthetische Drogen beziehen und nur kurz den Mischkonsum anreißen. Keine Berücksichtigung bei sozialpädagogischen Interventionen fanden hierbei andere Hilfesysteme, wie Ärzte und Polizei.
Diese Differenzierung habe ich gewählt, weil die Erarbeitung der Thematik zu weitläufig geworden wäre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Begriffsbestimmung

1.1 Sozialpsychologie

1.2 Designerdrogen- synthetische Drogen

1.3 Sozialpädagogik

2 Abhängigkeit nach ICD- 10

3 Jugendalter aus der entwicklungspsychologischen Perspektive und dem gesellschaftlichen Wandel

3.1 Historischer Wandel der Pubertät

3.2 Zeitliche Abgrenzung der Jugendphase

3.3 Entwicklungsaufgaben des Jugendalters

3.4 Gesellschaftlicher Wandel und Problemstellungen

4 Jugendkultur Technoszene

5 Trias der Abhängigkeit

5.1 Mensch

5.2 Mittel

5.3 Milieu

6 Neurobiologischer Erklärungsansatz von Abhängigkeit

7 Sozialpädagogische Interventionsformen

7.1 Primärprävention

7.2 Sekundärprävention

7.3 Tertiärprävention

8 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht sozialpsychologische Aspekte der Abhängigkeit von Designerdrogen im Jugendalter (12-25 Jahre) und analysiert Möglichkeiten sozialpädagogischer Interventionen, wobei der Schwerpunkt auf den Risikofaktoren und dem Einfluss der Technoszene liegt.

  • Entwicklungspsychologische Aspekte des Jugendalters und identitätsstiftende Aufgaben.
  • Einfluss von gesellschaftlichem Wandel und individuellen Risikofaktoren.
  • Die Trias der Abhängigkeit (Mensch, Mittel, Milieu) als Erklärungsmodell.
  • Präventionsmöglichkeiten im Kontext von synthetischen Drogen und Technokultur.
  • Neurobiologische Erklärungsansätze für die Entstehung von Suchtverhalten.

Auszug aus dem Buch

Jugendkultur Technoszene

Aufgrund diesen gesellschaftlichen Problemen und dem damit verbundenen gesellschaftlichen Druck flüchten Jugendliche gern in eine Welt, in denen sie Druck abbauen und dem Alltag entfliehen können, ohne Verpflichtungen und den gesellschaftlichen Ansprüchen die an sie gestellt werden. Dabei spielen Jugendkulturen eine große Rolle um zum Einen vom Alltag loslassen zu können und zum Anderen sich selber nach Außen hin abzugrenzen. Neben der Hip- Hop und Rock- Szene stellt eine sehr attraktive Jugendkultur hierbei die Technoszene dar, die sowohl Chancen, als auch potenzielle Risiken für Jugendliche birgt. Der Begriff der Szene ist ein Fachbegriff aus der Soziologie. „Jugendszenen sind soziale Netzwerke, in denen sich Jugendliche mit gleichen kulturellen Interessen und ähnlichen Weltanschauungen zusammenfinden.“ (Großegger, B.; Heinzlmaier, B., 2004, S. 6)

Techno könnte man als Oberbegriff verschiedener Stilrichtungen moderner elektronischer Tanzmusik mit schnellem, intensivem Rhythmus definieren. Wie schon erörtert verlangt die Gesellschaft den Jugendlichen immer höhere Anforderungen ab. Dabei kann man sich gerade in der Technoszene von all diesen Verpflichtungen und gesellschaftlichen Werten loslösen. Die Welt außerhalb der Szene, überspitzt ausgedrückt, ist geprägt von Stress, Intoleranz, Gewalt, Verpflichtungen und vorgegebenen Idealen. In der Technoszene existiert zwar ein stark gegliedertes soziales Wertesystem. Zu diesem Wertesystem gehören im Gegenzug dazu jedoch vor allem Aspekte wie Toleranz, Akzeptanz, Offenheit, Friedfertigkeit und Ehrlichkeit, wobei der am höchsten gehaltene Wert der Szene die Toleranz Anderer gegenüber darstellt. Dabei kann man feststellen, dass diese Werte stark von den Werten außerhalb der Szene abweichen. Somit macht es beispielsweise auch keinen Unterschied, welcher sozialer Schicht man angehört oder ob man homosexuell ist. „Die Partygäste sind nach Alter, Bildungsstand, Abstammung und sozialer Schicht bunt durcheinander gewürfelt, und genau das macht die Szene aus." (Wirth, N., 1996, S. 50)

Zusammenfassung der Kapitel

Begriffsbestimmung: Definition der zentralen Termini Sozialpsychologie, synthetische Drogen und Sozialpädagogik zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.

Abhängigkeit nach ICD- 10: Einordnung medizinischer Klassifikationen von Suchtstörungen und Differenzierung zwischen Suchtstoffkonsum, Missbrauch und Abhängigkeit.

Jugendalter aus der entwicklungspsychologischen Perspektive und dem gesellschaftlichen Wandel: Untersuchung der Entwicklungsaufgaben in Adoleszenzphasen unter Berücksichtigung soziologischer Wandlungsprozesse.

Jugendkultur Technoszene: Analyse der Technoszene als Schutz- und Risikoraum sowie deren soziologische Bedeutung für Jugendliche.

Trias der Abhängigkeit: Anwendung des Modells nach Kielholz und Ladewig zur Erklärung der Interaktion zwischen Mensch, Mittel und Milieu bei der Suchtentstehung.

Neurobiologischer Erklärungsansatz von Abhängigkeit: Erläuterung der neurobiologischen Mechanismen im Gehirn, die zur Entwicklung von Suchtverhalten führen.

Sozialpädagogische Interventionsformen: Darstellung präventiver Maßnahmen unterteilt in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention im Kontext der Drogenarbeit.

Schlussbetrachtung: Synthese der Erkenntnisse über Drogenkonsum bei Jugendlichen und Ableitung zukünftiger sozialpädagogischer Handlungsnotwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Abhängigkeit, Designerdrogen, Sozialpädagogik, Jugendalter, Prävention, Technoszene, ICD-10, Sucht, Adoleszenz, Trias der Abhängigkeit, Risikofaktoren, Synthetische Drogen, Jugendkultur, Drogenarbeit, Sozialpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht die sozialpsychologischen Hintergründe, die zur Abhängigkeit von synthetischen Drogen bei Jugendlichen führen, und beleuchtet passende sozialpädagogische Interventionsansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Entwicklungspsychologie des Jugendalters, soziologische Veränderungen, die Wirkweise von Designerdrogen, die Rolle der Technoszene sowie Suchtpräventionsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Jugendliche in Abhängigkeiten geraten, welche Risiken in dieser Lebensphase bestehen und welche Hilfestellungen in Deutschland existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Auswertung von Studien und der Anwendung theoretischer Modelle (wie der Trias der Abhängigkeit) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen, medizinische Suchtklassifikationen, entwicklungspsychologische Grundlagen, eine Analyse der Technoszene und die Erläuterung neurobiologischer sowie pädagogischer Präventionsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe umfassen Abhängigkeit, Jugendliche, Prävention, Designerdrogen, Sozialpädagogik und das Trias-Modell.

Welche Rolle spielt die Technoszene bei der Drogenproblematik?

Die Technoszene bietet einerseits einen Raum für soziale Akzeptanz und Identitätsfindung, birgt aber aufgrund ihres Umfelds und der spezifischen Partykultur Risiken für den Konsum synthetischer Drogen.

Wie wird das Trias-Modell nach Kielholz und Ladewig auf die Drogenproblematik angewandt?

Es dient als multikausaler Erklärungsrahmen, um die wechselseitige Beeinflussung von Person (Mensch), Substanz (Mittel) und sozialem Umfeld (Milieu) bei der Entstehung von Sucht darzustellen.

Warum ist die Unterscheidung in verschiedene Präventionsstufen wichtig?

Die Unterteilung in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention ermöglicht eine gezielte und zielgruppengerechte sozialpädagogische Intervention, je nachdem, ob ein Drogenkonsum noch verhindert werden soll oder bereits besteht.

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Details

Title
„Sozialpsychologische Aspekte der Abhängigkeit von Designerdrogen und Möglichkeiten sozialpädagogischer Intervention“
College
University of Vechta  (Institut für Soziale Arbeit, Bildungs- und Sportwissenschaften)
Grade
2,7
Author
Romy Diezel (Author)
Publication Year
2010
Pages
51
Catalog Number
V172149
ISBN (eBook)
9783640919147
ISBN (Book)
9783640919406
Language
German
Tags
aspekte abhängigkeit designerdrogen möglichkeiten intervention“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Romy Diezel (Author), 2010, „Sozialpsychologische Aspekte der Abhängigkeit von Designerdrogen und Möglichkeiten sozialpädagogischer Intervention“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172149
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