Oneirologie: Werdegang einer Forschung - von der Antike bis Heute


Studienarbeit, 2008

33 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung

1. Einführung

2. Der TraumalsMedizininderAntike
2.1 Göttlicher Arzt
2.2 Göttliche Krankheit

3. Philosophische Traumarbeit vor Freud
3.1 Ludwig Strümpell (1874)
3.2 Karl AlbertScherner (1861)
3.3 JohannesVolkelt (1875)
3.4 GeorgWilhelmFriedrichHegel (*1770)
3.5 Wilhelm Friedrich Hildebrandt (1875)
3.6 W. Robert (1886)
3.7 FriedrichScholz (1887)
3.8 ArthurSchopenhauer (*1788)

4. SigmundFreudswissenschaftliche Traumanalyse
4.1 Studium und Lehre
4.2 Freuds Annahmezum Traum
4.3 Mechanismendes Traums
4.4 Traumtypisierung
4.5 Analysearbeit

5. Carl Gustav Jungs tiefenpsychologische Theorie
5.1 Jungs Traumannahme und Gegensätze zu Freud

6. Schlafforschung
6.1 Entdeckung der REM-Schlaf-Phasen
6.2 Messung des Schlafs Die Messung im Labor
6.3 Die Schlafphasen und Darstellung im Diagramm
6.3.1 Der Wachzustand
6.3.2 Non-REM 1 Stadium
6.3.3 Non-REM 2 Stadium
6.3.4 Die Stadien Non-REM 3 und Non-REM 4
6.3.5 Der REM-Schlaf
6.4 Wissenschaftliche Traumdefinition und Typisierun
6.5 Träume von psychisch erkrankten Menschen
6.6 Luzide Träume und Traumerinnerung

7. Schlusswort

8 Literaturverzeichnis

1. Einführung

In der folgenden wissenschaftlichen Arbeit zum Seminar „Zeichen der Unruhe. Semiotische Zugänge zu Körper, Geschlecht und Sozialität II“, bei Herrn Prof. Dr. Dr. Rolf-Peter Warsitz, möchte ich den Werdegang des Traums beschreiben, wie die Thematik entstand und an welchem Punkt wir heute stehen. Mein bestreben ist es, nach Möglichkeit einen Überblick zu geben und das Wesentlichste anzusprechen.

In Punkt 1 „Der Traum als Medizin in der Antike“ soll aufdie religiöse Inkubation und die Rituale unter dem Heilgott Asklepios und Artverwandte Götter aus der griechischen Mythologie eingegangen werden, um den Aspekt der Religion im Hinblick auf den Traum aufzuzeigen, auch wenn dadurch andere Götter und die Epoche derÄgypter gänzlich vernachlässigt werden.

Der2. Punkt, „Philosophische Traumarbeit vor Freud“, soll einige Theorien deutschsprachiger Denker wiedergeben.

Das Hauptaugenmerk soll unter drittens auf den Ausarbeitungen Sigmund Freuds, mit seinen Erkenntnissen aus dem zuvor besprochenen Punkt und der Traumdeutung, liegen. Angesprochen werden die notwendigsten Darstellungsformen und Abwehr-Mechanismen des Traums, sowie die Triebe, die den Traum maßgeblich beeinflussen können.

Die Arbeit Carl Gustav Jungs ist unter Punkt 4 nur kurz gehalten. DerVersuch ist, dessen Theorie knapp anzuschreiben und die wesentlichen Gegensätze zu Sigmund Freud aufzuzeigen.

Es liegt nahe, die Schlafforschung aufgrund ihrer Aktualität ausführlicher zu beschreiben. Hierfür wird dem REM-Schlafund Non-REM-Schlafeine genügende Beachtung zu Teil. Kleinere Anmerkungen werden deutlich machen, dassjeder medizinische Bereich in der Schlafforschung vertreten ist und aufgrund meines Fachbereichs ist die Frage nach Träumen psychisch-kranker Menschen interessant. Das Thema „Traum und Traumforschung“, aber auch die Schlafforschung für sich genommen ist derart groß, dass vieles leider nur gerade ausreichend und exemplarisch beschrieben werden kann.

Deshalb ist es mein Ziel, so viele Informationen wie möglich unterzubringen, um dem Gesamtüberblick gerecht zu werden.

2. Der Traum als Medizin in der Antike

Es soll kurz auf die griechische Mythologie bzw. nur auf die für diese Arbeit wichtigen Informationen eingegangen werden. So beschreibe ich hier nur notwendige Erklärungen und möchte das Hauptaugenmerk aufdie Träume, deren Erscheinung und Darstellung legen.

2.1 Göttlicher Arzt

Im Allgemeinen gilt, die Seelenheilung in der Antike als Kult dem Asklepios, mit Rieten und Ritualen in der ein Arzt sich stolz „therapeutes seines patrios theos Asklepios“ nennen darf. Von hier aus gesehen sind also Psychotherapeuten Menschen, die um den Kult der Psyche besorgt sind. (vgl. Meier 1985, S. 13)

Die antiken Griechen gingen davon aus, man rufe diesen Gott an, da dieser die Krankheit ausgelöst habe und sie daher heilen könne.

Goethe schreibt hierzu passend:

„Die Dichter sagen uns von einem Speer, der eine Wunde, die er selbst geschlagen, durch freundliche Berührung heilen konnte“

(Goethe, Tasso IV. 4).

Die Priester des Asklepios sehen sich als koische Asklepiaden, abstammend vom Gottesvater Asklepios selbst, aber vom Mutterstamm des Herakles. Dieser litt der Legende nach unter Epilepsie und konnte gerade dadurch eine Epidemie abwenden. „Das Paradoxum der göttlichen Krankheit und des göttlichen Arztes.“ (Meier 1985, S.17ff)

Hippokrates führt im alten Griechenland die wissenschaftliche Medizin ein, kann diese aber nicht vollends etablieren. Auch die Asklepiaden praktizieren weiterhin. Heute ist Hippokrates unter dem hippokratischen Eid der Ärzteschaft bekannt und trägt das Symbol des schlangenumrankten Stabs des Asklepios. Allerdings hat sich aus der Antike die rein wissenschaftliche Medizin durchgesetzt und erst in neuerer Zeit wurde der Traum für die Psychologie wieder gefunden und interessant. Epidauros, die wahrscheinlich heiligste Kultstätte des Gottes Asklepios, nahe bei Argolis, ist etwa im 6. Jahrhundert v. Chr. entstanden und überdauert 1000 Jahre. Diese Stätte ist „ein abgegrenzter heiliger Bezirk des peribolos gewesen.“ (Meier 1985, S. 23) Dort haben die Menschen um Heilung gebeten und Träume empfangen, die Priester sind hierbei als Therapeuten tätig gewesen. Vergleichbar ist dies, in Ansätzen, mit einem heutigen Schlaf-/Traumlabor.

Später wurden in jeder größeren Stadt Asklepieien eingerichtet, „meist auf Traumanweisung hin oderdurch die Sybillinen. Das in Pergamon sollte Epidauros noch in Ruhm und Rang übertreffen“ (Meier 1985, S. 24 ff). Es lässt sich nicht archäologisch nachweisen, ob es diese prophetischen Sybillinen als Person wirklich gegeben hatte.

Der Gott der Heilung erscheint nur im Traum in seiner wahren Gestalt. Ansonsten, so überliefert in Sagen und Symbolen, als Tier, dem Hund oder der Schlange, bei der das Abwerfen der Haut als Heilung assoziiert wird. (vgl. Meier 1985, S. 44 ff) So erscheint er einem Römer, der ausgesendet wurde um den Gott wegen einer Pestepidemie nach Rom zu holen und als die Schlange im Tempel der Tiberinsel wieder seine wahre Gestalt des Gottes annimmt, ist die Pest vorüber oder er erscheint einer Frau, die einen persönlichen Briefvon Asklepios einem fast Erblindeten bringen soll, und als dieser diesen liest, ist er geheilt. (vgl. Meier 1985, S. 24 ff) So gibt es noch viele Überlieferungen.

Asklepios wirkt in Epiphanien, als Mensch-Gott steigt ervon der Erde in den Himmel und abermals wieder zur Erde nieder, wobei er die obere wie die untere Kraft erlangt, diese psychologische Wirksamkeit gewisser Orte manifestiert sich in unseren Träumen in geographischen Angaben (vgl. Meier 1985, S. 45) und lassen uns so immer neue Phantasiewelten entdecken, was zu jener mythischen Zeit ein Gottesgeschenk darstellt.

Trophonios, ein Halbbruder des Asklepios, trägt auch das Symbol der Schlange, diese ist zur Häutung fähig, das stellvertretend für die Wiedergeburt der Seele steht. (vgl. Meier 1985, S. 94 f)

Sarapis ist ebenfalls ein Heilgott und wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. in Alexandria eingeführt und auch Alexander der Große hat Sarapis verehrt. Die Translation einer Kolossalstatue des Sarapis erfolgt auf Traumanweisung hin von Sinope am Schwarzen Meere aus. (vgl. Meier 1985, S. 57) Diesem Gott, der oft auch mit einem von einer Schlange umrankten Stab dargestellt wird, kann man das Attribut der Schweigepflicht in der heutigen Medizin mit den Worten „favere linguis, die Zunge wahren“ (Meier 1985, S. 58) zuschreiben.

Unter den antiken Göttern der Heilung besteht ein Verwandtschaftsverhältnis und sie vereinen alle in etwa die gleichen Eigenschaften in sich. Ihnen ist allen der Hahn heilig und sie können auch in der Form der Schlange oder des Hundes erscheinen.

2.2 Göttliche Krankheit

Im Folgenden möchte ich etwas von der reinen Mythologie weggehen und die Sicht aufdie asklepischen Heiligtümer richten, in denen die Heilträume, manchmal auch durch Stellvertreter, empfangen wurden.

Zum Einlass in den Tempel muss man, im Traum oderVision, geladen worden sein, ansonsten stirbt man, (vgl. Meier 1985, S. 67) so heißt es bei Apuleius. Passender ist, „nur der, dem geholfen wurde, war berufen.“ (Meier 1985, S. 68)

Im Glauben ist die therapeutische Wirkung grenzenlos optimistisch - vor allem, wenn die herkömmliche Medizin versagt hat.

Vor Beginn des Schlafes gilt es, ein reinigendes Bad zu nehmen, damit es die Kontamination der Seele mit dem Körper auflöst und dadurch ersteres für den Kontakt mit dem Gott frei macht. Auch derjapanische Shintoismus kennt den Tempelschlaf mit völlig identischer Lustration. Auch heute können wir diesen Aspekt von Tod und Wiedergeburt in der religiösen Taufe wieder finden.

Es wurde im Abaton oderAdyton, dem Allerheiligsten, dem Raum, den Unbefugte nicht betreten durften, aufeiner Kline (Liege) geschlafen. Kline ist der Urwortstamm von Klinikum. (vgl. Meier 1985, S. 64 ff)

Sigmund Freud hat um 1900 versucht die Couch, als Assoziation der Liege, wieder einzuführen, wobei C. G. Jung mehr auf die Psychologie an sich Wert gelegt hat und dies nicht übernehmen wollte.

Während der Inkubation wurde der Heiltraum empfangen und nachdem man erwacht war, war man geheilt. Incubare wird von Herzog auch treffend als im Heiltraum schlafen (vgl. Meier 1985, S. 65 ff) übersetzt.

Heutzutage ist der Traumbestandteil einer Inkubation wohl eher ein klassischer Wunscherfüllungstraum, indem Asklepios als göttlicher Arzt assoziiert wird und der Kranke sich nach Erwachen als geheilt fühlt. Hierzu die passende Ansicht von Kaiser „Wo also das innere Gefühl der Krankheit personifiziert wird, und sich durch Symbole ausspricht, kann die Heilung eintreten.“ (Meier 1985, S. 68) Damals als Dankopfer im Traum verlangt, (vgl. Meier 1985, S. 70) werden die Klienten auch heute dazu angehalten, ihre Träume konkret aufzuschreiben. In der religiösen Mythologie kann der Gott Asklepios allerdings auch, bei versäumter Schuldzahlung, eine Lektion in Form eines Rückfalls verhängen. (vgl. Meier 1985, S. 71)

Andernorts empfangen die Priester der Krauken, stellvertretend für die Kranken, im Plutontempel Träume mit Angaben überÄtiologie und Therapie. Dies wurde tagelang ohne zu essen getan. (vgl. Meier 1985, S. 94) Hierbei wurde durch Hunger und Nahrungsmangel ein Trancezustand erreicht. Die Priester wurden hier zu „Mystagogen, Traumdeutern.“ (Meier 1985, S. 94)

In Lebadeia ist das Hauptheiligtum von Trophonios eine Höhle namens Saon. Vor dem Empfangen der Träume muss ebenfalls ein reinigendes Bad für Körper und Seele durchgeführt werden. Manchmal muss der Kranke mehrere Tage im Haus Agathos Daimon oder im Haus Agathe Tyche warten (vgl. Meier 1985, S. 95) bis der Priester, „durch Augurien und Haruspicien (Vogelschau und Wahrsagung aus Eingeweiden),“ (Meier 1985, S. 68) die Konsultation mit dem Gott zulässt. Der Konsultant steigt zur Höhle hinab und bleibt dort, ebenfalls ohne Essen, um den heilenden Traum zu schlafen. Alle Formen der Traumarbeit in der Antike sind weitgehend ein „schematischer Ablauf, der durch die Stelen von Epidauros belegt und übersetzt sind. So stellt sich dieser in etwa dar: N.N. kam mit der und der Krankheit, schlief im Abaton, hatte folgenden Traum und ging nach Entrichtung des Dankopfers gesund wiederweg. (Vgl. Meier 1985, S. 73 f)

Die Lustration und das Inkubationserlebnis wurden vielerorts und gerade im religiös-mythologischen Griechenland sehr ähnlich angewandt. Auch wenn die Durchführung anders scheint, ist das Ziel dennoch das Gleiche:

Das Empfangen von heilenden Träumen.

Noch in Kürze: Die Musik ist zu jener Zeit schon eine Form der Therapie. Asklepios verordnet seinen Patienten, ihre Dankopfer in Lieder- oder Gedichtsform zu verfassen, „weil die Bewegung ihrer Emotionen zu heftig geworden sei.“ (Meier 1985, S. 89) Dadurch wurde er zum „Patron der Gebildeten, Gelehrten und Künstler.“ (Meier 1985, S. 112) Erst in der Moderne ist die Musik als Therapie wieder erkannt worden.

3. Philosophische Traumarbeit vor Freud

In der Spätantike ist die Zeit der Heilgötter zu Ende gegangen. „Der Hass und Fanatismus derfrühen christlichen Bischöfe sind Gründe der eifrigen Zerstörung der Tempel von Sarapis und Asklepios.“ (vgl. Meier 1985, S. 121) Die Inkubation wurde im Paganismus, Heidentum, zwar noch fortgesetzt, nahm aber durch die starke Christianisierung immer weiter ab.

Erst die Philosophie des späten Mittelalters und der frühen Moderne greift das Thema Traum, und die Arbeit mit diesem, wieder auf.

Im folgenden Text möchte ich ein paar dieser Theorien aufgreifen, die auch zu Sigmund Freuds Traumdeutung und Psychoanalyse beigetragen haben.

3.1 Ludwig Strümpell(1874)

Er hat mit seiner Arbeit die Wissenschaft vom Traum auf eine neue Stufe gesetzt und entscheidende Studien durchgeführt. So erkennt er, dass im Schlafdie primären Denkprozesse die Vorstellungen bzw. Erinnerungsbilder von ihrem psychischen Wert abspalten und die Gesetze der Assoziation nackterVorstellungen herrschen. Das Gesetz derÄhnlichkeit, des Kontrastes, der Koexistenz, der Sukzession, der Beziehung von Mittel und Zweck oder Ursache und Wirkung bestimmen den unwillkürlichen Vorstellungsverlauf. Aber auch das Gefühl der Lust und Unlust und die am Tag bewusst wahrgenommenen wie die nicht verarbeiteten Eindrücke gehen im Traum einher. (Vgl. Strümpell 2005, S. 11 f)

Strümpell geht ganz klar nicht davon aus, anders als Schopenhauer, dass der Charakter des Träumenden das selbe Handeln und die selbe Rede haben wie im Wachzustand. „Wäre dies richtig, so müsste wohl jedermann von sich urteilen, dass er im Grunde ein ganz schamloses, unsittliches, verrücktes Individuum sei.“ (Volkelt 2005, S. 115)

3.2 Karl Albert Scherner (1861)

Scherner macht die Phantasie zum Ursprung des Trauminhalts, sagt aber gleichzeitig, dass wir im Traum nur das schon Erlebte darstellen können. Die symbolisierte Phantasie sei zuständig für die veränderte, verzerrte Darstellung und kann sogar als komplett Neues vermittelt werden. Er nennt dies „reproduktive Einbildungskraft des Wachens. Denn sie stellt eine handgreifliche, leibhaftige Wirklichkeit dar,“ (Volkelt 2005, S. 121) ganz und gar eigenständig und ohne aktive Verstandesprozesse. Er hat auch erkannt, dass der Traum in übertriebener und ungeheuerlicher Form (vgl Volkelt 2005 S. 122) sich darzustellen weiß, die Bildsprache in verschiedener Art zu interpretieren ist und so „den Begriff des steif Ragenden ebenso den Turm wie den Stab gebraucht.“ (Volkelt 2005, S. 122)

Auch die Affekte wie Angst, Entsetzen, Verwunderung usw. sieht er als eine Folge der Phantasie unter Einfluss von Reizen. Scherner unterscheidet diese in verschiedene körperliche Reize als Nervenreize aus den Organen und Schmerzensträume. Er benutzt unter anderem eine eigens entwickelte Theorie der Architektur des Hauses (vgl. Volkelt 2005, S. 124), in derjeder Reiz und Leibeszustand als Teil eines Hauses als Symbolik die Organreize darstellen, schließt aber andere Symboliken nicht aus.

Er hat mit seinen Gedanken zur Phantasie im Traum der Wissenschaft einen erheblichen Dienst geleistet. In kommenden wissenschaftlichen Ausarbeitungen über die Erforschung des Traums finden wir seine Gedanken immer wieder vor, wenn auch sein Name meist nicht genannt ist.

3.3 Johannes Volkelt (1875)

Anhand von über 80 Träumen beobachtet und analysiert Johannes Volkelt die Traumphantasie mit Anlehnung an Scherners Theorien. Volkelt erklärt die „Leibreize (ihre Struktur, Substanz und Motilität)“ (Volkelt 2005, S. 13) für die Phantasieentwicklung im Traum als ausschlaggebendes Merkmal und folgert, dass diese für die Symbolisierung verantwortlich sind. Der traumerzeugende Prozess ist eine Weltschöpfung im Kleinen und er ist davon überzeugt, die Möglichkeit des Hellsehens sei im Traum gegeben. (vgl. Volkelt 2005, S. 13)

Wo bei Strümpell der Trauminhalt als zusammen gestückte Szenerie des Erlebten beschrieben wird, geht Volkelt einen Schritt weiter und umschreibt diese passend mit der „Metaphorik der Theaterbühne und -spiels, die unter Lichtenberg (1800) als Mechanismen der Spaltung und Dramatisierung im Traum hervorgehoben wird und seither in der deutschen Literatur bekannt und übernommen worden ist.“

(Vgl. Volkelt 2005, S. 13 f).

[...]

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Oneirologie: Werdegang einer Forschung - von der Antike bis Heute
Hochschule
Universität Kassel
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
33
Katalognummer
V172207
ISBN (eBook)
9783640920174
ISBN (Buch)
9783640920105
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jung, Freud, Schlafforschung, Asklepios, Traum, Traumarbeit, Traumanalyse, Traumdeutung, Abwehrmechanismen, Träume, Schredl, Antike
Arbeit zitieren
Mano Anandason (Autor), 2008, Oneirologie: Werdegang einer Forschung - von der Antike bis Heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172207

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