In der vorliegende, klassische, wissenschaftliche Arbeit zum Thema „Angst‑Theorien und Modelle“ beziehe ich mich weitgehend auf die neueren Ausarbeitungen.
Diese beruhen natürlich alle, in den Anfängen, auf Freud, Banduras oder Mowrer. Die Theorien zur Sozialen Phobie, Agoraphobie und Panikattacken, sowie generalisierte Angststörungen werden beschrieben.
In Punkt 2 wird ein Einblick gegeben was Angst ist und wie sie biologisch entsteht.
Unter den Punkten 3 und 4 sind die klassischen Theorien der Reiz-Reaktion und Kognition beschrieben.
Das Hauptaugenmerk liegt, bis zu Punkt 9, auf den Theorien der speziellen Angststörungen, meist aus der Literatur „Fortschritte der Psychotherapie“.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- 1. Einleitung
- 2. Angst eine Existenzbedingung
- 2.1 Entstehung von Angst im Gehirn
- 2.2 Übergang zur krankhaften Angst
- 2.3 Allgemeines Vorkommen
- 3. Reiz-Reaktionstheoretische Ansätze
- 3.1 Konditionierungsmodell nach Watson
- 3.2 Zwei-Faktoren-Modell nach Mowrer und Miller
- 3.3 Triebtheorie nach Hull, Spence und Taylor
- 4. Theorien des kognitiven Erwerbs
- 4.1 Erlernte Hilflosigkeit nach Seligman
- 4.2 Selbstwirksamkeit nach Bandura
- 4.3 Angsthemmung nach Epstein
- 5. Soziale Phobie
- 5.1 Kognitives Modell nach Beck
- 5.2 Erweiterung durch Clark und Wells 1995
- 6. Agoraphobie und Panikattacke
- 6.1 Agoraphobie nach Goldstein und Chambless
- 6.2 Preparedness - Seligmans Untersuchung
- 6.3 Die Panikstörung
- 7. Generalisierte Angststörung
- 8. Spezifische Angststörung
- 9. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Theorien und Modellen der Angst. Sie beleuchtet die Entstehung und das Wesen von Angst, sowohl in ihrer normalen Form als auch im Kontext von Angststörungen. Dabei werden verschiedene Ansätze aus der Reiz-Reaktionstheorie, der kognitiven Psychologie und der Psychodynamik beleuchtet.
- Die Entstehung von Angst im Gehirn und ihr evolutionärer Hintergrund
- Klassiker Reiz-Reaktionstheoretische Modelle zur Erklärung von Angst
- Theorien des kognitiven Erwerbs von Angst, z.B. Erlernte Hilflosigkeit und Selbstwirksamkeit
- Die Rolle kognitiver Prozesse bei sozialen Phobien
- Theorien zu Agoraphobie, Panikattacken und generalisierten Angststörungen
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Die Einleitung bietet einen kurzen Überblick über den Inhalt der Arbeit und die untersuchten Theorien zur Angst. Kapitel 2 definiert Angst als eine primäre Grundemotion, die aus evolutionärer Notwendigkeit zum Überleben entstanden ist. Es werden die biologischen Grundlagen der Angst und ihr Entstehungsprozess im Gehirn erörtert, sowie der Übergang zur krankhaften Angst. Kapitel 3 behandelt verschiedene Reiz-Reaktionstheoretische Ansätze, wie das Konditionierungsmodell nach Watson, das Zwei-Faktoren-Modell nach Mowrer und Miller und die Triebtheorie nach Hull, Spence und Taylor. Kapitel 4 widmet sich Theorien des kognitiven Erwerbs von Angst, wobei Erlernte Hilflosigkeit nach Seligman, Selbstwirksamkeit nach Bandura und die Angsthemmung nach Epstein beleuchtet werden. Kapitel 5 beschreibt verschiedene Theorien zur sozialen Phobie, insbesondere das kognitive Modell nach Beck und dessen Erweiterung durch Clark und Wells. In Kapitel 6 werden Theorien zu Agoraphobie und Panikattacken behandelt, unter anderem die Theorien von Goldstein und Chambless sowie Seligmans Untersuchung der Preparedness. Kapitel 7 behandelt die generalisierte Angststörung, während Kapitel 8 spezifische Angststörungen beleuchtet.
Schlüsselwörter (Keywords)
Angst, Angststörungen, Reiz-Reaktionstheorie, Konditionierung, Zwei-Faktoren-Modell, Triebtheorie, kognitive Psychologie, Erlernte Hilflosigkeit, Selbstwirksamkeit, Soziale Phobie, Agoraphobie, Panikattacke, generalisierte Angststörung, spezifische Angststörung.
Häufig gestellte Fragen
Wie entsteht Angst aus biologischer Sicht?
Angst entsteht als biologische Reaktion im Gehirn und dient evolutionär als Überlebensmechanismus, um auf Bedrohungen schnell reagieren zu können.
Was besagt das Zwei-Faktoren-Modell nach Mowrer und Miller?
Dieses Modell kombiniert klassische und operante Konditionierung: Angst wird durch einen Reiz gelernt und durch Vermeidungsverhalten aufrechterhalten.
Was ist unter "erlernter Hilflosigkeit" nach Seligman zu verstehen?
Es beschreibt einen Zustand, in dem ein Individuum aufgrund negativer Erfahrungen glaubt, keine Kontrolle mehr über seine Situation zu haben, was zu Angst und Depression führen kann.
Welche kognitiven Modelle erklären die soziale Phobie?
Hier sind vor allem die Modelle von Beck sowie Clark und Wells zentral, die beschreiben, wie verzerrte Selbstwahrnehmung und negative Erwartungen soziale Ängste schüren.
Was ist der Unterschied zwischen Agoraphobie und einer Panikstörung?
Agoraphobie bezieht sich auf die Angst vor Orten, von denen eine Flucht schwierig scheint, während eine Panikstörung durch plötzlich auftretende, intensive Angstanfälle gekennzeichnet ist.
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- Diplom Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Mano Anandason (Author), 2010, Angst - Theorien und Modelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172214