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Die Diagnostik der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Der lange Weg zur Diagnose

Title: Die Diagnostik der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Diploma Thesis , 2009 , 96 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Frauke Schuhmann (Author)

Psychology - General
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Summary Excerpt Details

Als das Thema meiner Diplomarbeit feststand haben mich viele meiner Freunde und Bekannten danach gefragt. Es gab viele verschiedenen Reaktionen auf das Thema Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung. Die Reaktionen reichten von „Ach das schon wieder“, über „die Krankheit gibt es doch gar nicht“, „sind das die Kinder die immer so rumzappeln?“, „Häh? Was ist das denn?“ bis hin zu „Wow, das klingt sehr interessant“. Die Reaktionen auf diese Krankheit fallen breit gefächert aus, was die Recherchen zu diesem Thema nicht wirklich leicht macht. Es wimmelt nur so vor Büchern über die hyperkinetische Störung, auch hier reicht die Spannbreite über gute Fachliteratur und Ratgebern für Eltern und Pädagogen bis hin zu Büchern die es sich zum Thema gemacht haben, den Standpunkt zu vertreten das diese Krankheit überhaupt nicht existiert und eine Erscheinung der letzten Jahrzehnte ist. Am meisten wird in der Literatur wohl das Thema der medikamentösen Therapie der Störung diskutiert. Alles in allem kann man sagen dass der Wirkstoff Methylphenidat zu den am besten erforschten Wirkstoffen in der Medizin gehört. Allerdings werden ich in meiner Arbeit allgemein auf das Thema Therapiemöglichkeiten von ADHS nicht eingehen, denn dieses würde den Rahmen der Arbeit sprengen.

Insgesamt habe ich meine Diplomarbeit in 3 Teile eingeteilt:

Teil 1: Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom- Was ist das?

Teil 2: Die Diagnostik des Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom

Teil 3: Mögliche Verfahren zur Diagnose des Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom

Der erste Teil soll erklärend auf die ganze Thematik hyperkinetische Störung einwirken. Er dient somit der Einführung in das Thema. Dabei sollen Fragen beantwortet werden, wie: Wie lautet die Symptomatik der Störung?; Was sind die Ursachen für die Entstehung der Störung?; Was ist differentialdiagnostisch bei dieser Störung zu beachten?

Im Teil 2 will die Arbeit allgemein auf die Diagnostik der hyperkinetischen Störung eingehen. Dabei werden bestimmte Verfahren die dabei zur Anwendung kommen nur benannten, aber nicht im Detail besprochen. Das soll dann im Teil 3 erfolgen.

Im 3. Teil werden dann konkrete Verfahren zur Diagnostik besprochen und es soll die Frage beantwortet werden, ob ausreichend Tests bzw. Verfahren zur Diagnostik der Störung vorhanden sind und welche Qualität sie haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom- Was ist das?

1.1 Die Symptomatik der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung

1.1.1 Kernsymptom Hyperaktivität

1.1.2 Kernsymptom Impulsivität

1.1.3 Kernsymptom Unaufmerksamkeit

1.2 Ursachen und Einflussfaktoren der Störung

1.2.1 Die genetischen Ursachen

1.2.2 Prä- und perinatale Einflüssen

1.2.3 Neurochemische Ursachen

1.2.4 Neuro-anatomische Besonderheiten

1.2.5 Psychosoziale Einflüsse

1.2.6 Nahrungsmittelallergien und Schadstoffe

1.3 Komorbidität bei ADHS

1.3.1 Oppositionelle Störung

1.3.2 Depressive Störungen

1.3.3 Angststörungen

1.3.4 Tic-Störungen oder Tourette-Syndrom

1.3.5 Lern- und Teilleistungsstörungen

1.3.5.1 Legasthenie

1.3.5.2 Dyskalkulie

1.3.5.3 Zentrale auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung

1.3.6 Zusammenfassung zur Komorbidität bei ADHS

2 Die Diagnostik der ADHS

2.1 Wie kommt man zur Diagnose?

2.2 Kriterien zur Diagnosestellung: Die Klassifikationssystem ICD-10 und DSM-IV

2.2.1 Diagnostik nach ICD-10

2.2.2 Diagnostik nach DSM-IV

2.2.3 Die Gütekriterien der beiden Klassifikationssysteme

2.2.3.1 Die Reliabilität

2.2.3.2 Die Validität

2.3 Das Diagnostische Vorgehen

2.3.1 Exploration

2.3.2 Klinischer Untersuchungsbefund

2.3.3 Verhaltensbeobachtung

2.3.4 Fragebogenverfahren

2.3.5 Testpsychologische Untersuchung

2.3.5.1 Intelligenztests

2.3.5.2 Konzentrationstests

2.3.5.3 Spezielle Leistungstests

2.3.5.4 Persönlichkeitsfragebögen

2.3.6 Organische Diagnostik

2.3.6.1 Blutuntersuchung

2.3.6.2 Untersuchung beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt

2.3.6.3 Apparative Diagnostik

3 Der möglichen Verlauf einer störungsspezifischen ADHS-Diagnostik

3.1 Klinisches Interview

3.2 Fragebogenverfahren

3.2.1 ADHS-Bogen von Döpfner und Lehmkuhl

3.2.2 Conner-Fragebögen

3.2.3 Strength and Difficulties Questionnaire (SDQ)

3.2.4 Fremdbeurteilungsbogen für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (FBB-ADSH) / Fremdbeurteilungsbogen für Hyperkinetische Störungen (FBB-HKS)

3.3 Aufmerksamkeits- und Konzentrationstests

3.3.1 Der Aufmerksamkeitsbelastungstest d2

3.3.2 Konzentrations-Handlungsverfahren für Vorschulkinder (KHV-VK)

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit widmet sich einer umfassenden Analyse der Diagnostik bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Ziel der Arbeit ist es, die Komplexität des Diagnoseprozesses darzustellen, die relevanten Klassifikationssysteme (ICD-10 und DSM-IV) gegenüberzustellen und die Bandbreite an diagnostischen Verfahren – von der Exploration bis hin zu testpsychologischen und apparativen Methoden – kritisch zu beleuchten.

  • Symptomatologie und Kernsymptome von ADHS
  • Ursachenforschung und psychosoziale Einflussfaktoren
  • Differenzialdiagnose und Komorbiditäten
  • Vergleich der Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV
  • Bewertung von diagnostischen Fragebögen und Testverfahren

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Exploration

Die Exploration ist ein unabdingbarer Baustein der Diagnose. Dort findet eine ausführliche Exploration der Eltern und des Kindes statt. Dabei wird die Familiengeschichte und die Entwicklungsgeschichte der Eltern bzw. der Familie erhoben. Wie im Kapitel 1.2.1 über die Ursachen und Einflussfaktoren der Störung schon beschrieben, kommt der genetischen Ursache wohl die größte Bedeutung zu. Dies bedeutet also, dass im Anamnesebogen die genetischen Ursachen erfasst werden. Haben die Eltern in ihrer eigenen Jugend ähnliche Verhaltensweisen an sich entdeckt? Gab es in der Familie schon einen Fall von ADHS? Wie verlief die Entwicklung des Kindes von der Geburt bis in die Gegenwart, gab es Auffälligkeiten? Schon während der Anamnese hat der Arzt die Möglichkeit das Kind zu beobachten, allerdings muss es in dieser Situation nicht zwangsläufig Symptome zeigen. Kinder, die unter der Hyperkinetischen Störung leiden, können sich für neue Situationen interessieren und halten währenddessen häufig lang ihre Konzentration, so dass nicht gleich Auffälligkeiten zu sehen sind.

Man unterscheidet dabei verschiedene Arten von Anamnesen, zum Beispiel die Familienanamnese, die Eigenanamnese, die Sozialanamnese und die Fremdbeurteilung des störungsspezifischen Bildes. Die Familienanamnese erhebt wie schon beschrieben die Geschichte der Familie. Sie legt Erkrankung der einzelnen Familienmitglieder offen. Das können zum Bespiel Alkohol- oder Drogensucht, Nikotingenuss, psychiatrische Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten sein. Wird eine Eigenanamnese durchgeführt, findet ein Gespräch mit dem Betroffenen zum selbsterlebten statt. Das kommt allerdings nur bei der Exploration eines Erwachsenen in Frage, es kommt bei der ADHS-Diagnostik also nur selten zum Einsatz. Daher wird meist die Fremdbeurteilung des störungsspezifischen Bildes durchgeführt. Es findet eine Exploration durch die Eltern, Erzieher bzw. Lehrer oder andere Personen statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom- Was ist das?: Dieses Kapitel definiert das Störungsbild, beleuchtet die Kernsymptome sowie biologische und psychosoziale Ursachen und diskutiert häufig auftretende komorbide Störungen.

2 Die Diagnostik der ADHS: Hier werden die diagnostischen Grundlagen, die Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV sowie das allgemeine diagnostische Vorgehen inklusive Exploration und klinischer Untersuchung erläutert.

3 Der möglichen Verlauf einer störungsspezifischen ADHS-Diagnostik: Dieser Teil beschreibt den konkreten Ablauf der störungsspezifischen Diagnostik, wobei insbesondere verschiedene Fragebogenverfahren und Aufmerksamkeits- bzw. Konzentrationstests im Detail analysiert werden.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Komplexität der ADHS-Diagnostik zusammen und betont die Notwendigkeit einer sorgfältigen, zeitintensiven Vorgehensweise sowie der Kooperation zwischen verschiedenen Bezugspersonen.

Schlüsselwörter

ADHS, Hyperkinetische Störung, Diagnostik, Klassifikation, ICD-10, DSM-IV, Exploration, Komorbidität, Fragebogenverfahren, Testpsychologie, Konzentrationstests, Symptomatik, Kindesentwicklung, Differenzialdiagnose, Methylphenidat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und dem praktischen diagnostischen Vorgehen bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Symptomatik, die verschiedenen Ursachenhypothesen, das Problem der Komorbidität, die internationalen Klassifikationsstandards sowie diverse klinische und testpsychologische Diagnoseverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser die notwendigen Schritte und die enorme Komplexität der ADHS-Diagnostik zu vermitteln, um ein Verständnis dafür zu schaffen, warum ein solch differenziertes Vorgehen zur korrekten Identifikation der Störung erforderlich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturrecherche und der kritischen Analyse wissenschaftlicher Standards zur Diagnosestellung und der Auswertung diagnostischer Instrumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Symptome, Ursachen, Komorbiditäten) und den diagnostischen Teil, in dem konkrete Instrumente wie Anamnesebögen, klinische Interviews, Fragebögen und Leistungstests (z.B. d2-Test) detailliert beschrieben werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie ADHS, Diagnostik, ICD-10, DSM-IV, Komorbidität, Testpsychologie und Exploration charakterisiert.

Warum gibt es keinen "einen" ADHS-Test?

Die Arbeit betont, dass ADHS ein komplexes Störungsbild mit vielen Überschneidungen zu anderen Problematiken aufweist, weshalb eine sichere Diagnose zwingend auf dem Zusammenführen mehrerer Informationsquellen und unterschiedlicher Diagnosemethoden basiert.

Welche Rolle spielen die Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV?

Sie dienen als international anerkannte Rahmenwerke zur Diagnose, wobei die Arbeit die Gemeinsamkeiten und feinen Unterschiede in den Kriterien und der Struktur der beiden Manuale herausarbeitet.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit Schule und Eltern?

Die Arbeit hebt hervor, dass die Diagnose maßgeblich von der Fremdeinschätzung abhängt, da Betroffene in einer isolierten Untersuchungssituation oft keine Symptome zeigen; daher ist die Kooperation mit Eltern und Lehrern essenziell.

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Details

Title
Die Diagnostik der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
Subtitle
Der lange Weg zur Diagnose
College
University of Augsburg
Grade
1,7
Author
Frauke Schuhmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
96
Catalog Number
V172220
ISBN (eBook)
9783668802940
Language
German
Tags
diagnostik aufmerksamkeitsdefizit-/hyperaktivitätsstörung diagnose
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frauke Schuhmann (Author), 2009, Die Diagnostik der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172220
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