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Im Zentrum der Betrachtung dieser Arbeit steht die grundlegende Frage nach der
Wirkungseffizienz von Medien insgesamt mit insbesonderem Blick auf die Massenmedien.
„Wirken Medien?“
Verzichtet wird auf eine detailierte Betrachtung der Wirkungsmöglichkeit spezieller
Massenmedien ( Radio, Printmedien oder Videos ) und auch auf eine differenzierte
Annäherung an beispielsweise Talkshows, Daily Soaps, Spielfilme oder Nachrichten ( siehe
Ausblick ). Weiter gilt es an dieser Stelle bzw. in diesem Rahmen einen historischen
Vergleich bzw. Wirksamkeitshypothesen von Massenmedien anderer Jahrzehnte zu prüfen.
Zunächst sollen im II. Kapitel insgesamt Grundlagen zusammengefasst werden. An vorderster
Stelle wird eine definitorische Annäherung an den Begriff „Medien“ grundsätzlich geleistet.
Das begriffliche Vorverständnis vom Begriff „Medien“ bzw. „Massenmedien“ bildet zur
Auseinandersetzung mit der Frage nach der Wirksamkeit von Medien die Grundlage dieser
Arbeit.
Was sind Medien? Wie definiert und grenzt sich der Begriff an sich ein ?
Im zweiten Abschnitt II. b.) werden grundlagentheoretische Überlegungen zu den Begriffen
„Wirkungen“, „Medienwirkungen“ und „Medien-wirkungsforschung“ beschrieben. Welche
Entwicklungen, Tendenzen zeichne(te)n sich innerhalb des Forschungsgebietes ab und mit
welchen Fragestellungen beschäftigt sie sich ? Wie definiert sich Medienwirkung und wie
definiert sich die Medienwirkungsforschung? Und was bedeutet der Begriff „Wirkungen“ an
sich ? Mit dieser Zusammenstellung im II. Kapitel von Positionen zu Begriffen und zum
Themengebiet allgemein soll die Basis zum Hauptteil in Kapitel III. gelegt werden.
Im III. Kapitel werden zwei gegensätzliche Positionen innerhalb der
Medienwirkungsforschung behandelt. Es wird versucht, sich einer Standortbestimmung der
Wirksamkeit von Medien anzunähern.
Der aktuelle ( und auch weniger aktuelle ) Diskurs innerhalb der Literatur beschäftigt sich
mit einer interessierten Suche nach der Effizienz der Medien beim Rezipienten. Wirken
Medien bei allen Rezipienten gleich oder gibt es personale Unterschiede in der Wirkung auf
verschiedene Personen? Weiter könnten interdisziplinäre Untersuchungen sicherlich weiteren
Aufschluss oder neue Beobachtungsperspektiven liefern ( siehe Ausblick ), worauf in diesem
Rahmen verzichtet werden soll.
Polar diskutiert werden Ohnmacht und die Allmacht der Wirkung von Medien.
Daher die Leit- Fragestellung dieser Arbeit:
„Wirken Medien ?- Medien zwischen Allmacht und Ohnmacht!“
Inhaltsverzeichnis
I. Hinleitung
II. Grundlagen
a.) Medien und Massenmedien
b.) Medienwirkung und Forschung
Gegenstand und Fragestellungen
III. Hauptteil
Wirken Medien ?
Medienallmacht vs. Medienohnmacht
IV. Abschluss, Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Wirkungseffizienz von Medien mit einem besonderen Fokus auf die Massenmedien. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Medien als allmächtige Instanzen unser Denken und Handeln beeinflussen können oder ob ihre Wirkung eher durch situative und individuelle Faktoren begrenzt ist.
- Historische und theoretische Grundlagen der Medienwirkungsforschung
- Differenzierung zwischen Medienallmacht und Medienohnmacht
- Analyse der Wirkungsprozesse in prä-, kommunikativen und postkommunikativen Phasen
- Untersuchung von Kontrollproblemen und Wirkungsindikatoren
- Diskurs über Agenda-Setting und die Konstruktion von Wirklichkeit
Auszug aus dem Buch
II. Grundlagen - Medien und Massenmedien
Medien und Massenmedien. Begriffe mit denen sich nahezu jeder in unserer „modernen Informationsgesellschaft“ fast täglich konfrontiert sieht. Doch was beinhaltet der Begriff Medien eigentlich ?
Medien ist die Mehrzahl von Medium und bedeutet übertragen aus dem lateinischen einen „Sammelbegriff für Kommunikationsmittel“( Walther ).
Kommunikation zunächst meint eine „Bedeutungsvermittlung zwischen Lebewesen“ (Maletzke), die Informationsübertragung von Sender zu Empfänger(n) , also zwischen zwei oder mehreren Personen.
Kommunikation bzw. Massenkommunikation ( s.u.) setzen allerdings die Existenz von Techniken der Verbreitung der Botschaften voraus.
Medien oder auch Kommunikationsmittel sind sind all jene „Gerätschaften“ , die durch Techniken der Verbreitung und Verviel-fältigung mittels Schrift, Bild und/ oder Ton optisch und/ oder akustisch Aussagen bzw. Botschaften an eine unbestimmte Vielzahl von Menschen vermitteln. ( vgl. Maletzke S.36 ). Als Kommunikationsmittel, also als Mittel , die dieser Art von Kommunikation dienen sind beispielsweise Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, das Kino, der Film, Videos, das Fernsehen, Handies oder der PC mit oder ohne Internet aufzuzählen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Hinleitung: Einführung in die Thematik der Medienwirkung und Erläuterung der Relevanz von Massenmedien in der heutigen Gesellschaft.
II. Grundlagen: Definition der Grundbegriffe Medien und Massenmedien sowie theoretische Herleitung der verschiedenen Phasen und Dimensionen von Medienwirkungen.
III. Hauptteil: Gegenüberstellung der polaren Konzepte Medienallmacht und Medienohnmacht unter Einbeziehung psychologischer und soziologischer Modelle.
IV. Abschluss, Ausblick: Kritische Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Reflexion über die methodischen Schwierigkeiten bei der Erfassung von Medienwirkungen.
Schlüsselwörter
Medienwirkungsforschung, Massenmedien, Medienallmacht, Medienohnmacht, Stimulus-Response-Modell, Kommunikation, Rezipient, Agenda-Setting, Mediennutzung, Wirkungseffizienz, Medienbotschaft, Verhaltensänderung, Medienkompetenz, Kommunikationswissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage nach der Wirkungseffizienz von Medien und untersucht, ob und wie diese das Verhalten und die Einstellungen der Menschen beeinflussen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die theoretischen Konzepte der Medienwirkung, die historische Entwicklung der Forschung sowie der Vergleich zwischen der "Allmacht" und der "Ohnmacht" von Medien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine Standortbestimmung der Medienwirkungsforschung, um zu klären, inwieweit Medien als ursächlich für Verhaltensänderungen bei Rezipienten angesehen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf die Gegenüberstellung etablierter Modelle der Kommunikations- und Medienpsychologie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der intensiven Auseinandersetzung mit den polaren Ansätzen der Medienallmacht (klassische S-R-Modelle) und der Medienohnmacht (unter Berücksichtigung situativer Faktoren).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Medienwirkungsforschung, Medienallmacht, Rezipient und Kommunikationssituation geprägt.
Was versteht der Autor unter dem "Agenda-Setting"?
Der Autor beschreibt damit die Fähigkeit der Medien, Themen aus der Realität auszuwählen, zu gewichten und somit das Weltbild des Rezipienten aktiv zu strukturieren.
Warum ist die Messung von Medienwirkungen so schwierig?
Laut der Arbeit ist eine eindeutige Kausalität schwer nachzuweisen, da bei der Medienrezeption zahlreiche unvorhersehbare Drittfaktoren und individuelle Unterschiede der Rezipienten eine wesentliche Rolle spielen.
- Quote paper
- Christoph Fox (Author), 2003, Wirken Medien? - Medienallmacht vs. Medienohnmacht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17222