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Historische Leitbilder der Stadtentwicklung

Title: Historische Leitbilder der Stadtentwicklung

Seminar Paper , 2010 , 30 Pages

Autor:in: Sylvia Lorenz (Author), Nora Durstewitz (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Wie sieht die ideale Stadt aus? Die Arbeit untersucht historische Leitbilder der Stadtentwicklung von der Antike bis heute.
Das Modell der idealen Stadt war schon sehr früh ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Denkens. Für die Mächtigen war es von großer Bedeutung die Vorstellungen vom Leben in der Städteplanung zum Ausdruck zu bringen, angefangen von den Idealvorstellungen in der griechischen Antike über die in der Renaissance entstanden Fürstenstädte bis hin zu den Städten, welche vom Sozialismus geprägt wurden. Seit dem 20. Jahrhundert entwickelten sich die Leitbilder des Städtebaus jedoch aus den Unzufriedenheiten in den Städten heraus. Neben der Planung von Gebäuden und Verkehr standen nun auch soziale Aspekte im Vordergrund. Viele der Leitbilder der letzten Jahre können noch heute in den Städten wieder gefunden werden. In der nachstehenden Arbeit werden folglich die unterschiedlichen Stadtentwicklungsphasen in Europa während des 20. Jahrhunderts dargestellt. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den historischen Leitbildern der Stadtentwicklungsplanung, welche ihren Ursprung in verschiedenen europäischen Ländern haben. Insbesondere wird auf die Entstehungsgeschichte, deren Hintergründe sowie auf die Durchsetzungsarten mit den jeweiligen Zielstellungen eingegangen. Letztlich wird die Umsetzung dieser Leitbilder durchleuchtet. Diese Untersuchungsparameter sind jeweils auf die spezielle wirtschaftliche und politische Lage der Ursprungsländer ausgerichtet. Die Stadtentwicklungsplanung wird allgemein als eine „planerischer Erfassung und Steuerung der städtischen Entwicklung unter Beobachtung der maßgeblichen raumwirksamen Faktoren“ definiert (LESER 2005, S.876). Eine saubere, definitorische Trennung weiterer Begrifflichkeiten der Stadtentwicklung ist hierbei unerlässlich. So ist es zum Beispiel ein Unterschied, ob es sich um stadtplanerisches Konzept oder um ein Leitbild handelt. Der Begriff „Konzept“ stammt von dem lateinischen Wort „conceptum“, das so viel bedeutet wie das (in Worten) Abgefasste oder Ausgedrückte (WAHRIG 1997). Ein Konzept kann in Form einer ersten Niederschrift/ Fassung oder eines Entwurfs konzipiert sein. Wird ein Ideal durch das Empfinden und Handeln eines Menschen bestimmt, handelt es sich also um ein Wunschvorbild, so spricht man von einem „Leitbild“ (WAHRIG 1997).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Historische Leitbilder der Stadtentwicklung in Europa

2.1 Die Gartenstadt und „New Towns“

2.2 Die Funktionelle Stadt

2.3 Die gegliederte, aufgelockerte und autogerechte Stadt

2.4 Urbanität durch Dichte und Die Sozialistische Stadt

2.5 Nachhaltige Stadtentwicklung

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die verschiedenen Stadtentwicklungsphasen in Europa während des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, die historischen Leitbilder der Stadtplanung, ihre Entstehungsgeschichte, Hintergründe und Umsetzungsstrategien unter Berücksichtigung der jeweiligen politisch-ökonomischen Kontexte darzustellen und kritisch zu durchleuchten.

  • Historische Leitbilder der Stadtentwicklung
  • Gartenstadtkonzeption und "New Towns"
  • Funktionalismus und Charta von Athen
  • Strukturwandel der autogerechten zur nachhaltigen Stadt
  • Stadtentwicklung in Ost- und Westdeutschland

Auszug aus dem Buch

Die Gartenstadt und „New Towns“

„Die Stadt ist das Symbol des Gesellschaftslebens, der gegenseitigen Hilfe, der ausgedehnten Beziehungen der Menschen untereinander (…), sie ist Symbol der Wissenschaft, der Kunst, der Religion und der Kultur. Und das Land! Das Land ist das Symbol der Liebe Gottes und seiner Fürsorge für den Menschen (…). Stadt und Land müssen sich vermählen und aus dieser erfreulichen Vereinigung werden neue Hoffnung, neues Leben und eine neue Kultur entstehen“ (HOWARD 1907, S.12).

Der Begründer der städtebaulichen Gartenstadtkonzeption war ein englischer Genossenschaftssozialist, welcher nach einem gescheiterten Projekt in Amerika nach England zurückkehrte und als Parlamentsstenograph und Gerichtsschreiber in London tätig war.

Im Jahre 1902 publizierte E. HOWARD (1850 – 1928) sein überarbeitetes Planungsmodell „Garden Cities of Tomorrow“, in dem der zuvor nie in der Stadtplanung tätige Stenograph das erste polyzentrische Modell einer Raumplanung in Ballungszentren in der Neuzeit beschrieb. Inspiriert wurde der Erfinder der Gartenstadt während seines fünfjährigen Aufenthaltes in Amerika durch die Dichter W.WHITMAN (1819 – 1892) und R. W. EMERSON (1803 – 1882). Durch deren humanistischen Einfluss begann Howard über das Leben und dessen Verbesserungsmöglichkeiten nachzudenken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung definiert den Begriff der Stadtentwicklungsplanung und grenzt theoretische Konzepte von normativen Leitbildern ab.

2 Historische Leitbilder der Stadtentwicklung in Europa: Dieser Hauptteil analysiert chronologisch verschiedene Stadtplanungsansätze, von der Gartenstadt über die Funktionelle Stadt bis zur Nachhaltigen Stadtentwicklung.

3 Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung historischer Leitbilder für die heutige Stadtplanung und betont, dass diese stets an den spezifischen Ort angepasst werden müssen.

Schlüsselwörter

Stadtentwicklung, Leitbilder, Gartenstadt, Funktionelle Stadt, Charta von Athen, Autogerechte Stadt, Urbanität durch Dichte, Sozialistische Stadt, Nachhaltige Stadtentwicklung, Stadtplanung, Städtebau, Urbanismus, Flächennutzung, Polyzentralität, Gentrification.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historischen Leitbilder der Stadtentwicklung in Europa im 20. Jahrhundert und beleuchtet deren Umsetzung vor dem Hintergrund der jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Lage.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gartenstadtbewegung, dem Funktionalismus der Charta von Athen, der Entwicklung hin zur autogerechten Stadt sowie den Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland und dem modernen Paradigma der Nachhaltigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der Entstehungsgeschichte, Hintergründe und Durchsetzungsarten städtebaulicher Leitbilder, um deren Einfluss auf die heutige Stadtstruktur besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autoren nutzen eine literaturgestützte Analyse historischer Planungsdokumente, städtebaulicher Entwürfe und fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur, um die Entwicklung der Leitbilder chronologisch nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf Abschnitte, die verschiedene Leitbilder wie die Gartenstadt, die Funktionelle Stadt, die autogerechte Stadt, die sozialistische Stadt und nachhaltige Ansätze detailliert beschreiben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Stadtentwicklung, Leitbilder, Funktionalismus, Gartenstadt, Sozialistische Stadt und Nachhaltigkeit.

Was unterscheidet das Konzept der „Gartenstadt“ vom Konzept der „New Towns“?

Die Gartenstadt ist ein idealtypischer Entwurf für autarke Siedlungseinheiten im Grünen, während die „New Towns“ (basierend auf dem New Town Act 1949) als geplante Städte zur Entlastung von Ballungszentren mit eigener Wirtschaftsstruktur konzipiert wurden.

Warum scheiterte das Leitbild der autogerechten Stadt?

Das Leitbild scheiterte aufgrund der Kapazitätsgrenzen der Straßeninfrastruktur, zunehmender Umweltbelastungen und der massiven Zersiedelung der Landschaft, die den städtischen Stau und Flächenverbrauch nicht dauerhaft lösen konnten.

Welche Rolle spielte die „Charta von Moskau“ in der DDR?

Sie diente als städtebauliches Pendant zur Charta von Athen und propagierte eine kompakte, vertikal akzentuierte Stadt nach sozialistisch-marxistischen Prinzipien unter Ausschluss privater Bebauung.

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Details

Title
Historische Leitbilder der Stadtentwicklung
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Geographie und Geologie)
Course
Infrastruktur- und Stadtplanung
Authors
Sylvia Lorenz (Author), Nora Durstewitz (Author)
Publication Year
2010
Pages
30
Catalog Number
V172249
ISBN (eBook)
9783640920914
ISBN (Book)
9783640921133
Language
German
Tags
Gartenstadt New Towns Funktionelle Stadt gegliederte aufgelockerte und autogerechte Stadt Urbanität durch Dichte sozialistische Stadt Nachhaltige Stadtentwicklung stadtentwicklung stadtplanung stadtgeographie grin stadtplanung grin stadtentwicklung leitbilder der stadtentwicklung historisch genetische stadtentwicklung integrierte stadtentwicklung nachhaltige stadtentwicklung beispiele nachhaltige stadtplanung nachhaltigkeit stadtplanung ideale stadt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sylvia Lorenz (Author), Nora Durstewitz (Author), 2010, Historische Leitbilder der Stadtentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172249
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