Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the Ancient World

Cicero - Das Naturrecht als Teilhabe am ewigen Weltgesetz

Title: Cicero - Das Naturrecht als Teilhabe am ewigen Weltgesetz

Essay , 2011 , 10 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Daniel Ossenkop (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Marcus Tullius Cicero lebte von 106-43 v. Chr. Er war als Anwalt und Politiker tätig, amtierte als Prätor und Konsul.1
Er vertrat die These, das alle Menschen auf der Welt fundamental gleich seien. Jeder Mensch habe die Möglichkeit, zum gleichen Teil an der den Kosmos regierenden göttlichen Vernunft teilzuhaben. Daher sei auch jeder von Natur aus in der Lage, von sich aus Recht und Unrecht auseinanderhalten zu können. Daraus folgerte er, dass alle Menschen auf der Erde eine Rechtsgemeinschaft bilden würden.2 Doch was beinhaltet diese Sichtweise im Detail?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Cicero: Das Naturrecht als Teilhabe am ewigen Weltgesetz

2. Recht und Staat bei Cicero

3. Gerechtigkeit und das Wesen des Menschen

4. Ursachen der Ungerechtigkeit

5. Staatsformen und politische Herausforderungen

6. Synthese und Fazit: Das Bild der weltweiten Rechtsgemeinschaft

7. Politische Praxis und historisches Erbe

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Ciceros staatsphilosophische Auffassungen, insbesondere sein Verständnis von Naturrecht als universeller Grundlage für Gerechtigkeit und zwischenmenschliche Bindungen innerhalb einer weltweiten Rechtsgemeinschaft.

  • Verhältnis von Naturrecht zu staatlich gesetztem Recht
  • Ciceros Definition und Verständnis des Staatsbegriffs
  • Die Rolle der menschlichen Vernunft und göttlichen Teilhabe
  • Analysen zu antiken Staatsformen (Monarchie, Aristokratie, Demokratie)
  • Spannungsfeld zwischen theoretischem Ideal und historischer politischer Praxis

Auszug aus dem Buch

Cicero: Das Naturrecht als Teilhabe am ewigen Weltgesetz

Marcus Tullius Cicero lebte von 106-43 v. Chr. Er war als Anwalt und Politiker tätig, amtierte als Prätor und Konsul. Er vertrat die These, dass alle Menschen auf der Welt fundamental gleich seien. Jeder Mensch habe die Möglichkeit, zum gleichen Teil an der den Kosmos regierenden göttlichen Vernunft teilzuhaben. Daher sei auch jeder von Natur aus in der Lage, von sich aus Recht und Unrecht auseinanderhalten zu können. Daraus folgerte er, dass alle Menschen auf der Erde eine Rechtsgemeinschaft bilden würden. Doch was beinhaltet diese Sichtweise im Detail?

Zuerst einmal geht Cicero von einem Naturrecht aus. Dieses sei eben jene „rechte Vernunft“, die in jedem Menschen von Geburt an verwurzelt sei und die er mit den Göttern gemeinsam habe. Dies sei nur bei den Menschen der Fall, nicht bei den anderen Lebewesen der Erde. Doch trotz der von ihm formulierten weltweiten Rechtsgemeinschaft verzichtet Cicero nicht auf den Begriff „Staat“. Dieser ist für ihn „die Sache des Volkes, das Volk aber nicht jede Versammlung von Menschen“. Als Volk bezeichnet er jene, „die durch die Übereinstimmung der Rechtsvorstellung und die Gemeinsamkeit des Nutzens vereinigt“ sind. Es wird also deutlich, dass er an dieser Stelle klar zwischen der Rechtsgemeinschaft und dem Staat trennt. Dennoch ist eine Verbindung beider Begriffe möglich. Bevor wir dazu kommen, müssen wir aber zuerst den Unterschied zwischen den Begriffen „Gesetz“ und „Recht“ klären. Was Recht ist, kann nach Cicero nicht durch die subjektive Meinung entschieden werden. Nur die „rechte Vernunft“, die von der Natur aus existiert, ermögliche es den Menschen, dieses zu erkennen. Gesetz dagegen sei das, was schriftlich festgelegt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Cicero: Das Naturrecht als Teilhabe am ewigen Weltgesetz: Einführung in die Person Ciceros und seine grundlegende These einer weltweiten Rechtsgemeinschaft durch göttliche Vernunft.

2. Recht und Staat bei Cicero: Abgrenzung der Begriffe Gesetz und Recht sowie Definition des Staatsbegriffs als Gemeinschaft mit gemeinsamer Rechtsvorstellung.

3. Gerechtigkeit und das Wesen des Menschen: Erörterung der angeborenen Gerechtigkeit und der menschlichen Veranlagung zu Tugenden wie Freundlichkeit und Ehrlichkeit.

4. Ursachen der Ungerechtigkeit: Analyse, warum trotz der menschlichen Vernunftbegabung Ungerechtigkeit in der Welt existiert und welche Faktoren den menschlichen Geist trüben.

5. Staatsformen und politische Herausforderungen: Kritische Betrachtung der Monarchie, Aristokratie und Demokratie sowie Ciceros Plädoyer für eine Mischform.

6. Synthese und Fazit: Das Bild der weltweiten Rechtsgemeinschaft: Zusammenfassung der ciceronischen Lehre und der normativen Idealvorstellung einer menschlichen Rechtsgemeinschaft.

7. Politische Praxis und historisches Erbe: Reflexion über die Diskrepanz zwischen Ciceros philosophischen Idealen und seinem Handeln als Politiker im antiken Rom.

Schlüsselwörter

Cicero, Naturrecht, Rechtsgemeinschaft, Staat, Vernunft, Gerechtigkeit, Staatsphilosophie, Antike, Politik, Kosmos, Gesetz, Tugend, Rom, Gemeinwohl, Rechtsvorstellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den staatsphilosophischen Grundgedanken des römischen Denkers Marcus Tullius Cicero, insbesondere mit der Bedeutung des Naturrechts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Verhältnis von Individuum und Staat, das Wesen der Gerechtigkeit sowie die Idee einer universellen, durch Vernunft geleiteten Rechtsgemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Ciceros theoretische Ideale aufzuzeigen und diese in den Kontext seiner realpolitischen Tätigkeit in einer turbulenten Phase der Römischen Republik zu setzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Textanalyse und Interpretation philosophischer sowie historischer Quellen zum Werk Ciceros.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Recht und Staat, die moralische Veranlagung des Menschen sowie die Kritik an verschiedenen Staatsformen und deren Anfälligkeit für Entartung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Naturrecht, Vernunft, Rechtsgemeinschaft, Staat, Gerechtigkeit und politische Ethik.

Wie bewertet Cicero die verschiedenen Staatsformen?

Er betrachtet reine Monarchie, Aristokratie und Demokratie kritisch, da alle zur Entartung neigen, und bevorzugt stattdessen eine ausgleichende Mischverfassung.

Warum gab es laut Cicero trotz der "guten Natur" des Menschen Ungerechtigkeit?

Er führt dies auf äußere Einflüsse, Erziehung und gesellschaftliche Institutionen zurück, die den menschlichen Geist vom Erkennen des sittlich Guten ablenken können.

Excerpt out of 10 pages  - scroll top

Details

Title
Cicero - Das Naturrecht als Teilhabe am ewigen Weltgesetz
College
Technical University of Braunschweig
Course
Staatsphilosophie
Grade
1.7
Author
Daniel Ossenkop (Author)
Publication Year
2011
Pages
10
Catalog Number
V172276
ISBN (eBook)
9783640920990
ISBN (Book)
9783640921195
Language
German
Tags
Cicero Staatsphilosophie Philosophie Antike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Ossenkop (Author), 2011, Cicero - Das Naturrecht als Teilhabe am ewigen Weltgesetz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172276
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  10  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint