Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Miscellaneous

"PrüfungsMut". Selbstwirksam durch die Prüfung

Beratung und Interventionen in der Schulpsychologie

Title: "PrüfungsMut". Selbstwirksam durch die Prüfung

Project Report , 2026 , 51 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Sonja Kraml (Author)

Psychology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Projektarbeit entwickelt mit „PrüfungsMut“ (PRIMU) ein lehrkraftbasiertes, niedrigschwelliges Präventionsprogramm für Schüler der Sekundarstufe I, das auf den Umgang mit prüfungsbezogenem Stress und die Stärkung prüfungsbezogener Selbstwirksamkeit zielt. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Prüfungen für viele Schüler wiederkehrende belastende Leistungssituationen darstellen, in denen Bedrohungsbewertungen, dysfunktionale Gedankenmuster, Vermeidung und mangelnde Handlungssteuerung die Belastung verstärken können.
Theoretisch stützt sich das Programm auf drei zentrale Bausteine: Selbstwirksamkeit als handlungsleitende Ressource, das transaktionale Stress- und Copingmodell sowie Selbstregulation durch Wenn-Dann-Pläne (Implementation Intentions). Daraus wird ein schul-praktisches Interventionskonzept abgeleitet, das kurze psychoedukative Inputs, angeleitete Mikro-Übungen, alltagsnahe Regulationstools, Routinen sowie konkrete Transferaufträge verbindet. PRIMU umfasst in der Standardvariante sechs Einheiten à 45 bis 50 Minuten und kann bei knappen Ressourcen in einer Kompaktvariante mit vier Einheiten durchgeführt werden.
Die Projektarbeit enthält die theoretische Rahmung, die Programmlogik, den tabellarischen Einheitenüberblick, die exemplarische Ausarbeitung zweier Einheiten, ein Materialpaket für die Durchführung sowie einen Handlungsleitfaden für Lehrkräfte. Ergänzend wird ein pragmatisches Evaluationskonzept vorgestellt, das über eine kurze Pre-Post-Erhebung und Prozessfeedback die Zielerreichung, Akzeptanz und Umsetzbarkeit im Schulalltag überprüfbar machen soll. Insgesamt versteht sich PRIMU als präventiver Beitrag zur Förderung von Handlungssicherheit, Selbstregulation und belastungsangemessenem Umgang mit Prüfungssituationen im schulischen Kontext.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Abstract in Deutsch

2 Gender Erklärung

3 Inhaltsverzeichnis

6 Einleitung, Ausgangslage und theoretische Rahmung

6.1 Ausgangslage und Problemaufriss: Prüfungsstress in der Sekundarstufe I

6.2 Zielgruppe, Setting und Rahmenbedingungen

6.3 Zielsetzung des Programms „PrüfungsMut“ (PRIMU) und erwartete Wirkungen

6.4 Fragestellung und Hypothesen

6.5 Kompaktes Wirkmodell, theoretische Verankerung

6.5.1 Selbstwirksamkeit als Kernmechanismus

6.5.2 Transaktionales Stress- und Copingmodell

6.5.3 Selbstregulation & Umsetzung

6.6 Abgrenzung, Annahmen und ethisch-praktische Leitplanken

7 Projektkonzept und Interventionsbeschreibung (PRIMU)

7.1 Programmlogik, Zielkette von Inputs über Aktivitäten zu Outputs und Outcomes

7.2 Theoretische und konzeptionelle Annahmen zur Intervention

7.2.1 Wirkannahmen und Wirkpfade

7.2.2 Veränderungslogik im Schulkontext

7.2.3 Didaktische Kernannahmen

7.2.4 Abgrenzungen und Geltungsbedingungen

7.3 Didaktisch-methodische Leitprinzipien

7.4 Aufbau, Umfang und Durchführungsvarianten

7.4.1 Standardformat mit sechs Einheiten

7.4.2 Kompaktvariante mit 4 Einheiten (optional)

7.5 Programmübersicht: Einheitenplan (Tabellarischer Überblick)

7.6 Materialien und Medien (ABs, Karten, Kurzübungen, Lehrkraft-Skripte)

7.6.1 Materialtypen und didaktische Funktion

7.6.2 Kernmaterialien (Minimalpaket) vs. Erweiterung (optional)

7.6.3 Medien- und Digitaloptionen

7.6.4 Materialprinzipien (Qualitätskriterien)

7.7 Implementierung in der Schule (Organisation, Setting, Durchführungsbedingungen)

7.7.1 Rahmenbedingungen und Restriktionen der Umsetzung

7.7.2 Organisatorischer Rahmen (Zeit, Ort, Gruppengröße)

7.7.3 Rolle der Lehrkraft (Durchführung, Haltung, Grenzen)

7.7.4 Setting-Regeln und Schutzprinzipien (Klassenklima, Freiwilligkeit)

7.7.5 Praktische Umsetzungsschritte (Minimal-Implementationsplan)

7.7.6 Umgang mit typischen Barrieren (implementationsnah)

7.7.7 Schnittstellen und Unterstützungswege (schulintern/extern)

7.7.8 Implementationsqualität (pragmatische Qualitätssicherung)

7.8 Evaluation und Qualitätssicherung

7.8.1 Pre/Post-Erhebung

7.8.2 Prozessfeedback

7.8.3 Follow-up

7.8.4 Qualitätssicherung im Sinne der Programmtreue (Fidelity)

7.8.5 Rückmeldung und Nutzung der Ergebnisse (lernorientiert)

8 Exemplarische Ausarbeitung (zwei Einheiten)

8.1 Einheit 1: „Start & Stress verstehen – Ressourcen aktivieren“

8.1.1 Ziele und Kompetenzen

8.1.2 Ablaufplan (Minuten / Sozialform / Lehrkraftaktionen)

8.1.3 Materialien und Transferauftrag

8.1.4 Theoretische Kurzbegründung (Wirkprinzipien)

8.2 Einheit 4: „Prüfungsroutine & Wenn-Dann-Pläne – Sicherheit aufbauen“

8.2.1 Ziele und Kompetenzen

8.2.2 Ablaufplan (Minuten, Sozialform, Lehrkraftaktionen)

8.2.3 Materialien und Transferauftrag

8.2.4 Theoretische Kurzbegründung (Wirkprinzipien)

9 Grobes Beratungskonzept für durchführende Lehrkräfte (Handlungsleitfaden)

9.1 Rolle und Haltung der Lehrkraft (ressourcen- und lösungsorientiert, entlastend)

9.2 Gesprächs- und Mikrointerventionsleitfaden

9.3 Umgang mit typischen Barrieren in der Umsetzung

9.4 Grenzen, Risiken, Weiterverweisung

9.5 Dokumentation, Datenschutz und pragmatische Qualitätssicherung im Alltag

9.6 Verstetigung und Transfer in Klassenroutinen (nach Ende des Programms)

10 Fazit und Reflexion

12 Anhang

12.1 Exemplarische Einheit 1: „Start & Stress verstehen – Ressourcen aktivieren“

12.2 Exemplarische Einheit 4: „Prüfungsroutine & Wenn-Dann-Pläne – Sicherheit aufbauen“

12.3 Checkliste Programmtreue und Umsetzung (PRIMU)

12.4 Arbeitsblätter (AB) und Tool-Karten (K)

12.5 Zielkette PRIMU (Inputs, Aktivitäten, Outputs, Outcomes)

12.6 Programmübersicht PRIMU Einheitenplan (Tabellarischer Überblick)

12.7 Rahmenbedingungen und Restriktionen der Umsetzung im Überblick

12.8 Handlungsleitfaden für durchführende Lehrkräfte

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Projektarbeit zielt auf die Entwicklung und Konzeption des lehrkraftbasierten Präventionsprogramms „PrüfungsMut“ (PRIMU) für Schüler der Sekundarstufe I ab. Das primäre Ziel ist die Reduktion von prüfungsbezogenem Stress sowie die Förderung von Handlungssicherheit durch den Aufbau von Selbstwirksamkeit, Coping-Strategien und Umsetzungsroutinen im schulischen Alltag.

  • Entwicklung eines universell-präventiven, lehrkraftbasierten Kompetenztrainings für den Klassenverband.
  • Vermittlung von Skills zur Stressregulation und zum Umgang mit leistungsbezogenen Bewertungssituationen.
  • Implementierung von Wenn-Dann-Plänen (Implementation Intentions) zur Stabilisierung von Lern- und Prüfungsverhalten.
  • Konzeption eines pragmatischen Qualitätssicherungsmodells (Pre-Post-Evaluation) für den schulpraktischen Einsatz.

Auszug aus dem Buch

7.2.1 Wirkannahmen und Wirkpfade

PRIMU basiert auf der Annahme, dass prüfungsbezogene Belastung vor allem dann sinkt, wenn Schüler (a) ihre Bewertung von Prüfungssituationen funktionaler gestalten, (b) wirksame Bewältigungsstrategien verfügbar haben und (c) in der Lage sind, Vorbereitung und Prüfungshandeln konkret umzusetzen. Daraus lassen sich drei Wirkpfade ableiten:

Ad a) Erstens wird angenommen, dass eine Stärkung der Selbstwirksamkeit zu einer veränderten Bewertung und zu mehr Annäherungsverhalten führt. Selbstwirksamkeit wird im Kontext von Prüfungsanforderungen als Überzeugung beschrieben, leistungsbezogene Aufgaben bewältigen zu können, also als „the conviction of being able to successfully cope with performance related tasks, or reach academic goals“ (Roick & Ringeisen, 2017, S. 84). Wenn der Schüler bewältigbare Schritte erlebt und eigene Handlungsmöglichkeiten sieht, werden Prüfungen weniger als Bedrohung bewertet, das erhöht die Bereitschaft, aktiv vorzubereiten und sich der Situation zu stellen (vgl. Roick & Ringeisen, 2017, S. 84-85).

Ad b) Zweitens wird angenommen, dass Coping Kompetenz akute Stressreaktionen reduziert und damit bessere Performanzbedingungen schafft. Coping umfasst dabei bewusste und volitionale Regulationsbemühungen, also „conscious and volitional efforts to regulate emotion, cognition, behavior, physiology, and the environment“ (Compas et al., 2017, S. 942). Ein verfügbares Repertoire aus Regulations- und Problemlösestrategien kann die Handlungssteuerung unter Stress stabilisieren und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein Schüler nicht in Blockade und Vermeidung verfällt (vgl. Compas et al., 2017, S. 942; DGUV, 2016, S. 2 bis 3).

Ad c) Drittens wird angenommen, dass Umsetzungsregulation über Wenn-Dann-Pläne weniger Aufschieben ermöglicht und Routinebildung unterstützt. Ziele werden dabei in situationsgebundene Handlungen übersetzt. Implementation Intentions verknüpfen antizipierte Situationen mit konkreten Reaktionen, etwa „Whenever situation x arises, I will initiate the goal directed response y“ (Gollwitzer, 1999, S. 493). Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von Planabbruch, und Routinebildung wirkt als Entlastung, weil weniger Entscheidungslast in der konkreten Situation entsteht (vgl. Gollwitzer, 1999, S. 493).

Zusammenfassung der Kapitel

Abstract in Deutsch: Kurze Vorstellung des Präventionsprogramms „PrüfungsMut“ (PRIMU) zur Förderung der Selbstwirksamkeit und Stressbewältigung bei Schülern.

Einleitung, Ausgangslage und theoretische Rahmung: Darstellung der Problematik von Prüfungsangst bei Jugendlichen und Verankerung des Programms in der Selbstwirksamkeits-, Stress- und Umsetzungsforschung.

Projektkonzept und Interventionsbeschreibung (PRIMU): Beschreibung der didaktischen Struktur, der Programmlogik sowie der Rahmenbedingungen für die schulische Implementierung.

Exemplarische Ausarbeitung (zwei Einheiten): Detaillierte Darstellung der didaktischen Abläufe für zwei spezifische Unterrichtseinheiten inklusive der gesetzten Kompetenzziele.

Grobes Beratungskonzept für durchführende Lehrkräfte (Handlungsleitfaden): Anleitungen und Prinzipien für Lehrkräfte zur ressourcenorientierten Programmumsetzung unter Wahrung professioneller Grenzen.

Fazit und Reflexion: Zusammenfassende Bewertung der praktischen Relevanz des Programms sowie Ausblick auf die schulische Erprobung und Weiterentwicklung.

Schlüsselwörter

Prüfungsangst, Selbstwirksamkeit, Stressmanagement, Prävention, Sekundarstufe I, Implementation Intentions, Coping, Lehrkraftbasiertes Programm, Schulpsychologie, Handlungssteuerung, Prüfungsroutine, Psychoedukation, Wenn-Dann-Pläne, Stressregulation, schulische Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit entwickelt mit „PrüfungsMut“ (PRIMU) ein niedrigschwelliges, lehrkraftbasiertes Präventionsprogramm, das Schülern der Sekundarstufe I hilft, besser mit prüfungsbezogenem Stress umzugehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Förderung der Selbstwirksamkeit, die Vermittlung von Coping-Strategien zur Stressregulation sowie die Unterstützung bei der konkreten Umsetzung durch Routinebildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die prüfungsbezogene Stressbelastung bei Schülern zu reduzieren und deren Handlungssicherheit durch den Aufbau alltagsnaher Kompetenzen nachhaltig zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Das Programm basiert auf dem transaktionalen Stressmodell, der Selbstwirksamkeitstheorie und der Forschung zu Implementation Intentions; die Wirksamkeit wird durch eine Pre-Post-Evaluation zur Qualitätssicherung überprüft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst das theoretische Wirkmodell, das konkrete Interventionskonzept inklusive Ablaufplänen für die Einheiten, die Materialien sowie einen Handlungsleitfaden für Lehrkräfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Prüfungsangst, Selbstwirksamkeit, Stressmanagement, Prävention, Handlungssicherheit und Implementation Intentions beschreiben.

Wie wird sichergestellt, dass das Programm für Lehrkräfte machbar bleibt?

Das Programm setzt auf eine lehrkraftbasierte, strukturierte Binnenstruktur, niedrigschwellige Mikro-Übungen und ein fertiges Materialpaket, um die Vorbereitung und Durchführung im Schulalltag so einfach wie möglich zu gestalten.

Was passiert, wenn bei Schülern ein besonders hoher Unterstützungsbedarf auftritt?

PRIMU ist kein Therapieersatz. Bei Anzeichen für starken psychischen Unterstützungsbedarf folgt eine Weiterleitung über etablierte schulische Standardwege wie Schulpsychologie oder Beratungslehrer.

Excerpt out of 51 pages  - scroll top

Details

Title
"PrüfungsMut". Selbstwirksam durch die Prüfung
Subtitle
Beratung und Interventionen in der Schulpsychologie
College
Apollon University of Applied Sciences Bremen  (Schulpsychologie)
Grade
1.0
Author
Sonja Kraml (Author)
Publication Year
2026
Pages
51
Catalog Number
V1723381
ISBN (PDF)
9783389190913
ISBN (Book)
9783389190920
Language
German
Tags
Psychologie Schulpsychologie Projekt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Kraml (Author), 2026, "PrüfungsMut". Selbstwirksam durch die Prüfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1723381
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  51  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint