Die Bibel und insbesondere das Neue Testament bilden das Fundament des christlichen Glaubens - obgleich es, aufgrund seines hohen Alters von 2000 Jahren, manchmal realitätsfern und unverständlich wirkt. So kommen Fragen auf wie: Welche Botschaft soll dem Leser übermittelt werden und was ist der Grundkern dieser Perikope? Mithilfe einer historisch-kritischen Exegese können jene Fragen geklärt und Klarheit über die tiefere Bedeutung von Bibelstellen geschaffen werden. Im Folgenden wird sich der Bibelstelle Mk 3,1-6 gewidmet. In Markus 3,1-6 heilt Jesus am Tag des Sabbats in einer Synagoge die verdorrte Hand eines Mannes. Da dies gegen das jüdische Gesetz verstößt, gerät er in einen Konflikt mit den religiösen Führern der Juden, den Pharisäern. Wichtig zu erwähnen ist, dass es in der Perikope nicht nur um die Illustration der Macht von Jesus in Form der Heilung geht; es geht auch um seine Interpretation und die tiefere Bedeutung des Sabbats sowie um seine Kritik an der starren Gesetzesauslegung der Pharisäer. Die Bibelstelle Markus 3,1-6 wird im Folgenden anhand der exegetischen Schritte behandelt, wobei ein erster Schritt darin besteht, den Text zu übersetzen. Das Ziel ist es, die Hintergründe des Texts zu beleuchten und die tiefgehende Botschaft des Sabbats und der Barmherzigkeit aufzeigen zu können.
- Arbeit zitieren
- Elias Balthasar Möller (Autor:in), 2024, Exegese Markus 3,1-6. Die Heilung eines Mannes mit einer verdorrten Hand am Sabbat (inkl. Altgriechisch), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1723627