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Facebook and Similar Networks as Autobiography

Title: Facebook and Similar Networks as Autobiography

Seminar Paper , 2011 , 65 Pages

Autor:in: Florian Schirmer (Author)

Didactics for the subject English - Miscellaneous
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Selbstreflexion und Sinngebung sind zwei elementare Bestandteile, die vor allem im späteren Verlauf des Lebens immer mehr an Bedeutung gewinnen. Schon sehr früh in der Geschichte der Menschheit finden sich dementsprechend Zeugnisse über das Leben und Wirken von Personen der Zeitgeschichte. Dabei ist die Form der Autobiographie und ihre Abgrenzung zu anderen Genres und Gattungen in den letzten Jahrzehnten wieder verstärkt in den Mittelpunkt wissenschaftlichen Interesses gerückt. Mit dem zunehmenden Aufkommen von sozialen Netzwerken, die zum Großteil auf schriftlichen Zeugnissen beruhen, stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob und wenn ja inwieweit man hierbei von autobiographischen Zeugnissen sprechen kann. Mit der (Weiter-)Entwicklung von Technologien und Programmiersprachen hat gerade in den letzten zehn Jahren ein Umorientierungsprozess innerhalb des World Wide Web stattgefunden.Diese Arbeit geht der Frage nach, ob es sich bei nutzerspezifischen Inhalten innerhalb von Open Network Communities (OSNs) wie beispielsweise Facebook um autobiographische Texte handelt, beziehungsweise wie diese Texte in einem solchen Kontext einzuordnen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das flüchtige Wesen der Autobiographie

3. Offene Netzwerkgemeinschaften

3.1 Facebook & Co. - Soziale Netzwerkgemeinschaften

3.2 Blogger - ein Beispiel für ein Weblog

4. Autobiographie und das Internet

4.1 Facebook als Autobiographie - eine Fallstudie

4.2 Exkurs - Das Mass Observation Archive

4.3 Blogger als Autobiographie - eine Fallstudie

5. Fazit

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob nutzerspezifische Inhalte in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Weblogs als autobiographische Texte klassifiziert werden können. Anhand theoretischer Definitionen von Autobiographie nach Lejeune und Abbott wird geprüft, ob soziale Profile die notwendigen Kriterien wie den autobiographischen Pakt, Retrospektive und Narrativität erfüllen.

  • Wissenschaftliche Debatte zum Wesen der Autobiographie
  • Struktur und Charakteristika von Open Network Communities (OSNs)
  • Qualitative Fallstudien zu Facebook-Pinnwänden
  • Analyse von Weblogs und deren Potential als autobiographische Form
  • Vergleich von sozialen Medien mit klassischen autobiographischen Gattungen

Auszug aus dem Buch

4.1 Facebook als Autobiographie - eine Fallstudie

Facebook ist eine Kommunikationsplattform im World Wide Web, die primär eine Vernetzungsstruktur zugrundelegt und es ermöglichen soll auch mit entfernten Bekannten (oder Unbekannten) in Kontakt treten zu können und sie am eigenen Leben teilhaben zu lassen. Da der kommunikative Anteil von Facebook hauptsächlich über Einträge auf der persönlichen Pinnwand oder Kommentaren in Bezug zu Einträgen auf fremden Pinnwänden erfolgt bietet sich diese Plattform insbesondere deshalb für die Untersuchung an, da diese Einträge zeitlos unbegrenzt gespeichert sind. Mit den Bedenken über die Privatsphäre jedoch kamen die Anbieter den Nutzern entgegen, indem Sie ihnen ermöglichen, unterschiedliche Privatsphäre-Einstellungen vorzunehmen und so völlig Unbekannten nur begrenzt Zugang zu Informationen bieten.

Die Pinnwand stellt das kollektive Gedächtnis des Avatars dar und kann ähnlich einem Logbuch gesehen werden, das mit der Erstellung des Accounts beginnt. Dort werden sämtliche Aktivitäten des Nutzers gespeichert, allerdings auch Einträge von Freunden. Sie ist für eine Untersuchung in besonderem Maße geeignet, vor allem wegen der langen Aufzeichnungszeit. Neben eigenen Texten und Kommentaren werden ebenfalls Aktivitäten innerhalb genutzter Webanwendungen vermerkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung, ob soziale Online-Netzwerke eine moderne Form der Autobiographie darstellen und wie die methodische Untersuchung aufgebaut ist.

2. Das flüchtige Wesen der Autobiographie: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Autobiographie sowie den Ansätzen von Philippe Lejeune (autobiographischer Pakt) und Porter Abbott.

3. Offene Netzwerkgemeinschaften: Detaillierte Betrachtung von Facebook und Blogger als Repräsentanten sozialer Netzwerke, inklusive ihrer technischen Grundeigenschaften und Funktionen.

4. Autobiographie und das Internet: Empirischer Hauptteil mit Fallstudien zu Facebook-Profilen und ausgewählten Blogs, um die theoretischen Kriterien an der Praxis zu messen.

5. Fazit: Zusammenführende Diskussion der Ergebnisse, die eine generelle Einordnung von Facebook als klassische Autobiographie verneint, während bei Weblogs Nuancen deutlich werden.

6. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Autobiographie, Facebook, Soziale Netzwerke, Weblogs, autobiographischer Pakt, Online Social Networking Sites, OSN, Selbstreferenzialität, Internetkommunikation, digitale Identität, Narrativität, Nutzerprofile, digitale Medien, Blogosphäre, qualitative Fallstudie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen, ob digitale Inhalte in sozialen Netzwerken wie Facebook und in persönlichen Weblogs als eine zeitgemäße Form der Autobiographie betrachtet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Definition der Autobiographie, der technischen Funktionsweise sozialer Netzwerke (OSNs) und der empirischen Anwendung dieser Theorien auf nutzergenerierte Inhalte.

Welches primäre Ziel oder welche Forschungsfrage verfolgt der Autor?

Das Ziel ist herauszufinden, ob Facebook-Avatare oder Blog-Einträge die strengen Kriterien für autobiographische Texte erfüllen, insbesondere in Bezug auf den "autobiographischen Pakt" und die Einheit von Autor und Erzähler.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, der eine theoretische Definitionsgrundlage (Lejeune, Abbott) mit einer empirischen Fallstudien-Analyse von Nutzerdaten kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Debatte, eine Darstellung der Netzwerkgemeinschaften und eine konkrete Fallstudie, in der Pinnwand-Einträge von Facebook-Nutzern und zwei ausgewählte Weblogs nach einem festen Kriterienkatalog ausgewertet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Autobiographie, autobiographischer Pakt, Soziale Netzwerke, Facebook, Weblogs und digitale Identität beschreiben.

Wie unterscheidet sich laut der Arbeit ein Weblog von einem Facebook-Profil bei der Einordnung als Autobiographie?

Weblogs erlauben durch längere, tagebuchähnliche Texte eher eine narrativ strukturierte Form, während Facebook-Profile primär auf Kommunikation und kurzfristige Statusmeldungen ausgelegt sind, was die autobiographische Kohärenz erschwert.

Welche Bedeutung kommt dem Begriff "autobiographischer Pakt" in dieser Arbeit zu?

Er ist das zentrale Kriterium, um Autobiographien von fiktionalen Texten zu unterscheiden: Es muss eine Übereinkunft bestehen, dass Autor, Erzähler und Hauptfigur identisch sind.

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Details

Title
Facebook and Similar Networks as Autobiography
College
University of Heidelberg  (Anglistisches Seminar)
Author
Florian Schirmer (Author)
Publication Year
2011
Pages
65
Catalog Number
V172382
ISBN (eBook)
9783640923328
Language
German
Tags
Facebook Autobiographie Blog Blogger Mass Observation Archive Fallstudie Definition Netzwerke Internet
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Schirmer (Author), 2011, Facebook and Similar Networks as Autobiography, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172382
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