Die Bedeutung des Freihafens Hamburg vor dem Hintergrund der Globalisierung für die Exporte der BRD


Hausarbeit, 2011

18 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Ziel der Arbeit

2. Globalisierung
2.1 Globalisierung der Wirtschaft
2.2 Wichtige Triebkräfte der Globalisierung
2.3 Der Einfluss des technischen Fortschritts
2.4 Der Wachstum des Welthandels

3. Der Hafen Hamburg
3.1 Begriffliche Abgrenzungen Freihafen
3.2 Die Geschichte und Entwicklung des Hafens
3.3 Die Entwicklung des Güterumschlags
3.4 Projekte und Visionen
3.5 Der Hamburger Hafen als Arbeitgeber

4. Wesen des Seeverkehrs
4.1 Internationalerseeverkehr
4.2 Vor- und Nachteile des Seeverkehrs

5. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

1. Einführung

Deutschland war Jahrzehnte lang Exportweltmeister. Auch wenn dieser Titel seit dem Jahr 2008 an die Volksrepublik China geht, spielen für Deutschland die Exporte eine tragende Rolle. So stiegen die Exporte nach der Finanzkrise im Jahr 2009 im Vergleich zum 1. Halb­jahr 2010 um 67 Milliarden Euro auf 458,3 Milliarden Euro.1

Hamburg „Das Tor zur Welt“ als größter Freihafen Deutschlands spielt hier eine entschei­dende Rolle für die Ausfuhren der BRD. Gerade in Zeiten der Globalisierung erlangt die wirt­schaftliche Bedeutung des Hafens eine immer größere Rolle für die Exportausfuhren aber auch für die regionale Infrastruktur.

1.1 Aufbau der Arbeit

Zunächst soll der Globalisierungsbegriff geklärt werden. Weiter werde ich auf die Ursachen und die Entwicklung der Globalisierung auf die Wirtschaft eingehen. Zudem werde ich auf­zeigen, was die Voraussetzungen für den heutigen Globalisierungsprozess sind und welche Rolle der Staat und die Politik dabei spielen.

Im zweiten Teil soll der Hamburger Hafen vorgestellt, und die strukturelle Entwicklung im Hinblick auf sein Exportvolumen dargestellt werden. Die daraus entstandenen Folgen und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt werden erklärt.

Im letzten Abschnitt soll die Bedeutung der Containerschifffahrt für die Ausfuhren noch kurz erklärt werden, da diese die wichtigste Form im Außenhandel für den internationalen See­verkehr, und damit auch für den Hamburger Hafen darstellt.

1.2 Ziel der Arbeit

In meiner Facharbeit werde ich die Entwicklung des Hamburger Hafens im Hintergrund der Globalisierung bis heute untersuchen und die Bedeutung bzw. Abhängigkeit für die deut­schen Exporte ausarbeiten. Außerdem soll erklärt werden, welche Rolle die Globalisierung für diese Entwicklung spielt und wie der Globalisierungsprozess den Außenhandel in der heutigen Form erst ermöglicht hat. Dabei soll auch verdeutlicht werden, welche Rolle die Globalisierung für das immense Wachstum des Welthandels spielt.

Globalisierung

Der Begriff Globalisierung ist heute ein Begriff, mit dem verschiedenartige Inhalte in Verbin­dung gebracht werden. Über Chancen und Risiken, Vor- oder Nachteile wird hier je nach An­sichtsweise kontrovers diskutiert. Der Begriff allgemein scheint aus der Erkenntnis zu resul­tieren, dass wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilsysteme in zunehmendem Maße welt­weit Zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen.2

Um den Globalisierungsbegriff zu definieren, ist der Blickwinkel ausschlaggebend, von wel­cher Seite er betrachtet werden soll. Deshalb mache ich mir hier nicht die Mühe einen der unzählig in der Literatur vorzufindenden Definition zu zitieren. Primär handelt es sich beim Prozess der Globalisierung um ein wirtschaftliches Phänomen, das aber auch Auswirkungen auf den kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Bereich hat. Im Rahmen dieser Fach­arbeit sollen aber lediglich die Ursachen, Voraussetzungen und Auswirkungen auf die Wirt­schaft untersucht werden.

2.1 Globalisierung der Wirtschaft

Aus wirtschaftlicher Sicht steht beim Globalisierungsbegriff meist die ökonomische Kompo­nente im Vordergrund, die in der Literatur häufig als dominanter Kausalfaktor bezeichnet wird. Andere Faktoren werden hier als untergeordnet oder abgeleitet eingestuft. Diese Fakto­ren oder auch Dimensionen genannt, sollen aber in dieser Arbeit vernachlässigt werden. Im Mittelpunkt ökonomischer Betrachtungsweise steht insbesondere eine Veränderung des Pro­duktionspotenzials, des internationalen Handels, der Kapitalströme sowie die Rolle von transnationalen Unternehmen, auf die ich in Kapital 2.2 noch näher eingehen werde.

Als Ursache für die Globalisierung der heutigen Zeit wird hauptsächlich die wirtschaftliche Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg betrachtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein enormes Wachstum des internationalen Handelns, der ausländischen Direktinvestitionen und der Kapitalmärkte verzeichnet. Es hat sich ein intensives Handelssystem entwickelt, das sich insbesondere durch die Austauchbeziehungen zwischen den Kontinenten ausgezeichnet hat, dass vor diesem Zeitpunkt in diesem Ausmaß noch nicht möglich war. Auch hat sich die Ex­portquote seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute stetig erhöht, wobei die gestiegenen Export­aktivitäten zunehmend zu einer Sache der Industrieländern geworden sind. Eine weitere Veränderung des Außenhandels nach dem Zweiten Weltkrieg wird darin gesehen, dass es bestimmten unterentwickelten Ländern gelungen ist, ein Exportwachstum ihrer industriellen Waren zu erzielen. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den Aufbau von exportorientier­ten Industrien, dem Abbau von Handelsbarrieren in den entwickelten Staaten, den gesunke- nen Transportkosten sowie der weltweiten Verbreitung moderner Technologien zurückzufüh­ren.3 (Vgl. Kapitel 2.3) Ein weiterer wichtiger Punkt für den Globalisierungsprozess bis heute sind die seit dem Zweiten Weltkrieg beschlossenen Handelsabkommen der verschiedenen Nationen. Da die geschlossenen Abkommen eine entscheidende Voraussetzung für den heu­tigen weltweiten Außenhandel ist, werde ich die wichtigsten im Folgenden zusammenfassend darstellen. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte endlich eine internationale Handelsorganisati­on (ITO - International Trade Organisation) geschaffen werden, die jedoch durch die Ableh­nung des US-Kongress nie gegründet wurde. Als Provisorium wurde daraufhin im Jahr 1947 das „General Agreement on Tariffs and Trade“ (GATT) gegründet. Das damals von 23 Mit­gliedern gegründete Abkommen wuchs bis Anfang der 1990er Jahre auf 100 Mitglieder an. Die Ziele des GATT bestanden u.a. in der Erhöhung des Lebensstandards, der Verwirkli­chung von Vollbeschäftigung oder der Intensivierung des Außenhandels zwischen den Ver­tragsstaaten. Durch die vier Prinzipien des GATT sollten diese Ziele erreichbar werden. Das erste Prinzip, das Prinzip der Liberalisierung, verpflichtet die GATT-Mitglieder dazu, auf neue Zölle zu verzichten und bereits bestehende nicht zu erhöhen. Die Handelshemmnisse sollen außerdem stetig reduziert werden. Die Verhandlungen sollten dabei nach dem Prinzip der Reziprozität geführt werden, was das zweite Prinzip war. Es besagt, dass alle Handelsver­günstigungen die ein Land einem anderen gewährt, auch umgekehrt eingeräumt werden müssen. Das dritte Prinzip, das Prinzip der Nichtdiskriminierung verpflichtet die GATT­Mitglieder zum einen, alle Handlungsvergünstigungen die einem Land zugestanden werden auch allen anderen GATT-Mitgliedern zu gewähren. Zum anderen schreibt das Prinzip der In­länderbehandlung die Nichtdiskriminierung ausländischer gegenüber inländischer Produkte vor. Das vierte Prinzip, das Prinzip der Transparenz, schreibt schließlich vor, sämtliche au­ßenhandelsrelevanten Gesetze, Vorschriften, Verordnungen und Gerichtsurteile zu veröffent­lichen und dem Ausland zugänglich zu machen. Dies soll die Rechtssicherheit im internatio­nalen Handel gewährleisten sowie hohe Informationskosten für ausländische Anbieter ver­hindern.4 In den insgesamt 8 Verhandlungsrunden des GATT zwischen 1947 und 1994 hatte insbesondere den Abbau der Zölle und die mengenmäßige Beschränkungen erste Priorität. Bis in 1970er Jahre hatte sich allerdings so viel Reform- und Erweiterungsbedarf bei den Handelsregeln ergeben, dass deren Weiterentwicklung ein stärkeres Gewicht bekam. In der letzten Verhandlungsrunde im Rahmen des GATT wurde deshalb von den meisten der 125 Mitgliedsstaaten eine Vereinbarung getroffen, die die Schaffung einer Welthandelsorganisa­tion vorsah, der heutigen World Trade Organisation (WTO). Die WTO wurde also 1995 als Nachfolger des GATT gegründet. Die WTO bietet heute ein stabiles Regelwerk für den welt­weiten Freihandel deren Ziel darin besteht, die Grundsätze des multilateralen Handelssystem zu verwirklichen, so dass Handelsströme frei und ungehindert zwischen den Nationen fließen können. Das Regelwerk des GATT, also das allgemeine Zoll- und Handelsabkommen wurde aber in die WTO übernommen und ist nach wie vor Grundlage des Handelns der WTO.5 Zur Veranschaulichung der wichtigsten Verhandlungen vgl. Tabelle 1

Tab.1: Die acht Verhandlungsrunden im Rahmen des GATT

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Nach BMWi 2008

2.2 Wichtige Triebkräfte der Globalisierung

Um die schnelle Entwicklung der heutigen Globalisierung zu verstehen, sollen hier die wich­tigsten Akteure aus Wirtschaft und Politik vorgestellt werden, ohne die diese Entwicklung in dem jetzigen Ausmaße nicht möglich wäre. Ernst Gieße spricht hier von den „mächtigen Ak­teuren“ die die Antriebskräfte der Globalisierung darstellen. Die Hauptdarsteller spielen dabei die Transnationalen Unternehmen und die Nationalstaaten. Als Transnationale Unternehmen werden Konzerne bezeichnet, die ihre Produktionsstätten und Niederlassungen über ver­schiedene Nationen verteilt haben. D.h., ein Teil ihrer Umsätze werden im Ausland getätigt und ihre strategische Unternehmensplanung ist weltweit ausgerichtet. Die Muttergesellschaft

[...]


1 http://www.destatis.de

2 Vgl. Gieße (2011), S. 11

3 Vgl. Teusch (2004), S. 39-42

4 Vgl. Gieße (2010), S. 27-30

5 Vgl. www.bmwi.de

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung des Freihafens Hamburg vor dem Hintergrund der Globalisierung für die Exporte der BRD
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V172399
ISBN (eBook)
9783640927456
ISBN (Buch)
9783640928071
Dateigröße
753 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung, freihafens, hamburg, hintergrund, globalisierung, exporte
Arbeit zitieren
Christoph Heitzmann (Autor:in), 2011, Die Bedeutung des Freihafens Hamburg vor dem Hintergrund der Globalisierung für die Exporte der BRD , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172399

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