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Die deliktische Haftung für nichtgenerative Künstliche Intelligenz

Titel: Die deliktische Haftung für nichtgenerative Künstliche Intelligenz

Masterarbeit , 2026 , 87 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Jura - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Künstliche Intelligenz ist ein Themenfeld, welches die letzten Jahre für einige Bewegung in der Rechtswissenschaft, jedoch
auch in der Politik und öffentlichen Wahrnehmung gesorgt hat. Aus einem juristischen Nischenthema ist eine der wichtigsten
Rechtsfragen der aktuellen Zeit geworden. Im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (im Folgenden KI) fallen oft Begriffe wie "Automatisierung“, „Erleichterung“ und „Vernetzung“ sowie „Digitalisierung“. Ausgangspunkt sind maschinelle künstliche Systeme, die Leistungen vollbringen, für die an sich menschliche Intelligenz notwendig wäre.
Diese Arbeit beleuchtet die deliktische Haftung für nichtgenerative Künstliche Intelligenz unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Bestimmungen und mit Blick auf das europäische Recht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung 1

B. Definition und Darstellung technischer Aspekte 2

I. Künstliche Intelligenz: Definition und Kernprinzipien 2

1. Autonome und Nichtautonome Künstliche Intelligenz 3

a) Autonome Künstliche Intelligenz 3

b) Nichtautonome Künstliche Intelligenz 4

c) Zwischenergebnis 5

2. Generative und Nichtgenerative Künstliche Intelligenz 5

a) Generative Künstliche Intelligenz 5

b) Nichtgenerative Künstliche Intelligenz 6

II. Grundprinzipien der Arbeitsweise von KI-Systemen 7

1. Einführung in die Funktionsweise 7

2. Unüberwachtes Lernen 9

3. Überwachtes Lernen 9

4. Zwischenergebnis 10

III. Risiken und allgemeine Problemfelder 10

1. Diskriminierung 11

2. Urheberrechtsverletzungen und Anonymisierung 13

3. Halluzinationen 14

4. „Black-Box-Phänomen“ 15

5. Vernetzung 17

6. Fehlende Moral und Wertvorstellungen 18

7. Verallgemeinerung 19

8. Zwischenergebnis 19

C. Haftung nach deutschem geltenden Zivilrecht 19

I. Deliktsrecht, §§ 823 ff. BGB 20

1. Handelnder „hinter der Maschine“ 20

a) Haftung der KI selbst 20

aa) Exkurs: KI als Persönlichkeit – Kann eine KI selbst haften? 20

bb) Zwischenergebnis 23

b) Haftung des Verwenders/Anwenders von KI 23

c) Haftung des Betreibers/Produzenten von KI 25

d) Haftung des Programmierers von KI 27

e) Zwischenergebnis 28

2. Zurechnung bei Verwendung von KI 28

II. Gefährdungshaftung 30

1. Produkthaftung 31

a) KI als Produkt 32

aa) Bisherige Rechtslage 32

bb) Änderungen durch die neue europäische Produkthaftung 34

b) Problematik der selbstlernenden KI 35

c) Zwischenergebnis 39

2. Haftung im Straßenverkehr 39

a) Haftung des Halters 40

b) Haftung des Fahrers 42

c) Haftung des Produzenten/Händlers 44

d) Exkurs: Selbstfahrende Fahrzeuge unter Berücksichtigung der Haftung des Softwarebetreibers bei autonomen Fahrzeugen 45

e) Zwischenergebnis 47

3. Haftung nach Art. 82 DSGVO 47

4. Analoge Anwendung der Haftung für Verrichtungsgehilfen nach § 831 BGB 51

5. Analoge Anwendung der Tierhalterhaftung nach § 833 BGB 55

6. Analoge Anwendung der Haftung des Aufsichtspflichtigen nach § 832 BGB 57

7. Anwendung der Billigkeitshaftung nach § 829 BGB 60

8. Gesamtanaloge Anwendung der Gefährdungshaftung 61

9. Zwischenergebnis 62

D. Aktuelle gesetzgeberische Entwicklungen auf der europäischen Ebene 62

I. KI-VO 62

II. Reform durch die neue Produkthaftungsrichtlinie 64

E. Bewertung des bestehenden Rechts und Ausblick 68

I. Bestehendes Recht 68

II. Grenzen des bestehenden Rechts 68

III. Notwendigkeit eines eigenständigen KI-Haftungsrechts 70

F. Fazit/Schlusswort 72

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die deliktische Haftung für nicht-generative KI-Systeme nach deutschem Zivilrecht. Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit bestehende Haftungsnormen wie §§ 823 ff. BGB oder das Produkthaftungsgesetz auf KI-Systeme anwendbar sind, bestehende Haftungslücken aufzuzeigen und Lösungsansätze zu entwickeln.

  • Grundlagen und Definitionen von KI-Systemen (autonom/nichtautonom, generativ/nichtgenerativ).
  • Analyse deliktischer Haftung nach § 823 BGB für Akteure wie Anwender, Betreiber und Programmierer.
  • Untersuchung von Gefährdungshaftungstatbeständen im Bereich KI, einschließlich Produkthaftung und Straßenverkehrsrecht.
  • Datenschutzrechtliche Haftung nach Art. 82 DS-GVO im Kontext von KI-Training.
  • Bewertung aktueller europäischer Entwicklungen wie die KI-Verordnung und die neue Produkthaftungsrichtlinie.

Auszug aus dem Buch

A. Einleitung

Künstliche Intelligenz ist ein Themenfeld, welches die letzten Jahre für einige Bewegung in der Rechtswissenschaft, jedoch auch in der Politik und öffentlichen Wahrnehmung gesorgt hat. Aus einem juristischen Nischenthema ist eine der wichtigsten Rechtsfragen der aktuellen Zeit geworden. Im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (im Folgenden KI) fallen oft Begriffe wie „Automatisierung“, „Erleichterung“ und „Vernetzung“ sowie „Digitalisierung“.

Ausgangspunkt sind maschinelle künstliche Systeme, die Leistungen vollbringen, für die an sich menschliche Intelligenz notwendig wäre. Autonome Systeme ersetzen immer mehr menschliche Handlungen. Vermeintlich besonders kompetente, neutrale und perfekte KI-Systeme übernehmen Teilbereiche des alltäglichen Lebens. Kühlschränke, die eigenständig Essen bestellen, smarte Heizsysteme, die die Temperatur regeln sowie selbstfahrende Autos oder Textverarbeitungsanwendungen, die eigenständig Texte verfassen – all dies sind Einsatzgebiete von KI. Sie ist bereits jetzt in der Verbrechensbekämpfung, Medizin und Pflege, Mobilität, Finanzen, Soziale Netzwerke und Marketing zu finden. Als Beispiele für weitere mögliche Anwendungsfelder von KI werden Erleichterungen in der Arbeitsvermittlung Arbeitssuchender, zur Beschleunigung von Massenverfahren bei Gerichten oder im Gesundheitswesen zur Diagnostik genannt.

Neben den positiven Aspekten der Erleichterung geraten jedoch daneben Problemfelder und Risiken in Zusammenhang mit Vernetzung, Automatisierung und Transparenz in der öffentlichen Diskussion in den Fokus des aufmerksamen Beobachters. Durch KI-Systeme kommen nicht zu vernachlässigende Änderungen auf die Gesellschaft zu. Diese sollten ernst genommen werden, da ihre Auswirkungen massiv sein können. KI-Systeme sind von transformativer Bedeutung für sämtliche gesellschaftlichen Bereiche und finden sich in verschiedenen Facetten wieder, wodurch Chancen und Risiken entstehen können. Unter Berücksichtigung von haftungsrechtlichen Besonderheiten wirft das Themenfeld KI Fragen auf, welche mit dieser Masterarbeit beleuchtet werden sollen. Nicht mehr nur der Mensch agiert, sondern digitale Systeme interagieren miteinander.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Künstlichen Intelligenz ein, erläutert die technologische Entwicklung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft sowie den Fokus der Haftungsfragen.

B. Definition und Darstellung technischer Aspekte: Hier werden grundlegende KI-Begriffe definiert, die Funktionsweise von Systemen erklärt und die Risiken sowie allgemeinen Problemfelder wie Diskriminierung und das „Black-Box-Phänomen“ analysiert.

C. Haftung nach deutschem geltenden Zivilrecht: Dieses Kapitel prüft detailliert, wie deliktische Haftung nach § 823 BGB und Gefährdungshaftung (Produkthaftung, Straßenverkehr) auf KI angewendet werden kann, sowie die Haftung nach DS-GVO.

D. Aktuelle gesetzgeberische Entwicklungen auf der europäischen Ebene: Die Arbeit diskutiert hier die Auswirkungen der KI-Verordnung und die Reformen durch die neue Produkthaftungsrichtlinie auf das deutsche Rechtssystem.

E. Bewertung des bestehenden Rechts und Ausblick: Hier erfolgt eine kritische Würdigung des aktuellen Rechtsrahmens, der Grenzen bestehender Haftungsnormen und die Notwendigkeit eines eigenständigen KI-Haftungsrechts.

F. Fazit/Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines EU-weiten, einheitlichen Haftungsrechts, da das bestehende Recht an seine Grenzen stößt.

Schlüsselwörter

Künstliche Intelligenz, Deliktische Haftung, BGB, Produkthaftung, Gefährdungshaftung, KI-Verordnung, Datenschutz-Grundverordnung, Algorithmus, Autonome Systeme, Selbstlernende KI, Beweislast, Rechtsfähigkeit, Haftungsproblematik, Produkthaftungsrichtlinie, Schadensersatz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die zivilrechtlichen Haftungsfragen, die beim Einsatz von nicht-generativen Künstlichen Intelligenz-Systemen in Deutschland entstehen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die technische Funktionsweise von KI, die deliktische Haftung nach §§ 823 ff. BGB, verschiedene Formen der Gefährdungshaftung sowie aktuelle europäische Gesetzgebungsverfahren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, ob das aktuelle deutsche Haftungsrecht für die durch KI-Systeme verursachten Risiken ausreicht oder ob spezifischer Nachbesserungsbedarf besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine rechtsdogmatische Analyse des geltenden deutschen Zivilrechts sowie eine Untersuchung der aktuellen europäischen Rechtsentwicklungen und ihrer Auswirkungen auf die deutsche Haftungslage.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Haftung der verschiedenen Akteure (Anwender, Betreiber, Programmierer) unter Anwendung klassischer Haftungsnormen und prüft zudem analoge Haftungsmöglichkeiten sowie die Bedeutung datenschutzrechtlicher Vorgaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Künstliche Intelligenz, Deliktsrecht, Gefährdungshaftung, Produkthaftung und KI-Verordnung.

Wie wird das "Black-Box-Phänomen" haftungsrechtlich bewertet?

Die Arbeit identifiziert das Black-Box-Phänomen als erhebliches Hindernis für die Zurechnung und den Nachweis von Verschulden, da die internen Entscheidungsprozesse der KI für Außenstehende oft nicht nachvollziehbar sind.

Warum wird eine analoge Anwendung des § 831 BGB abgelehnt?

Eine Analogie scheitert laut Arbeit daran, dass eine KI keine Person mit eigenem Willen ist und es zudem an einer planwidrigen Regelungslücke fehlt, da bereits andere Haftungsmaßstäbe zur Verfügung stehen.

Ende der Leseprobe aus 87 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die deliktische Haftung für nichtgenerative Künstliche Intelligenz
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Rechtswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Zivilrecht
Note
3,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2026
Seiten
87
Katalognummer
V1724581
ISBN (PDF)
9783389192665
ISBN (Buch)
9783389192672
Sprache
Deutsch
Schlagworte
KI Künstliche Intelligenz Haftung Deliktsrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2026, Die deliktische Haftung für nichtgenerative Künstliche Intelligenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1724581
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Leseprobe aus  87  Seiten
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