Pius XII. - Kirchenpolitik und ethisch-moralisches Handeln des Pacelli-Papstes im Spannungsfeld weltanschaulicher Gegensätze


Masterarbeit, 2011
76 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die ideologische Einstellung des Papstes
2.1. Die Haltung Pius’ XII. gegenüber dem Kommunismus
2.2. Die Haltung Pius’ XII. gegenüber dem Nationalsozialismus und dem Faschismus
2.2.1. Pius XII. und der italienische Faschismus
2.2.2. Pius XII. und der Nationalsozialismus
2.2.3. Pius XII. und der Antisemitismus
2.3. Die Haltung Pius’ XII. gegenüber den liberal-demokratischen Rechtsstaatensystemen

3. Zwischenfazit

4. Das politische Verhalten des Papstes: Die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich
4.1. Das Reichskonkordat
4.2. Pius XII. und die Judenverfolgung
4.3. Politische Neutralität
4.4. Die Deportation in Rom
4.5. Hilfeleistungen für Juden in anderen europäischen Ländern
4.6. Das Verhalten des Papstes im Angesicht des Holocausts

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Während der Lektüre von Rolf Hochhuths Stellvertreter[1] begegnete mir Papst Pius XII.[2] zum ersten Mal. Ergänzende Recherchen zu der historischen Person des Papstes, der mit bürgerlichem Namen Eugenio Pacelli hieß, offenbarten mir dann schnell eine in der Geschichtswissenschaft höchst umstrittene Figur. Das Schauspiel selbst hat einen beträchtlichen Teil zur Entstehung einer Debatte beigetragen, die bis in die heutige Zeit hineinreicht.[3] Hochhuth erhebt in seinem Bühnenstück die Anschuldigung, dass der Papst angesichts des Holocausts aus eigenen wirtschaftlichen Interessen und aus Angst vor der Ausbreitung des Kommunismus „geschwiegen“ habe.[4] Hochhuth geht dabei von der These aus, dass ein öffentlicher Protest des Papstes die Weiterführung der Ermordung von über sechs Millionen Juden[5] hätte verhindern können.

Obwohl es auch vor der Uraufführung des Stellvertreters 1963 bereits kritische Stimmen[6] gegen das Verhalten Pius’ XII. während des Zweiten Weltkrieges, insbesondere zur Judenverfolgung und -vernichtung gegeben hatte, begann sich zu diesem Zeitpunkt auch das öffentliche Bild des Pacelli-Papstes zu wandeln. Waren sich noch unmittelbar nach dessen Tod 1958 nicht nur die Gläubigen „einig in ihrem Lob für die Lebensleistung Eugenio Pacellis“[7], so waren die Anschuldigungen gegen Pius XII., auch von Seiten der Historiker, seit Hochhuths Stellvertreter doch gravierend. Diese Vorwürfe gegen den Papst richten sich auch schon gegen Pacellis Aktivitäten vor Beginn seines Pontifikates 1939. So habe Pacelli bereits als Kardinalstaatssekretär mit dem von ihm ausgehandelten Reichskonkordat 1933 für eine offizielle Anerkennung Adolf Hitlers (1889–1945) und des nationalsozialistischen Regimes vor den Augen der Welt gesorgt.[8] Um das Konkordat nicht zu gefährden, habe er sogar die Selbstauflösung der katholischen Zentrumspartei gefordert.[9] Grundsätzlich soll der Papst totalitäre Regime eher befürwortet haben als liberal-demokratische Rechtsstaatensysteme.[10]

Der immer wieder vorgebrachte Hauptvorwurf gegen Pius XII. ist der des „Schweigens“ zum Holocaust: Er habe trotz früher Kenntnis und zahlreicher Bitten aus aller Welt um einen öffentlichen Protest sich nicht gegen die nationalsozialistischen Verbrechen an den europäischen Juden ausgesprochen.[11] Als Gründe hierfür werden entweder seine Deutschlandfreundlichkeit[12] – aufgrund seiner langjährigen Amtszeit als Nuntius in Deutschland –, eigene antisemitische Ansichten hervorgegangen aus dem traditionellen christlichen Antijudaismus –[13] oder seine große Angst vor dem Kommunismus genannt, vor dem nur ein Pakt mit dem Nationalsozialismus die westliche Welt hätte schützen können.[14] Die Vorwürfe sind somit politischer und moralischer Natur.

Die Befürworter von Pacellis Handlungen sind der Meinung, dass das Reichskonkordat notwendig gewesen sei, um die Rechte der Katholiken im Deutschen Reich offiziell zu festigen[15], und dass sich die Zentrumspartei selbstständig und nicht in Absprache mit dem Kardinalsstaatssekretär aufgelöst habe.[16] Außerdem habe Pacelli in seiner Weihnachtsbotschaft 1942 sehr wohl öffentlich protestiert, jedoch ohne die Täter und die Opfer beim Namen zu nennen[17]: nach Ansicht einiger Historiker eine diplomatische Zurückhaltung, um größeres Unheil zu verhindern[18], weil konkretere Proteste die Nationalsozialisten auch nicht hätten aufhalten können.[19] So habe der Papst das ihm einzig Mögliche getan und zahlreichen Juden durch heimliche Unterbringung in kirchlichen Einrichtungen das Leben gerettet, ohne dabei selbst öffentlich in Erscheinung zu treten.[20] Nach Ansicht dieser Historiker werden die Ansichten Hochhuths gerne von Pacellis Gegnern übernommen, ohne dabei die mittlerweile erbrachten Gegenbeweise der Forschung zu beachten.[21]

In der Literatur zu diesem Thema sind die diametralen Forschungsansichten bereits in den Buchtiteln zu erkennen. So ist entweder von „ Hitlers Papst[22] oder vom „(...) Papst, der Hitler trotzte“[23] die Rede.

Problematisch für die gesamte Forschung zu Pius XII. ist jedoch die Quellenlage. Bisher sind die Bestände des vatikanischen Geheimarchivs über dessen Pontifikat noch nicht freigegeben worden. Erstmals wurden im Februar 2006 die gesamten Akten des Pontifikats seines Vorgängers Pius’ XI. (bis zum 10. Februar 1939) den Forschern zugänglich gemacht.[24] Für die Historiker sind besonders die Berichte der Nuntien aus aller Welt und die Weisungen des Kardinalstaatssekretärs Eugenio Pacellis an diese von Interesse. Sie bieten zwar schon neue Erkenntnisse, allerdings wird es noch mehrere Jahre dauern, bis diese Quellen vollständig ausgewertet sein werden.[25] Der Umstand, dass die den Nationalsozialismus betreffenden Bestände nicht freigegeben wurden, ist von einigen als Indiz gewertet worden, dass hier „unliebsames Material“ zurückgehalten werde.[26] Der daraus resultierenden Kritik versuchte der Vatikan bereits 1964 unter Papst Paul VI. entgegenzutreten. Dieser gab einem „kleinen internationalen Expertengremium“[27] die Sondererlaubnis zu einer vorzeitigen Archivsichtung. Das Resultat ist das elfbändige Quellenwerk ADSS[28] , mit abertausenden von relevanten Dokumenten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, die nach Ansicht des Gremiums eine repräsentative Auswahl des gesamten Archivmaterials darstellen. Trotzdem bleiben für die Historiker noch viele Fragen offen.[29]

Erneut angeheizt wurde die Debatte durch die Bestätigung des heroischen Tugendgrades von Pius XII. durch Papst Benedikt XVI. im Dezember 2009. Dieser Schritt bildet die Voraussetzung für die baldige Seligsprechung des Pacelli-Papstes – eine Entscheidung, die besonders bei jüdischen Institutionen auf Unzufriedenheit stößt.[30] Der Vatikan hingegen lässt nichts unversucht, um das Bild Pacellis in der öffentlichen Meinung zu verbessern. Dafür wurde z. B. 2008 eine Wanderausstellung eröffnet, die mit Hilfe von zahlreichen gedruckten Äußerungen zeigen soll, dass der Papst nicht „geschwiegen“ habe.[31] Zusätzlich wurde 2010 zur besten Sendezeit ein Spielfilm über das Verhalten Pacellis während der Deportation von Juden aus Rom gezeigt. Dieser Film befreit Pius XII., auch mit Hilfe von historischen Falschdarstellungen[32], „(…) vom Vorwurf, dem Massenmord an den europäischen Juden kalt und schweigend zugesehen zu haben, und zeigt ihn als zerrissenen und selbstkritischen Diplomaten“.[33] All dies zeigt, dass das Thema Pius XII. und der Holocaust immer noch aktuell ist und von einem Konsens in der historischen Forschung keine Rede sein kann.

Zunächst lag für diese Arbeit der Vergleich mit dem päpstlichen Vorgänger, Pius XI., (Achille Ratti: 1857–1939) nahe, der sich während seines Pontifikats bis 1939 ebenfalls mit dem nationalsozialistischen Regime und der Judenverfolgung konfrontiert sah. Schwierig hierbei ist, dass der Anteil Pacellis an der Politik Pius’ XI. überdurchschnittlich hoch war, dieser Umstand aber bis jetzt von der Forschung noch nicht genügend herausgearbeitet wurde.[34] Somit ist es noch nicht vollständig möglich, zu sagen, ob für einige Taten des allmählich kränkelnden Pius’ XI. nicht eigentlich Pacellis Ansichten richtungsweisend waren. Zudem stellten sich die deutschsprachigen Publikationen über Pius XI. als zu dürftig für einen Vergleich heraus.

Weiter stellt sich die Frage, wie diese langjährige Debatte, die sich in allen Schichten der Gesellschaft abspielt und somit auch außerhalb der historische Fachwelt stattfindet, überhaupt entstehen konnte, denn die Alliierten haben es ebenfalls unterlassen, gegen den Holocaust vorzugehen, obwohl sie auch die militärischen Möglichkeiten dazu gehabt hätten.[35] Doch das Verhalten eines Staatsoberhauptes, welches Neutralität während der Kriegshandlungen zugesagt hat[36], löst eine schier endlose moralische Debatte aus, während die Handlungsweise der Alliierten deutlich weniger hohe Wellen schlägt.[37] Der Grund hierfür ist in der doppelten Funktion des Papstes zu sehen. Dieser ist zwar das Oberhaupt des Staates Vatikanstadt, des kleinsten Landes Europas, und dies mit allen dazugehörigen politischen Aufgaben, aber er ist auch das Oberhaupt aller römisch-katholischen Gläubigen, die auf der ganzen Welt verstreut und in den unterschiedlichsten politischen Systemen leben. Der Papst hat folglich dafür Sorge zu tragen, dass die Katholiken ihren Glauben ausüben können. Es ist seine Aufgabe, sie beispielsweise vor politischer Verfolgung zu schützen.

Aber es sind nicht nur die eigenen Gläubigen, die Ansprüche an sein Amt und seine Person stellen, sondern der Papst ist auch im Bewusstsein der restlichen Weltgemeinschaft fest als moralische Instanz verankert. Er hat klar Stellung zu beziehen, wenn in größerem Maße Unrecht geschieht, und den Opfern durch „die eigene Verpflichtung zu ‚christlicher‘ Nächstenliebe“[38] Hilfe zu leisten. Somit fallen die Verbrechen der Nationalsozialisten an den Juden auch in seinen „Verantwortungsbereich“. Der Pontifex maximus muss allen Rollen gerecht werden, obwohl sich diese Verpflichtungen, wie im Folgenden zu sehen sein wird, auch widersprechen können.

Aus dieser Problematik ergibt sich folgende Aufgabenstellung:

Diese Arbeit betrachtet das Verhältnis zwischen dem nationalsozialistischen Regime und dem Heiligen Stuhl während des Pontifikats Pius’ XII. und fragt hierin insbesondere nach den ideologischen Handlungsgrundlagen, den konkreten Handlungsabsichten sowie den gegebenen Handlungsoptionen des Papstes in seiner multiplen Rolle als Staatsoberhaupt und perzipierter moralischer Instanz. Als Schwerpunkt soll hierbei das Verhalten des Papstes in Bezug auf den Antisemitismus, die Judenverfolgung und den Holocaust untersucht werden.

Das 20. Jahrhundert stellte den Papst vor die Herausforderung, sich unter anderen mit drei politischen Ideologien auseinandersetzen zu müssen: dem Kommunismus, dem Faschismus in Italien und dem Nationalsozialismus in Deutschland. Da die eigenen ideologischen Auffassungen Pacellis richtungsweisend für sein kirchenpolitisches Handeln sind, sollen diese im Folgenden näher untersucht werden. Zunächst wird die Einstellung des Papstes gegenüber dem Kommunismus näher untersucht, des Weiteren seine Haltung gegenüber dem Faschismus und dem Nationalsozialismus. Anbei soll auch seine persönliche Einstellung zum Antisemitismus in einem Unterpunkt thematisiert werden. Den bereits genannten totalitären Systemen stehen die liberal-demokratischen Rechtsstaatensysteme gegenüber. Auch die Haltung des Papstes dazu soll überprüft werden. Danach werden die gewonnenen Erkenntnisse zur ideologischen Einstellung Pius’ XII. in einem Zwischenfazit zusammengefasst.

Im Weiteren soll das politische Verhalten des Papstes beleuchtet werden, wobei der Schwerpunkt auf dem Verhältnis des Heiligen Stuhls zum Deutschen Reich liegt. Dabei werden das Zustandekommen und die Folgen des Reichskonkordats von 1933 sowie das Verhalten des Pacelli-Papstes gegenüber der nationalsozialistischen Judenverfolgung untersucht. Außerdem sollen die Ursachen für die politische Neutralität des Pontifex dargestellt werden. Danach wird das Verhalten des Papstes während der Deportation von Juden im Oktober 1943 in Rom aufgezeigt und das mögliche und das tatsächliche Handeln des Papstes und der Kurie gegenüber den Deportationen von Juden in anderen europäischen Ländern erläutert. Die vorgenannten Punkte sowie die gesamten Optionen Pius’ XII. angesichts des Holocausts werden untersucht und in einem Fazit ausgeführt.

Bei der folgenden Schilderung der Ereignisse wird kein Anspruch auf eine stringente chronologische Reihenfolge erhoben, da es sinnvoller erscheint, die Arbeit nach den genannten thematischen Schwerpunkten zu gliedern.

In die vorliegende Arbeit fließen die neuesten anerkannten Erkenntnisse der Forschung ein, jedoch sind die im Folgenden dargestellten Beurteilungen der historischen Ereignisse nur eine Momentaufnahme der Debatte. Ein Abschluss kann wohl erst gefunden werden, wenn die gesamten Akten des Pontifikats Pius’ XII. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind. Dies wird, wie Papst Benedikt XVI. angekündigt hat, voraussichtlich 2014 oder 2015 geschehen.[39]

2. Die ideologische Einstellung des Papstes

2.1. Die Haltung Pius’ XII. gegenüber dem Kommunismus

Pius XII. sah im atheistischen Kommunismus „die größte Gefahr für das christliche Europa“; um dessen Ausbreitung von der Sowjetunion aus zu verhindern, diente der Nationalsozialismus als nützliches „Bollwerk“.[40] So lautet nicht nur einer der Vorwürfe Hochhuths, sondern dies ist auch die Hauptthese des Historikers Saul Friedländer in seinem 1965 erschienenen Werk über den Pacelli-Papst. Seitdem ist dies eine der am weitesten verbreiteten Erklärungen für das „Schweigen“ des Pontifex.[41]

Persönlich kam Eugenio Pacelli das erste Mal im April 1919 als apostolischer Nuntius in München mit dem Kommunismus in Konflikt. Nach dem Ausrufen der „Münchener Räterepublik“ wurde Pacelli von einigen bewaffneten Revolutionären in der Nuntiatur bedroht und musste seinen Dienstwagen herausgeben.[42] Zwar wurde überliefert, dass der Nuntius den Rotgardisten mutig entgegengetreten sei, die „traumatisierende Erfahrung“[43] aber soll ihn für sein gesamtes Leben antikommunistisch geprägt haben.[44] Diese Episode wird immer wieder als Schlüsselszene zur Untermauerung der „Friedländer-These“ herangezogen.[45] Tatsächlich ist dieses Erlebnis für den späteren Papst, wenn auch unangenehm, eher eine „Bagatelle“ gewesen. Hat er doch selbst im Nachhinein erklären lassen, dass der Vorfall „keinen antireligiösen Charakter“ gehabt habe.[46] Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass Pacelli, wie die meisten anderen Geistlichen der Welt, den Kommunismus ohnehin fürchtete, da zumindest dessen sowjetische Interpretation das Ziel hatte, die Religion mit all ihren Komponenten auszulöschen. Somit bedurfte es nicht des Münchener Ereignisses, um seine Furcht zu wecken.[47]

Mit Beginn des Pontifikats von Papst Pius XI. 1922 änderte sich auch die Politik der Kirche.[48] Zwar war der Kommunismus für ihn „die Verkörperung des Bösen par excellence“, vor dem die Menschheit geschützt werden musste, aber der Papst erkannte die Notwendigkeit, im Interesse der Gläubigen mit dessen Führern verhandeln zu müssen[49]. Da sich die Lage der Kirche in der Sowjetunion durch die brutale Verfolgung von katholischen Geistlichen immer weiter verschlimmerte[50], ordnete er an, bezüglich der Sowjetunion auf das Mittel der Konkordatspolitik zurückzugreifen. Mit den Verhandlungen betraute der neue Papst 1925 den ausgebildeten Juristen und Diplomaten Eugenio Pacelli, der sich in den folgenden Jahren dreimal mit dem Volkskommissar des Äußeren Georgi Wassiljewitsch Tschitscherin (1872–1936) traf.[51] Die Sowjetunion forderte die Anerkennung des eigenen Staates, bot aber als Gegenleistung den Fortbestand der katholischen Kirche nur, wenn „die völlige Unterordnung der Geistlichen und der Gläubigen unter die politische Macht, und zwar in jedem Bereich, von der Ernennung der Bischöfe bis zur Unterweisung im Glauben“ akzeptiert werde.[52] Trotz dieser negativen Voraussetzungen hielt Pacelli die Verhandlungen über zwei Jahre aufrecht, musste aber 1927 erkennen, dass die sowjetische Regierung auf ihrem Standpunkt beharrte, der Kirche keinen einzigen Freiraum gewähren zu wollen, und somit seine Bemühungen gescheitert waren.[53]

Die lange geführten Verhandlungen zeigen, dass der Heilige Stuhl, inklusive Pacelli, damals keine vollständig abwehrende Haltung gegenüber der kommunistischen Sowjetunion eingenommen hat. Trotz der beträchtlichen Ablehnung dieses politischen Systems versuchte Papst Pius XI. um jeden akzeptablen Preis die Katholiken der Sowjetunion zu schützen.[54] Pacelli lernte als Konsequenz des Scheiterns dieser Verhandlungen und seiner bereits erfolgreich abgeschlossenen Konkordate[55], dass dieses diplomatische Mittel die beste Lösung sei, um die katholischen Gläubigen in den unterschiedlichsten Staaten und politischen Systemen rechtlich absichern zu können. Diese Erkenntnis ließ ihn auch später als Papst nicht von dieser bewährten Methode abrücken.

Bei der Wahl der Konkordatspolitik als Mittel zum Schutz der Katholiken in aller Welt muss auch immer in Betracht gezogen werden, dass die Kurie kaum andere Möglichkeiten hat, außer der der Diplomatie. Somit tritt sie eher als moralische Autorität auf denn als politische Macht. Die dem sowjetischen Diktator Josef Stalin (1878–1953) zugeschriebene rhetorische Bemerkung, wie viele Divisionen denn der Papst habe, macht diese Begrenzung mehr als deutlich.[56]

Neue Furcht vor dem Kommunismus entwickelte die katholische Kirche durch den 1936 beginnenden spanischen Bürgerkrieg. Dieser gründete sich unter anderem auch auf kulturelle und religiöse Auseinandersetzungen.[57] Während des Krieges ermordeten „linke Agitatoren“ fast 5.000 Geistliche.[58] Pacelli führte als Kardinalsstaatssekretär des Heiligen Stuhls den Schriftwechsel mit der republikanischen Regierung Spaniens, welche die antikatholischen Verfolgungen beenden wollte, und war somit über die Vorkommnisse gut unterrichtet.[59] Die blutigste Christenverfolgung der Geschichte Westeuropas wurde erst durch den Sieg der Falangisten 1939 unter dem streng katholischen Francisco Franco (1892–1975) beendet.[60]

Die Geschehnisse in Spanien und der Sowjetunion bewogen Papst Pius XI. dazu, am 19. März 1937, nach bereits mehreren offiziellen Protesten gegen den Kommunismus, die Enzyklika Divini Redemptoris zu veröffentlichen. Darin erklärte er:

„Der Kommunismus beraubt den Menschen seiner Freiheit, der geistigen Grundlagen seiner moralischen Lebensführung; der Persönlichkeit des Menschen nimmt er jede Würde…“; außerdem ist er „in seinem innersten Kern schlecht, und es darf sich auf keinem Gebiet mit ihm auf Zusammenarbeit einlassen, wer immer die christliche Kultur retten will“.[61]

Diese Lehrschrift wurde in der Weltöffentlichkeit stärker wahrgenommen als die zwei Tage später veröffentlichte Enzyklika gegen den Nationalsozialismus Mit brennender Sorge, was sich damit erklären lässt, dass die westlichen Demokratien zu diesem Zeitpunkt 1937 im Allgemeinen den Kommunismus als weitreichenderes Problem ansahen als den nur auf ein Land beschränkten Nationalsozialismus.[62]

Auch die Wahl Eugenio Pacellis zum Papst Anfang des Jahres 1939 änderte nichts an des Heiligen Stuhls offizieller Verurteilung des Kommunismus durch die besagte Enzyklika. Der Beginn des Krieges sorgte für die offizielle Neutralität des Vatikans, die dieser bis zum Kriegsende beibehalten sollte.[63]

Mit dem Überfall der Deutschen auf die Sowjetunion im Juni 1941 änderte sich die politische Lage dahingehend, dass nun keine eindeutige Unterscheidung zweier Lager – der Demokratien und Diktaturen – mehr möglich war. Nun wurde von beiden Seiten Druck auf den Papst ausgeübt. Das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland forderten den Segen des Pontifex für ihren „Kreuzzug“ gegen den Kommunismus. Pius XII. erteilte dem eine Absage, indem er deutlich machte, dass „die deutschen und italienischen Truppen sicher nicht als ‚Kreuzfahrer‘ bezeichnet werden könnten“.[64] Der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt (1882–1945) hingegen wollte nun schnell eingreifen, um die sowjetischen Truppen unterstützen zu können. Dabei stieß er aber auf den Widerstand nicht weniger amerikanischer Bischöfe, die argumentierten, dass für Katholiken seit der Enzyklika Divini Redemptoris jede Unterstützung der Kommunisten verboten sei. Als der Präsident den Papst um Hilfe bat, griff dieser schnell ein und interpretierte das Lehrschreiben seines Vorgängers in einer Weise, dass die Bedenken der Bischöfe ausgeräumt werden konnten.[65]

Durch die Ereignisse der dreißiger Jahre beeinflusst, entwickelte Pius XII. eine unversöhnliche antikommunistische Einstellung, die die päpstliche und kirchliche Politik bis zu seinem Tod 1958 beibehalten sollte. 1949 verkündete der Heilige Stuhl sogar ein Dekret, welches das Verkünden, Lesen und Verbreiten der kommunistischen Lehre unter die Strafe der Exkommunikation stellte.[66]

Ein weiteres Indiz für die lebenslange antikommunistische Einstellung Pius’ XII. soll seine Kenntnis von und Unterstützung der Auswanderung von katholischen NS-Kriegsverbrechern und -kollaborateuren sein. Viele konnten mit Hilfe von Visa, unter anderem beschafft durch hochrangige Mitglieder der katholischen Kirche, nach Südamerika fliehen, um dort, so die angebliche Begründung für die Unterstützung der Geistlichen, den Aufbau von kommunistischen Systemen zu verhindern.[67] Außerdem soll der Papst laut dem Historiker Uki Goñi Bittgesuche an die Alliierten gesandt haben, die Auslieferung von NS-Kollaborateuren an Länder, die unter sowjetischem Einfluss standen, zu verhindern. Der Vatikan bestreitet dies jedoch.[68] Die gesamte Thematik zählt zu den am schlechtesten erforschten Gebieten der „Pius-Forschung“[69], weshalb bis heute kein klares Urteil in dieser Frage gefällt werden kann. Es ist allerdings wenig glaubhaft, dass der Papst nach seinen negativen Erfahrungen mit den Nationalsozialisten vor und während des Krieges zu diesem Verhalten bereit gewesen sein soll.

2.2. Die Haltung Pius’ XII. gegenüber dem Nationalsozialismus und dem Faschismus

2.2.1. Pius XII. und der italienische Faschismus

Im Gegensatz zur Sowjetunion haben sich die rechten Diktaturen, trotz aller Verschiedenheiten und Probleme, nie gänzlich vom Vatikan abzuschotten versucht.[70] Auf der anderen Seite waren auch große Teile des katholischen Klerus in Italien dem faschistischen Regime gegenüber eher positiv eingestellt, was auch daran lag, dass Benito Mussolini (1883–1945) es meisterlich verstand, sie auf seine Seite zu ziehen.[71]

Als Pacelli 1929 nach seiner Zeit als Nuntius in Deutschland nach Rom zurückkehrte, hatte sich die Lage dort erheblich verändert. Im Februar zuvor waren die Lateranverträge zwischen dem Heiligen Stuhl und der faschistischen Regierung Italiens unterzeichnet worden. Damit hatte die seit Jahrzehnten im Raum stehende „Römische Frage“ ein Ende gefunden. Diese Verträge bestanden aus dem Lateranvertrag und einem Konkordat. Durch den Lateranvertrag erkannten beide Staaten sich offiziell an, während durch das Konkordat der Heilige Stuhl eine Gewährleistung für die freie Ausübung seines Amtes in Italien erhielt.[72] Auch die Anerkennung des katholischen Glaubens als Staatsreligion war Bestandteil des Konkordats.[73] Die Erfahrungen, die die römische Kurie durch die Lateranverträge mit dem italienischen Faschismus machte, waren somit positiv, hatten sie doch zu einem erträglichen Verhältnis zwischen Kirche und Staat geführt.[74] Auch Stellungnahmen Pacellis belegen, dass er dem italienischen Diktator im Gegensatz zu Adolf Hitler Positives abgewinnen konnte.[75]

Probleme gab es allerdings im Bereich der Jugenderziehung. Beide Parteien wollten hierbei ihren Einfluss gelten machen. Dies hatte zur Folge, dass Mussolini 1931 die Verbände der katholischen Jugend auflöste.[76] Staatssekretär Pacelli begann sich somit im Osservatore Romano, der Tageszeitung des Vatikans, öffentlich gegen italienische Politiker zu stellen.[77] Außerdem veröffentlichte Pius XI. eine Enzyklika gegen das Vorgehen des italienischen Staates und verurteilte darin auch grundsätzliche Lehren des totalitären Faschismus, der seiner Ansicht nach versuchte „sich der Jugend für seine eigenen Zwecke zu bemächtigen“.[78] Aufgrund der eigenen Beiträge Pacellis im Osservatore Romano ist anzunehmen, dass dieser die Auffassungen des Papstes teilte.

Auch als sich Mussolini immer mehr den Ideen des Nationalsozialismus anpasste, wie bei den Rassengesetzen von 1938 zu erkennen war, wurde das Verhältnis zwischen dem Vatikan und Italien spannungsvoller. Griffen doch die Faschisten mit diesem Gesetz in die Belange der katholischen Kirche ein und verhielten sich so auch konkordatswidrig. Ein besonderer Streitpunkt war die im Gesetz vorgenommene Ungültigkeitserklärung von bereits geschlossenen Ehen zwischen Juden und Katholiken. Doch die Proteste des Vatikans zeigten keine Wirkung.[79] Allerdings ist der Faschismus auch nicht mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen. So war, als ein Beispiel hierfür, die Vernichtung der Juden trotz des antisemitischen Kurses nicht Ziel der Regierung Mussolinis. Sie setzte in Italien erst mit der deutschen Besatzung ein.[80]

Pius XI. wollte im Februar 1939 eine Ansprache vor Bischöfen für eine „Generalabrechnung mit dem Faschismus“ nutzen.[81] Der Papst hatte seine letzten Stunden im Krankenbett für die Abfassung des Textes genutzt. Aber bevor er vor die Bischöfe treten konnte, verstarb er. Die geplante Ansprache wanderte ins Archiv, ohne dass der neue Papst Pius XII. sie publizierte, um bei dieser Thematik eine mit seinem Vorgänger übereinstimmende Linie zu verfolgen.[82] Auch wenn auf die Frage, warum sich der neue Papst gegen eine Veröffentlichung der Rede seines Vorgängers entschied, noch keine endgültige Antwort zu finden ist, so spricht heute doch vieles dafür, dass Pius XI. zumindest in seinen letzten Lebensjahren dazu bereit war, deutlich mehr gegen den Faschismus zu unternehmen, als sein Staatssekretär und Nachfolger es wollte.[83]

[...]


[1] Vgl. Hochhuth, Rolf: Der Stellvertreter – Schauspiel. Reinbek bei Hamburg 1963.

[2] Pius XII. – bürgerlich Eugenio Pacelli (1876–1958). Geboren in Rom, begann er nach dem Studium und der Priesterweihe die Diplomatenlaufbahn im päpstlichen Staatssekretariat. Ab 1917 war er Apostolischer Nuntius im Königreich Bayern, von 1920 bis 1929 Nuntius des Deutschen Reichs. 1929 wurde Pacelli zum Kardinal ernannt. Seit 1930 war er Kardinalstaatssekretär unter Papst Pius XI. (1922–1939) in Rom. Am 2. März 1939 wurde Pacelli zum Papst gewählt (Feldkamp, Michael F.: Pius XII. und Deutschland . Göttingen 2000, S. 4).

[3] Kühlwein, Klaus: Warum der Papst schwieg – Pius XII. und der Holocaust . Düsseldorf 2008, S. 10.

[4] Hochhuth, R.: Der Stellvertreter, S. 154 ff.

[5] Gemeint sind die Menschen, die von den Nationalsozialisten als Juden definiert wurden. Für weiterführende Informationen zu Juden im Nationalsozialismus siehe: Pohl, Dieter: Verfolgung und Massenmord in der NS-Zeit 1933–1945. Darmstadt 2003, S. 4 f. Diese Arbeit behandelt aufgrund von Platzgründen ausschließlich die jüdischen Opfer und keine anderen Gruppen, wie beispielsweise Sinti und Roma oder Menschen mit Behinderungen.

[6] Feldkamp, M.: Pius XII. und Deutschland, S. 175 ff.

[7] Hesemann, Michael: Der Papst, der Hitler trotzte – Die Wahrheit über Pius XII. Augsburg 2008, S. 6; vgl. Hummel, Karl-Joseph: Der Nuntius, die Deutschen und der Papst – Zum Stand der Debatte um Eugenio Pacelli/Pius XII. – Nach Öffnung der Archive, in: Chenaux, Philippe/ Morello, Giovanni/ Valente, Massimiliano (Hrsg.): Opus Iustitiae Pax – EugenioPacelli – PiusXII. (1876–1958). Im Auftrag des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften. Regensburg 2009, S. 55.

[8] Godman, Peter: Der Vatikan und Hitler – Die geheimen Archive . München 2005, S. 23.

[9] Feldkamp, M.: Pius XII. und Deutschland . S. 5.

[10] Oschwald, Hanspeter: Pius XII. – Der letzte Stellvertreter: Der Papst, der Kirche und Gesellschaft spaltet. Gütersloh 2008, S. 123.

[11] Besier, Gerhard: Der Heilige Stuhl und Hitlerdeutschland – Die Faszination des Totalitären. München 2004, S. 7.

[12] Hummel, K.-J.: Der Nuntius, die Deutschen und der Papst, S. 58.

[13] Besier, G.: Der Heilige Stuhl und Hitlerdeutschland – Die Faszination des Totalitären, S. 7.

[14] Feldkamp, M.: Pius XII. und Deutschland , S. 5; vgl. Besier, G.: Der Heilige Stuhl und Hitlerdeutschland – Die Faszination des Totalitären, S. 7.

[15] Sánchez, José M.: Pius XII. und der Holocaust – Anatomie einer Debatte. Paderborn u.a. 2003, S. 61.

[16] Sánchez, J.: Pius XII. und der Holocaust – Anatomie einer Debatte, S. 61 f.

Schmitt, Markus: Das „Schweigen“ Pius’ XII. zur Judenverfolgung im Spiegel von Selbstzeugnissen und Äußerungen seiner Mitarbeiter und Vertrauten . Aadorf 2008, S. 19.

[18] Hesemann, M.: Der Papst, der Hitler trotzte – Die Wahrheit über Pius XII., S. 176 ff.

[19] Blet, Pierre: Papst Pius XII. und der Zweite Weltkrieg – Aus den Akten des Vatikans. [2. durchgesehene Auflage] Paderborn u.a. 2000, S. IX.

[20] Teuffenbach, Alexandra von: Pius XII. – Neue Erkenntnisse über sein Leben und Wirken. Aachen 2010, S. 207 ff.

[21] Hummel, Karl-Joseph: Eugenio Pacelli/Papst Pius XII.: Vom Vor-Urteil zur historischen Gerechtigkeit. Anmerkungen zum Wandel eines Geschichtsbildes, in: Pfister, Peter (Hrsg.): Eugenio Pacelli – Pius XII. (1876–1958) im Blick der Forschung. Schriften des Erzbistums München und Freising Band 12. Regensburg 2009, S. 22.

[22] Vgl. Cornwell, John: Pius XII. – Der Papst, der geschwiegen hat. München 1999. Titel der englischen Originalausgabe: Hitler`s Pope – The secret history of Pius XII. London 1999.

[23] Vgl. Hesemann, M.: Der Papst, der Hitler trotzte – Die Wahrheit über Pius XII.

[24] Bereits 2003 wurden die Nuntiaturberichte, die das Deutsche Reich betreffen, mit den entsprechenden Weisungen Pacellis an die Nuntien in Deutschland veröffentlicht. Sie sind allerdings noch nicht vollständig erschlossen und ausgewertet (Wolf, Hubert: Papst und Teufel – Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich. München 2008, S. 24 f.).

[25] Wolf, H.: Papst und Teufel – Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich, S. 24 f.

[26] Wolf, H.: Papst und Teufel – Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich, S. 22 f.

[27] Das Expertengremium bestand aus den vier jesuitischen Historikern Pierre Blet (Frankreich), Angelo Martini (Italien), Burkhart Schneider (Deutschland) – später kam noch Robert Graham (USA) hinzu (Kühlwein, K.: Warum der Papst schwieg – Pius XII. und der Holocaust, S. 12).

[28] Abkürzung für den französischen Originaltitel: Actes et Documents du Saint-Siѐge relatifs à la Seconde Guerre mondiale. Erschienen 1965–1981 (Blet, P.: Papst Pius XII. und der Zweite Weltkrieg, S. IX). Problematisch hierbei ist, dass die einzelnen Bände, mit zwei Ausnahmen, nicht ins Englische oder gar ins Deutsche übersetzt wurden. Die darin enthaltenen Quellen liegen nur im italienischen Original vor. Folglich wurde diese Quellensammlung von der Forschung nur selten berücksichtigt (Hesemann, M.: Der Papst, der Hitler trotzte – Die Wahrheit über Pius XII., S. 172).

[29] Kühlwein, K.: Warum der Papst schwieg – Pius XII. und der Holocaust, S. 12.

[30] Kühlwein, Klaus: Zur erwarteten Seligsprechung Pius XII. – Das Dekret zum „heroischen Tugendgrad“ vom 19. Dezember 2009 – Ein schwerer Fehler. Stand: 20. Dezember 2009. URL: http://www.klaus-kuehlwein.de/pdf/Ein%20schwerer%20Fehler.pdf; vgl. Graumann, Dieter: Seligsprechung von Pius XII. würde viele Juden verletzen – Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Graumann, bedauert abnehmende „Bindungskraft der Religion“, in: kathweb – Katholische Presseagentur Österreich. Stand: 21.12.2010. URL: http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/36536.html.

[31] Die Ausstellung „Opus Iustitiae Pax. Eugenio Pacelli – Pius XII. (1876–1958)“ wurde in Rom, Berlin, München gezeigt. Für weiterführende Informationen ist der Ausstellungskatalog erhältlich, siehe: Chenaux, P./ Morello, G./ Valente, M. (Hrsg.): Opus Iustitiae Pax – Eugenio Pacelli – PiusXII. (1876–1958). Im Auftrag des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften. Regensburg 2009.

[32] Siehe Kühlwein, Klaus: Stellungnahme zum Fernsehfilm über Pius XII. Stand: 4. November 2010. URL: http://www.klaus-kuehlwein.de/pdf/Kuehlwein_Stellungnahme_Film_Pius_XII.pdf, S. 1 ff.

[33] Bartetzko, Dieter: Fernsehfilm über Pius XII. – Von der Christen Pflicht, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung Net. Stand: 1. November 2010. URL: http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~E39AD2C43DC19404BAF8DA64A74EF0C17~ATpl~Ecommon~Scontent.html.

[34] Feldkamp, M.: Pius XII. und Deutschland . S. 186.

[35] Bankier, David: Warum die Deutschen?, in: Bankier, David (Hrsg.): Fragen zum Holocaust – Interviews mit prominenten Forschern und Denkern. Göttingen 2006, S. 53 f.; vgl. Oschwald, H.: Pius XII. – Der letzte Stellvertreter, S. 10; Feldkamp, M.: Pius XII. und Deutschlan, . S. 190.

[36] Mathieu-Rosay, Jean: Die Päpste im 20. Jahrhundert. Darmstadt 2005, S. 98.

[37] Oschwald, H.: Pius XII. – Der letzte Stellvertreter, S. 10.

[38] Brechenmacher, Thomas: Katholische Kirche und Judenverfolgung – Erweitertes Manuskript eines Vortrages, der am 11.11.2008 im Rahmen eines Vortrags- und Diskussionsabends der Erfurter Bistumsakademie „Katholisches Forum im Land Thüringen“ gehalten wurde. Stand: 11. November 2008. URL:http://www.bistum-erfurt.de/upload/2008/thomas-brechenmacher_katholische-kirche-und-judenverfolgung.pdf, S. 2.

[39] Catholic News Agency: Secret Archives from Pius XII's time to be organized by 2015. Stand: 29. Januar 2010. URL: http://www.catholicnewsagency.com/news/secret_archives_from_pius_xiis_time_to_be_organized_by_2015/.

[40] Friedländer, Saul nach Sánchez, J.: Pius XII. und der Holocaust – Anatomie einer Debatte, S. 79.

[41] Sánchez, J.: Pius XII. und der Holocaust – Anatomie einer Debatte, S. 79.

[42] Hesemann, M.: Der Papst, der Hitler trotzte – Die Wahrheit über Pius XII., S. 61 f.

[43] Oschwald, H.: Pius XII. – Der letzte Stellvertreter, S. 66.

[44] Feldkamp, M.: Pius XII. und Deutschland . S. 35.

[45] Sánchez, J.: Pius XII. und der Holocaust – Anatomie einer Debatte, S. 79.

[46] Feldkamp, M.: Pius XII. und Deutschland . S. 35.

[47] Sánchez, J.: Pius XII. und der Holocaust – Anatomie einer Debatte, S. 79.

[48] Pastorelli, Pietro: Die „Welten“ des Pacelli-Papstes, in: Chenaux, Philippe/Morello, Giovanni/Valente, Massimiliano (Hrsg.): Opus Iustitiae Pax – Eugenio Pacelli – Pius XII. (1876–1958). Im Auftrag des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften. Regensburg 2009, S. 39.

[49] Wolf, H.: Papst und Teufel – Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich, S. 16.

[50] Besier, G.: Der Heilige Stuhl und Hitlerdeutschland – Die Faszination des Totalitären, S. 83.

[51] Pastorelli, P.: Die „Welten“ des Pacelli-Papstes, S. 39 f.

[52] Pastorelli, P.: Die „Welten“ des Pacelli-Papstes, S. 40, vgl. Fitzek, Alfons (Hrsg.): Pius XI. und Mussolini, Hitler, Stalin – Seine Weltrundschreiben gegen Faschismus, Nationalsozialismus, Kommunismus. Eichstätt 1987, S. 159 f.

[53] Pastorelli, P.: Die „Welten“ des Pacelli-Papstes, S. 40.

[54] Fitzek, Alfons (Hrsg.): Pius XI. und Mussolini, Hitler, Stalin, S. 160.

[55] Pacelli nahm bereits 1914 an den Konkordatsverhandlungen mit Serbien teil und handelte 1924 das Konkordat mit Bayern und 1929 das mit Preußen aus. Zusätzlich bereitete er das Konkordat mit Baden (1932) vor und führte als Kardinalstaatssekretär die Verhandlungen 1933 mit der Republik Österreich und der nationalsozialistischen Regierung (Pastorelli, P.: Die „Welten“ des Pacelli-Papstes, S. 37–41).

[56] Kißener, Michael: Katholiken im Dritten Reich: eine historische Einführung, in: Hummel, Karl-Joseph/Kißener, Michael (Hrsg.): Die Katholiken und das Dritte Reich – Kontroversen und Debatten. Paderborn u. a. 2009, S. 16.

[57] Besier, G.: Der Heilige Stuhl und Hitlerdeutschland – Die Faszination des Totalitären, S. 252.

[58] Hesemann, M.: Der Papst, der Hitler trotzte – Die Wahrheit über Pius XII., S. 116.

[59] Sánchez, J.: Pius XII. und der Holocaust – Anatomie einer Debatte, S. 80.

[60] Hesemann, M.: Der Papst, der Hitler trotzte – Die Wahrheit über Pius XII., S. 116.

[61] Fitzek, A.: Pius XI. und Mussolini, Hitler, Stalin, S. 161.

[62] Poulat, Émile: Vorwort – Papst Pius XI., die Juden und der Antisemitismus, in: Passelecq, Georges/Sucheky, Bernard: Die unterschlagene Enzyklika – Der Vatikan und die Judenverfolgung. München 1999, S. 26.

[63] Bischof, Franz Xaver: Pius XII. und die Moderne, in: Pfister, Peter (Hrsg.): Eugenio Pacelli – Pius XII. (1876–1958) im Blick der Forschung. Schriften des Erzbistums München und Freising Band 12. Regensburg 2009, S. 46 f.

[64] Pastorelli, P.: Die „Welten“ des Pacelli-Papstes, S. 46 f.

[65] Albrecht, D.: Der Hl. Stuhl und das Dritte Reich, S. 45 f.

[66] Bischof, F. X.: Pius XII. und die Moderne, S. 50.

[67] Mihr, Lukas: Die Rattenlinie. Stand: o. J. (um 2006). URL: http://www.ibka.org/files/rattenlinie.pdf (abgerufen am 12. Januar 2011), S. 3 ff.; vgl. Goñi, Uki: Odessa – Die wahre Geschichte – Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher. Berlin, Hamburg 2006; S. 305 f.

[68] Goñi, U.: Odessa – Die wahre Geschichte – Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher, S. 306 ff.

[69] Brechenmacher, Thomas: Der Papst und der Zweite Weltkrieg, in: Hummel, Karl-Joseph/Kißener, Michael (Hrsg.): Die Katholiken und das Dritte Reich – Kontroversen und Debatten. Paderborn, München, Wien, Zürich 2009, S. 191.

[70] Teuffenbach, A. v.: Pius XII. – Neue Erkenntnisse über sein Leben und Wirken, S. 166 f.

[71] Mathieu-Rosay, J.: Die Päpste im 20. Jahrhundert, S. 78.

[72] Pastorelli, P.: Die „Welten“ des Pacelli-Papstes, S. 40.

[73] Teuffenbach, A. v.: Pius XII. – Neue Erkenntnisse über sein Leben und Wirken, S. 131 f.

[74] Kißener, M.: Katholiken im Dritten Reich: eine historische Einführung, S. 16.

[75] Kühlwein, K.: Warum der Papst schwieg – Pius XII. und der Holocaust, S. 86.

[76] Teuffenbach, A. v.: Pius XII. – Neue Erkenntnisse über sein Leben und Wirken, S. 134.

[77] Besier, G.: Der Heilige Stuhl und Hitlerdeutschland – Die Faszination des Totalitären, S. 134.

[78] Fitzek, A.: Pius XI. und Mussolini, Hitler, Stalin, S. 22.

[79] Mathieu-Rosay, J.: Die Päpste im 20. Jahrhundert, S. 78.

[80] Bankier, David: Warum die Deutschen?, S. 52.

[81] Wolf, H.: Papst und Teufel – Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich, S. 235.

[82] Wolf, H.: Papst und Teufel – Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich, S. 235 ff.

[83] Wolf, H.: Papst und Teufel – Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich, S. 239.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten

Details

Titel
Pius XII. - Kirchenpolitik und ethisch-moralisches Handeln des Pacelli-Papstes im Spannungsfeld weltanschaulicher Gegensätze
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)  (Geschichte und ihre Didaktik)
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
76
Katalognummer
V172512
ISBN (eBook)
9783640924363
ISBN (Buch)
9783640924479
Dateigröße
850 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pius, kirchenpolitik, handeln, pacelli-papstes, spannungsfeld, gegensätze
Arbeit zitieren
Anna Lena Krumme (Autor), 2011, Pius XII. - Kirchenpolitik und ethisch-moralisches Handeln des Pacelli-Papstes im Spannungsfeld weltanschaulicher Gegensätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172512

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