Teenager-Schwangerschaften. Verhütung, Auswirkung auf die Peergroup und Bedeutung für die Soziale Arbeit


Hausarbeit, 2010
19 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Was ist der Mensch – Allgemein
1.1 Bazár
1.2 Néfesch
1.3 Rúach

2. Teenager-Schwangerschaften
2.1 Bildung
2.1.1 Definition Bildung
2.1.2 Wer wird schwanger?
2.1.3 Zusammenfassung
2.2 Verhütung
2.2.1 Verhütungsmethoden
2.2.2 Gescheiterte Verhütung
2.2.3 Erklärungsmuster für die Schwangerschaft trotz Verhütung
2.2.4 Erklärungsmuster für die Schwangerschaft
2.2.5 Zusammenfassung
2.3 Peergroup
2.3.1 Peergroup, was bedeutet das?
2.3.2 Schwanger, was bedeutet das für die Peerbeziehungen?
2.3.3 Die Peerbeziehungen haben sich geändert
2.3.4 Zusammenfassung

3. Was bedeutet das für die Soziale Arbeit?
3.1 Sexualaufklärung
3.2 Babysimulator
3.3 Das Medienpaket
3.4 MARIA
3.5 Zusammenfassung

Schluss/Resümee/Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Einleitung

Im ersten Teil meiner Hausarbeit wird das Thema „Was ist der Mensch“ unter ganz allgemeinen Kriterien behandelt. Dabei werde ich die Begriffe Bázar, Néfesch und Rúach ausführlicher erläutert.

Im zweiten Teil möchte ich mich mit dem Thema Teenager-Schwangerschaften befassen. Hierbei beschäftige ich mich als erstes mit dem Thema Bildung. Ich habe mein Augenmerk auf die Schulbildung sowie auf den Sozialenhintergrund der Teenager gelegt.

Als nächstes befasste ich mich mit dem Thema Verhütung. Hierbei beschäftigte ich mich mit verschiedenen Verhütungsmethoden sowie Verhütungsfehlern, die häufig von den Jugendlichen praktiziert wird.

Des weiteren gehe ich auf das Thema Peergroups ein. Hier geht es überwiegend über die Beziehungskonstellationen die sich durch die Schwangerschaft bzw. durch die Geburt des Kindes verändern.

Im dritten Teil meiner Hausarbeit gehe ich der Frage nach, welche Bedeutung die vermehrten Teenager-Schwangerschaften für die Soziale Arbeit hat. Welche Präventionsarbeiten/Präventionsprojekte es speziell für Teenager auf diesem Hintergrund gibt.

1 Was ist der Mensch – Allgemein

Im Alten Testament findet man drei Begriffe, die den Menschen näher beschreiben. Der Mensch ist bázar, néfesch und hat rúach.

1.1 Bazár

Der Begriff Bazár steht für den Körper. Er meint ursprünglich „Fleisch“ aber auch „Leib“ im Sinne des vom Blut durchströmten körperlichen Lebens.[1] Er steht aber auch für Sexualität, Empfängnis, Gebären, Heranwachsen, Gesundheit, Stärke, Schwäche, Krankheit, Alter und Tod.[2] Das was Menschen miteinander verbindet ist „Bazár“. Er steht auch für innerweltliche Beziehungen wie Verwandtschaft, Volk, ja für die ganze Welt. Die Hinfälligkeit Vergänglichkeit und Sterblichkeit ist das, was die Geschöpfe weiterhin miteinander verbindet.[3] „Hast du die Augen eines sterblichen, siehst du wie Menschen sehen.“[4] „In seinen körperlichen Besonderheiten macht „Bazár“ die Menschen einzigartig. Einerseits. Andererseits ist der Mensch wie andere Menschen dem anderen gleich. Der Körper zeigt uns in unserer Stärke, Schönheit und Gesundheit, und in unserer Schwäche, Unvollkommenheit, Hinfälligkeit und Endlichkeit. „Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist, daher soll seine Lebenszeit hundertzwanzig Jahre betragen.“[5] Nicht nur in seiner individuellen Eigenart, bezeichnet „Bazár“ den Menschen, sondern in Verbindung mit anderen Menschen. „Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie Heißen, denn vom Mann ist sie genommen“[6] Der Mensch ist Fleisch von anderen und mit anderen.[7] Zu Bazár zählen nicht nur das Äußere und Sichtbare, sondern auch das innere, die Organe. Der Bauch des Menschen steht hierbei im Mittelpunkt. Zwischen den einzelnen Organen und bestimmten Gefühlslagen, wurde versucht eine Beziehung herzustellen. Die Leber beispielsweise wird als sehr empfindliches Organ dargestellt. Im deutschen Sprachgebrauch wird das bei folgendem Sprichwort deutlich: „Da ist ihm wohl eine Laus über die Leber gelaufen.“ Es wird für jemanden verwendet, der deutlich erkennbare schlechte Laune hat. In Psalmen Wird die Leber auch mit positiven Gefühlen in Verbindung gebracht.[8] „Es Freut sich mein Herz, es jauchzt meine Leber, ja mein Fleisch wohnt in Sicherheit.“[9] Die Nieren werden als weiters Gefühlorgan neben das Herz gestellt, das als Sitz des Verstandes gilt. „Da wurde mein Herz verbittert, ich fühle meine Nieren scharf gestochen.“[10] Was an die Nieren ging war eine Verletzung, die den Gefühlebereich betraf. Anders als mit der verletzbaren Niere und der empfindlichen Leber verhält sich das mit der reizbaren Galle, deren Hochkommen es zu vermeiden gilt. In der Apostelgeschichte steht das Organ Galle auch für Neid.[11] „ Denn ich sehe dich voll bitterer Galle und Bosheit.“[12] „Der Mensch ist bazár. Körper. Fleisch. Eigenmächtig und bedürftig. Endlich.“[13]

1.2 Néfesch

Die traditionelle deutsche Bibel übersetzt „néfesch“ in der Regel mit Seele, doch am häufigsten wird „néfesch“ mit Psyche übersetzt. Rund 750-mal erscheint „Néfesch“ im Alten Testament und wurde davon 600-mal mit „Psyche“ übersetzt. So wird deutlich, das nur in ganz wenigen Texten die Übersetzung „Seele“ mit der eigentlichen Bedeutung von néfesch übereinstimmt.[14] Néfesch bedeutet ursprünglich Kehle, Schlund als Organ des Atems und steht somit für Leben, Lebenskraft eines Individuums.[15] Néfesch wird als jener Lebensatem interpretiert, mit dem Gott den Menschen zum Leben erweckt hat. „Da formte Gott, der Herr den Menschen aus Erde vom Ackerboden und biss in seine Nase Lebensatem. So wurde der Mensch zum lebendigen Wesen.“[16] Néfesch steht für das, was im Menschen nach Leben verlangt, nach Glück und nach Liebe. Aber auch nach Verstehen und Verstanden werden, nach Einsicht und Erkennen.[17] Es steht für das Leben im eigentlichen Sinn. So wie die Néfesch als grundlegende Kraft, Lebenskraft beim ersten Atemzug bekommt, verschwindet diese auch beim letzten Atemzug wieder. Das hebräische Wort Néfesch wurde zu dem auch in der griechischen Übersetzung mit „Psyche“ übersetzt. Die Psyche wird zum Innbegriff des Individuums, zu einer Weisheit quasi göttlicher Natur, die bereits von der Geburt eines Menschen und auch nach seinem Tod, also unabhängig vom Körper existiert.“[18] Der Seelenbegriff der griechischen Philosophie ist mit der hebräischen Vorstellung von Néfesch nicht identisch. „Ursprünglich war Psyche wie Néfesch ein lautmalerischer Begriff, für den Hauch, den hörbaren und Sichtbaren Atem.“[19] „Der Mensch ist Néfesch. Geist, Psyche, Bewusstsein. Lebensmächtig und bedürftig. Sterblich.“[20]

1.3 Rúach

In zwei Punkten unterscheidet sich Rúach von Bázar und Néfesch. Zum ersten bezeichnet rúach im großen Umfang eine Naturkraft und zum zweiten wird rúach häufiger auf Gott als auf den Menschen, Tiere oder Abgötter bezogen als Bázar oder Néfesch.[21] Der Begriff Rúach, könnte das erklären, was wir Seele nennen.In der deutschen Übersetzung der Bibel wird Rúach mit Geist übersetzt. Unter dem Wort „Geist“ verstehen wir aber Rationalität, Denkvermögen, Vernunft und Intelligenz. Um Rúach zu erklären muss man die deutsche Übersetzung „Geist“außen vorlassen.[22] Das Wort Rúach meint ursprünglich eine Naturkraft, der Wind-Braus, die aber ganz der Schöpfermacht Gottes unterstellt ist. Nur selten wird rúach in Verbindung mit dem sterblichen bázar gebracht und wenn dann nur im Sinne eines schwachen Windhauchs, der meist schnell wieder vergeht. „ Denn er dachte daran, dass sie nichts sind als Fleisch, nur ein Hauch, der vergeht und nicht wiederkehrt.“[23] Rúach ist das, was der Mensch von Gott bekommt. Demnach ist Rúach eine besondere Verbindung zu Gott. Rúach ist die Geist-Wirklichkeit des Menschen, die Seele.[24] Die Seele steht für die Ursprüngliche Gottbeziehung des menschen. „Du wirst den Herrn, deinen Gott, mit ganzer Seele lieben.“[25] Rúach ist eine Beziehungsbegriff, der mit dem „Sprechen“ Gottes und dem angesprochenen Menschen zu tun hat. Genau dies steht für eine unmittelbare Beziehung.[26] Es ist charakteristisch, das rúach als das göttlich Kraftvolle im Kontrast zu bázar, als dem menschlich schwächlichem steht. „Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist.[27] „Der Begriff einer „unsterblichen“ Seele ist nur von diesem gnadenhaften schöpferischen Sprachgebrauch her zu deuten, insofern die Gottbeziehung des Menschen vom Tod nicht bezwungen werden kann.“[28] Die Seele steht für eine gewisse Unsterblichkeit des Menschen, die komplett in den Händen und dem Willen Gottes gründet.[29]

2. Teenager-Schwangerschaften

Seit Jahren steigt, überall in Europa, die Zahl der Teenagerschwangerschaften an.[30] Im Jahr 2000 brachten mehr als 7000 minderjährige Mädchen in Deutschland ein Kind zur Welt. Das waren 45 % mehr als im Jahr 1998.[31]

2.1 Bildung

In diesem Kapitel möchte ich erarbeiten, in wie weit der Bildungsgrad der Jugendlichen mit den frühen Schwangerschaften in Verbindung steht.

2.1.1 Definition Bildung

„Bildung, die Formung des Menschen im Hinblick auf seine geistigen, seelischen, kulturellen sozialen Fähigkeiten. Basierend auf religiös-mystischen und philosophischen Wurzeln (Platon) trat der Bildungsbegriff seit der Renaissance v. a. Im 18. Jahrhundert im Zusammenhang von Aufklärung, Goethezeit und Neuhumanismus-v. a. Durch J.H. Pestalozzi und W. Humboldt- neben den herkömmlichen Terminus Erziehung. Während dieser jedoch primär die Hilfen bezeichnet, die dem Heranwachsen auf seinem Weg zu Lebenstüchtigkeit und Mündigkeit durch andere, in der Regel Erwachsene, zuteil werden, gilt Bildung heute v.a. Als lebenslange, nie endgültig abschließbare Leistung der Eigentätigkeit und Selbstbestimmung des sich gezielt bemühenden Menschen. Bildung (Allgemeinbildung) und Ausbildung (Berufsausbildung) ergänzen einander.“[32]

2.1.2 Wer wird schwanger?

Die Wahrscheinlichkeit minderjährig schwanger zu werden, hängt oft von der sozialen Herkunft der Jugendlichen ab. Laut den Daten einer Studie von pro familia 2008, sind besonders oft minderjährige Schwangere arbeitslos oder ohne Ausbildungsplatz. Sie stammen meist aus einer Familie die in einem benachteiligten sozialen Milieu lebt, dazu kommt das besonders oft ihre Partner eine geringe Schulbildung vorzuweisen haben und häufig wie sie selber arbeitslos oder ohne Ausbildungsplatz sind. Geringe Bildung und Respektlosigkeit erhöhen das Risiko minderjährig schwanger zu werden.[33]

[...]


[1] Vgl. Theologie Skripten. Theologische Anthropologie, (2009), S.1

[2] Vgl. Jünemann (2003), S.4

[3] Vgl. Theologie Skripten. Theologische Anthropologie, (2009), S.1

[4] ljob 10,4

[5] Gen 6,3

[6] Gen 2,23

[7] Vgl. Theologie Skripten. Theologische Anthropologie, (2009), S.1

[8] Vgl. Schroer/Staubil (2005), S.56

[9] Ps 16,9

[10] Ps 73,21

[11] Vgl. Schroer/Staubil (2005), S.56/57

[12] Apg 8,23

[13] Vgl. Wolff (2002), S.25

[14] Vgl. Wolff (2002), S.25

[15] Vgl. Theologie Skripten. Theologische Anthropologie, (2009), S.1

[16] Gen 2,7

[17] Vgl. Jünemann (2003), S.4

[18] Schroer/Staubil (2005), S.52

[19] Vgl. Schroer/Staubil (2005), S.50

[20] Jünemann (2003), S.5

[21] Vgl. Wolff (2002), S.57

[22] Vgl. Jünemann (2003), S.5

[23] Ps 78,39

[24] Vgl. Theologie Skripten. Theologische Anthropologie (2009), S.2

[25] Dtn 5,6

[26] Vgl. Discherl (2006), S.72-73

[27] Gen 6,3

[28] Discherl (2006), S.73

[29] Vgl. Discherl (2006), S.73

[30] Vgl. Arte (2005),Seitenzahl 1

[31] Vgl. 3sat (2003),Seitenzahl 1

[32] Meyer (2007),Bildung

[33] Vgl. Block (2009), Seitenzahl 4

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Teenager-Schwangerschaften. Verhütung, Auswirkung auf die Peergroup und Bedeutung für die Soziale Arbeit
Hochschule
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V172565
ISBN (eBook)
9783668750852
ISBN (Buch)
9783668750869
Dateigröße
529 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
teenager-schwangerschaften, verhütung, auswirkung, peergroup, bedeutung, soziale, arbeit
Arbeit zitieren
Stephanie Behrens (Autor), 2010, Teenager-Schwangerschaften. Verhütung, Auswirkung auf die Peergroup und Bedeutung für die Soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172565

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