Das Jahr 1966 ist gekennzeichnet durch 1700 Menschen, die aus der DDR flüchteten (vgl.Grafe 2002,S.165).1963 bis 1966 wurden 14262 Grenzflüchtlinge festgenommen,die Zahl der Grenzflüchtlinge nahm von 1967 bis 1970 um 6886 ab (vgl.Schultke 1999,S.72).In der BRD wurden 68 Fälle, in denen Grenzflüchtlinge getötet oder verletzt wurden, aufgedeckt (vgl.Marxen,Werle 2002,S.502).Dadurch ist stark anzunehmen ,dass unter anderem Grenzflüchtlinge durch den Gebrauch der Schusswaffe getötet wurden sind.Deswegen soll im Rahmen dieser Quellenkritik der Gebrauch der Schusswaffe, von DDR Grenzposten, näher untersucht werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Forschungs- und Literaturüberblick
1.2 Fragestellung
2. Quellenkritik
2.1. Inhalt
2.2 Quellenkundlicher Apparat
2.2.1 Autor und Werk
2.2.2 Personenkommentar
2.3 Quellenkritik
2.3.1 Äußere Kritik
2.3.2 Innere Kritik
3. Historische Kontext
4. Quelleninterpretation
5. Zusammenfassung/Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert anhand einer konkreten Quelle aus dem Jahr 1966 die Mechanismen und Druckmittel, mit denen das DDR-Regime den Schusswaffengebrauch an der innerdeutschen Grenze durch Grenzsoldaten forcierte und legitimierte.
- Methoden der Quellenkritik und -interpretation
- Historische Einordnung der DDR-Grenzpolitik
- Rolle von Erich Honecker im Sicherheitsapparat
- Manipulation der Grenzsoldaten durch ideologische Schulung und Belohnungssysteme
- Konsequenzen bei Nichtbefolgung von Schießbefehlen
Auszug aus dem Buch
2. Quellenkritik
Der Bericht vom 16.April 1966 an Erich Honecker beinhaltet eine gewaltsame Republikflucht vom „15.04.1966“. Es wird versucht, mit einem Lkw an der Grenzübergangsstelle Wartha, die Grenze unerlaubter Weise zu überschreiten. Die Flucht endet mit einem Schusswaffengebrauch der Grenzposten.Der Posten der deutschen Volkspolizei alarmiert die Grenzübergangsstelle, um die Hauptsperre zu schließen.Dabei bleibt der Grenzflüchtling mit seinem Lkw stecken.Nachdem die Festnahme durch den diensthabenden Offizier scheitert, flüchtet der Grenzüberschreiter zu Fuß weiter.Die Grenzposten entscheiden sich ihre Schusswaffen zu benutzen, ohne den Grenzflüchtling fest zu nehmen.Gegen den diensthabenden Offizier ist ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der DDR-Grenzflucht ein und skizziert den Forschungsstand sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2. Quellenkritik: In diesem Kapitel wird das zugrunde liegende Quellendokument einer formalen und inhaltlichen Prüfung unterzogen, inklusive einer Analyse der beteiligten Akteure.
3. Historische Kontext: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der innerdeutschen Grenze und die Verschärfung der Fluchtbestimmungen zwischen 1949 und 1989.
4. Quelleninterpretation: Hier werden die Erkenntnisse der Quellenkritik in den historischen Rahmen gesetzt, um die Absichten des DDR-Regimes bezüglich des Schusswaffengebrauchs zu deuten.
5. Zusammenfassung/Ausblick: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und stellt die Effizienz der staatlichen Druckmittel gegenüber den Grenzsoldaten infrage.
Schlüsselwörter
DDR, Republikflucht, Schusswaffengebrauch, Grenzposten, Erich Honecker, Quellenkritik, Grenzsicherung, innerdeutsche Grenze, SED-Diktatur, Schießbefehl, Ermittlungsverfahren, Grenzverlertzer, Zeitgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse eines zeitgenössischen Berichts über einen Fluchtversuch aus der DDR im Jahr 1966.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen der Schusswaffengebrauch an der innerdeutschen Grenze, die Disziplinierung von Grenzsoldaten und die politischen Druckmittel des DDR-Regimes.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, mit welchen Methoden das DDR-Regime Grenzsoldaten dazu brachte, von der Schusswaffe gegen Flüchtende Gebrauch zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine quellenkritische Methode angewandt, die sich in äußere und innere Kritik gliedert, ergänzt durch eine historische Kontextualisierung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Analyse der Quelle, die historische Einordnung der Grenzsituation sowie eine Interpretation der staatlichen Manipulationsstrategien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Republikflucht, Schusswaffengebrauch, DDR-Grenzsicherung und Quellenanalyse.
Wie bewertet der Autor die Rolle von Erich Honecker?
Der Autor ordnet Honecker als eine zentrale Figur ein, die für Sicherheitsfragen zuständig war und den Gebrauch von Schusswaffen bei Fluchtversuchen explizit legitimierte.
Warum wurde gegen den Offizier in der Quelle ermittelt?
Das Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet, weil der Offizier den flüchtenden Grenzverlertzer nicht festnehmen konnte und die Grenzposten die Schusswaffe benutzten, ohne den Flüchtenden zuvor erfolgreich gestellt zu haben.
- Arbeit zitieren
- Peter Januszewski (Autor:in), 2011, Befragung eines Grenzers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172618