Kooperationsform Netzwerke


Hausarbeit, 2003

29 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgehensweise

3. Innovation durch Kooperation

4. Grundlagen: Netzwerke und Kooperation
4.1. Was ist eine Kooperation?
4.2. Was ist ein Netzwerk?
4.3. Kooperation als Hybridform

5. Unternehmensnetzwerke
5.1. Formen von Unternehmensnetzwerken
5.1.1. Dynamisches Netzwerk
5.1.2. Strategisches Netzwerk
5.1.3. Virtuelle Unternehmen
5.2. Entstehungsgründe für ein Netzwerk
5.2.1. Innovationswettbewerb
5.2.2. Zeitwettbewerb
5.2.3. Qualitätswettbewerb
5.2.4. Kosten- und Preiswettbewerb

6. Kooperationsform Netzwerke: Beispiele aus der Praxis
6.1. Ein Netzwerk der Unternehmensberater
6.2. Gesundheitsnetzwerk Rheingau
6.3. Pflegeinformationszentrum München

7. Fazit und kritische Betrachtung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Der Trend zur Kooperation in der wirtschaftlichen Wissenschaft und Praxis ist nicht zu übersehen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in der Presse von neuen Kooperationen zwischen Unternehmen zu lesen ist. Viele verschiedene Begriffe wie strategische Allianzen, dynamische Netzwerke oder virtuelle Unternehmen fließen durch die Medien und Wirtschaftsnachrichten.

(vgl. Der Trend zur Kooperation: Genossenschaften und Netzwerke. Greve/ Polster. 2000. S. 191-192)

Des Weiteren stellt der zunehmende Wettbewerb, bedingt durch den technologischen Fortschritt sowie die Internationalisierung, immer neue Anforderungen an die Unternehmen. An Bedeutung gewinnt das Schlagwort „„Einzeln erfolgreich – zusammen unschlagbar“ (Desenzani/ Larsen 1994)“ (www.hausarbeiten.de) vor dem Hintergrund des Strukturwandels, der neben einer Internationalisierung des Wettbewerbs sowie einer steigenden Konkurrenz eine immer stärkere Arbeitnehmermacht mit sich bringt. Unternehmen stehen nun oft an der Grenze ihres Leistungsvermögens.

Die zunehmenden Anforderungen der Kunden sind ein weiterer Aspekt, der die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen bestimmt. Daher ist es umso wichtiger, flexibel auf Kundenbedürfnisse zu reagieren, denn die zeitnahe Befriedigung durch neu entwickelte Produkte sowie ein hohes Qualitätsniveau stellen neben dem Preis wichtige Wettbewerbsfaktoren dar.

Um diese Faktoren – Qualität, Schnelligkeit, Flexibilität, Innovationskraft - umzusetzen, kann es von großem Nutzen sein, mit anderen Unternehmen vertikal oder horizontal zusammenzuarbeiten.

(vgl. www.hausarbeiten.de)

Die Netzwerkorganisation wird dabei oft als Antwort auf die aktuellen Herausforderungen des Wettbewerbs gesehen. Sie ermöglicht die Kooperation mit Unternehmen in Bereichen, in denen es oft unmöglich scheint, selbst der Beste zu sein. Effizienz und Effektivität, Vertrauen und Macht, Wissen und Lernen sowie Kooperation und Koordination von Arbeit über die Organisationsgrenzen hinweg sind dabei in Unternehmungsnetzwerken höchst bedeutsam.

(vgl. Management von Netzwerkorganisationen – Beiträge aus der Managementforschung. Sydow. 1999. S.2)

2. Vorgehensweise

Als Aufgabenstellung wurde mir das Thema „Kooperationsform Netzwerke“, gestellt. Um einen umfassenden Überblick und später einen detaillierten Eindruck dieser Thematik zu erlangen, sammelte ich zunächst zahlreiche Literatur aus unterschiedlichen Bibliotheken. Auch durch das Internet bekam ich interessante und aufschlussreiche Informationen. Dabei suchte ich nach Begriffen, wie Netzwerke, Netzwerkorganisationen, Kooperation u.s.w.

Mir war vor allem wichtig, anhand von fundiertem Wissen aus wissenschaftlichen Studien und literarischem Material, die Bedeutsamkeit und Entwicklung der Kooperationen und Netzwerkorganisationen darzustellen und weiterhin deren Auswirkung auf den Markt und (internationalen) Wettbewerb zu erläutern.

3. Innovation durch Kooperation

Das Thema der Kooperation ist weit umfassend und komplex. Dabei wird die betriebliche Kooperation als ein bedeutendes Instrument im Innovationsprozess, d.h. die konkrete Umsetzung kreativer Ideen, eines Unternehmens gesehen.

Aus der Sicht des Unternehmens muss eine Innovation aber nicht immer eine echte Marktneuheit sein. Es genügt, wenn die betriebliche Neuerung sich aus der Perspektive des Unternehmens neu gestaltet.

Dennoch wird jede maßgebliche Veränderung in einem Betrieb, in seiner Organisation und Verwaltung einige Widerstände von unterschiedlichen Seiten hervorrufen. Diese Innovationswiderstände treten in erster Linie in den Phasen der Entwicklung, der Produktion sowie in der Leistungserstellung und Markteinführung auf. Es sind aber gerade diese Innovationsprobleme, die sich erheblich gegen eine Veränderung im betrieblichen Ablauf stellen und somit breite Anwendungsmöglichkeiten für Kooperationen bieten.

Es sind Kooperationsfelder wie Entwicklungskooperation, Produktionskooperation sowie Kooperation in der Leistungserstellung und Kooperation der Markteinführung, die sich im betrieblichen Innovationsprozess ergeben. Sie umschließen dabei Inhalte der gemeinsamen Forschung und Entwicklung, Projektmanagement, gemeinsame Projektaufträge und Qualifizierung von Personal sowie Marktkooperation, Werbung und Marktforschung.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen können durch eine Kooperation viele Innovationsprobleme verringern und somit einer gemeinschaftlichen Lösung zuführen. Die zusätzliche Erhöhung des Innovationspotentials eines Betriebes wird somit zu einem wichtigen Argument, das für Kooperationen spricht.

(vgl. Netzwerke und Kooperationen. Wallner. 1999. S.6 – 7)

4. Grundlagen: Netzwerke und Kooperation

Betriebliche Kooperationen und Netzwerke sind nicht neu. Es ist eine neue Vorstellung der Selbstorganisation, die sich hinter Netzwerken verbirgt. Unter günstigen Bedingungen bilden sich in Regionen netzwerkartig organisierte Wirtschaftsstrukturen aus, die durch einen besonderen und anhaltenden Erfolg charakterisiert sind. Auch sehr komplexe Netzwerke unterliegen keiner zentralen Steuerung. Es ist daher gerade eine Eigenschaft erfolgreicher Netzwerke, dass die Koordination auf ein Mindestmass reduziert wird und beschränkt ist. Das schafft neue Erkenntnisse und stiftet Nutzen. Betriebe und Unternehmen sind somit in der Lage, bereits vorhandene Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und neue Freiräume im internationalen Wettbewerb zu schaffen.

(vgl. Netzwerke und Kooperationen. Wallner. 1999. S.7 - 8)

4.1. Was ist eine Kooperation?

Der Begriff der Kooperation wird in der Literatur vielseitig interpretiert. Um keine lange Liste von wissenschaftlichen Definitionen anzuführen, aber dennoch Klarheit über die Begriffe, die in dieser wissenschaftlichen Arbeit verwendet werden, zu schaffen, werden einige Beispiele aus der Literatur angegeben.

„Eine Kooperation ist ein „Selbsthilfe-Instrument“ für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zur Koordinierung oder Ausgliederung von bestimmten Funktionen zwischen zwei oder mehreren Unternehmen. Das Ziel dabei ist es, einen (Innovations-)Engpass zu überwinden, ohne dabei die rechtliche und wirtschaftliche Selbständigkeit zu verlieren.“

(Staudt. 1992. in: Netzwerke und Kooperationen. Wallner. 1999. S.8)

„Eine Kooperation ist ein Zusammenschluss von mindestens zwei selbständigen Unternehmen um gemeinsame Ziele zu verfolgen. Diese Ziele betreffen meist nur einen Teilbereich der Unternehmung und sind daher als Ergänzung zur selbständig geführten unternehmerischen Tätigkeit zu verstehen.“

(Boden und Fröstl. 1996. in: Netzwerke und Kooperationen. Wallner. 1999. S.8)

Die Kooperation zwischen Unternehmen ist aber auch eine Beziehung, die besondere Kriterien erfüllen muss. Sie ist nicht zu vergleichen mit einer Marktbeziehung, einer Fusion oder einer Konkurrentenbeziehung, denn sie unterscheidet sich durch spezifische Eigenschaften. Zum einen handeln die Partner einer Kooperation nicht immer ausschließlich im eigenen Interesse, sondern nehmen auch die Ziele der Partner in ihre Überlegungen mit auf. Zum anderen erfolgt die Einordnung in den Zusammenhalt einer Kooperation stets freiwillig. Die Handlungen sind von keinem Partner vollkommen kontrollierbar oder es fehlen Sanktionsmöglichkeiten, um andere Partner zu bestimmten Handlungen zu zwingen. In einer Kooperation müssen alle Partner zu gleichen Teilen bereit sein, ihren eigenen Beitrag zum Gelingen der Zusammenarbeit einzubringen.

Des Weiteren koexistiert die Kooperation mit der Konkurrenz. Eine Kooperation von Unternehmen hebt das Prinzip der Konkurrenz nur in einigen Teilbereichen auf, denn in einem Großteil der marktwirtschaftlichen Tätigkeiten bleiben Kooperationspartner auch Konkurrenten.

(vgl. Netzwerke und Kooperationen. Wallner. 1999. S.8 – 9)

4.2. Was ist ein Netzwerk?

Der Netzwerkbegriff ist in der letzten Zeit äußerst wirkungsvoll in viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche eingedrungen. Er hat verschiedene Quellen - eine davon ist die Organisationsforschung. In ihr wurde erkannt, dass es neben den formalen Hierarchien in Unternehmen noch weitere Ebenen von personenbezogenen Beziehungen gibt, auf denen oftmals die wichtigen Weichenstellungen und Entscheidungen getroffen werden – das Netzwerk.

Eine besondere Unterstützung erlangt der Netzwerkbegriff aber auch durch die zunehmende Bedeutung neuer Wissenschaften im internationalen Bereich. Die Theorie der Selbstorganisation und komplexer Systeme sind wichtige Beispiele. Sie geben dem Netzwerk und seinen Elementen eine zentrale Funktion.

Ein Netzwerk zeichnet sich durch ganz spezifische Eigenschaften aus. Es ist spontan organisiert und reorganisiert, es beruht auf persönlichen Kontakten, ist eine lebendige Gemeinschaft, die auf einer vielfältigen Kommunikation eines jeden mit jedem beruht und seine zentrale Koordination ist nur auf ein Mindestmaß beschränkt.

(vgl. Netzwerke und Kooperationen. Wallner. 1999. S.7 - 8)

4.3. Kooperation als Hybridform

Unterschiedliche Organisationsformen lassen sich gedanklich als ein Kontinuum darstellen, an dessen einen Seite Marktbeziehungen und auf der anderen Seite unternehmensinterne Beziehungen stehen (vgl. Abb. 1). Der klassische Kaufvertrag zählt zu den marktlichen Transaktionen, während Unternehmen als hierarchische Koordinationsformen bezeichnet werden.

Wird aber ein selbständiger Unternehmer, zu dem ursprünglich eine Käufer- Verkäuferbeziehung bestanden hat, durch einen Anstellungsvertrag in ein anderes Unternehmen integriert, so tritt an die Stelle der ehemaligen Marktbeziehung ein hierarchisches Arrangement.

Der vorher unabhängige Unternehmer ist nun an die Anleitungen und Weisungen der Unternehmensleitung, zum Beispiel einer Konzernzentrale, gebunden. Des Weiteren erfährt die Organisationsstruktur eine Änderung in Richtung Hierarchie, da an die Stelle einer vertraglich geregelten Zusammenarbeit zweier unabhängige Firmen durch Kooperationen ein einziges Unternehmen entsteht.

(vgl. Der Trend zur Kooperation: Genossenschaften und Netzwerke. Greve/ Polster. 2000. S. 202 - 203)

Abb.1:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(vgl. Der Trend zur Kooperation: Genossenschaften und Netzwerke. Greve/ Polster. 2000. S. 203)

Kooperationen zählen zu den Hybridformen, die marktlichen und hierarchische Elemente miteinander vereinen. Ihre Basis beruht auf einer Vielzahl von Verträgen und Vereinbarungen, die die Zusammenarbeit absichern und regeln. Zu den einfachen zwischenbetrieblichen Beziehungen zählen unter anderem Lizenzverträge und gezielte Kapitalverträge. Das Netzwerk steht dabei als eine komplexe Kooperationsform im Vordergrund.

[...]

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Kooperationsform Netzwerke
Hochschule
Hochschule Neubrandenburg  (Fachbereich Pflege und Gesundheit)
Veranstaltung
Organisation und Kooperation
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
29
Katalognummer
V17271
ISBN (eBook)
9783638218832
Dateigröße
460 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kooperationsform, Netzwerke, Organisation, Kooperation
Arbeit zitieren
Anika Mescke (Autor), 2003, Kooperationsform Netzwerke, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17271

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