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Das Rätsel der Bilder. Ein Vergleich von Velázquez "Las Meninas" und Goyas "Familie Karl IV"

Titel: Das Rätsel der Bilder. Ein Vergleich von Velázquez "Las Meninas" und Goyas "Familie Karl IV"

Hausarbeit , 2007 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniela Hoffmann (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit wird sich mit zwei Werken der spanischen Kunst beschäftigen. Grundlage ist Las Meninas aus dem Jahr 1656 von Diego de Silvas y Velázquez (Museo del Prado, Madrid).

Dieses als Meisterwerk bezeichnete Gemälde ist zum zentralen Gegenstand in der kunsthistorischen Diskussion geworden und es gibt eine große Anzahl von Thesen und Fragestellungen, geometrischen Berechnungen, Lösungsansätzen und Interpretationen, die nicht alle in diese Arbeit einfließen können. Vielmehr werde ich mich auf einige Aspekte konzentrieren wie das Sujet der Leinwand, die Frage nach dem Spiegel und dem Betrachter. Es soll ein weiteres Bild zum Vergleich herangezogen werden, welches zahlreiche Parallelen aufweist. Die Ähnlichkeit von Francisco de Goya y Lucientes’ Die Familie Karls IV. von 1800/01 zu Las Meninas wird schon im Kontext der Entstehung deutlich.150 Jahre später ist es genau wie Las Meninas als Auftragsarbeit für den König entstanden und hängt heute ebenfalls im Museo del Prado in Madrid.

Der zweite Teil dieser Arbeit soll sich dann mit der Bedeutung der Selbstbildnisse der Künstler in den Gemälden beschäftigen. Dabei werden beide Maler einzeln betrachtet und im Weiteren eventuelle Gemeinsamkeiten oder Differenzen in der Darstellung und Funktion des jeweiligen Bildnisses herausgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Rätsel der Bilder – Velázquez und Goya

Die Leinwand

Der Spiegel

Der Betrachter

III. Das Selbstporträt des Künstlers

Velázquez

Goya

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem Betrachter, dem Spiegel und der Rolle des Künstlers in den Gemälden Las Meninas von Diego Velázquez und Die Familie Karls IV. von Francisco de Goya. Das primäre Ziel ist es, die künstlerischen Gemeinsamkeiten sowie die differierenden Intentionen bei der Integration von Selbstbildnissen in diesen Auftragsarbeiten zu analysieren.

  • Analyse der Bildkomposition und des Sujets der Leinwand
  • Untersuchung der Bedeutung und Funktion des Spiegels als zentrales Element
  • Vergleichende Betrachtung der Selbstinszenierung der Künstler
  • Herausarbeitung der Nobilitierung von Künstler und Malerei

Auszug aus dem Buch

Der Spiegel

An dieser Stelle kommen wir noch einmal auf das Bild bzw. den Spiegel an der hinteren Wand zurück. Er hebt sich deutlich von den anderen Bildern der Galerie hervor, erstens durch die Helligkeit und Farbintensität und zweitens dadurch, dass in ihm das Königspaar zu erkennen ist, während alle anderen Bilder Kopien von mythologischen (real existierenden) Darstellungen sind. Zusammen mit der geöffneten Tür rechts, durch die ein Lichtschein fällt und der stark ins Licht gesetzten Infantin Margarita bildet der Spiegel einen Punkt eines Dreiecks und wird so in den Fokus des Betrachters gerückt.

Er muss also von größerer Bedeutung für das Bildganze sein. Geht man von der zuvor genannten Behauptung aus, dass kein Doppelportrait des Königspaares existierte, kann man also die Vermutung, in dem Spiegel ist das Sujet der Leinwand zu erkennen, verwerfen. Eine andere oft vertretene Annahme ist, dass der Spiegel das wiedergibt, was Velázquez im Inbegriff ist zu malen und was sich somit außerhalb des Bildes befindet. In diesem Fall würde das Königspaar an der Stelle des Betrachters stehen. Aber auch dies wird durch geometrische Fakten widerlegt: „[Moya hat] bewiesen, dass die Quelle des Spiegelreflexes nach den Gesetzen der Optik nicht direkt gegenüber, sondern weiter links, also in einem Winkel, die Leinwand durchschneidet, angenommen werden muss.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsgegenstände Las Meninas und Die Familie Karls IV. ein und definiert den Fokus auf die Bildkomposition, die Rolle des Spiegels sowie die Bedeutung der integrierten Selbstbildnisse.

II. Das Rätsel der Bilder – Velázquez und Goya: Dieses Kapitel analysiert das Motiv der Leinwand, die Funktion des Spiegels und die Einbeziehung des Betrachters in beiden Werken, wobei insbesondere der Einfluss von Velázquez auf Goya beleuchtet wird.

III. Das Selbstporträt des Künstlers: Es wird untersucht, welche persönlichen und ständischen Intentionen Velázquez und Goya mit der Integration ihrer Selbstbildnisse verfolgten, wobei die Nobilitierung des Künstlers bzw. der Malerei im Zentrum steht.

IV. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach beide Werke trotz inhaltlicher Ähnlichkeiten unterschiedliche Funktionen der Selbstinszenierung verfolgen.

Schlüsselwörter

Las Meninas, Die Familie Karls IV., Velázquez, Goya, Selbstporträt, Spiegel, Bildkomposition, Kunstgeschichte, Malerei, Hofmaler, Betrachter, Nobilitierung, Auftragsarbeit, Bilddeutung, Kunsttheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem kunsthistorischen Vergleich zwischen zwei berühmten spanischen Gemälden, Las Meninas von Velázquez und Die Familie Karls IV. von Goya, insbesondere im Hinblick auf deren Bildaufbau und die Rolle der Künstler innerhalb dieser Werke.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Funktion des Spiegels in der Bildkomposition, die Bedeutung der unergründlichen Leinwand sowie die bewusste Selbstdarstellung der Maler innerhalb ihrer Auftragsarbeiten für den spanischen Königshof.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung der Künstler zu finden und zu klären, mit welcher Intention sich Velázquez und Goya in ihren jeweiligen Werken selbst porträtiert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kunsthistorischen Analyse, die sich auf die Auswertung existierender Thesen, geometrische Überlegungen und den direkten Werkvergleich stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Bildkomposition und der Spiegelthematik sowie eine detaillierte Analyse der Selbstbildnisse, wobei die sozialen und künstlerischen Ambitionen der Maler hervorgehoben werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Selbstporträt, Spiegel, Nobilitierung, Bildkomposition, Hofmaler und die beiden Künstlernamen Velázquez und Goya charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Motivation von Velázquez von der Goyas?

Während Velázquez durch sein Selbstbildnis primär seinen Status als Höfling und Adliger betonte, nutzte Goya das Gemälde, um die Würde der Kunst an sich und den Künstler als Genie zu proklamieren.

Welche Bedeutung kommt dem Spiegel im Werk von Goya zu?

Goya nutzt den Spiegel laut der Interpretation in der Arbeit, um die königliche Familie so darzustellen, wie sie sich selbst wahrnimmt, wobei der Spiegel metaphorisch „zum Bild selbst“ wird.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Rätsel der Bilder. Ein Vergleich von Velázquez "Las Meninas" und Goyas "Familie Karl IV"
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,0
Autor
Daniela Hoffmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V172710
ISBN (eBook)
9783668750876
ISBN (Buch)
9783668750883
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Las Meninas Spiegel Goya Velazquez König Karl IV Bildvergleich Kunstgeschichte Gruppenportraits Margarita Barock
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Hoffmann (Autor:in), 2007, Das Rätsel der Bilder. Ein Vergleich von Velázquez "Las Meninas" und Goyas "Familie Karl IV", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172710
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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