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Flexibilisierung der Arbeitswelt

Ausarbeitung dreier negativer Szenarien bei fortschreitender Flexibilisierung

Titel: Flexibilisierung der Arbeitswelt

Hausarbeit , 2011 , 22 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Astrid Matejka-De Jonghe (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einführung

Arbeit befindet sich seit vielen Epochen in einem Veränderungsprozess, nicht nur in ihrer Form, sondern auch das Verständnis von Arbeit verändert sich.

Auch heute, in der postindustriellen Gesellschaft, unterliegt die Arbeit dem Wandel. Durch die Politik der Deregulierung erfolgen umfassende Flexibilisierungs- und De-zentralisierungsmaßnahmen. Der Staat fördert die Möglichkeit, wirtschaftliche Marktri-siken zunehmend stärker auf die Beschäftigten zu übertragen. Während sich atypische Beschäftigungsverhältnisse ausweiten, schrumpft die Zahl der Normalarbeits-verhältnisse.

Ziel der Hausarbeit ist die Entwicklung dreier möglicher Szenarien bei fortschreitender bzw. zunehmender Flexibilisierung. Es soll transparent gemacht werden, welche negati-ven Folgen sich für Wirtschaft und Gesellschaft ergeben können.

Nach einem oberflächlichen Einblick in die vergangenen Arbeitsbedingungen der Nachkriegszeit beschäftigt sich die Arbeit mit der Flexibilisierung der Arbeitswelt im 21. Jahrhundert. Dabei beleuchtet die Verfasserin die verschiedenen Flexibilisierungs-arten. Auf der Basis von Literaturrecherchen stellt sie drei mögliche negative Folgen dar und erarbeitet für eine dieser Folgen eine Handlungsempfehlung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der Wandel der Arbeitswelt

1.1 Die Nachkriegsjahre

1.1.1 Der Taylorismus

1.2 Die erste Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit

1.2.1 Das Lean Management-Konzept

1.3 Die Arbeitswelt im 21. Jahrhundert

1.3.1 Die Flexibilisierung der Arbeitswelt

2. Die atypischen Beschäftigungsformen

2.1 Die prekären Beschäftigungsverhältnisse

2.2 Die Verbreitung atypischer Beschäftigungsformen

3. Die möglichen negative Folgen der Arbeitsflexibilisierung

3.1 Szenario Nr. 1 - Die zunehmenden sozialen Ungleichheiten.

3.2 Szenario Nr. 2 - Der Identitätsverlust

3.3 Szenario Nr. 3 - Der Anstieg stressbedingter Erkrankungen

3.3.1 Die Handlungsempfehlungen

4. Zusammenfassung / Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den fortwährenden Wandel der modernen Arbeitswelt unter dem Aspekt der zunehmenden Flexibilisierung. Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Literaturanalyse drei negative Zukunftsszenarien zu entwickeln, die verdeutlichen, welche Konsequenzen dieser Trend für die gesellschaftliche Stabilität und die individuelle Gesundheit haben kann, sowie abschließend Handlungsempfehlungen für Unternehmen aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung von Arbeitsmodellen (Taylorismus bis heute)
  • Differenzierung interner und externer Flexibilisierung
  • Soziale Ungleichheit durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse
  • Identitätsverlust in der "Nomadenökonomie"
  • Psychische Belastungen und stressbedingte Erkrankungen

Auszug aus dem Buch

3.3 Szenario Nr. 3 - Der Anstieg stressbedingter Erkrankungen

Der zunehmende Einfluss der IKT begünstigt weitere Flexibilisierungs- und Deregulierungsmaßnahmen. Elastischere Arbeitsformen entstehen, die Arbeit beschleunigt sich beträchtlich und der Leistungsdruck wächst weiter. Aus frühen Geschäftseinheiten entstehen ökonomisierte „Profit-Center“. Ehemalige Kollegen werden zu Gegnern um das Kapital. Die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben lösen sich zunehmend auf. Mobiltelefone und Laptops ermöglichen eine ständige Erreichbarkeit und Arbeitsbereitschaft. Mit dem Aufkommen der „Apps“ ist die Mobilität weiter gestiegen.

Deregulierungsmaßnahmen übertragen die Verantwortung der Arbeitsabgrenzung den Beschäftigten selbst als „Privatangelegenheit“. Der verpflichtende Charakter sich für die flexible Qualitätsarbeit zu engagieren bleibt.

Vorgenannte Tatsachen haben bereits heute Folgen. Die durch psychische Erkrankungen hervorgerufenen Fehlzeiten der Erwerbstätigen sind massiv angestiegen. Nach einer Analyse der drei großen deutschen Krankenkassen, DAK, AOK und TK beträgt der Anstieg zwischen den Jahren 2000 und 2004 rd. 20 %. Überproportional betrifft dies vor allem Frauen und junge Menschen. Ursächlich für diesen auffälligen Anstieg sind die Auflösung bislang funktionierender Sozialstrukturen, unsichere Arbeitsverträge und steigende Arbeitslosigkeit, zeitliche und fachliche Über- und Unterforderungen durch fehlende Handlungsspielräume sowie psychosoziale Faktoren wie mangelnde Anerkennung und Wertschätzung, soziale Konflikte mit Kollegen sowie defizitäre Führungsstile.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Wandel der Arbeitswelt: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung vom tayloristischen Modell bis zur modernen, durch Deregulierung und Digitalisierung geprägten Arbeitswelt nach.

2. Die atypischen Beschäftigungsformen: Hier werden Formen wie Teilzeit, Befristung und Leiharbeit als Instrumente externer Flexibilisierung definiert und deren prekärer Charakter kritisch beleuchtet.

3. Die möglichen negative Folgen der Arbeitsflexibilisierung: Das Kernkapitel entwickelt drei Szenarien: Zunahme sozialer Ungleichheit, Identitätsverlust durch den Wegfall stabiler Bindungen und die Zunahme stressbedingter Erkrankungen, ergänzt um konkrete Handlungsempfehlungen.

4. Zusammenfassung / Reflexion: Der abschließende Teil hinterfragt die bedingungslose Ökonomisierung der Arbeit und plädiert für die stärkere Berücksichtigung alternativer Erwerbsmodelle zur Sicherung des gesellschaftlichen Wohlstands.

Schlüsselwörter

Arbeitswelt, Flexibilisierung, Normalarbeitsverhältnis, Atypische Beschäftigung, Prekarität, Lean Management, Identitätsverlust, Stress, Burnout, Work-Life Balance, Deregulierung, Sozialstrukturen, Gesundheitsmanagement, Transformation, Digitalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit den negativen gesellschaftlichen und individuellen Folgen, die durch den anhaltenden Trend zur Flexibilisierung der Arbeitswelt entstehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Schwerpunkte sind die Abkehr vom Normalarbeitsverhältnis, die Entstehung atypischer Beschäftigungsformen sowie die Auswirkungen auf soziale Sicherheit, Identität und Gesundheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, drei konkrete Zukunftsszenarien für eine hochflexible Arbeitswelt zu entwickeln und die ökonomischen sowie sozialen Risiken transparent zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Studien, um die Thesen zu stützen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Beschreibung atypischer Arbeitsverhältnisse und die detaillierte Ausarbeitung der drei negativen Zukunftsszenarien.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Flexibilisierung, Prekarität, Burnout, Work-Life Balance und der Wandel der Arbeitsgesellschaft.

Was genau versteht die Autorin unter einer "Nomadenökonomie"?

Dieser Begriff beschreibt die permanente Suche des Individuums nach Arbeit, bei der zur Sicherung der Existenz eine ständige räumliche und zeitliche Mobilität in Kauf genommen werden muss.

Warum wird der "Mix aus transaktionalem und transformatorischem Führungsstil" empfohlen?

Dieser Mix soll den Druck reduzieren, indem Führungskräfte neben reiner Zielvorgabe auch visionäre und coachende Rollen einnehmen, um Mitarbeiter zu motivieren und ihre Gesundheit zu schützen.

Welche Rolle spielt die ständige Erreichbarkeit bei stressbedingten Erkrankungen?

Durch technische Hilfsmittel wie Laptops und Apps entsteht eine ständige Arbeitsbereitschaft, die die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben auflöst und zu Überforderung führt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Flexibilisierung der Arbeitswelt
Untertitel
Ausarbeitung dreier negativer Szenarien bei fortschreitender Flexibilisierung
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
2,7
Autor
Astrid Matejka-De Jonghe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V172742
ISBN (eBook)
9783640927678
ISBN (Buch)
9783640927319
Sprache
Deutsch
Schlagworte
flexibilisierung arbeitswelt ausarbeitung szenarien flexibilisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Astrid Matejka-De Jonghe (Autor:in), 2011, Flexibilisierung der Arbeitswelt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172742
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Leseprobe aus  22  Seiten
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