Chancen und Grenzen des Mediums Internet im Kindesalter

Am Beispiel von SchülerVZ


Hausarbeit, 2010

17 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kinder und Medien
2.1 Definition Community und Social Networks
2.2 Definition Internet
2.3 Web 2.0 als vielfältiges Medium
2.4 Generelle Computernutzung
2.5 Generelle Internetnutzung

3 Faszination schülerVZ
3.1 Daten und Fakten
3.2 Kommunikationsmöglichkeiten
3.3 Datenschutz

4 Gefahren von neuen Medien
4.1 Persönliche Daten im Internet
4.2 Cyberbullying
4.3 Sexualisierung in den Medien
4.4 Gewalt und Manipulation

5 Chancen der Mediennutzung
5.1 Soziale Netzwerke als Kommunikationsmedium
5.2 Internet als Informationsmedium
5.3 Computer in Schulen

6 Soziale Arbeit im Internet

7 Zusammenfassung

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Das Internet ist für Kinder mit einem großen Abenteuerspielplatz zu vergleichen, sie entdecken, treffen FreundInnen und probieren Verschiedenes aus. Doch dieses Abenteuer birgt auch Gefahren, denn nicht alle Menschen, Inhalte und Bilder sind problem- oder bedenkenlos. Als Mutter einer neunjährigen Tochter befasse ich mich automatisch mit den Möglichkeiten, welche das Web bietet und achte kritisch auf Datenschutz und Sicherheitseinstellungen.

Im Verlauf des Seminars „Spezielle Medien“ besuchte ich einen Vortrag des Goldenen Spatz am 29. April 2010 in Erfurt. Dort wurde das Portal schülerVZ vorgestellt, dessen Bestimmungen zum Daten- und Jugendschutz erläutert sowie auf Positives und Negatives hingewiesen. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dieser Thematik auseinander, welche mit folgenden Fragestellungen einhergehen:

Kann Soziale Arbeit auch virtuell stattfinden?

Welche positiven und negativen Einflüsse übt das Internet auf Kindern aus?

Heute wachsen Kinder ganz selbstverständlich in einer fortschrittlichen Gesellschaft mit Medien auf und diese sind daher heutzutage kaum wegzudenken. Die gesamte Umwelt scheint aus Technik zu bestehen. Viele Kinder beginnen den Tag vor dem Fernseher und beenden ihn mit einer CD. Dabei sind sie sich oft selbst überlassen, wenn sie auf Entdeckungsreise durch die Medienwelt gehen.

Einleitend definiere ich die Begriffe Community, Social Networks, Internet und Web 2.0. Nachfolgend wird die generelle Nutzung von Computern und Internet erläutert, um anschließend die Plattform schülerVZ und die Faszination, welche diese auf Kinder ausübt, zu beleuchten. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Gegenüberstellung von Gefahren und Chancen des Webs für Heranwachsende. Abschließend gehe ich auf die Verbindung von Sozialer Arbeit und Medien ein und beende die Hausarbeit mit meinem Resümee.

In der Arbeit werden Kinder von 6 – 13 Jahren thematisiert.

HAUPTTEIL

2 Kinder und Medien

„Medien begleiten den gesamten Tagesablauf von Kindern: vom Aufwachen mit dem Radiowecker über die Nutzung von Lernprogrammen in der Schule, dem MP3-Player auf dem Nachhauseweg, dem Hausaufgabenmachen mit Hilfe des Computers, der Kommunikation mit den KlassenkameradInnen über das Internet, dem Verabreden zum Spielen per SMS mit dem Handy, dem Computerspielen mit den FreundInnen und der täglichen Vorabendserie im Fernsehen bis hin zu ein paar Seiten Harry Potter vor dem Schlafengehen. (http://www.mpfs.de 2009, 3)

2.1 Definition Community und Social Networks

„Im Internet handelt es sich bei einer Community um eine virtuelle Gemeinschaft von Internet-Usern. Mitglieder einer Internet-Gemeinschaft haben in der Regel gleiche Interessengebiete, kommunizieren über das Internet und bringen ihr Wissen in die Community ein.“ (http://www.itwissen.info o.J.)

Die Online-Community ist eine Sonderform. In diesem Raum können sich Menschen mit gleichen Interessen, Musikgeschmack oder ähnlichen Alters austauschen, aber oftmals lernen sich vollkommen fremde, unterschiedliche Menschen kennen. Kommunikation findet meist in den beliebten Netzwerken schülerVZ oder Facebook via Chat, Weblog oder E-Mail statt. Diese Plattformen werden auch als „Social Networks“ bezeichnet. „Communities sind eines der charakteristischen Merkmale von Web 2.0.“ (ebd. o.J.). Diese Plattformen leben von den UserInnen, nur durch sie können diese aufrecht erhalten werden. Daher werden BenutzerInnen in das Gesehen mit einbezogen, ihnen werden beispielsweise Aufgaben zugeteilt (Foren-AdministratorIn).

2.2 Definition Internet

Der Begriff Internet ist eine Abkürzung für „Interconnected Network“ und ist der weltweit größte Netzverbund, bestehend aus Rechnernetzwerken, durch die Daten übertragen werden. Es ist wie ein großes Archiv zu verstehen, auf das alle Menschen zugreifen können. UserInnen vernetzen sich, kommunizieren, recherchieren oder arbeiten. Die Computer werden via Telefon- oder Standleitungen, Satellitenverbindung oder Richtfunkstrecken verbunden und tauschen so Daten aus (http://www.itwissen.info/definition, o. J.).

2.3 Web 2.0 als vielfältiges Medium

„Unter dem Schlagwort Web 2.0 werden Webangebote zusammengefasst, die sich von den althergebrachten statischen Webseiten unterscheiden. Diesen Unterschied soll die Versionsnummer 2.0 symbolisieren.“ (Warras 2010, 98). Lediglich der Begriff ist neu. Die Ideen dahinter sind nicht mehr strikt festgefahren, sondern interaktiv. Es wird daher auch als „Mitmach-Web“ bezeichnet. Das Web 2.0 stellt Dienste und Funktionen einfach und zumeist kostenfrei zur Verfügung. Dies ist eine Erweiterung des herkömmlichen, oft passiven Web, mit dem die heutige, „ältere“ Generation aufgewachsen ist. Bunte Homepages, Musik, Animationen sowie Aktualität machen das Internet für NutzerInnen attraktiver.

Das Web2.0 ist eine Einladung zum Mitmachen: nicht nur „surfen“, sondern selbst aktiv werden ist das Motto. Dazu stehen eine Fülle von Diensten und Plattformen zur Verfügung: mittels Youtube.com können Videos hochgeladen werden. UserInnen stellen Fotografien bei fotocommunity.de dar und können diese von anderen BenutzerInnen bewerten lassen. Unter Myspace.com oder Facebook.com lassen sich persönliche Profile für die private Kontaktpflege einrichten. Kommunikation verläuft virtuell über Chats (www.knuddels.de), Online-Foren (www.spiegel.de/forum/) oder Online-Spielen (travianer.de). UserInnen arbeiten an Lexika (wikipedia.org) oder veröffentlichen eigene Erfahrungen und Erlebnisse im selbst erstellten Webblog (Blogger.com).

2.4 Generelle Computernutzung

Kinder wachsen ganz selbstverständlich mit Computern auf. In 88 Prozent der deutschen Haushalte gibt es einen PC beziehungsweise einen Laptop und ein Viertel der SchülerInnen steht ein eigenes Gerät zur Verfügung. Daher konnten, wenn auch nur sporadisch, drei Viertel der Kleinen Computerkenntnisse sammeln. Bei Schuleintritt hat, laut KIM-Studie 2008, jedes zweite Kind zumindest selten einen Computer genutzt. Mit steigendem Alter erhöht sich auch die Nutzungsfrequenz. Bei 95 Prozent der SchülerInnen im Alter von 12 – 13 Jahren ist der PC fest in den Alltag integriert. Die Zahl der Vorschulkinder, welche einen Computer benutzen, ist entgegen allen Befürchtungen nicht gestiegen. Selbst für Spiele sind gewisse kognitive sowie motorische Fertigkeiten nötig, die Kinder unter sechs Jahren noch nicht vorweisen.

Ein Drittel der computererfahrenen UserInnen ist jeden Tag am PC. Die Hälfte beschäftigt sich ein- oder mehrmals pro Woche mit diesem Medium und 15 Prozent haben Erfahrung im Umgang, wenden sich aber weniger als einmal die Woche dem Computer zu. Die Nutzung findet überwiegend zu Hause statt. Im Verlauf des Tages zeigt sich, dass am Nachmittag die intensivste Zuwendung stattfindet (acht von zehn Kindern). Vor der Schule wird der Computer selten angeschaltet, dagegen ist nach der Schule bei den 12- bis 13-jährigen ein Viertel am Rechner und am Abend sogar die Hälfte. Bei den Jüngeren bleibt der PC abends größtenteils ausgeschaltet. Der überwiegende Teil der SchülerInnen lernt den Umgang mit Computern von den Eltern. Ebenso gelten FreundInnen oder LehrerInnen als Vermittler. Jedoch gibt jedes zehnte Kind an, sich die Fertigkeiten selbst angeeignet zu haben (http://www.mpfs.de 2009, 27 - 29).

2.5 Generelle Internetnutzung

Im Jahr 2008 gab es in 85 Prozent der Haushalte, in denen 6- bis 13-jährige leben, einen Internetanschluss. In dieser Altersspanne nutzen 59 Prozent der SchülerInnen das Internet zumindest sporadisch. Mit steigendem Alter erhöht sich auch hier die Intensität. Die Altersgruppe der 6- bis 7-jährigen haben kaum Kontakt zu dem Internet (5 Prozent), in der höheren Altersgruppe (8 – 9 Jahre) haben bereits die Hälfte Erfahrung mit diesem Medium. Der Anteil steigt nochmals bei den 10- bis 11-jährigen auf 79 Prozent und auf 86 Prozent bei den 12- bis 13-jährigen. Die KIM-Studie zeigt, dass sich drei Viertel der SchülerInnen für das Internet interessieren. Gerade bei den unter 10-jährigen steigt die Neugier. Haben Kinder Zugang zu Computern, sammeln sie auch immer früher Erfahrungen mit dem Internet.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Chancen und Grenzen des Mediums Internet im Kindesalter
Untertitel
Am Beispiel von SchülerVZ
Hochschule
Fachhochschule Erfurt
Veranstaltung
Spezielle Medien
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V172768
ISBN (eBook)
9783640927715
ISBN (Buch)
9783640927791
Dateigröße
535 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Hausarbeit wurde mit einer 1,0 bewertet und umfasst das Medium Internet (SchuelerVZ), dessen Chancen und Grenzen.
Schlagworte
Schuelervz, Internet, Medien, Kinder, Jugendliche, Cyberbullying, Bullying, Web 2.0
Arbeit zitieren
Melanie Leukert (Autor), 2010, Chancen und Grenzen des Mediums Internet im Kindesalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172768

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