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Strukturwandel im Ruhrgebiet

Genese und Wandel eines monostrukturellen Wirtschaftsraums

Título: Strukturwandel im Ruhrgebiet

Trabajo , 2010 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Moritz Blanke (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía económica
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Das Ruhrgebiet ist heute mit rund 5,3 Mio. Einwohnern einer der am dichtesten besiedelten metropolitanen Räume Europas. 53 Städte und Gemeinden bilden auf einer Fläche von 4435 km² eine wirtschaftliche Agglomeration, die auf dem „alten Kontinent“ seines Gleichen sucht. Die Geschichte des Ruhrgebiets ist eng verknüpft mit der industriellen Hochphase der deutschen Industrialisierung, deren Ausprägungen sich nirgends so sehr abzeichneten wie in dem Bereich zwischen dem Bergischen Land und der Lippe.
Auch heute noch, trotz weitreichender Veränderungen, ist das Image stark geprägt von dem industriellen Charakter den es einst besaß. Unweigerlich verbindet man mit dem Großraum rauchende Schlote und Kohleschächte. Allerdings ist dieses Bild überholt. Die Zeiten, in denen das Ruhrgebiet fast ausschließlich von der Schwerindustrie geprägt war, sind mittlerweile fast vollständig ausgeklungen.
Im Folgenden sollen Werde- und Niedergang der Montanindustrie beschrieben, die damit verbundenen strukturellen Entwicklungen aufgezeigt und die Schwierigkeiten des Wandels erläutert werden. Um dies nachvollziehen zu können ist eine Betrachtung der historisch-politischen Rahmenbedingungen, die die Region beeinflussten von besonderem Interesse.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entstehung und Entwicklung der Montanindustrie

2.1 Naturräumliche Bedingungen

2.2 Die Anfänge der Kohleförderung

2.3 Die Industrialisierung im Ruhrgebiet

2.3.1Bevölkerungsentwicklung und soziale Probleme

2.3.2 Einzug der Chemie- und Elektrizitätsindustrie

2.4 Der 1. Weltkrieg und seine Folgen

2.5 Der 2. Weltkrieg und die Nachkriegsjahre

3 Stahl und Kohle in der Krise – Beginn des strukturelle Wandels

4 Die Probleme des Strukturwandels

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Genese und den tiefgreifenden wirtschaftlichen Strukturwandel des Ruhrgebiets von einem monostrukturell geprägten Schwerindustrierevier hin zu einem modernen Wirtschaftsstandort unter Berücksichtigung historisch-politischer Rahmenbedingungen.

  • Die naturräumlichen Voraussetzungen und Anfänge der Montanindustrie.
  • Die Phasen der Industrialisierung und deren soziale Auswirkungen.
  • Der Einfluss von Kriegen und Krisen auf die industrielle Entwicklung.
  • Die Problematik der einseitigen wirtschaftlichen Ausrichtung auf Kohle und Stahl.
  • Herausforderungen und Maßnahmen der regionalen Umstrukturierung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Industrialisierung im Ruhrgebiet

Zu Beginn des 19. Jhdts. deutete noch wenig darauf hin, dass sich die Region nördlich der Ruhr zu einem der größten Wirtschaftsräume Zentraleuropas aufschwingen würde. Zwar waren gewisse Rahmenbedingungen wie billige Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft, große ungenutzte Flächen und mit dem westlich gelegenen Rhein ein hervorragender, potentieller Transportweg vorhanden, jedoch fehlte zur Anwendung neuer Technologien in der Metallindustrie die tiefer liegende Fettkohle, die sich durch einen hohen Kohlenstoffgehalt und niedrige Feuchtigkeit auszeichnet.

Als Ereignis von zentraler Bedeutung ist daher der Durchbruch der Mergelschicht zwischen 1837 und 1839 anzusehen. In der Zeche „Kronprinz“ in Essen gelangte man erstmals unter dem Einsatz von Dampfmaschinen an die Fettkohle. Nun ließ sich die Weiterverarbeitung zu dem deutlich effizienteren Energieträger Koks vornehmen und somit der Grundstein für die Entfaltung neuer Wirtschaftszweige gelegt werden. Ausgehend von den beiden primären Produktionsgütern Kohle und Stahl entwickelte sich ein engmaschiges Wirtschaftsgeflecht, das bald in der Lage war ein sich selbst tragendes Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Durch die geographische Nähe kam es zu Synergieeffekten zwischen dem Bergbau und der Metall erzeugenden Industrie, die den Fortschritt zusätzlich befeuerten. Die sich rasch entwickelnde Bergbautechnik war ein wichtiger Abnehmer für Produkte aus der Metallindustrie. Diese wiederum war auf die Kohle bzw. das hochwertigere Koks angewiesen. Um die Produktivität weiter zu steigern legten viele Firmen ihre Zechen, Kokereien und Metallhütten zusammen, wodurch Großunternehmen mit geschlossenen Produktionsketten entstanden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Ruhrgebiets als bedeutende industrielle Metropolregion und Darlegung der Zielsetzung, den Werdegang und Strukturwandel der Montanindustrie zu analysieren.

2 Die Entstehung und Entwicklung der Montanindustrie: Detaillierte Betrachtung der geologischen Voraussetzungen, der frühen Industrialisierungsphasen sowie der sozialen und wirtschaftlichen Transformation durch Bergbau und Schwerindustrie.

3 Stahl und Kohle in der Krise – Beginn des strukturelle Wandels: Analyse des Niedergangs der Montanindustrie ab den späten 1950er Jahren und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Rezession.

4 Die Probleme des Strukturwandels: Erörterung der Schwierigkeiten bei der Diversifizierung, insbesondere durch Altlasten, fehlende Qualifikation und das Image des Reviers.

5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der historischen Entwicklung und der wissenschaftlichen Relevanz des Ruhrgebiets als Modell für regionale Transformationsprozesse.

Schlüsselwörter

Ruhrgebiet, Montanindustrie, Strukturwandel, Industrialisierung, Kohleförderung, Stahlerzeugung, Wirtschaftsraum, Bevölkerungsentwicklung, Krise, Diversifizierung, Regionalentwicklung, Schwerindustrie, Wirtschaftsgeschichte, Transformation, Metropolregion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Ruhrgebiets von einem landwirtschaftlich geprägten Raum zur führenden Industrieregion Europas und den anschließenden, komplexen Prozess des Strukturwandels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Montanindustrie, die soziale Urbanisierung, die Auswirkungen weltpolitischer Ereignisse auf die regionale Wirtschaft sowie die Probleme der industriellen Neuorientierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Phasen des Aufstiegs und Niedergangs der Montanwirtschaft nachzuvollziehen und zu verstehen, warum die regionale Umstrukturierung ein so langwieriger Prozess war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse der regionalen Entwicklung unter Einbeziehung ökonomischer Statistiken und demographischer Daten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehung des Montan-Clusters, die Auswirkungen von Weltkriegen und Weltwirtschaftskrise sowie die Analyse der strukturellen Probleme nach der Montankrise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Strukturwandel, Montanindustrie, Ruhrgebiet, Industrialisierung und wirtschaftliche Diversifizierung definieren.

Warum war der Strukturwandel für das Ruhrgebiet besonders problematisch?

Aufgrund der extremen Spezialisierung auf Kohle und Stahl („monostrukturelle Ausrichtung“) fehlten lange Zeit alternative Gewerbestrukturen und die Anpassungsfähigkeit an technologische Innovationen.

Welche Rolle spielte die Bildung für den Wandel?

Die fehlende akademische Infrastruktur, die erst mit der Gründung der Ruhruniversität 1964 korrigiert wurde, war ein entscheidender Faktor, der die Anpassung an moderne, wissensbasierte Arbeitsanforderungen erschwerte.

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Detalles

Título
Strukturwandel im Ruhrgebiet
Subtítulo
Genese und Wandel eines monostrukturellen Wirtschaftsraums
Universidad
University of Münster
Calificación
1,3
Autor
Moritz Blanke (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
16
No. de catálogo
V172864
ISBN (Ebook)
9783640929023
ISBN (Libro)
9783640929092
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ruhrgebiet Strukturwandel Wirtschaftsgeografie Geschichte 2. Weltkrieg Stahlindustrie Kohlebergbau Industrialisierung Deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Moritz Blanke (Autor), 2010, Strukturwandel im Ruhrgebiet, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172864
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